Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:8
- S.38
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Seite 2 Nr. 50
Tiroler Tageszeitung
Montag, 20. August 1948
SAus Itadt und Cand
Österreichische KZ.=Fürsorge im Land Tirol
Der Beauftragte für die KZ.=Fürsorge bei der Tiroler Landesregierung, Landesrat Ronczay, gibt bekannt: Die staatliche „KZ. = Fürsorge Innsbruck“ (Ge
schaftsführung im Gasthof „Speckbacher", Maximilianstraße 35) ist die einzig zuständige Stelle, die in der Landeshauptstadt Fürsorgeangelegenheiten der ehemaligen politischen KZ.= und Schutzhäftlinge bearbeitet. Alle Fürsorge=Berechtigten erhalten dort die Anweisungen zum Bezug der Schwerstarbeiterzulagekarten, Befürwortungen in Wohnungsangelegenheiten und für Bezugscheine. Die Einweisung in ein Erholungsheim erfolgt gleichfalls von dort aus. Es wird ausdrucklich darauf aufmerksam gemacht, daß von der KZ.=Fürsorge niemand beauftragt ist, Spenden einzusammeln.
Fernmeldewesen
Innsbruck, 18. August. Durch die Fliegerangriffe und sonstigen
Kampfhandlungen wurden die Fernmeldeanlagen im Bereich der Post= und Telegraphen
Direktion Innsbruck schwer beschädigt. Besonders haben dabei die Fernsprechnetze von Innsbruck und Salzburg gelitten. Diese Schäden konnten trotz emsiger Arbeit bis heute noch nicht zur Gänze behoben werden. Die beschädigten Fern= und Bezirkskabel sind jedoch schon wieder instandgesetzt. Glücklicherweise blieben die Verstärker=Wähl= und Fernämter in Innsbruck und Salzburg sowie die Sender Salzburg, Innsbruck und Dornbirn im wesentlichen unbeschädigt. Der beschädigte Sendemast in Salzburg wurde durch eine Behelfsanlage ergänzt. Die Freileitungen wurden besonders in den Kampfgebieten der Bezirke Reutte und Kufstein stark beschädigt. Die Instandsetzung wurde durch den Arbeitermangel sehr behindert. Die kleineren Amter blieben zum Großteil
unbeschädigt, so daß der Ortsverkehr nach dem Umpruch gleich wieder ausgenommen werden konnte. Soweit noch Kabelschäden in den Ortsnetzen vorhanden sind, wird an der Behebung derselben gearbeitet. Diese Arbeiten sind leider durch das Fehlen von Telegraphenarbeitern und Kraftstoff (Benzin und Dieselöl) stark behindert. So sind von den 6000 Teilnehmerstellen in Innsbruck nochrund 1000 gestört. Die Schäden an Freileitungen in den entlegenen Seitentälern können erst nach Inbetriebnahme des Freileitungsnetzes endgültig festgestellt werden. Die Behebung dieser Schäden ist dann in kurzer Zeit möglich. Für die Aufnahme des Fernverkehrs wurden alle
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Vorsorgen getroffen, um nach Zustimmung der Militärregierung diesen für die Wirt
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schaft so wichtigen Faktor wieder in Gang zu bringen Behindert werden die Arbeiten auch
bringen.
hier durch den Mangel an Baumaterial und Apparaten.
Die Autobuslinien Amras—Hötting—Wiltenberg
werden wegen Treibstoffmangel ab heute für drei Tage eingestellt.
Selbstmord eines Gauleiters
Aus Kitzbühel wird uns berichtet: Wie erst jetzt bekannt wird, hat wieder einer der ehemaligen Nazibonzen es vorgezogen, sich der Verantwortung vor der öffentlichkeit zu entziehen, indem er Selbstmord verübte. Vor mehreren Tagen fand eine Streife in einem Walde nahe bei Kitzbühel zwei Leichen. Alles deutete darauf hin, daß der Tod durch Vergiftung eingetreten war. Daß aber dritte Personen noch im Spiel waren, konnte man unschwer erkennen, weil die Leichen gut zugedeckt gefunden wurden. Anfangs hatte man keine Anhaltspunkte, wer die Toten sein könnten, aber an Hand von Lichtbildern, die von der amerikanischen Polizei beigestellt wurden, war es leicht, einwandfrei festzustellen, daß es sich bei den Leichen um den früheren Gauleiter und Reichsstatthalter
Jakob Sprenger und seine Frau, beide aus Frankfurt a. M., handelte.
