Tiroler Tageszeitung 1945

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1945
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Erscheint in der Woche sechsmal. — Nur im Einzelverkauf erhältlich. — Vorerst keine Pöstzustellung. — Inseratenannahme: Innsbruck, Andr.-Hofer-Str. 4
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Einzelpreis 15 Pfo.
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Redaktionelle Einsendungen an die Schriftleitung der „C. T.“, Innsbruck, Andreas-Hofer-Str. 4. — Druck: Trrolia, Innsbruck, Andreas-Hofer-Str. 4
Samstag, 15. September 1945
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Die Eröffnungsrunde
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Der Rat der Außenminister, der soeben i London seine geschichtliche Tagung begonnen hat, soll das neue Bild der Welt, das auf Grund verschiedener Erklärungen der Großmächte in den Umrissen vorliegt, nunmehr in den Einzelheiten durchkomponeren und ausführen. Nicht ein rascher Lurf soll gelingen, sondern Feinarbeit soll geleistet werden.
Wir übermittelten gestern einen Bericht aus französischer Quelle, wonach die Anainer Italiens eingeladen werden sollen, hhre Ansprüche vor dem Rat der Außenmnister zu vertreten. Es erfüllt uns mit Genugtuung, daß unser Wunsch nach der Viedervereinigung Tirols anerkannt vird. Wir verlangen nicht etwas Neues, sondern wir verlangen nur neuerdings in einem durch die Verhältnisse gebotenen zeitpunkt, das was uns gehört. Das Vorbringen, das Österreich an die Mächte gelangen läßt, ist durchsichtig und klar. „Südtirol; so sagte Dr. Reut=Nicolussi in der großen Kundgebung zu Innsbruck, „will os von Italien.“ Österreich kann seinerseits nicht darauf verzichten, zu erklären, daß Südtirol nicht nur geschichtlich und monlisch mit ihm verbunden ist, sondern daß die Festigung
seiner Verhältnisse die Wiedergutmachung der Verstümmelung, die ihm in Jahre 1919 widerfahren ist, erfordert.
Ds bedeutete die Abtrennung Südtirols für Tirol und Österreich? Er war der nie zu verschmerzende Verlust eines ungemein# wervollen Gliedes seines politischen= undge moralischen Organismus. Wirtschaftlich bedeutete er eine schmerzliche Verkümmerung natürlichen Nahrungsspielraums.
Verweilen wir einmal bei dieser letzteren Latsache. Mit Südtirol war und wäre Tirol in Agrarland mit solidem Wohlstand. Ohne Südtirol mußte das in seinen Existenzbedingungen bis auf den Grund erschütterte Nordtirol zwangsläufig in den Bannkreis der bayerischen Wirtschaft geraten. Auch die natürlichen Voraussetzungen, die das vereinigte Tirol für die Entwicklung der Fremdenindustrie in so reichem Maße besaß und besitzt, wurden durch die Zerteißung des Landes in unheilvollster Weise erschüttert. Die wirtschaftliche Verkümnerung nötigte dazu, den Fremdenverkehr diesseits des Brenners künstlich in bahnen zu leiten, die schließlich, ohne daß man es wollte, in eine politische Sackgasse einmündeten. Brauchen wir anzuführen, daß die wirtschaftliche Mißlage
Nordtirols auf den Haushalt der gesamten österreichischen Wirtschaft ungünstig zurückwirkte?
Ein unverstümmeltes Tikol würde auch der Virtschaft österreichs eine bedeutende Kräftigung verleihen. Wir halten die Hervorhebung dieses Sachverhaltes für um so wichtigr, als ja Südtirol im Rahmen der italienischen Wirtschaft durchaus nur eine untergordnete Rolle spielt, eine Rolle, die beveist, daß dieses Land mit dem Wirtschaftsgganismus Italiens niemals verwachsen sein wird.
unser Anspruch auf Südtirol von einer Großmacht wie Frankreich nachdrücklich vertreten wird. Vergessen wir nicht, daß der Chef der provisorischen Regierung Frankreichs, General de Gaulle, in seinem aufsehenerregenden Interview England dringend eingeladen hat, mit Frankreich Immmmmmmmmmmmmmmmmmmmin
Paris, 14. September.
Der Berichterstatter des „Figaro“ weiß über die Eröffnungssitzung der Friedenskonferenz in London interessante Einzelheiten zu erzählen. Die Verhandlungssprachen sind englisch, französisch und russisch. Die wichtigsten Aktenstücke sind in diesen Sprachen gehalten und müssen auch ins Chinesische übersetzt werden.
Die Konferenz der. Außenminister findet in Lancaster House statt und wird daher in der internationalen Presse allgemein als „Konferenz vom Lancaster House“ bezeich
net.
