Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:9
- S.26
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Seite 2 Nr. 70
Tiroler Tageszeitung
Mittwoch, 12. September 19
und Cand
Die Zillertaler und die Großkundgebung
für Südtirol
An der Kundgebung für Südtirol beteiligten sich unter anderem auch ein Zillertaler Schützenregiment mit zirka 1000 Schützen, Musikkapellen, Marketenderinnen sowie fast allen Bürgermeistern und Ortsbauernobmännern auch der höchstgelegenen Ortschaften wie Tux, Ginzling und Gerlos. Auch von den Berggemeinden, welche oft mehr als zwei Stunden vom Talgrund entfernt sind, kamen sie zu einer Zeit, in welcher die Heumahd und andere Arbeiten drängen.
Die Musikkapellen mußten sich oft aus zwei bis drei Dorfkapellen ergänzen, da viele Mitglieder noch nicht zurückgekehrt sind. Es mußten also Proben abgehalten werden, und zwar infolge der Kürze der Bekanntmachung des Aufmarsches immer erst nach Feierabend bis tief in die Nacht hinein. Manche Teilnehmer kamen am Festtag überhaupt nicht nach Hause, die meisten erst am anderen Tag um 3 Uhr früh. Die Zufahrt zur Kundgebung wurde durch die französischen Besatzungskruppen ermöglicht, indem sie den Bauern Lastkraftwagen zur Verfügung stellten. Dafür sei ihnen an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgesprochen. Vor allem aber auch den Zillertaler Teilnehmern, die trotz der großen Schwierigkeiten in so großer Zahl ihr Treuebekenntnis für Südtirol
ablegten.
2. Aufbereitungs= und Verteilerbetriebe Die mit der Aufbereitung und Verteilung von Generatorholz befaßten Betriebe haben unbeschadet einer gewerberechtlichen Regelung um die Betriebsgenehmigung bei der Holzwirtschaftsstelle anzusuchen.
Mielzinse und Einquartierung
Seitens des Stadtmagistrates Innsbruck wird mitgeteilt:
Bezüglich der Tragung der Einquartierungsleistungen wird auf die Notiz vom 11. Juli 1945 in der „Tiroler Tageszeitung“ verwiesen, wonach sämtliche Schäden der Einquartierung (darunter fallen auch Mietausfälle, Beschädigung der Möbel usw.) beim Kriegsschädenamt Innsbruck, Haydnplatz 5, 1. Stock, geltend zu machen sind und vom Lande Tirol ersetzt werden.
Nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechtes erlischt die Verpflichtung des Mieters zur Bezahlung des Mietzinses für die von ihm gemietete Wohnung für jene Zeit, während welcher der Mieter am Gebrauche des Bestandobjektes verhindert ist. Aus diesen Gründen hat auch der Mieter für die Zeit der Einquartierung keinen Mietzinszu bezahlen. Hat er ihn bezahlt, kann er denselben als Einquartierungsschaden geltend machen. Ansonsten hat der Hausbesitzer seine Mietausfälle beim Kriegsschädenamt zu melden.
Durch eine infolge einer Einquartierung unterlassene Zinszahlung erlischt der Mietvertrag nicht, sondern bleibt der Mieter weiterhin im rechtlichen Besitz aller aus dem Mietvertrag entspringenden Rechte, soweit eben nicht durch die Einquartierung eine vorübergehende Einschränkung derselben erfolgt. Der Bürgermeister: Dr. Melzer.
Entfernung der Luftschutztafeln bis 30. September
Amtlich wird verlautbart:
Die Haus= und Grundeigentümer werden aufgefordert, bis spätestens 30. September 1945 alle Schilder und Hinweistafeln aus der Zeit des Luftschutzes, z. B. „Zum Aufnahmegebiet“, „öffentlicher Luftschutzkeller“, „Notstallung“ usw. zu entfernen. Die Durchführung dieser Anordnung wird seinerzeit polizeilich kontrolliert werden. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommt, hat zu gewärtigen, daß die Entfernung durch Polizeiorgane erfolgt und die Kosten sowie ein entsprechender Verwaltungsbetrag dem Haus=(Grund=)Eigentümer vorgeschrieben wird.
Sillgasse 2, gegen Zahlung einer Verwaltungsgebühr von 50 Pfennig einzubringen.
Vom 20. September an sind strenge Kontrollen zu gewärtigen. Alle in Innsbruck und den eingemeindeten Orten (außer Igls) wohnenden Personen, die Verwahrer von Fahrrädern sind, sowie alle Fahrradbenützer werden, wenn sie ohne Fahrradschein oder ohne amtliches Kennzeichen am Fahrrad angetroffen werden, nach den gesetzlichen Bestimmungen bestraft, bzw. haben sie die Einziehung des Fahrrades zu gewärtigen.
