Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:8
- S.57
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Mittwoch, 29. August 1945
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Bewerber um die Stelle des Primararztes haben außerdem nachzuweisen, daß sie berechtigt sind, den Titel eines Facharztes für Tuberkulose zu führen.
Sämtliche vorgenannten Stellen werden vertraglich vergeben. Bei gleicher fachlicher Eignung werden Tiroler bevorzugt. Die näheren Bedingungen (Besoldung usw.) sind beim Präsidium der Landesregierung in Innsbruck, Altes Landhaus, zu erfragen.
Das Amt der Tiroler Landesregierung
Anmeldung und Bezug von ElektroWärmegeräten für den Haushalt
Gültig nur für die Stadt Innsbruck und die eingemeindeten Vororte
Zur Regelung des Verkaufes von Elektrowärmgeräten für den Haushalt und zur vorübergehenden Lenkung des Stromverbrauches in den Wintermonaten wird bekanntgegeben:
1. Haushalte, die elektrische Kochplatten und Raumheizgeräte (Öfen, Strahlsonnen usw.) besitzen und verwenden wollen, haben diese, auch wenn eine Aufnahme durch das Elektrizitätswerk bereits erfolgt ist, beim EWJ., Bismarckplatz 1,
1. Stock, Tür 12 (überprüfungsabteilung) anzumelden.
Haushalte mit Vollherden (Herde mit einer oder mehreren Platten und Backrohr) sind von der Anmeldung ausgenommen.
Die Anmeldung hat zu erfolgen für Straßen mit Anfangsbuchstaben:
A—C vom 30. August bis 1. September
D—G vom 3. September bis 5. September H—K vom 6. September bis 8. September L—P vom 10. September bis 12. September R—Z vom 13. September bis 15. September für die Vororte Arzl, Igls, Amras und Vill vom 17. bis 19. September.
2. Bei ausreichender Belastungsfähigkeit der Installationsleitungen und Netzanlagen werden Neuanschlüsse von Elektrowärmegeräten zugelassen. Nur für gemäß Punkt 1 angemeldeten Geräte ist der Strombezug gemäß den derzeit gültigen allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit elektrischer Arbeit aus dem Niederspannungsnetz des Elektrizitätswerkes gesichert.
8. Die in den einschlägigen Fachgeschäften erhältlichen Geräte werden nur gegen Be zugschein des städtischen Wirtschaftsamtes Innsbruck verkauft. Die Annahme von Vormerkungen ist unstatthaft.
4. Begründete Anträge auf Zuteilung von Elektrowärmgeräten sind bei der zuständigen Karten
längstens 15. September einzureichen. Die Antragsformulare sind dortselbst erhältlich.
Die Ausgabe von Bezugscheinen erfolgt nach den Bestimmungen des Wirtschaftsamtes.
5. Haushalte, die bereits im Besitze eines gebrauchsfähigen Elektrowärmgerätes sind, können vorläufig nicht auf Zuteilung eines Bezugscheines rechnen.
6. An Stelle von nicht gebrauchsfähigen Geräten werden Bezugscheine nur dann ausgegeben, wenn das Gerät nachweislich nicht mehr instandgesetzt werden kann.
Der Bürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck
(Wirtschaftsamt)
Stadtwerke Innsbruck (Elektrizitätswerk)
Tiroler Tageszeitung
Seite 3 Nr. 58
dem Rathaus der Landeshauptstadt Innsbruck
Mit der Wiederbesiedlung der beiden städtischen Verwaltungsgebäude, Rathaus=Altbau (MariaTheresien=Straße 18) und Rathaus=Neubau (Fallmerayerstraße 1), werden die Sprechstunden des Bürgermeisters Dr. Anton Melzer am Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 11 Uhr, jene der Bürgermeisterstellvertreter Dr. Gottfried Uffenheimer und Dr. Franz Greiter am Dienstag, Donnerstag und Samstag von 9 bis 11 Uhr festgesetzt. Die Amtsräume der Bürgermeister befinden sich im Rathaus, Maria=Theresien=Straße 18.
