Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:8
- S.2
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Seite 2 Nr. 35
Tiroler Tageszeitung
Mittwoch, 1. August 196
fadtund Land
Abendstunden. Beide Veranstaltungen fanden großen Beifall der Besucher.
Innsbruck als Frembsprachenstadt
Man kann sich den weiten Weg zur PeraBrücke in Istanbul oder zur Nanking=Road in Shanghai ersparen, wenn man einen Ort finden will, an dem ein buntes, aus vieler Herren Länder stammendes Fremdsprachengewirr die Atmosphäre erfüllt, man brauch
nur in unserer kleinen Stadt, deren Einwohnerzahl sich in den letzten Jahren allerdings sehr verändert und vergrößert hat, Umschau, oder besser, die Ohren offen zu halten. Der Krieg und die bisher kurze Nachkriegszeit warf hier Angehörige so vieler Nationen zusammen, daß sich für einen Sprachforscher bestimmt ein reiches Feld interessanter Tätigkeit bieten würde. Um einen Punkt. Innsbrucks herauszugreifen, nehmen wir die Herrengasse, in der die Komitees der meisten Ost=Länder ihre Dienststellen haben. Hier wundern wir uns wirklich manchmal, wie es möglich ist, daß sich so viele Nationen ausgerechnet hier in Innsbruck ein Stelldichein geben. Und wenn wir die Aufschriften der vielen Komitees in unserem Städtchen näher ansehen, dann entdecken wir, daß wir es
vielfach nicht nur mit
Der Hochkommissär von Lybien in Innsbruck
Innsbruck, 31. Juli. Der französische Hochkommissär in Lybien, Farge, trifft heute in Innsbruck ein.
anderer Sprache, sondern auch mit anderer Schrift zu tun haben; denken wir an russisch
Schrift zu tun haben, bennen wir an rüssisch, serbisch, griechisch und an die orientalischen Sprachen. Ein zweiter kennzeichnender Faktor für das Zungenragout sind die Ankundigungen der verschiedenen übersetzungsbüros, von denen eines für etwa zehn Sprachen Reklame macht, bei dem sogar die Marokkaner, sicherlich zu ihrem großen Erstaunen, ihr heimatliches Arabisch antreffen. Als ob diese Menge fremder Sprachen aber noch nicht genügte, hatte kürzlich ein Witzbold die vielen kleinen Zettel, die den Tausch, wie „Schachspiel gegen Ridiseln“, zur Blüte bringen, mit der gelungenen Ankündigung ergänzt: „Dolmetsch vom Deutschen ins Österreichische“ und er empfahl sich seinem deroverehrten publico mit der Adresse „Hinterm Hafelekar“. P.
Verkehrsverbesserung der Haller Linie
Durch den Einbau der Lorettokreuzung ist es ermöglicht, daß auf der Linie nach Hall zwei weitere Züge eingeschoben werden können. Einer in der Frühe ab Hall 5.51 Uhr und einer abends ab Wiltener Platz um 21.03 Uhr. Dieser Zug fährt innerhalb des Stadtgebietes über die Linie 4 und hält an sämtlichen Haltestellen.
Anwetter in Innsbruck
Innsbruck, 30. Juli. Heute, gegen halb 6 Uhr abends, ging über Innsbruck ein äußerst schweres Unwetter nieder. Das Gewitter setzte urplötzlich mit einem donnerähnlichen Schlag ein, der uns lebhaft an die einstigen Bombentage erinnerte. Ein sehr schwerer Regen ging alsbald in Hagel über. Die Hagelkörner fielen etwa erbsengroß, ja teilweise sogar bis zu Kirschengröße. Sie richteten an den Kulturen und besonders in den Gärten schweren Schaden an. Das Wasser in den Feldern stand teilweise sehr hoch. Im Oberinntal wurden auch Vermurungen durch das Unwetter angerichtet.„
Fast um dieselbe Zeit zog auch im Bezirk Kitzbühel ein schweres Unwetter auf. Im Spertental fiel ebenfalls Hagel. Auch dort wurde an den Kornfeldern und auf den Wiesen schweren Schaden verursacht. Der gewitterreiche Sommer hat bereits leider einen
Teil der so sehnsüchtig erwarteten Ernte vernichtet.
