Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:7
- S.36
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Seite 2 Nr. 25
Tiroler Tageszeitung
Freitag, 20. Juli 1945
Von den Bergen des Atlas bis in die Tirol er Alpen
Die Geschichte der 4. marokkanischen Division
Die 4. marokkanische Division, die gestern in Innsbruck defilierte, wurde zwischen April und Juni 1943 aufgestellt, als die LibertySchiffe von Amerika kamen und das Material nach Marokko brachten, das Amerika Frankreich zur Verfügung stellte. Drei alte Infanterieregimenter bilden die Division: das 1. marokkanische Schützenregiment von Port Lyautey, das 2. marokkanische Schützenregiment von Marrakech und das 6. marokkanische Schützenregiment von Casablanca. Alle drei haben eine lange militärische Vergangenheit. Das 4. Regiment der marokkanischen Spahi, das ihnen in der Division beigegeben wurde, hatte ebenfalls an den Feldzügen Marokkos und Frankreichs vor Maubeuge teilgenommen; es hatte den Panzern Rommels standgehalten.
Die Spahis, die Schützen der 4. marokkanischen Division, rekrutieren sich aus den Bergen des Atlas. Es sind noch keine fünfzig Jahre, daß in diesen Bergen noch die alten Stämme mit ihrem Lehenswesen lebten. Sie hatten kleine Schafherden, die sie auf die mageren Berge Marokkos trieben. Sie waren ständig im Krieg; zuerst untereinander und besonders mit den Städtern, die sie regelmäßig ausplünderten. Sie verachteten das seßhafte Leben und hatten nur Sinn für Waffen. Die Befriedung Marokkos, begonnen durch Lyautey, beendigt durch die Rif=Expedition, stellte die großen kriegerischen Fahigkeiten der Marokkaner in den Dienst Frankreichs.
Gefühllos gegen Kälte und Hitze und gegen Entbehrungen, unermüdliche Marschierer, haben diese Schützen ein starkes Gefühl für Ehre; ihren Chefs gegenüber eine instinktive Ergebenheit. Sie fanden im übrigen ihrer würdige Vorgesetzte, hervorgegangen von Saint Cyr, von Saint Maixent, von den Schulen von Mediouna und von Cherchell. Die Offiziere der 4. marokkanischen Division sind Elite Offiziere. Viele verließen freiwillig Frankreich, durchquerten Spanien und nahmen, sobald die Amerikaner im Herbst 1942 landeten, den Kampf wieder auf.
Die 4. marokkanische Division ist also aus einem Bund entstanden, der ihr von Anfang an ein eigenes Gepräge gab:
Seit 1943 im Kampf
Seit dem August 1943 hat die 4. marokkanische Division nicht aufgehört zu kämpfen. Zuerst auf Korsika, in dem von General Martin, ihrem ehemaligen Chef, befehligten Feldzug. Sie stellte dazu das 1. marokkanische Schützenregiment, einen Teil der 4. marokkanischen Spahi und eine Gruppe des 69. afrikanischen Artillerieregiments. Dieser Kampfverband, verstärkt von Goums und unterstützt von den Patrioten der Maquis, zwang die Deutschen zum Rückzug zum Col de Teghime im Norden der Insel und befreite Bastia.
Einige Monate später vereinigte sich die 4. marokkanische Division nach und nach in Italien mit dem französischen Expeditionskorps des Generals Juin. Sie wurde in einem bereits berühmten Sektor auf dem Garrigliano,
einst berühmt durch Bayard, eingesetzt. In dieser Gegend der schroffen Berge und unter dem Befehl des Generals Sevez brach sie die deutsche Front vom 2. bis 13. Mai, zerbrach die „Linie Gustav“, dann die „Linie Hitler“ und nach einer Verfolgung von Kamm zu Kamm stieg sie in die Ebene von Rom. Am 6. Juni zog sie in die Ewige Stadt ein und defilierte zu den Füßen des Kolosseums, unter dem berühmten Balkon auf dem Platz von Venedig, von wo Mussolini einst seine kriegerischen Worte gerufen hatte. Einen Monat später nahm sie die Offensive vor Siena wieder auf, zerschlug von neuem die feindlichen Stellungen und blieb in ihrem siegreichen Vormarsch erst wieder vor den Toren von Florenz stehen. Die 4. marokkanische Division nahm an der Landung der 1. französischen Armee an den Küsten der Provence nicht teil. Sie war
zu sehr in Italien beschäftigt. Sie erreichte das Mutterland in der zweiten Septemberhälfte, um ihren Platz im Kampfe seither wieder einzunehmen.