Waldbrand
Im Lahnerwald bei Prutz entstand durch Unvorsichtigkeit eines Ziegenhirten ein Waldbrand, der infolge der großen Dürre der letzten Wochen rasch um sich griff. Mit Unterstützung der Bevölkerung und der sich dort befindenden Flüchtlinge gelang es, den Brand vorerst einzudammen und so den
nahen Hochwald vor einem Weitergreifen des rasenden Elementes zu schützen. Die Leitung der Löschaktion wurde von den Beamten des Gendarmeriepostens durchgeführt.
Sturz vom fahrenden Zug
Der am 29. Juli 1914 geborene und in Hall
wohnhafte Markus Monz fuhr mit dem von St. Anton kommenden Mittagszug Nr. 354.
Unweit der Stelle, an der die Bahn die alte Landecker Reichsstraße überquert, stürzte Monz aus bisher noch ungeklärter Ursache aus dem fahrenden Zug und blieb mit einem schweren Schädelbasisbruch liegen. Er wurde ins Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Zams überführt.
SPORTUNDSPIEI
Arbeiter=Turn= und =Sportverein Innsbruck.
übungsabende für Faustball, Handball und Leichtathletik am Beselesportplatz jeden Dienstag und Freitag ab 18 Uhr. Die dem Askö angeschlossenen Vereine können daran teilnehmen.
Weinerth Walter, ein bekannter Wiener Schiedsrichter, befindet sich derzeit in Landeck und grüßt seine Eltern, Verwandten und alle Fußballsportler herzlichst.
FIEMTHEATER
Triumph: „Schrammeln“, Zentral: „Orientexpreß“. Kammer: „Philharmoniker“ Löwen:
„ . und die Musik spielt dazu". Hall „. . . und die Musik spielt dazu“ (Spielzeit: 3, 5, 7 Uhr).
ordnen; anders ausgedrückt: unsere Wirtschaft
muß sich gegenseitig auf die Beine helfen, um die gewohnten größeren Aufgaben wieder angehen zu können. Namhafte Betriebe können ebenso wich tige wie wertvolle Produkte erzeugen, men braucht nur an die Ichthyolwerke von Reith, die Chemischen Werke von Schaftenau, die Montanwerke von Brixlegg, die Metallwerke von Reuttund manche andere zu denken. Im chemischen. bzw. bergbaulichen Sektor sind in mehreren Dutzend Betrieben einige tausend Menschen deschäftigt und wertvolle Exportgüter können er, zeugt werden, wenn auch nicht jeder Betrieb wegen der Schwierigkeiten der Rohstoffversorgung und insbesondere der Ersatzteil= und Brennstof, situation die Fortdauer der gewohnten Produktion gewährleistet sieht.
Bei diesen Erwägungen über die Industrie lieg die Frage nach dem so hoch entwickelten einhei mischen Gewerbe befonders nahe und sie dürfte wohl im ganzen Lande gestellt werden. Denn,so froh die Staatsführung unter dem Blickwinkel des gesamtösterreichischen Nutzens über jede vorhan dene unbeschädigte Fabriksanlage ist, so soll — und wird — doch Tirol kein Land mit Schomsteinen am Horizont werden. Im Gegenteil: die Förderung des Gewerbes soll sich nicht nur auf seine technische Ausrüstung, sondern auch auf seine allgemeine Verbreitung erstrecken.
Der neueste österreichische Film
Wien, 19. August. Der erste Film, der seit dem Sturze des Hitlerregimes in einem österreichischen Studio hergestellt wurde, hat soeben seine Uraufführung erlebt. In diesem Film wird in ergreifender Weise das Österreich der Vorkriegszeit mit dem österreich verglichen, das nach der Nazibesetzung in Trümmern und Chaos lag. Der Film wurde
von einigen österreichischen Filmleuten, die während der letzten Tage des Krieges geradezu an der Nase der Gestapo vorbeiarbeiteten, hergestellt. Die Schlußszene wurde während der Straßenkämpfe in Wien gedreht.
Industrieland Tirol?
Kommende Möglichkeiten und Aufgaben für Gewerbe und Industrie
Wohl mancher mag angesichts der überschrift: „Industrieland Tirol“ ein ungläubiges Lächeln oder schwere Bedenken bereithalten. Wo sollte auch Tirol, die charakteristische Heimat des Gewerbefleißes, außerdem das Land der Berge und Almen, der Vieh= und Milchwirtschaft, eine derartige Industrie hernehmen, daß von ihr mit einer solchen Betonung gesprochen werden könnte? Oder drohen die Gefahren einer Industrialisierung mit entsprechender Ausschaltung des Handwerks infolge der zwangsläufigen Umstellung früherer sehr großer Rüstungsbetriebe auf Tiroler Bedürfnisse?