In letzter Zeit mehren sich die Klagen über zunehmende Schwierigkeiten beim Einkauf von Schnittholz. Wiederholt mußte ich feststellen, daß Holzverbraucher trotz der Vorlage ordnungsmäßiger Einkaufscheine von den Sägewerken abgewiesen wurden, obwohl die Werke über Vorräte verfügen.
Ich sehe mich daher veranlaßt, eine letzte Mahnung an die Sägewerksbesitzer zu richten, ihre Vorratsware der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, da ich ansonst gezwungen wäre, mit Käufereinweisungen vorzugehen.“
Johann Obermoser, Geschäftsführer.
Fahrraderfassung
Das Polizeipräsidium verlautbart:
Alle Besitzer oder Verwahrer von Fahrrädern, die nicht rechtzeitig ihrer Meldepflicht nachkommen konnten, haben die Meldung in der Zeit vom Mittwoch, den 12. September, bis Samstag, den 15. September, täglich zwischen 8 bis 12 Uhr und 14 bis 18 Uhr im ehemaligen Polizeipräsidium (Hotel „Sonne“, Südtiroler Platz, Eingang Salurner Straße) nachzuholen, wobei ihnen der Fahrradschein ausgehändigt und das Kennzeichen am Rad befestigt wird.
Nicht fahrfähige Fahrräder müssen nicht vorgeführt, aber gemeldet werden. Die Kennzeichen für diese Räder sind ab 20. September beim Verkehrsamt der Polizei einzuholen, sobald das Fahrrad wieder in Benützung genommen wird.
Ab 20. September sind auch alle Neuanmeldungen, bzw. Veränderungsmeldungen von Besitz und Zustand beim Verkehrsamt der Polizei, Innsbruck,
WOHIN HEUFE
Mittwoch, 12. September
Theater
Landestheater. 18.30 Uhr: „Ein Glas Passe(Zum letzten Male.)
Josefine Strukel beging gestern, 10. September, ihren 88. Geburtstag bei bester und rüstiger Gesundheit.
Filme
Laurinkino: „Wir bitten zum Tanz“. Kammerlichtspiele: „Lache Bajazzof“ Zentralkino: „Via Mala“ Triumph: „Die Schwarze Robe“ Löwen „Eine Nacht im Maf“
Hall: „Alles für Gloria“ Iiiiminliniinnummmmmnmmmmmnnnnminm
—
Diebstahl. Am Montag um 10 Uhr vormittags wurde einem Kolporteur ein grüner Rucksack mit Lebensmln, einer Flasche Wein und einer Flasche Weinessig und zwei Romanbüchern (eines aus der Wagnerschen Leihbibliothek, das andere ein Kriminalroman) gestohlen. Zweckdienliche Angaben sind an die nächste Polizeistelle zu richten. Für die Ergreisung des Täters sind 30 Mark Belohnung ausgesetzt.
Die jüdische Kultusgemeinde für Tirol in Innsbruck gibt bekannt, daß alle Personen, die wegen rassischen Gründen von den Nazis verfolgt worden sind, sich bis zum 15. September im Sekretariat, Adolf=Pichler=Platz,10, melden sollen.
Vermißt. Der rumänische Staatsangehörige Peter Mirtschow, geb. 12. August 1891 in Tschanad, Rumänien, ist seit 7. September aus dem Ausländerlager in Landeck abgängig. Mirtschow macht zeitweise einen geistesgestörten Eindruck. Angaben über seine Person sind zu richten an seine Mutter Katharina Mirtschow, Ausländerlager Landeck, Baracke 6.
Todesfälle
In Innsbruck starben Susanna Grasl, Bedienerin, im 64. Lebensjahre, und Heinrich Reingruber, Altersrentner, 81 Jahre alt.
Ing. Erich Wasserer aus Wiesing, Soldat in einem Jägerregiment, hat anfangs April 1945 in Rohof bei Guchelma (Oberschlesien) im 20. Lebensjahre den Heldentod gefunden.
In Schwendt wurde der 26jährige ledige Hilfsgendarm Hermann Fritz beerdigt.