Wiederherstellung der Strecke der Zillertalbahn
Der durch das Hochwasser am 17. Juli schwer beschädigte Bahnkörper der Zillertalbahn ist nun soweit wieder hergestellt, daß der Zugsverkehr ohne Umsteigen wieder auf
rechterhalten werden kann. Unmittelbar vor dem Bahnhof in Uderns wurde eine Not
brücke errichtet; der übrige beschädigte Bahnkörper wurde durch Schotteraufschüttungen wieder instandgesetzt.
Musikfest in Mayrhofen
Am Sonntag, 29. Juli, fand in Mayrhofen im Zillertal über Anregung
der
dortigen Gemeindevorstehung ein Musikfest im sogenannten Scheulingwal
uw zu Ehren der
franzosischen Besatzungsbehörden statt. Sämtliche dienstfreien Offiziere des Bezirkes
Schwaz, eine große Menge aus dem Zillertal und verschiedene Trachtengruppen nahmen an dieser Veranstaltung teil. Verbunden mit derselben war eine Tombola mit verschiedenen schönen Besten, deren Reinerträgnis von 8000 Reichsmark der durch Hochwasser schwergeschädigten Gemeinde Uderns, Zillertal, zugedacht wurde. — Abends vereinte die Be
Bevölkerungsbewegung Landeck, 31. Juli. Die Bevölkerungsewegung im Juli zeigt nichts außergewöhn
bewegung im Jui. 66-0
liches. Es gab drei Hochzeiten, vier Geburten, fünf Sterbefälle. — Die Abwanderung der Ausländer macht dank der Bemühungen der dafür verantwortlichen Dienststellen gute Fortschritte. Im Monat Juli gingen Transporte von zwangsverschleppten Italienern, Ostarbeitern und ehemaligen Kriegsgefangenen ab. Auch der Abtransport der Reichsdeutschen vollzieht sich in steigendem Maße.
Rückgabe des Benediktinerklosters in Bregenz
Bregenz, 31. Juli. Das Benediktinerkloster von Bregenz wurde der Gemeinde von der französischen Behörde zurückerstattet. Das Gebäude war von den Nazis beschlagnahmt worden.
Todesfall
In Innsbruck starb Gretl Bernard, geb. Jöchl, im Alter von 50 Jahren. Die Beerdigung ist am 2. August um 16.30 Uhr am Pradler Friedhof.
Laval in Bologna verhaftet
Bologna, 31. Juli. Pierre Laval ist hier
verhaftet worden.
—
und Instrumentalwerke von Johann Sebastian Bach aufgeführt, so die Motette „Jesu meine Freude“, Ricercare aus dem Musikalischen Opfer.
Hofmannsthal=Abend
Donnerstag, 2. August, Hofmannsthal=Abend im Musikvereinssaal, Museumstraße 17a. Traute Foresti und Siegfried Süßenguth sprechen. Gedichte und Monologe von Hugo v. Hofmannsthal.
Kartenvorverkauf im Österreichischen Amt für Kultur und Wissenschaft, Hofburg, 1. Stock, ab
Erschei.
Einzel
Dienstag, 31. Juli, 14 Uhr, und an der Abendkasse im Musikvereinssaal. Beginn 18.15 Uhr.