Nach dem Friedensvertrag sollen der Reihe nach die Friedensverträge mit Ungarn, Rumänien und Finnland örtert werden. Im übrigen wird in den unterrichteten Kreisen hervorgehoben, daß Rußland und Frankreich die Frage der
Dardanellen und des Ruhrgebietes diesem Rate vorzulegen wünsche. den eingeweihten Kreisen wird hervorgehoben, daß die ersten Besprechungen in voller Herzlichkeit vor sich gegangen sind. Die Festsetzung des Programmes der Arbeiten begegnete keinerlei Schwierigkeiten.
Sehr bezeichnend ist auch die Einfachheit der Formen, in denen die Eröffnungszeremonie verlaufen ist. Es sind nur wenige Journalisten anwesend. Eine Atmosphäre strenger Sachlichkeit beherrscht diese wichtigen Beratungen. Der amerikanische Außenminister Byrnes hob in Erklärungen an
Lisebüro! „
Solche Erwägungen zeigen nebst vielen anderen die unbedingte Notwendigkeit, daß hinsichtlich der österreichisch= italienischen Grenze eine gründliche und volle Lösung gesunden werden muß. Wie wir unterdessen aus London vernommen haben, sind karten in dem großen Spiel bereits genischt und ausgeteilt worden. Frankreich hat sich klar und deutlich für die Rückgabe Südtirols an österreich eingesetzt. Es wäre falsch, wenn man in der Aufstellung der Zerhandlungspositionen, welche die einzelnen Mächte beziehen, bereits eine prognose für das Endergebnis erblicken vollte. Nachdem die Mächte zu den einzelnen Fragen eine Ausgangsstellung eingenommen haben, die ihnen für die Wahrung ihrer Interessen wie für den Fortgang der Verhandlungen von besonderer
Wichtigkeit erscheint, werden die aufgeworfenen Ansprüche verglichen und im Beratungswege zu gemeinsamen Entschlüssen ausgearbeitet. „Nur wer die hoffnungslose Einsamkeit erlebt hat, in der österreich sich im jahre 1919 befand, wird ermessen können, wie hoffnungsvoll es für uns ist, daß schon in der ersten Runde des diplomatischen Ringens um den Friedensvertrag mit Italien
zusammen eine gemeinsame kontinentale Politik zu betreiben und daß diese Einladung in London günstig ausgenommen worden ist. Auch dieses Symptom wird uns zu manchen guten Hoffnungen ermütigen dürfen.
Dr. Anton Klotz.
Sachliche Atmosphäre der Londoner Konferenz
die Presse hervor, daß die Aufgaben der Konferenz schwierig seien, da die Vorarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Er hob hervor, es werde auf dieser Konferenz „zunächst ebensoviele Gesichtspunkte wie Regierungen geben“. Eben von der Ausgleichung dieser verschiedenen Gesichtspunkte hängt das Friedenswerk ab. Trotzdem erklärte sich Byrnes hinsichtlich des Endergebnisses als Optimist.
Hoffnung auf eine vernünftige Politik gegenüber österreich
Paris, 14. September
Ein Sprecher im Rundfunk erklärte, die Beschlüsse des Alliierten Rates in österreich geben in zweifacher Hinsicht Anlaß zur Genugtuung: Erstens die Beschlüsse gaben Anlaß zur Hoffnung, daß österreich gegenüber eine vernünftige Politik eingeschlagen wird. Zweitens: die Beschlüsse des Alliierten Rates liefern ein Beispiel für die praktische Zusammenarbeit der Alliierten.
Kein Eisenbahnverkehr zwischen Wien und Linz
Linz, 14. Sept. Die Eisenbahndirektion Linz gibt bekannt, daß Anfragen über Reisemöglichkeiten nach Wien vorerst noch verfrüht sind, da bis jetzt noch keine Züge von Oberösterreich nach der österreichischen Hauptstadt verkehren.
Neuestes vom Tage
König Peter von Jugoslawien wurde in London von Außenminister Byrnes empfangen. Ein Blatt, das dem Außenminister Eden nahesteht, erklärte die Internationalisierung Triests als die beste Lösung.
General Eisenhower hatte zusammen mit General MacClark, dem amerikanischen Oberkommandierenden in Österreich, eine 25 Minuten währende Audienz beim Papst, wobei die Lage in Österreich und Deutschland erörtert wurde.
Die Abschiebung aller prominenten Nazis aus Vaduz steht bevor.