Stock.
Von der bisherigen nationalsozialistischen Gepflogenheit, alle Eingaben an den Bürgermeister zu richten, ist Abstand zu nehmen. Eingaben, die nicht für den Bürgermeister persönlich bestimmt sind, wollen an den Magistrat der Landeshauptstadt Innsbruck gerichtet werden und sind in den Einlaufstellen abzugeben, die für eine rasche Weiterleitung an die zuständigen Abteilungen Sorge tragen. Dieser Vorgang ist um so mehr notwendig, weil einzelne Dienststellen sich außerhalb des Rathauses befinden. Die unmittelbar an den Bürgermeister gerichteten Eingaben können dadurch eine Verzögerung erleiden.
Dem Bürgermeister Dr. Anton Melzer sind unterstellt: Magistratsdirektion, Schul=, Kultur= und Sportamt, kriegswirtschaftliche Amter, Verkehrsamt, Rechnungsprüfungsamt, Fahrbereitschaft Innsbruck=Stadt, Landgut Reichenau und die Stadtwerke.
Dem Bürgermeisterstellvertreter Dr. Gottfried Uffenheimer sind unterstellt: Untere Verwaltungsbehörde, Wohlfahrtsamt und Stadtbauamt.
Dem Bürgermeisterstellvertreter Dr. Franz Greiter sind unterstellt: Städt. Finanzamt, Vermö
gensverwaltungsamt, Gesundheitsamt und Veterinäramt mit Schlacht= und Viehhof.
Dienststellen im Rathaus Maria=TheresienStraße 18: Gemeindeführung, Magistratsdirektion, Personalamt, Haupteinlauf und Registratur, Gehalts= und Lohnrechnungsstelle, Allgemeine Schreibstube und Auslaufstelle, Erhebungsamt, Dolmetscherstelle, Personalbetreuung, Krankenfürsorgeanstalt der städtischen Beamten, Untere Verwaltungsbehörde, Städtisches Finanzamt, Stadtbuchhaltung, Stadtkasse, Stadtsteueramt, Einziehungsamt, Rechnungsprüfungsamt und Stadt
archiv.
Dienststellen im Rathaus, Fallmerayerstraße 1: Stadtkommando der französischen Besatzung, Vermögensverwaltungsamt, Stadtbauamt, Verkehrsamt, Wirtschaftsamt, Beschaffungsamt und Berufs
feuerwehr.
Dienststellen außerhalb des Rathauses: Einwohner=Erfassungsstelle, Adremastelle und Stadtbücherei: Burggraben 3; Standesamt und Amt für Familienunterhalt: Herzog=Friedrich=Straße 15
(Goldenes=Dachl=Gebäude); Wohnungsamt und Bergungsstelle: Museumstraße 17a (Musikvereinsgebäude); Fahrbereitschaft Innsbruck=Stadt: Sillgasse (Polizeigebäude); Karten= und Bezugscheinamt: Innrain 53; Ernährungsamt: Volksschule Mariahilf; Schul=, Kultur= und Sportamt, Jugendamt, Fürsorgeamt, Vormundschaftsamt und Kriegsschädenamt: Haydnplatz 5; Städtisches Gesundheitsamt: Claudiastraße 7; Veterinäramt mit Schlacht= und Viehhof: Ing.=Etzel=Straße 30; Marktamt: Innrain 24; Friedhofverwaltung: Westfriedhof: Verwaltung der städtischen Versorgungsanstalten: Ing.=Etzel=Straße 50; Landgut Reichenau: Reichenau 1.