AUS GSTERREICh Die eng
Mittwoch, 18.30 Uhr: „Jedermann.“
Kirchenkonzert in der Pfarrkirche „Maria Hilf Das Collegium musicum der Universität Innsbruck führt am 3. August, 19 Uhr, in der Pfarrkirche „Maria Hilf“ unter Leitung von Dr. J Alf ein Kirchenkonzert durch. Es werden Vokal
Ein wichtiges Kapitel für die Zukunft
In manchen Zuschriften, die aus dem Leserkreise an uns gelangen, wird bereits vom — künftigen Fremdenverkehr gesprochen. Sicherlich wird dieser Wirtschaftszweig bei der Rückkehr normaler Verhältnisse wieder seinen hervorragenden Rang einnehmen. Voraussetzung dafür ist, daß alles das, was den Ruf Tirols als Fremdenverkehrsland begründete und begünstigte, erhalten bleibt. Nicht der letzte unter den Werten, die dafür wichtig sind, ist die — Kochkunst. Schon das Wort als solches scheint ein schreiender Gegensatz zur heutigen Notzeit zu sein. Wer erinnert sich aber nicht, daß die französisch Frau während der Jahre der Besetzung Frankreichs durch die Deutschen den Weltruf der französischen Mode aufrecht erhalten hat, obwohl es an Stoffen mangelte! Das
gleiche gilt von der französischen Kuchs. Trotzdem in Frankreich Hunger herrschte, bemühten sich die Kochkünstler, das Wenige, das geboten werden konnte, mit dem verfeinerten Geschmack herzustellen, der den Ruhm der französischen Küche in der Welt begründet hat. Nun ist unsere Wiener Küche neben der französischen die meist verbreitete und beliebteste der Welt. Sie geht über den Begriff einer Nationalküche weit hinaus, denn sie hat es verstanden, zum Teil fremde Gerichte in sich aufzunehmen und zu verfeinern, zu kultivieren und dem sprichwörtlichen österreichischen Geschmack anzupassen, ohne dabei die charakteristische Ursprünglichkeit zu zerstören. Gerade wir Tiroler besitzen nun eine ganze Menge von auserlesenen Kochvirtuosen. Einer der
bekanntesten ist Herr Josef Hinnen. Er hat sich lange Zeit im Ausland aufgehalten und kocht nun für das französische Militärkasino. „Ich bin mit Leib und
eele Koch“, sagt er, „und sehe meine# Befriedigung darin, wenn es den Gästen schmeckt. Ein anderer der großen Innsbrucker Köche ist Herr Otto Hutterer, der seine Lehrzeit in der Hofküche bei Erzherzog Friedrich zurückgelegt hat. Später war er als Chefkoch in verschiedenen ersten Wiener Hotels tätig und auch im größten Hotel von Budapest. Er ist ein typischer Vertreter der Wiener Küche und hat im Jahre 1932 die große Kochkunstausstellung im Stadtsaal geleitet. Er war Obmann des österreichischen Kochverbandes, Sektion Innsbruck, der im 30. Jahre seines Bestehens 1938 aus Mangel an Verständnis von den Nazibehörden aufgelöst worden ist. Herr Schreiner war schon als Chefkoch in den ersten Hotels von England, Frankreich, Belgien, Holland und Italien. Der
Kochkunst ist er mit Leib und Seele verfallen. Sie alle haben einen wesentlichen Anteil an dem Rufe, den die österreichische Küche in der Welt genießt. Ein Berliner fragte einmal einen Wiener um die Zubereitung des „Kaiserschmarrn“ worauf er die Antwort erhielt: „Hierzu nimmt man Mehl, Butter, Zucker, Eier und — braucht außerdem dazu 500 Jahre Kultur!“
FILMTHEATER
Kammer: „Die falsche Braut“. Zentral: „Die große Nummer“. Triumph: „Karneval der Liebe“ Laurin: Gastspiel der Klingenschmidbühne (4.00 und 6.30 Uhr). Löwen: „Peterle“. Filmbühne Hall: „Dr. Crippen an Bord“. Spielzeit: 3.00, 5.00 und 7.00 Uhr. Vorverkauf: 10.00—11.00 und ab 2.00 Uhr. Hirschen, Kufstein: „Rigoletto“.
Hitler ist Hunger, Abliefern ist Aufbau!
Ein riesiger Gletscherbruch
Salzburg, 31. Juli. Am Fuscher Karkopf ging während der Nachmittagsstunden des 26. Juli ein ungeheurer Gletscherbruch nieder. Ungefähr 50.000 Kubikmeter Gletschereis stürzten aus gewaltiger Höhe ins Käfertal und rissen riesige Erdmengen mit
in die Tiefe. Die Ablagerungsstelle, wo der . #lande Gletscherbruch zur Ruhe kam,
nieverrouende Gletsch
befindet sich im Almbereich der Dick= und Traueralm. Hier stauten sich die Massen in einer Länge von 1200 Metern und in einer Breite von 200 Metern. Stellenweise liegt die niedergegangene Lawine 15 Meter hoch. Durch diesen grandiosen Eissturz dürften insgesamt 200.000 Kubikmeter Erdreich und Gerölle in Bewegung gekommen sein.