Als Bergdivision wurde sie mit der Verteidigung der Alpen betraut; seit dem 16. Oktober jedoch stand das 6. marokkanische Schützenregiment
der Bund der alten Bergbewohner des Hohen Atlas — mit dem amerikanischen Material.
Seit zwei Jahren hat die Division ihren ganzen Weg lang die großen G.M.C.=Lastwagen geführt, die Jeeps, erzeugt in den Fabriken der Neuen Welt. Die Schützen haben sich mit den neuesten Waffen geschlagen, aber sie haben ihre Mulis behalten, deren Notwendigkeit sich in den Kämpfen von Tunis gezeigt hat und die auch dem Schauplatz der Mittelmeeroperationen mit seinen seltenen und schwierigen Verhältnissen entsprachen, welche der Division ihre seltsame Art geben.
in den Vogesen
Es handelte sich darum, die elsässische Ebene zu befreien. Das 6. Schützenregiment wurde wie eine Hacke ins Zentrum der deutschen Winterlinie, nahe bei Gerardmer auf den Haut du Faing, geworfen und in einem einzigen Ansturm eroberte es das feindliche Ziel. Aber es konnte seinen Erfolg nicht auswerten, da benachbarte Einheiten seinem Vormarsch nicht zu folgen vermochten. Einen Monat später wurde der Angriff vom Süden wieder ausgenommen, hinter den Panzerwagen der 1. Panzerdivision. Das 6. marokkanische Schützenregiment faßte in Mülhau
sen Fuß, als die 4. marokkanische Division, von den Alpen heruntersteigend, die Stadt in einem Ansturm in französische Hände brachte. Die Kämpfe von Lutterbach, von Pont du Boug und im Wald von Hardt zerbrachen den deutschen Widerstand. Endlich am 20. Jänner wurde der Großangriff durch General de Lattre de Tassigny, Kommandant der 1. französischen Armee, bei einer Kälte von 15 Grad und bei einem nicht endenwollenden Schneesturm beschlossen,
um Straßburg
das von den Truppen Rundstedts bedroht war, zu unterstützen und um endlich die Tasche von Kolmar zu beseitigen. Die 4. marokkanische Division lag 14 Tage mit all ihrer Macht vor Thann und vor Sernay, das am 4. Februar fiel. Am 4. Februar läuteten die Glocken aller Orte
Wir lassen in unserer heutigen Ausgabe, die vier Seiten zählt, ein Feuilleton erschei
nen, um unseren guten Willen zu bekunden daß wir bei vermehrtem Raum auch den verehrten Leserinnen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit erweisen wollen. Auf zwei Seiten ist es natürlich zu unserem Bedauern nicht möglich, diesen Wünschen zu entsprechen, deren Erfüllung auch uns am Herzen liegt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn wir einmal — und wir hoffen dazu in der Lage zu sein — übergehen werden, mit vermehrtem Umfang zu erscheinen, können unsere Leserinnen versichert sein, daß wie uns bemühen werden, ihnen eine auch ihren Geschmack entsprechende Lektüre darzubieten.
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Zum 18. Juli — Nachklang und Ausklang
Nun ist der Gleichschritt der Truppen verklungen. Der große Platz vor der Hofburg und dem Theater zeigt sein gewöhnliches schönes und freundliches Bild. Die Stadt ist daran, von der hohen Festlichkeit der vergangenen Tage langsam wieder in den schlichten und bescheidenen Rahmen ihres Alltagslebens zurückzukehren.