Zunächst ist festzustellen, daß es in der modernen Wirtschaft selbst für einen so kleinen und gewerblich orientierten Raum wie Tirol unmöglich ist, ohne eine Industrie auszukommen. Außerdem dürfen die bei uns vorhandenen großen Energiequellen nicht industriell ungenutzt bleiben. Die Elektrizität hat manche Fabrikationsstätten in unser Land gelockt, die heute von großem Nutzen sein können, weil ihre Produkte mit dem
Kriegsende überflüssig sind, die Fabriken aber aus Tirol nicht mehr wegverlegt werden.
Mehr denn je gilt es in den heutigen Ausnahmezeiten, das Augenmerk auf den dem Wirtschafter zunächst ungewohnten Gesichtspunkt des tirolerisch=binnenländischen Aufbaues hinzulenken. Gleichbedeutend ist das mit der Notwendigkeit, unter diesem neuen Blickwinkel Gewerbe und Industrie zu einer produktiven übereinstimmung, zu einem Interessenausgleich zu bringen.
Die Grundlagen unserer Industrie
Jeder Fachmann erkennt die Richtigkeit des gegenwärtigen Gebots, daß zum Wiederanlaufen unserer Groß= und Kleinbetriebe die wechselseitige Ergänzung auch auf engem Raum Voraussetzung ist und zu beachtlichen Ergebnissen führen kann.
Die übliche Fachorientierung muß sich vorübergehend den Landeserfordernissen unter
VIII (Alle Rechte bei Geraldine Katt.)
Die Mädchen aus dem K. d. d. K.
Von Geraldine Katt
Prominente bestaunen amerikanischen Film
Damals war es auch, als das K. d. d. K. plötzlich begann, seinen Mitgliedern eroberte ausländische Filme, hauptsächlich amerikanische, zu zeigen, damit sie aus diesen Filmen lernen konnten. Niemals werde ich den Nachmittag vergessen, an dem der amerikanische Film „Ninotschka“ mit Greta Garbo, Melville Douglas, Felix Bressart und Alexander Granach (Regie Ernst Lubitsch) vorgeführt werden sollte. Wohl zum ersten Male seit Bestehen des K. d. d. K. waren wirklich sämtliche prominenten Berliner Künstler anwesend, die man niemals zuvor dort gesehen hatte. Es war zweifellos das berühmteste Publikum, das
jemals der Uraufführung eine Films in Deutschland beigewohnt hatte.
Schon zwei Stunden vor Beginn der Aufführung war das K. d. d. K. überfüllt. Um jeden Platz wurde buchstäblich gerauft. Auch eine von Hinkel rasch herbeitelephonierte SS=Einheit vermochte nicht, Ruhe und Ordnung unter der schimpfenden, stoßenden, tobenden und schreienden Berliner Prominenz zu schaffen, die sich noch vor dem Eingang zusammenballte und unbedingt einen Platz haben wollte. Hinkel mußte schließlich persönlich vor dem Eingang erscheinen und den draußen Wartenden hoch und heilig versprechen, daß es im Anschluß an die erste eine allerdings nicht vorgesehene zweite Vorstellung geben würde. Aber auch die zweite Vorstellung reichte nicht aus. Eine dritte und eine vierte mußten noch stattfinden, ehe alle den Film gesehen hatten.
Für Hinkel, den Präsidenten der Reichskulturkammer und späteren Beherrscher des gesamten deutschen Filmwesens, mußte diese Reaktion der Künstlerschaft auf einen ausländischen Film, in dem noch dazu jüdische Emigranten aus Deutschland mitspielten, peinlich sein. Und das gab er auch allen Anwesenden klar zu verstehen. Um solche Peinlichkeiten in Zukunft zu vermeiden,
blieb ihm nichts weiter übrig, als die Vorführung amerikanischer Filme im K. d. d. K. vor deutschen Künstlern zu verbieten.