Amerikanische Truppen werden größere Städte Chinas besetzen, um Tschiangkeischek zu helfen. Die japanischen Offiziere müssen mit ihren Waffen auch ihre Schwerter abliefern. Die Führer der Geheimgesellschaft „Schwarzer Drache“ wurden verhaftet. Mac Arthur hat sein Hauptquartier in Tokio aufgeschlagen. Der japanische Generalissimus Suniyami hat Selbstmord begangen. In Singapore wurde ein Europäer als Verräter festgenommen, der in Verdacht steht, Japan mit jenen Informationen beliefert zu haben, die zu den ersten militärischen Katastrophen in Südostasien führten. Es wurde festgestellt, daß die Japaner in Java alliierte Kriegsgefangene zu Tode getreten haben. Nachher tanzten die Japaner auf den entseelten Leichen herum, wobei japanische Frauen
zufahen und lachten. Japanische Arzte haben an den Kriegsgefangenen ausprobiert, was der menschliche Körper an Leiden aushalten kann.
Bis zum März des kommenden Jahres wird Persien von den alliierten Truppen geräumt sein.
Marschall Tito sagte in einer Wahlrede, daß Landesverrätern das Stimmrecht verweigert werden wird.
Wie man jetzt erfährt, haben sich die japanischen Behörden in Indochina während des Krieges auf das schärfste gegen die Tätigkeit des Roten Kreuzes gewendet.
Erhöhte Rationssätze für die neue Lebensmittelperiode
Steigerung von 1050 auf 1300 Kalorien — Weitere Erhöhungen geplant
Innsbruck, 14. September Die Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten bringt für die Bevölkerung eine freundliche überraschung. Die Rationssätze der Lebensmittelzuteilungen werden erhöht, und zwar in einer Weise, die eine sehr fühlbare Besserung bedeutet. Außerdem hat die französische Militärregierung in Aussicht gestellt, daß die Rationssätze, die von 1050 auf 1300 Kalorien erhöht wurden, in Kürze auf 1500 Kalorien gebracht werden sollen. Sie steht im Begriffe, die zur Deckung dieser Anforderung nötigen Mengen an Lebensmitteln für sechs Monate herbeizuschaffen. Die Magazine für die Lagerung dieser Güter werden gegenwärtig fertiggestellt. Es gilt unverhohlen anzuerkennen, daß die französische Militärregierung mit vollem Verständnis für die Lage unseres Landes
alles Zweckdienliche unternommen hat, um die
Ernährung unter den schwierigsten Verhältnissennicht nur sicherzustellen, sondern auch zu verbessern. Der Umstand, daß unser Nahrungsbedarf für sechs Monate hindurch im voraus gedeckt werden soll, gestattet uns beruhigter in die Zukunft zu blicken. Bisher war es doch so, daß die amtlichen Stellen, denen die Versorgungsfragen übertragen waren, von einer Woche zur anderen kaum wußten, wie sie den Bedarf sicherstellen könnten. Das Bemühen der französischen Militärregierung wird von der Bevölkerung auch dadurch anerkannt werden müssen, daß sie selber alles tut, was sie vermag, um das normale wirtschaftliche Leben wieder in Gang zu bringen. Jede Unterstützung, die wir genießen, ist eine Ermunterung, uns die Selbständigkeit zu erarbeiten.
Was bekommen wir?
Normalverbraucher über 18 Jahre Fleisch: auf die Abschnitte 1, 4, 7 und 10 je 100 g, auf die Abschnitte 2, 3, 5, 6, 8, 9. 11 und 12 je 50 g. — Fett: auf die Abschnitte 13 und 14 je 150 g. — Brot: auf die Abschnitte 25 bis 30 je 1000 g, 31 500 g. 32 bis 35 je 100 g. — Nährmittel: auf die Abschnitte 38 bis 40 je 75 g, auf
Abschnitt 37 25 g. — Zucker: auf Abschnitt 62 500 g. — Käse: auf die Abschnitte 20, 21, 23 und 24 je 50 g, auf die Abschnitte 19 und 22 je 62.5 g. — Salz: auf Abschnitt 43 250 g. — Hülsenfrüchte: auf Abschnitt 42 250 g. — Bohnenkaffee: auf Abschnitt 61 125 g.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren
Fett: auf Abschnitt 13 und 14 je 200 g. — Brot: auf die Abschnitte 25 bis 27 und 31 und 33 je 1000 g, auf Abschnitt 28 2000 g. auf Abschnitt 34 500 g, auf die Abschnitte 29, 30, 35 und 36 je 100 g.
Die Zuteilungen an Fleisch, Nährmitteln, Zucker, Käse, Salz, Hulsenfrüchten und Bohnenkaffee ist gleich wie bei Erwachsenen. Außerdem erhalten aber Kinder auf Abschnitt 49 100 g Kaffee=Ersatz. Die Kleinabschnitte für Fett, Brot und Nährmittel werden voll eingelöst. Außerdem erhalten Jugendliche auf Abschnitt 15 100 g Fett. Die Kleinabschnitte für Fett sind in Butter einzulösen. Die Nährmittelabschnitte berechtigen nur zum Bezuge von Teigwaren, ebenso die Abschnitte Nr. 37 u. 38.