Aber noch trägt sie ihren Fahnenschmuck. Und in den Gesprächen, da und dort, auf der Straße, in den Geschäften, zwischen Bekannten, klingt immer noch ein heller, freudiger und geschäftiger Ton: „Weißt du noch — vorgestern? Wir haben drei Stunden auf den General gewartet.“
„Und uns haben sie fast zerdrückt!“
„Ja, aber fein waren sie, die Speckbacher mit ihren kurzen Röckeln und die Zillertaler und die Meraner. Habt ihr sie gesehen?“
Ja, wir haben sie alle gesehen, diese und viele andere. Lange noch, nachdem die eigentlichen Empfangs= und Paradefeierlichkeiten schon vorüber waren. Das bunte Leben und Treiben in der Stadt bricht nicht so gleich ab.
Zu beschwingt ist der Geist, die Gemüter zu frisch und froh als daß sich die natürliche Er
1— und sroh, uls daß sich die naturliche Ermudung nach dem langen Stehen und Warten in der heißen Nachmittagssonne bemerkbar gemacht hätte. Selbst Hunger und Durst scheinen nicht zu große Bedeutung zu haben diesen Abend, denn mit kräftig aufgeblasenen Wangen und blitzenden Augen setzen die Musikkapellen immer wieder zu neuen Märschen und Liedern an.
Es hat niemand Eile, heimzukommen heute.
Die Mütter zerren nicht an ihren schlimmen Buben und Mädeln herum, hastig befehlend: „Nun geht schon einmal weiter endlich, wie schnell ist es halb zehn Uhr!“
Es ist ja so viel Zeit diesmal. Keine Ausgangssperre und der Hochsommerabend so hell und schön. und Spöneln stöndi
In losen Schlangen und Knauein, ständig fragend und lachend, sind die Menschen um die Formationen und Trachten herum.
Da jetzt!
Eben kommt ein langer Zug über die Maria=Theresien=Straße herauf, der Taktstock schwingt wie ein Zepter in der erhobenen Hand. Ja, Würde bringt Bürde, wenn der übermut hinter dem schneidigen Kapellmeister gar nicht mehr zu bändigen ist.
Aber jetzt! Ein klingender Salut vor dem Landhaus, eine scharfe Rechtsschwenkung und hinein marschiert.
Kühl sind die Gänge und leer, es ist ja Betriebssperre.
Wohin will das lustige Völklein?
Ah, jetzt öffnen sich gastlich die Türen des Speisesaales des Landhauses und mit langen, weißgedeckten Tischen und dampfenden Schüsseln darauf nimmt er das fröhliche Gewimmel auf.
Es gibt was Gutes zum Essen für die Vorarlberger, bevor sie, höchst befriedigt von ihrer Tiroler Ausfahrt, ins Ländle zurückkehren.
Und es gibt auch einen tüchtigen Schluck zum Trinken. Kein Wunder, daß der Saal im Augenblick voll ist von Stimmengewirr, Zurufen und heiterem Gläserschwenken.
„Schön habt ihr gesungen vor dem Herrn General, Maidle“, werden die stolzen Patrizierinnen von ihren Junkern gönnerhaft belobt. „Aber geh — Ein holdes Erröten und schon wieder Lachen und Necken.
Der Bahnhof wimmelt von Menschen.
Niemand beachtet sonderlich mehr das Trümmerfeld ringsum, die Trauer ist sieghaft verdrängt von neuer Hoffnung und Zuver
sicht.
Das Händedrücken, Verabschieden und Wünscheauftragen nimmt kein Ende. Und wenn man schon meint, jetzt sind sie mit Winken und Grüßen fort und heim in ihre Täler — kehrt man in die Straßen zurück, es sind immer noch welche da.
Wenn dann zu späterer Stunde die Buben und Mädeln wirklich einmal schlafen gegangen sind und man denkt, die Straßen seien stiller geworden — sieh, da lacht der gute Mond, denn er sieht viel mehr, als wir sehen.
die Befreiung des Elsaß
ein. Heute ist die 4. marokkanische Division unter dem Befehl des Generals de Hesdin in Österreich, nachdem sie den Rhein überschritten hatte, den Strom entlanggezogen war, den Schwarzwald hinter den Wagen der 1. und 5. Panzerdivision durchquert hat, nachdem sie die Donau erreicht und die französische Grenze abgeriegelt hat, und es ist dieselbe Division, die den deutschen Truppen den Rückzug nach Bayern versperrte. Die deutschen Kolonnen zerbrachen am Widerstand von Aasen, von Behla und von Rangen. Sie wurden entweder vernichtet oder gefangengenommen. Einige Tage später besetzte die Division Vorarlberg und drang in Tirol ein.