Es war für uns alle ein schwerer Schlag. Nachdem wir ein einziges Mal nur hatten sehen dürfen, was man sich im Auslande unter Filmkunst vorstellt, waren wir nun wieder abgeschnitten von allem. Und dabei waren wir alle jg so ausgehungert. Wie gern hätten wir selbst einen Teil unserer immer spärlicher werdenden Lebensmittelrationen geopfert, wenn es möglich gewesen wäre, durch ein solches Opfer den Genuß eines amerikanischen Films erkaufen zu können.
Noch mehr als über den seiner Meinung nach „unverständlichen“ Andrang zu dieser Filmvorführung eines „jüdischen Machwerkes“ hatte sich Hinkel, wie er nachher erklärte, über die unwilligen Zwischenrufe geärgert, die den vom Propagandaministerium bestellten Dramaturgen zwangen, seine vor Beginn der Vorführung abgegebenen Erläuterungen zu diesem „jüdischen Machwerk“ vorzeitig abzubrechen. Am meisten aber war Hinkel empört über das gar nicht endenwollende Gelächter, mit dem der zauberhaft persiflierte Heil=Hitler=Gruß auf dem Pariser Bahnhof von allen Anwesenden einmütig quittiert wurde. Zweifellos hat dieser amerikanische Film den größten Erfolg gehabt, den die Vorführung eines amerikanischen Films in Deutschland jemals zu verzeichnen hatte. Wir
alle aber waren nach der Vorführung um vieles reicher und gleichzeitig auch ärmer geworden. Reicher, weil wir erfahren hatten, daß es überhaupt noch solche Filme gibt, und ärmer, weil es uns schien, daß wir von solcher Filmkunst weiter denn je entfernt sind.
Da ich mit allen meinen Bemühungen bisher nicht das geringste erreicht hatte, beschloß ich nunmehr zu Dr. Goebbels selbst zu gehen und ihn zu fragen, ob ich denn nun eigentlich verboten sei oder nicht. Ich wollte ihn zwingen, mir in jedem Fall eine Antwort zu geben, wobei ich im stillen damit rechnete, daß der Propagandaminister des Großdeutschen Reiches sich vielleicht doch
genieren würde, mir gegenüber einzugestehen, daß er sich damals in Schönbrunn über mich geärgert hatte, daß ich ihm verdächtig war, weil ich mit meinen Partnern Joachim Gottschalk und Walter Ladengast befreundet war, daß er es von mir nicht richtig fände, einen Mann geheiratet zu haben, den er nicht leiden konnte, und daß ich diese und jene ihm hinterbrachte Bemerkungen gemacht hätte, die er als staatsfeindlich empfinden müsse.
Dies alles wollte ich ihn zwingen, einzugestehen oder aber als Bagatelle zu belächeln. Dann aber hätte er mir den wahren Grund, meiner plötzlichen Beschäftigungslosigkeit eingestehen müssen
und, wäre ein solcher vorhanden gewesen, hätte
Pro
ich ihn aufgefordert, mir einen öffentlichen zeß zu machen, damit ich die Möglichkeit haben könnte, mich zu verteidigen, wie es in einem Rechtsstaate üblich ist. Und ein Rechtsstaat wollte ja doch wohl das Großdeutsche Reich sein! Oder etwa nicht?
Man wird mir zugeben müssen, daß meine in unzähligen schlaflosen Nächten angestellten überlegungen richtig waren und daß ich zweifellos gewisse Aussichten auf eine erfolgreiche Beendigung dieses Gespräches gehabt hätte, wenn ich mir als eventuellen Gesprächspartner nicht gerade Dr. Goebbels ausgesucht hätte. Aber Dr. Goebbels war nun einmal bekannt dafür, daß er solchen Aussprachen gerne aus dem Wege ging. Sie waren ihm einfach „zu direkt“, wie er Kollegen gegenüber mehrfach erklärt hatte, und außerdem liebte er solche „Belästigungen“ keinesfalls. Ob über solch einer unterbliebenen Aussprache eine junge Schauspielerin zugrunde ging oder nicht, war ihm völlig gleichgültig. Dagegen hatte er immer ein offenes Ohr für weinende K. d. d. K.=Mädchen
gehabt, die sich über die „ungerechte“ Kritik dieses oder jenes Kritikers zu Zeiten, als die Kritik noch nicht verboten war, beschwert hatten. Seine Reaktion auf diese dauernden Kränkungen seiner Lieblinge bestand ja dann auch seinerzeit in einem strikten Verbot jeder Art von Kritik.
(Fortsetzung folgt!)
Landestheater
Montag, 18.30 Uhr: „Mary Dugan“.
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51/1.