Ein drittes Kohlenbergwerk in Tirol
Am Fuße des wildgezackten Kaisergebirges, das als eine imposante Felskulisse die weitgeschweiften Hänge der Kitzbüheler Alpen schroff gegen Norden abschließt, liegt Sankt Johann i. T. Wie an jedem anderen Ort in unserem Lande, ist auch hier der Krieg nicht spurlos vorübergegangen, sondern hat den Bewohnern Leid und Not gebracht. Trotzdem blickt die Bevölkerung nicht nur des Ortes, sondern des ganzen Bezirkes, mit Vertrauen in die Zukunft, vor allem auf den kommenden Winter, weil ihr bewußt ist, daß die gegenwärtig verantwortlichen Män
ner des Bezirkes alles unternehmen, um den Aufbau der Wirtschaft voranzutreiben, Handel und Gewerbe wieder in Fluß zu bringen und dort zu improvisieren, wo es die Zeit verlangt.
Ein Beispiel für diese persönliche Initiative, für Beharrlichkeit und Ausdauer, ist das neu erstandene Kohlenbergwerk, das ganz in der Nähe von St. Johann i. T., auf Veranlassung des Bezirkshauptmannes Max Werner, geschaffen wurde. Bereits stehen Baracken, schon ist ein Stollen vorgetrieben und auch die erste Kohle ist bereits gefördert.
Gleich nach dem Zusammenbruch hat der Bezirkshauptmann diesen Plan aufgegriffen und die Maschinen herangeschafft, die unbedingt notwendig waren, um den Betrieb in Gang zu bringen. Vor wenigen Tagen wurde der erste Wagen Kohle, von vier geschmückten Pferden gezogen, durch Kitzbühel zum Grand=Hotel geführt, um für Zwecke der
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Elle Flucht
Franz Werfel zum Gedenken
Von Dr. Wilhelm Tepser
Dieser Tage starb in Hollywood der große österreichische Dichter Franz Werfel. Werfel, der expressionistische Lyriker, der kühne Dramatiker, der meisterhafte Epiker, der mystische Gottsucher, ist eine der gewaltigsten Erscheinungen der Weltliteratur der letzten 50 Jahre. Werfel wurde am 10. September 1890 in Prag geboren und verbrachte den Großteil seines Ledens, bevor er ins Exil gehen mußte, in einem kleinen Ort am Semmering. Als die Nazis sich der Herrschaft bemächtigten, mußte Werfel vor der Gestapo fliehen. Er ging nach Frankreich und von da gelang ihm die Flucht nach Amerika.
Werfel trat zuerst als Lyriker hervor, Werfel und Trakl gehören zu den bedeutendsten Dichtern des Expressionismus. In Werfels Gedichten drücken sich mystische Sehnsucht aus, Gottverlangen, pantheistische Vereinigung mit allen Dingen sowie die Liebe zu den Armen, den Erniedrigten und Beleidigten, den Armen im Geiste. Er singt von den Sterbenden in einem Verbrecherlazarett und versenkt sich in die Seele alter Dienstboten. Immer stärker dringt das Religiöse in Werfel hervor, er schafft die großen barocken Hymnen. Schon die Titel der Gedichte zeigen uns die Umrisse seiner Ideenwelt: „Das Jenseits", „Die Menschheit Gottes Musikantin“ (mit dem darauffolgenden Vers „Doch Gottes Musik ist die Barmherzigkeit"), „Fremde sind wir auf der Erde alle“, „Jesus und der
Aserweg“ Nicht in ruhiger Stunde am Schreibtisch sind Werfels Verse entstanden sondern sie sind herausgeworfen aus überkochender Seele im überschäumen des Gefühls. Manchmal zart und fein wie die Blumen eines Franz von Assisi, manchmal dröhnend wie Keulenschläge und tosend wie ein Wildbach im Gebirge. Es sind ekstatische Hymnen voll stärkster Empfindung und barockem Geist. Barock ist es, daß alles auf Gott hinausläuft und alles vom Gedanken des Todes umschattet wird. Barock ist auch die sich in Werfels Lyrik oft aussprechende Lust an Häßlichem, ist die sich an Blut und Wenden berauschende Lust. Von stärkster Wirhung sind
brecherischen Elementen gewaltig abrechnen. Der Krieg zerstört das allgemein menschliche Brudertum und schafft aus der Welt einen „Raub für eine Rattenpest. Die Tröpfe lallen und die Streber krächzen. Die Dummheit hat sich der Gewalt geliehen, die Bestie darf hassen und sie singt.“ Der tiefste Grund von Werfels Lyrik ist die Liebe zu allem Menschlichen, zum Menschen als unserem Bruder vor Gott.