Die Schützen und die Spahi der 4. marokkanischen Division haben, gekommen von Marokko, das Mittelmeer übersetzt, sie haben die ganze Strecke von Neapel nach Florenz durchlaufen und sind durch die Gefahren und die Hindernisse der Minen gegangen. Nach den Prüfungen der Hitze, der Sonne und des Durstes haben sie den ganzen Winter in Frankreich, in den Alpen, in den Vogesen und in Deutschland gekämpft. Sie waren nicht an den Schnee und an die bittere Kälte der französischen Berge gewöhnt, sie waren nicht an den bedeckten Himmel, an die eisigen Stürme des finsteren Waldes von Hardt gewöhnt. In einem so verschiedenen Klima, so gegensätzlich ihrem Heimatland, zeigten sie für Frankreich unermüdliche Ergebenheit.
Seit dem Feldzug auf Korsika hat die Division
3000 Tote, 8000 Verwundete und 800 Vermißte
verloren. Die Besten unter ihnen, Schützen aus dem Atlas, Offiziere und Soldaten von Frankreich, ruhen auf den Friedhöfen. Um alles zu sagen, bestand die Division bei ihrer Abreise aus dem 2. und 6. marokkanischen Schützenregiment, heute bildet das 2. Schützenregiment ein Bataillon des 6., so sehr haben die beiden Einheiten Verluste erlitten.
Zum erstenmal erlebt die Division in den Tälern österreichs die Ruhe. Während der letzten zwei Jahre trug sie die Last der militärischen Ehre Frankreichs. Sie hat, unterstützt durch den Widerstand im Innern, vereint mit den Alliierten das Heimatland mit anderen Divisionen befreit. Die 4. marokkanische Division, von Afrika gekommen, ein Ausdruck der Loyalität des Empire an das Mutterland, hat durch ihre Teilnahme am Siege Frankreichs und der Vereinten tionen gearbeitet. Die erprobten Krieger des Atlas, die jungen Offiziere, die Kommandanten, die sich im Befehl wechselten, haben große Verdienste um das Vaterland und um die zivilisierte Welt.
Nunmehr ist die Division in Tirol stationiert. Ein langer und opferreicher Weg: vom Atlas in das Herz der Alpen.
AUS
Lebensmittelhilfe Wiens für Niederösterreich und Steiermark
Wien, 19. Juli. Nach einer Meldung des Blattes „Neues Österreich“ ersuchte das provisorische Staatssekretariat für Versorgung die Wiener Stadtverwaltung und das Oberkommando der Roten Armee, aus den für Wien bestimmten Lebensmittelvorräten eine gewisse Menge Getreide für die Industriegebiete in Niederösterreich und Steiermark bis zur Einbringung der Ernte zur Verfügun zu stellen. Das Staatssekretariat für Versorgung verpflichtete sich dabei zur zeitgerech ten Zurückstellung dieses Getreides. Marschal Koniew gab seine Einwilligung, daß tausen Tonnen Getreide für Niederosterreich un Steiermark zur Verfügung gestellt werden.
Ein Schicksal von vielen
Salzburg, 19. Juli. Wenige Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Trup pen in Salzburg wurde ein KZ.=Häftling aus Dachau, der die Nummer 66698 trug, in de Nähe des städtischen Volksgartens in Salzburg durch mehrere Schüsse niedergestreckt. Der namenlose Häftling gehörte einem sogenannten Himmelfahrtskommando an, den die Aufgabe gestellt war, unter Einsatz des eigenen Lebens Blindgänger und Bomben mit Zeitzündern zu entschärfen. Aus einwandfreien Zeugenaussagen geht hervor, daß zwei SS=Männer den Häftling um 8 Uhr früh kurzerhand niederschossen. Sie deckten ihn mit einer Brettertüre zu und hielten mehrmals Nachschau. Dabei rührte er sich jedesmal noch ein wenig und dann feuerte einer der beiden Mordbuben immer noch einen Schuß abben dem Kanal wurde das unglückliche Opfer von den
Mördern eingegraben. Gestern fand das feierliche Begräbnis des Häftlings statt.