Zusammenwirken von Handwerk und Industrie
Auch das Handwerk, dessen ernährungsmäßig bedingter Mangel an Facharbeitern fast noch spürbarer ist als der an Rohstoffen, will sich zunächst der Gemeinschaftsaufgabe: Beseitigung der Fliegerschäden widmen. Es richtet übrigendabei eine allgemeine Bitte an die Öffentlichkeit. bei Aufräumungsarbeiten jeder Art möchten alle Bau=, Fenster= und sonstigen Beschläge gesam melt werden, da an ihrem Fehlen häufig die Reparaturen scheitern müssen. Aber gerade hie zeigt sich schon, daß eine Anzahl von Fabriken nicht die Eigenart unseres Landes gefährdet, son dern uns wertvolle Hilfe leistet, denn nur mi schnell und zahlreich produzierten Waren ist der vorläufig größte Bedarf, man denke nur a# Hausrat, Mobiliar und Bekleidung, zu decken Das Handwerk könnte
dies in Jahren nicht be wältigen.
Um nur einige Beispiele anzuführen: Handgenähte Schuhe sind gut und wünschenswert, aber eine maschinelle Erzeugung von größeren Mengen von Schuhwerk kann die großen Augenblicks bedürfnisse leichter befriedigen, ganz abgesehen von der fühlbaren Entlastung des Reparaturgewerbes. Alle diese individuellen Wünsche kommen erst nach der Beseitigung allgemeine Notlagen. Die für den kommenden Winter benötigten großen Mengen von elektrischen Heiz= und Kochgeräten lassen sich in der knappen Frist nur durch industrielle Großanfertigung auf den Markt bringen. Dem Handwerk entsteht daher keine prinzipielle Konkurrenz, denn überdies könnte beispielsweise nach dieser großen Bedarfsdeckung an eine Aufteilung der Produktionsmöglichkeiten mit dem
Gewerbe gedacht werden, um typisch tirolerische Fertigun gen wieder in Gang zu bringen und das Strukturgleichgewicht Tirols zu wahren. Das Gewerbe kann von sich aus manches durch seinen Zusam menschluß zu leistungsfähigen Genost senschaften beitragen. Die Stubaier Klein eisenindustrie ist hiefür ein klassisches Beispiel
Allgemein kommt es darauf an, sich als Sofort maßnahme den Blickwinkel Tirol zunutze zu ma chen und zu allererst an die allgemeine Belebung der heimischen Wirtschaft zu denken. Es werden sich überraschend viele gegenseitige Aushilfsmög lichkeiten finden lassen, und auf dieser Grundlage wird auch das Fortschreiten zur bisher ge wohnten Wirtschaftsstufe leichter sein. Denn uu so wird es gelingen, jene Handwerks= und striezweige Tirols, wie die Erzeugung von Schmuck=, Glas= und keramischen Waren wieder aufblühen zu lassen, die ein bedeu tender Aktivposten, ja internationaler Anzie hungspunkt Tirols waren.
Mit diesen überlegungen soll nur auf den ak tuellen Gesichtspunkt hingelenkt werden: auf den Wege einer allgemeinen Umorientierung, mag sie auch manchem schwer erscheinen, und durch gegenseitige Hilfe zur Erhaltung der Tiroler Wirt schaftskraft mit dem Nahziel der Ernährung des Landes beizutragen. Darum wird auch ein jedet von diesen Vorgängen berührt, mögen sie für ihn auch nicht so sichtbar sein wie für den Fachmann. Es kommt jetzt auf den an, der zuerst anfängt, dann folgen die übrigen erfahrungsgemäß nach; und es kommt weiter darauf an, gleich und schnell, das heißt, in den nächsten Wochen und Monaten, so lange es eben geht. zu handeln, um diesen Winter zu besiegen. Dr. Kugler
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Todesfälle
In Innsbruck starb Fidelis Eiselt Krankenkassenkontrollor a. D., 71 Jahre alt.
Am Samstag starb im Sanatorium det Kreuzschwestern Frl. Mathilde Schrott Postsekretärin i. R. Begräbnis am Dienstag um 8 Uhr auf dem Wiltener Friedhof.
In Kundl starb Maria Steidele geb. Zleppnig im Alter von 64 Jahren. Die Beerdigung findet am Dienstag, vormittags um halb Uhr, am Höttinger Friedhofe statt.
In Angath starb Johann Papp, Ofen arbeiter bei der Perlmoser Zement A. G. in Kirchbichl, 40 Jahre alt.
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