Aus dem epischen Schaffen Werfels seien die Romane „Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig“, worin das Vater=Sohn=Motiv behandelt wird, der Entwicklungs= und Bildungsroman „Barbara“ und die Novelle „Der Tod des Kleinbürgers“ erwähnt. „Verdi“ ist ein musikalisch und kulturpsychologisch fesselndes Werk, das Buch „Die Geschwister von Neapel“ ist eines der beglückendsten epischen Werke unseres Jahrhunderts.
Auf der Flucht vor den Nazis kam Werfel nach Lourdes in Südfrankreich. Dort tat er das Gelöbnis, falls er heil nach Amerika entkäme, wolle er ein Buch zu Ehren der wundertätigen Madonna von Lourdes schreiben. So entstand dann in Amerika der Roman „Bernadette“
Eines der dramatischen Erstlingswerke Werfels ist der „Schweiger“, worin die Macht des Bösen im Menschen, das jeden Augenblick hervorbrechen kann, das Abgründige der Menschenseele das Grundmotiv bildet. Es folgen „Paulus unter den Juden“ und „Das Reich Gottes in Böhmen“. Erwähnt seien auch noch die magische Trilogie „Spiegelmensch“ und „Bocksgesang“. Interessante Probleme wirft Werfels großes historisches Schauspiel „Juarez und Maximilian“ auf. das sich mit dem Schicksal des unglücklichen Kaisers Max von Mexiko befaßt. Europa und Meriko. Monarchie und Republik, ideale und reale Politik sind die Grundthemen des die historische Wahrheit streng wahrenden Dramas, in dem das alte Europa gegenüber dem modernen Mexikanertum versagt.
Werfel erlebte noch den Zusammenbruch des Hitlerismus und den Anbruch einer neuen Phase in der Geschichte der Menschheit. In seine alte Heimat konnte er nicht mehr zurückkehren. Sein Geist aber und seine große Seele leben in seinen Werken und in uns allen weiter und bilden einen wichtigen Baustein in der Errichtung einer neuen
französischen Truppen verwendet zu werden. Es ist zu erwarten, daß die Förderung ständig steigt und für die Zukunft manchem Menschen Arbeit und Brot bringt, der Bevölkerung aber auch hilft, die Kälte zu bannen und viele lebenswichtige Betriebe mit Kohle versorgt werden können. (REG.)
Am die Landessäge Kramsach
In Erwiderung auf die Ausführungen des Herrn Anton Luchner wird uns geschrieben:
Ein Wiederaufbau des Landessägewerkes in Kramsach bedingt für den ohnehin schwergetroffenen Ort große wirtschaftliche Vorteile. Die Säge konnte die elektrische Kraft unmittelbar vom Achenseewerk beziehen. Das
Holz kann ab Lände Kramsach bis zum ugewerk und von dort zum Bahnhof Brixlegg durch eine Schleppbahn befördert werden. Die Wiederherstellung der Schleppbahn ist nur mit geringen Kosten verbunden. Das Werk ermöglicht die Unterbringung einer ständigen Arbeiterschaft von durchschnittlic 50 Mann. Für die arme Bevölkerung von Kramsach brächte es Abfallholz, für die Landwirtschaft das notwendige Sägemehl. Die Steuerkraft der Gemeinde wurde sich erhöhen.