1. Festkonzert
und Klaviermusik in Innsbruck
Landeshauptmann von Tirol (Holzwirtschaftsstelle)
Anordnung
Der Landeshauptmann von Tirol (Holzwirtschaftsstelle) erläßt folgende Anordnung:
Auf Grund der mir übertragenen Ermächtigung ordne ich an:
1. Generatorholz:
Die vorhandenen Bestände an Generatorholz aus der Ernte 1944 und früher sind für den Bedarf im Lande sichergestellt. Der Einkauf, gleichgültig von welchem Besitzer durch die zugelassenen Aufarbeitungsstätten, darf ab sofort nur mit den von der Holzwirtschaftsstelle zur Ausgabe gelangenden Einkaufscheinen vorgenommen werden.
Die Aufbereitungsbetriebe haben das erzeugte Tankholz nach den Weisungen des Landeswirtschaftsamtes auszugeben.
Sowohl die Aufarbeitungsbetriebe wie auch die für die Selbstaufbereitung in Betracht kommenden Fahrzeughalter haben zur Deckung ihres Bedarfes bis 31 März 1946 aus den im Absatz 1 genannten Beständen die erforderlichen Einkauf
scheine bei der Holzwirtschaftsstelle zu beantragen solbst, ist gerademn an
über die im laufenden Wirtschaftsjahr anfallen= Wohl mögen all die
Vor einer festlich gestimmten Zuhörerschaft im Riesensaal der Hofburg schenkten uns Herr Joseph Calvet mit seinem Quartett sowie Herr Jacques Février als Pianist ihr mit großer Spannung erwartetes Konzert französischer Meister.
In Salzburg gefeiert und mit der Wärme und dem Verständnis des österreichischen Publikums vertraut gemacht, hüllte uns M. Calvet, der sofort Kontakt gefunden hatte, in die eigenartige Klangfarbe der Musik Ravels ein. Das zuerst leise, allmählich an Breite gewinnende Motiv, mit seinen großen Intervallen, dann dessen Wiederaufnahme in kontrapunktischer Zusammenstellung, seiner oft zaghaften Durchsichtigkeit versetzt uns in jene sonderbare Stimmung, die nur die Musik als direkte Vermittlerin seelischer Inhalte verursachen kann. Das rhythmische Wogen, mit dem Hervortreten der einzelnen Klangfarben, teilt sich den Künstlern, und von diesen auch uns mit: die Vollendung ihres Spieles scheint suggestive Kraft zu besitzen. Ravel verleiht jedem Instrument bis in die
kleinste Feinheit den ihm zukommenden Ton und läßt jeden einzelnen der vier Musiker nur als Ausdrucksform einer einheitlichen Konzeption erscheinen. Abseits der klassischen Form eines Streichquartetts gibt uns Ravels Werk endlich wieder etwas klanglich Neues und bereichert unseren in den letzten Jahren einförmig und beengt gewordenen Schatz musikalischer Werte durch Hinzufügen einer leicht angedeuteten exotischen Note.
Und wenn dann Herr Février Ravels farbenprächtige Sonatine für Klavier darbietet und mit einem mächtigen Schwung den Saal mit seiner persönlich einnehmenden Spielweise erfüllt, kristallklar, perlengleich die Töne unter seinen Fingern abrollen läßt oder in den gedämpften Akkorden nie empfundene Weiten erreicht, dann sind wir dankbar dem großen Tondichter und dankbar dem großen Künstler für die bis ins Kleinste durchdachte und vollendete Wiedergabe eines Meisterwerkes. Die bedeutenden technischen Schwierigkeiten der Sonatine meistert Février spielend und arbeitet jede Nuance, jeden noch so unentwirrbar scheinenden Knoten klar heraus. Er ist wahrlich ein Vertreter besten französischen Pianistentums, logisch, brillant und kennt alle Feinheiten des Gefühls.
Das Klavierquartett in G=moll von Gabriel Fauré war für viele Zuhörer eine Entdeckung. Hier liegt der Schlüssel für die Eigenart eines Ravel. Wohl ist die Klangfarbe schon die des kommenden Impressionismus, steckt aber noch tief in der romantischen Tradition, und die Linie zu seinem Schüler Ravel ist eindentig klar. Die Wiedergabe dieses in Innsbruck noch kaum gespielten Werkes war wahrlich Vollendung: die oft schwer lesbare Diktion wird mit Leichtigkeit entziffert und uns so dargeboten, daß uns alles einfach, alles geordnet, ja selbstverständlich vorkommt. Die musikalische Sprache Faurés ist von einer etwas mystischen Dunkelheit und erinnert manchmal an Schumann (scheint nicht einmal das Motiv des „Warum?“ aufzudämmern?) Die Parallele seiner Musik, mit
ihrem dunklen. melodischen Hinterarund und den darin sich scharf abhebenden Pointen zu der französischen Sprache
von den Wänden des großen Saales herabblickend diesen unmittelbaren Ausbruch musikalischen Fühlens mit Befremden angehört haben. Aus den Tönen der Sonatine Ravels schienen leise Anklänge an seine bekannte „Pavane pour une Infante défunte“ durchzudringen: die Zeit der Infanten und Erzherzoge ist wohl vorbei, sie sind verschieden, verblichen. Aber heute wie ehedem ist es großen Künstlern gegeben, durch meisterhafte Interpretation unsterblicher Werke der Menschen Seele in jene Schwingungen zu versetzen, die sie der ewigen Werte menschlicher Kultur bewußt werden läßt!