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Heiratsstatistik in Linz Lin; 18. Juli. Das Jahr nach dem über fall Hitlers auf österreich brachte ein sprung haftes Anwachsen der Zahl der Heirats lustigen. Ursache war die durch die eingeführten deutschen Gesetze erleichterte Möglichkei der Scheidung. Schon das nächste Jahr da gegen wies ein Abflauen der Heiratsfreudig neit auf. Dieses Abflauen währte die ganz Kriegszeit hindurch an. Im Jahresdurch schnitt gab es 1938 3000, im Jahre 1940 210, im Jahre 1941 1751 und im Jahre 1944 1496 Eheschließungen. Der Durchschnitt der Ehe schließungen während der ersten vier Monat dieses Jahres beträgt gar nur 250, was ein Jahresziffer von 750 ergeben würde. Gegen wärtig werden von den Ausländern seh viele Ehen geschlossen. Hauptsächlich handel es sich dabei um Verbindungen, die durch die Rassentheorie bisher
unterbunden waren. A zweiter Stelle stehen die Ehen der erst spär lich heimkehrenden Soldaten. Für sehr viel Ehen, die bisher nur standesamtlich geschlos sen worden waren, wird gegenwärtig di kirchliche Trauung nachgeholt.
Auf Grund des § 1 9 zur WohnraumlenkunRGBl. 1 S. 127 wird am 1. a) Die bisher durch Grund des RLGeinweisungen wa nahmen zur A
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Washington, 19. Juli. Oberst Wilson, der Chef des öffentlichen Sicherheitswesens in der amerikanischen Zone Deutschlands, ist nach den Vereinigten Staaten zurückgekehrt, um zusätzliches Zivilpersonal für die Mithilfe in Deutschland aufzustellen. Er erließ einen Aufruf, in dem er Kräfte sucht, die im Abnehmen von Fingerabdrücken Erfahrung haben. Diesem Aufruf folgt eine Mitteilung des amerikanischen Armeehauptquartiers in Paris, daß die Abnahme von Fingerabdrücken von täglich über 700 Nazis den größten Fingerabdruckdienst der Geschichte darstellt. Oberst Wilson sagte: „Wir sind im Begriffe, in der amerikanischen Zone Deutschlands von jedem Deutschen, der in unseren Augen ein Verbrecher ist, einen Fingerabdruck aufzunehmen. Das schließt jeden ein, der in irgend einer Verbindung mit der Nazipartei stand, darunter
Offiziere und Unteroffiziere der deutschen Streitkräfte sowie alle Personen, die sofort in Haft genommen worden sind, und Personen, die aus Sicherheitsgründen verhaftet wurden. Wir schätzen die Zahl jener Personen von der amerikanischen Zone auf über drei Millionen. Dies wird eine unermeßliche Arbeit abgeben.“
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Die Ausrottung des Nazismus
Washington, 15. Juli. Die National sozialisten in Deutschland müssen den Der diests Das pese Bahrhe mögenszuwachs, den sie in den Jahren von Schautmen 1933 bis 1945 erfahren haben, bekanntgeben
Paris, 15. Juli. Wie das amerikanisch
Hauptquartier bekanntgibt, wurden währen der letzten zwei Monate 50.000 Nazis durch amerikanische Sicherheitsstreitkräften Haft genommen. Täglich werden ungefäh 700 weitere eingebracht. Sie werden als B# droher der Sicherheit in Gefängnissen undi
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Warschau, 19. Juli. Der Sender War schau erklärt, die polnische Regierung warte die Auslieferung jener in britische und amerikanischer Hand befindlichen Kriegs Zun verbrecher, die sich Verbrechen gegen Pole, auf de schüttet“ der zuschulden kommen ließen. Namentlich ge ihna### ### enen nannt werden der sogenannte Generalgon verneur von Polen Dr. Hans Frank, de
Gauleiter von Danzig Greiser sowie de Mann, der das Konzentrationslager Madanek eingerichtet hat.
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