All diese Vorteile sprechen für einen Wiederaufbau des Landessägewerkes, das viele Jahre gewinnbringend gearbeitet hat und die Interessen der Allgemeinheit besser vertritt als irgend welche Privatfirmen, die auf reine Kapitalsanlage bedacht sind. Kundl besitz zur Zeit vier Sägewerke, ohne daß für dieselben die Holzzubringung besonders günstig wäre. Durch das Brandenbergtal und seine Trifte ist die Holzzufuhr für Kramsach stets gesichert. Bei normalen Zeiten ergibt sich; ein Rundholzanfall von mindestens 15.000 Festmeter, während die in unmittelbarer Nähe von Kundl gelegenen Möglichkeiten höchstens 2000 Festmeter betragen. Dazu kommt aber noch das Privatholz von der Waldinteressentschaft Kramsach und von der Gemeinde selbst sowie von den Bauern des
Brandenbergtales, eine Holzzubringung, die vor 1938 jährlich bis zu 4000 Festmeter betrug. Dabei liefern die Bauern mit eigenen Fuhrwerken das Holz im Triftwege nach Kramsach. Die Landesregierung von Tirol sollte auf diese wirtschaftlichen Gesichtspunkte bei Erörterung der Wiederaufbaufrage besonderen Bedacht nehmen. Hans Egger
Radio Innsbruck
Mittwoch, 29. August, 18.15 Uhr, bringt Radio Innsbruck eine Dichterstunde: Nikolaus Lenau — zum Gedächtnis des 95. Todestages des österreichischen Dichters. Es spricht Joe Fürst vom
Landestheater Innsbruck.
THEATER UND KUNST
Mittwoch, 29. August
Theater
Landestheater, 18 Uhr: „Die Zauberflöte“, Erna Reiniger, Staatsoper Stuttgart, als Pamina. Klingenschmidbühne (Laurinkino), 4, ½7 Uhr: „Ein Blitz aus heiterem Himmel“, Bauernkapelle Gundolf.
Filme (Spielzeiten in Innsbruck 3, 5, 7 Uhr) Kammer: „Die gold. Stadt" (7 Uhr ausverkauft) Triumph: „Schrammeln“.
Zentral: „Orientexpreß“ Löwen: „Eine Nacht im Mai“
Hall: „Die goldene Stadt“.
Fulpmes: „Rigoletto“.
Kufstein, Egger: „Die goldene Stadt“
Kufstein, Hirschen: „Philharmoniker“.
St. Johann: „Tosca“.
Orgel= und Chorkonzert zu St. Jakob
„Und neues Leben blüht aus den Ruinen“ mochte sich mancher Besucher denken, als er ins Innere der schwer beschädigten St.=Jakobs=Kirche eintrat und zwischen freiem Himmel, Gerüsten und Balken auf den Beginn des Konzertes wartete. — Und dann spielte Chordirektor Karl Koch zu Beginn eines der gewaltigen Orgelwerke von Joh. Seb. Bach, sein großes Präludium und Tripelfuge Es=dur, einem Riesendome vergleichbar, festlich aufrauschend, klar im Stil und Aufbau, geschmackvoll in den gegensätzlichen Klangmischungen.
Aus einer ganz anderen fröhlich=spielerischen Welt war das folgende Andante von Mozart, ein kleines Beispiel des sinnenfreudigen und melodieseligen österreichischen Rokoko, von Koch mit aparten Mischungen und schwebenden Stimmen bildhaft nahegebracht. Ein inniger Gesang war auch Max Regers Ave Maria für Orgel, während seine großangelegte F=moll=Passacaglia den wertvollen Abend eindrucksvoll beschloß, von Koch besonders dynamisch groß gesteigert. — Der Pfarrchor steuerte zwei Einlagen bei, den melodisch weichen Frauenchor „Gott ist mein Hirt“ der klanglich fein abgestuft und ausgeglichen zur Wiedergabe kam, und das sechsstimmige a capella Marienlied „Drei Blumen“ von Koch selbst. Bei diesem Chor muß festgestellt werden, daß er, musikalisch
gesehen, ein überaus wertvolles Werk im Schaffen unseres Pfarrchordirektors darstellt, daß er aber technisch zufolge seiner reichen Harmonik und Modulation schwerste Anforderungen an reine Intonation und Tonhaltung stellt, so daß eine einwandfreie Wiedergabe nur von ganz wenigen Chören mit erstklassigen durchgebildeten Berufssängern zu verlangen ist.