Und diese sind unzerstörbar. über dem Flügel in meiner Wohnung hing einst ein großer, von Ravel eigenhändig unterfertigter Holzschnitt: es war sein Bild, und er blickte mit seinen klugen, vergeistigten Augen auf alle diejenigen herab, die in seine Kunst einzudringen versuchten. Haus und Bild ist in Schutt und Asche gesunken, so oft ich aber Musik Ravels höre, tritt er leibhaftig vor mein geistiges Auge, wiedererstanden durch die Magie seines Genies.
M. Calvet mit seinen Mitarbeitern Jean Chamveil, 2. Violine, Maurice Husson, Viola, und Manuel Recasens, Cello, deren Einzelqualitäten völlig im Ensemble des Streichquartettes aufgehen und dessen hohen Wert bedingen, sowie Herr Février fanden den stürmischen Beifall einer berauschten und geläuterten Zuhörerschaft. Als wir Herrn Calvet zu seinem großartigen Erfolg Dank sagen wollten, antwortete er, seine Kunst gleichsam bescheiden im Hinterarund haltend: „Es war ja auch eine so gute Musik!“
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Die überraschung und das Erlebnis des Abet nemmer 71 war aber die junge Nachwuchsgeigerin aus d üle=“
Meisterklasse des Konzertmeisters Wisata — 6, Auernig, die das Violinkonzert A=dur von # fer Empfindung durchglüht, äußerlich behers und zuchtvoll, stilvoll und technisch wie tonkz vollendet zum Vortrag brachte und damit e
völlig reife künstlerische Leistung bot.
Der stürmische, langandauernde Beifall ## dichtgefüllten Konzertsagles war der Dank ## beglückten Hörer an die junge Künstlerin wie as an Musikdirektor Weidlich, der uns mit dem so kurzer Zeit hochentwickelten Orchester so viele Stünden reinen Genusses bot. Wir d, dauerten nur, daß für dieses besondere Erlein nur der Musikvereinssaal, nicht aber der ## stimmungsvollere und barocknahe Riesensaal ##
Verfügung stand. Herbert Gschwenter
Mozartserenade in Solbad Hall
Hall, 11. September. Wie schon mitgeteilt, di giert Direktor Fritz Weidlich morgen abend18.30 Uhr im Stadtsaal in Solbad Hall die Gus Mozartserenade des Innsbrucker Symphonjeot sters unter Mitwirkung von namhaften Soliste Für diesen Auftakt des Musiklebens in unse Kurstadt zeigt sich größtes Interesse. Kartems verkauf im Städt. Verkehrsamt.
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Werner Bergengruen
Zur Vorlesung im Musikvereinssaal am 13. #
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Morgen liest Werner Bergengruen, der bekan Lyriker und Romancier, im Musikvereinssel Werner Bergengruen ist zweifellos einerder## deutendsten Repräsentanten des modernen d# schen Schrifttums im edelsten Sinne des Worn Niemals hat sich seine Kunst vor den Göten# Tages gebeugt. Aufrecht und tapfer schr# durch eine Zeit der Drohung und Verlockung dichterische Kraft, die das Schaffen Bergeng auszeichnet, scheint wie einer jener mächn Ströme zu sein, die nie erlahmen und ne#gen. Zur Gedankentiefe, mit der er alle Eise
nungen des Lebens in ihrem wahren Weseni hüllt, gesellt sich der Zauber einer Sprachediem
ein schimmerndes Juwelenkleid die Sch seines Geistes einhüllt. Vorlesungen Berg sind daher für jeden Freund echter Kunstse ten des Entzückens. Wir freuen uns auße#en lich, daß der Verfasser des „Großtyra## richt“ den Literaturfreunden unserer Sta## legenheit bietet, seine persönliche Bekanntschafte machen.
FILATHEATG
Große Mozartserenade
Einen interessanten Querschnitt durch Mozarts Orchestermusik vermittelte die große Serenade, die Musikdirektor Weidlich mit einem ausgewählten Kammerorchester den Innsbrucker Musikfreunden im Musikvereinssaal darbot.