Die Salzburger Festspiele
Salzburg, 31. Juli. Als exste Veranstaltung der heurigen Festspiele wird am Montag, den 13. August, ein Orchesterkonzert des Mozarteumorchesters unter der Leitung des bekannten ungarischen Dirigenten Ernst von Dohnanyi stattfinden.
Abt Schachermair nach Kremsmünster zurüch gekehrt
Das Buchenwald=Lied
Wenn der Tag erwacht, eh die Sonne lacht, Die Kolonnen ziehn zu des Tages Mühn Hinein in den grauenden Morgen.
Und die Nacht ist schwarz und der Himmel rot Und wir tragen im Brotsack ein Stückchen Brot Und im Herzen, im Herzen die Sorgen!
O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen, Weil du mein Schicksal bist.
Wer dich vergißt, der kann es erst ermessen, Wie wundervoll die Freiheit ist.
O Buchenwald, wir jammern nicht und klagen, Und was auch unser Schicksal sei:
Wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen, Denn einmal kommt der Tag, dann sind wir ##r
wir morgens unausgeschlafen durchs Tor hinaus zur Arbeit marschierten? In Fünferreihen, gezählt von uniformierten Henkersknechten mit dem Totenkopf auf der Mütze und am Kragenspiegel, von Kerlen, die ihr Unvermögen im Abzählen hinter wüsten Schimpfworten und Schlägen verbargen.
Erinnert Euch des Liedes, das wir abends sangen, wenn wir müde, so unsäglich müde, hungrig und schmutzig, mit schweren Steinen
Und das Blut ist heiß und das Mädel fern, Und ich hab sie so lieb und ich hab sie so gern; Wenn treu sie, wenn treu sie nur bliebe!
Und die Steine sind hart, abex fest unser Schritt, Denn wir tragen den Willen zum Leben mit Und im Herzen, im Herzen die Liebe. O Buchenwald
Und die Nacht ist kurz und der Tag so lang Doch ein Lied erklingt, das die Heimat sang. Wir lassen den Mut uns nicht rauben!
Halte Schritt, Kamerad, und verlier nicht d „ Mut.
Denn wir tragen den Willen zum Leben im Blut
Und im Herzen, im Herzen den Glauben!
O Buchenwald,
Erinnert Ihr Euch, Buchenwalder KZ.=ler, dieses Liedes, das wir singen mußten, wenn
beladen, wieder ins Lager zurück durchs Tor wankten, das die Aufschrift trug:
„Recht oder Unrecht, mein Vaterland!“ Durchs Tor, dessen schweres, schmiedeeisernes Gitter überdies noch mit dem Spruche geziert war:
„Jedem das Seine!“
Erinnert Ihr Euch des Liedes, das wir
während stundenlanger Zählappelle in Son nenglut, bei bitterer Kälte, bei Regen un
Wind so oft singen mußten, bis wir fast keinioren Gohlon
nen Ton mehr aus unseren Kehlen herausbrachten? Und wenn dann, als wir hoffen konnten, endlich in die Blocks abrücken zu können, wieder die krächzende Stimme der „Hexe“, des Rapportführers Petrik, ertönte: „Noch eine Platte, aber besser!“ „Reißt die Zähne auseinander, daß man was hört, sonst singt Ihr bis morgen früh, Ihr Spitzbuben!“
Erinnert Euch nur des Liedes, dessen Text ein bekannter Wiener Operettenlibrettist schreiben und dessen Melodie der immer unverwüstliche Leopoldi komponieren mußte,
um beim Wettbewerb um das beste Buchenwalder Lied den vom Lagerführer Obersturmbannführer Rödl ausgesetzten Preis von 10 Mark zu erringen!
Erinnert Euch nur an das Lied, das unser ganzes Leid und Elend, unser Sehnen und Hoffen, so trefflich wiedergab. Das erscholl, wenn es hieß: „Alles liitinks um! Kapellmeister auf den Splithaufen! Ein Lied!“ Und während der Kapellmeister der Lagerkapelle wie ein Hampelmann oben am Schotterhaufen dirigierend herumfuchtelte, ohne die 10 000 und mehr Stimmen bändigen zu könsten, wurden oben am Tor erwachsene Männer, Fomilienväter, aufrechte Kämpfer für ihre politische Idee über den Bock gelegt und von verlierten Söldnern einer entarteten Streitmacht unreifen Alters, die noch nie im Leben etwas geleistet hatten, auf die unwürdigste Art mißhandelt.