Kinder bis zu 6 Jahren
Fleisch: auf die Abschnitte 1 bis 4 und 7 bis 10 je 50 g. — Fett: auf die Abschnitte 13 und 14 je 150 g, auf die Abschnitte 15 und 16 je 100 g. — Brot: auf die Abschnitte 25 bis 27 je 1000 g, auf die Abschnitte 31—33 je 500 g, auf die Abschnitte 28, 29, 34 und 35 je 100 g.
Die Zuteilungen an Nährmitteln, Zucker. Käse Salz und Hülsenfrüchten ist gleich wie bei Erwachsenen. Eine Zuteilung an Bohnenkaffee erfolgt nicht. Dafür auf Abschnitt 49 100 g Kaffee=Ersatz, auf Abschnitt 41 200 g Kinderstärkemittel.
Schwerarbeiter
Fleisch: auf die Abschnitte 601 bis 603, 616 bis 521, 522, 531 und 532 je 100 g, auf die Abschnitte 503 bis 505, 513 bis 515, 523 bis 525, 533 bis 535 je 50 g. — Fett: auf die Kleinabschnitte pro Woche 65 g. — Brot: auf die Abschnitte 507, 508, 517, 518, 527, 528, 537 und 538 je 500 g. — Zigaretten: auf die Abschnitte 509, 519, 529 u. 539 je 7 Stück.
Schwerstarbeiter
Fleisch: auf die Abschnitte 601 bis 603, 616 bis 618, 631 bis 633. 646 bis 648 je 100 g, auf die Abschnitte 604 bis 609, 619 bis 624, 634 bis 639, 649 bis 654 je 50 g. — Fett: Der 100=g=Einzelabschnitt berechtigt zum Bezuge von 100 g Schweineschmalz, Öl oder Schmelzmargarine; auf Kleinabschnitte pro Woche 95 g. — Brot: auf die Abschnitte 610
bis 612, 625 bis 627, 640 bis 642, 655 bis 657 je 500 g. — Zigaretten: auf die Abschnitte 613, 628, 643 und 658 je 7 Stück.
*
Was ist eine Kalorie?
Unsere Lebensmittelkarten werden von den Fachleuten nach dem Kalorienwert beurteilt, den sie enthalten. Was bedeutet das? Die Nahrungsmittel, die der menschliche Körper aufnimmt, unterliegen einem Verbrennungsprozeß. Der Körper erzeugt also gleichsam Brennstoff, Wärme. Diesen Vorgang kann man messen. Es läßt sich nämlich genau feststellen, wieviel Brennstoff die einzelnen Nahrungsmittel liefern. Anderseits läßt sich ebenso feststellen, welche Arbeitsleistung oder, anders ausgedrückt, welchen Verbrennungsprozeß der Körper im normalen vollbringen muß. Der Maßstab für diese Messungen ist die Kalorie oder, wie man sie sonst noch nennt, die Wärmeeinheit. Eine Kalorie ist jene Wärmemenge, die notwendig ist, um einen Literreines Wasser um einen Grad
Celsius zuerwärmen.
Selbstverständlich braucht schon der ruhende Körper eine gewisse Brennstoffmenge, denn die Verdauungsorgane, die Atmung, der Herzschlag, der Blutkreislauf gehen ununterbrochen weiter. Man nennt diesen Bedarf den Grundumsatz, der natürlich bei jedem einzelnen Menschen wie auch zwischen den Geschlechtern verschieden ist. Muß nun der Körper eine Leistung vollbringen, so steigert sich der Bedarf an Brennstoff. Dieser Mehrbedarf läßt sich genau messen. So erfordert Schreibarbeit einen stündlichen Zuwachs von 20 Kalorien, Näharbeit braucht 25 bis 30 Kalorien, Schwimmen 200 bis 700 Kalorien, auch seelische Belastungen erhöhen den Bedarf an Kalorien.
Selbstverständlich hat die Wissenschaft genau festgestellt, wieviel Brennstoff die einzelnen Nahrungsmittel liefern. So rechnet man für ein Gramm Eiweiß oder ein Gramm Kohlenhydrat 4.1 Kalorie und für ein Gramm Fett 9.3 Kalorien. Man darf natürlich nicht in den Fehler verfallen, die Nahrung nur nach Kalorien zu bewerten. Eine ebenso große Rolle spielt die qualitative Zusammensetzung. So braucht man ein Mindestmaß an Eiweiß, bestimmte Mineralsalze und verschiedene Ergänzungsstoffe.