Besonders lehrreich war die Gegenüberstellung der Serenade Nr 1 aus der Jugendzeit des Meisters (Köchel=Verz. 100!) — er schrieb sie im Alter von 13 Jahren — mit der schon volkstümlich gewordenen „Kleinen Nachtmusik“, die 20 Jahre später in Wien entstand und mit geringen Mitteln (nur Streichorchester!) Zeugnis von der reifen Meisterschaft ablegt, die Mozart auch auf dem Gebiete der Gesellschaftsmusik errang.
Unter der befeuernden Leitung Weidlichs rauschten diese Serenaden vorbei und zauberten eine Fülke von Eindrücken aus unbeschwerterer Zeit vor die Augen der begeisterten Hörer.
Zwischen diese zwei Serenaden flocht Direktor Weidlich Sätze aus zwei Instrumentalwerken mit Solisten: Das klanglich eigentümliche und abwechslungsreiche Konzert für Flöte und Harfe mit Orchester (1778 entstanden) und das bekannte A=dur=Violinkonzert (1775) mit der alla=turcaEpisode des Rondos und dem edlen Gesang des herrlichen E=dur=Adagios. — Lizzie Bayer (Harfe) und Fr. Czapauschek (Flöte) vermittelten eine hochentwickelte Virtuosität auf ihren Instrumenten, zeigten aber auch auf, daß Mozart auch in diesen nicht allzuoft zu hörenden Solo
schaftsstelle zur gegebenen Zeit Verfügung treffen. nieller Beengung alles Gefühlsmäßigen gewöhnt, instrumenten alle Möglichkeiten ausschöpft.
„Via Mala“
Viele haben wohl den berühmten Roman## Knittels gelesen, vielleicht auch die von der# bühne meisterhaft gespielte dramatisierte# des Stoffes gesehen und treten an den Filnn dem Gefühl heran, daß wesentlich Neues kaum geboten werden kann. Man möchte such Möglichkeiten des Filmes an einer bereit# kannten Handlung schätzen lernen. Die scham Schlucht der Mühle des alten Jonas, die und Schlichtheit der großen Stube, unter d
Mittelbalken sich alle, auch der tyrannischehdes Hauses bücken müssen, die ins unmenc Dämonenhafte gehobene Gestalt dieses Scheuselbst (Carl Wery), der störrische, fast tiens Haß des Knechtes Jöry (Karl Hellmer), allversöhnend und doch schicksalhaft damit verbun die reine Gestalt Sylvelis (Karin Hardt), sies sind uns vertraut und wir gewinnen sie liebeihr seelenvolles, sich in die Gestalten einfühle Spiel. Als in letzter Minute sich jedoch eins sung einstellt, die das heikle, aber von Kun mutig vorgebrachte Thema des Vatermorde schickt umgeht, da sind wir einen Augenblichste und außer Fassung. Die Deutung der Trage wird allen, die Roman und Bühnenstück kennen, als durchaus folgerichtig erscheinen ? anderen scheiden etwas nachdenklich von diese
ausgezeichneten Film: die leider heute häufign handene Voreingenommenheit der Lösung Problems gegenüber hat sie zur gänzlichen achtung einer anderen Möglichkeit verleitet“ wohl diese aus dem Ablauf des Dramas sin hervorging und durch verschiedene kleine An chen angedeutet wurde . .. 66
Eine der keiten, die bisher im Weliche Trennis waren durch lichen wirtschgelöst worden reits zu jener ganisatoren Transchiermes len, um ihn i. digen Gauen setzten alles dungen, die si reichischen Lä anderzureißen Verkehrspolit verbindung 3 ländern und schwerte. Sehm laß des Gaule leute in Tiroter Drohung verkehr von ten. Als das war daher Staatsgebiet schaftlich in Tr mächte richten schen Staats Stützpunkte auf. Nun ist i ten, daß die reichischen Wi Der alliierte Zukunft die freien Verkelz chischen Firm ganisationen ganz großer Wege zur Ve lage. Der Güjeden gesunde nomische Strder ist so besch trefflicher Wwelche die W swierung des verkehrs uns der Blick auf
dem Durchsch ein Labsal zu
RADIOINNEBRH
Radio Innsbruck
Heute 18.15 Uhr zweiter Vortrag in der reihe „Eine neue demokratische Welt“. aun 20.10 Uhr „Gruß an Südtirol“, eine Surd bunter Tiroler Volksmusik.
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Mancher will Geschichte machen und macht i Geschichten.
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