„Der Häftling Nr. .... wird mit 25 Stock
hieben bestraft, weil er während der Arbeitszeit geraucht hat und dabei erwischt wurde.“
Erinnert Euch, Kameraden, wie oft wir diess Lied singen mußten, um das Jammer
geschrei der armen, gequälten Menschen zu übertönen, die oben beim Tor von Sadisten
gepeinigt wurden. Und wie oft „hoher Besuch“ dabei von der Terrasse des Turmes auf uns herunterblickte, wie oft sich Abordnungen von „Edelmenschen“ der „Auslese der Nation“, an unserem armseligen Dasein ergötzen kamen. Erinnert Euch dieses Liedes,
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Volkszählung in Bad Ischl Bad Ischl, 31. Juli. Eine hier durchgeführte Volkszählung ergab, daß 15.000 österreichern etwa 4500 Ausländer gegenüberstehen. Die Hälfte von den letzteren sind reichsdeutsche Staatsangehörige. 25 Nationen sind in Ischl vertreten.
Auch in Oberösterreich darf wieder beflaggt werden
Was bedeute Wahlen? Er be sucht, von der tischen Volkes Churchill, dem des Krieges un der sie sicherlic meistert hatte, liche Politik nic lich nicht in se
Linz, 31. Juli. Da die Haltung der öerreichischen Bevölkerung und die Zusammnarbeit der Funktionäre mit der Besatzungsbehörde die Wiederherstellung des den österreichern zustehenden Beflaggungsrechtes rechtfertigen, hat die amerikanische Militär regierung das Beflaggungsverbot aufgehoben.
Schuleröffnung in Linz
Linz, 30. Juli. In Durchführung eines Befehls der Militärregierung hat der Stadtschulrat von Linz die Eröffnung des Schuljahres für 17. September ausgeschrieben.
Sache begründe lische Volk wül
ropa, der ihm die Leitung sein sätzen. Das britnur dann befri det bleiben wir denen die neu getragen sein gen. Die toten wecken, so mein Männer mit n den Krieg gewfürchtete, daß e und deshalb gaParty.
Kremsmünster, 31. Juli. Abt Schachermair von Kremsmünster, der im Jahre 1941 in die Verbannung gehen mußte, ist jetzt wieder in sein Kloster zurückgekehrt.
Die Lebensverhältnisse in Wien Wien, 31. Juli. Die Sozialdemokratische Partei richtete an den Ernährungsminister eine Eingabe, worin sie auf die drohende Seuchengefahr hinweist.
dieses verfl.... Liedes, das wir ihnen vorheulen mußten, während unser kärgliches Essen in den Blocks wieder einmal kalt und ungenießbar wurde. Die einzige Mahlzeit des Tages, die unser erst in den späten Abendstunden harrte und die uns wieder nicht vergönnt wurde.
Das Lied, Buchenwalder, das klingt uns noch in den Ohren — und so sehr wir es hassen gelernt haben, so können wir es nich vergessen, denn es hat für immer seinen Sinn behalten:
„O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen, weil du mein Schicksal bist!“
Major Alfons Marincovich.
Der niederländische Sender Hilversum hat, nachdem die Kriegszerstörungen behoben sind, seine Sendungen wieder aufgenommen
In der amerikanischen Zone Deutschlands werden alle Privatautos eingezogen, damit die Fahrzeuge für den öffentlichen Transport verwendet werden können.
Die Besatzung des deutschen U=Bootes 530, das in Argentinien gelandet ist, wird von den argentinischen Behörden den Anglo=Amerikanern ausgeliefert.
Der bekannte Herausgeber der Zeitschrift „Geopolitik“, die Hitlers Eroberungspläne wissenschaftlich unterbauen sollte, Dr. Karl Haushofer, ist verhaftet worden.
Das größte Schwimmdock der Welt ist gegenwärtig in Canada im Bau.