Allgemein war wohl der Wunsch der dichtgefüllten Kirche, die von Herrn Pirchner (Orgelbauanstalt Reinisch) meisterhaft wiederhergestellte und intonierte Hauptorgel in einer Reihe von regelmäßigen historischen Orgelabenden erklingen zu hören: Der Schatz an wertvollster Orgelmusik unserer großen Meister von Buxtehude und Bach bis Max Reger und Kaminski ist ja riesengroß und noch kaum gehoben. Karl Koch ist der berufene Mann hiezu! Herbert Gschwenter.
SPORT UNDSBIEL
seine Gedichte gegen den Krieg, die mit den ver= besseren und glücklicheren Welt.
SC. Rot=Weiß Innsbruck—SV. Silz 1:2 (1:1)
In dem sonntägigen Vormittagsspiel am Tivolisportplatz gelang es überraschenderweise dem SV. Silz, welcher mit einigen Neuerwerbungen antrat, den SC. Rot=Weiß Innsbruck mit 2:1 zu besiegen. Rot=Weiß kam zwar durch Soukop in Führung, aber noch vor der Pause konnte der Halblinke von Silz den Ausgleich erzielen. Nach dem Seitenwechsel schoß der Halblinke von Silz infolge eines Mißverständnisses der Rot=Weiß=Verteidigung den Siegestreffer. Der bisher harte, aber faire Kampf nahm nun eine scharfe Form an, was schließlich zu einem vorzeitigen Abbruch des Kampfes führte. Beim SV. Silz zeichneten sich der Tormann Schwarz, der rechte Verteidiger, der Mittelläufer und der alte Waldegger besonders aus. Die Stützen von Rot=Weiß waren Büttel, Schrettl und
Oberfellner.
Im Vorspiel siegte die Jugendmannschaft von Rot=Weiß über jene von SV. Silz mit 2:1 (1:0).
Aufruf!
Die städtischen Sportplätze an der Sill und Wilten=West sollen wieder in spielfähigen Zustand gebracht werden. Nachdem die Stadt derzeit nicht in der Lage ist, diese Arbeiten durchzuführen, ergeht an alle Sporttreibenden der Aufruf, selbst mitzuhelfen, die übungsstätten wieder in spielfähigen Zustand zu bringen. Gearbeitet wird jeden Abend ab 18 Uhr.
Sportler! Helft mit an der Wiederherstellung eurer übungsstätten! Kommt alle ohne Unterschied der Zugehörigkeit und sportlichen Betätigungsart. Es gilt, den guten Ruf, den Innsbruck als Sportstadt besitzt, wiederherzustellen.
Der Bürgermeister Dr. Melzer.
Gonderzutellung von Bohnenkafsee und Tee
bensmittelkarte 4. Z.=P.: 44 für Normalversorgungsberechtigte, 144 für Teilselbstversorger in Butter. 244 für Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten, 357 für Vollselbstversorger.
Der jeweils vorzuweisende Stammabschnitt, auf dem die Vorbestellung vermerkt wurde, wird vom Kleinverteiler eingezogen und vernichtet.
Letzter Bezugstag ist der 30. September. Die Kleinverteiler haben die gesammelten Bezugsabschnitte wie üblich aufgeklebt bis zum 10. Oktober beim zuständigen Ernährungsamt einzureichen und erhalten hierfür Empfangsbestätigung.
Der in der 3. Zuteilungsperiode auf die Abschnitte 55/56, 155/156, 255.256 und 355 356 bei den Kleinverteilern vorbestellte Bohnenkaffee und Tee kommt in der laufenden Zuteilungsperiode zur Verteilung.
Es können von Verbrauchern über 6 Jahren nach Maßgabe der Anlieferungen empfangen werden:
5 Deka Bohnenkaffee auf die Abschnitte der Lebensmittelkarte 4. Z.=P.: 61 für Normalversorgungsberechtigte. 161 für Teilselbstversorger in Butter. 261 für Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten, 350 für Vollselbstversorger.
5 Deka Tee auf die Abschnitte der Le