Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:9
- S.46
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Tiroler Tageszeitung
Samstag, 22 September 196
Die Eröffnung der Schulen in Tirol
51.000 Schüler und 1300 Lehrkräfte
Am 1. Oktober wird der größte Teil aller Schulen im Lande ihre Pforten öffnen und der regelmäßige Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen werden. Der restliche Teil von Schulen, die zur Zeit infolge Belegung durch Amter, die nicht so schnell ein Unterkommen finden können, noch nicht eröffnet werden können, werden im Laufe der ersten Oktoberhälfte ebenfalls wieder den Lehrbetrieb aufnehmen. In Innsbruck werden in den 18 Volksschulen und 7 Hauptschulen rund 6000 Kinder Aufnahme finden. Leider wurde eine Volksschule in Pradl und die große Mädchenschule in der Fischergasse total zerstört. Auch die anderen Schulen mußten zum Teil anderswo untergebracht
werden. Trotzdem wurden alle Schwierigkeiten gemeistert und dies ist nicht zuletzt ein Verdienst der Militärregierung, die den Schulbehörden in großzügigster Weise entgegenkam und zum Beispiel die große Volksschule in Pradl, die von der Militärregierung belegt war, auf Ansuchen der Schulbehörden sofort geräumt hat.
Die 380 Volksschulen und 22 Hauptschulen des Landes werden rund 51.000 Kinder aufnehmen und zirka 1300 Lehrkräfte beschäftigen. Es ist dabei interessant zu erfahren, daß sich der Lehrkörper vorwiegend aus Frauen rekrutiert, was wohl darauf zurückzuführen ist, daß ein großer Teil der männlichen Lehrkräfte noch nicht zurückgekehrt ist.
und Eröffnung der städt. Volks= und Hauptschulen
Schulbeginn
Am Mittwoch, den 26. Sept., von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 19 Uhr, finden die Nacheinschreibungen an folgenden Schulen statt:
Knabenhauptschule I, früher Müllerstraße, jetzt Leopoldstraße,
Knabenhauptschule II in der Leopoldstraße, Knabenhauptschule Pradl in der Pembaurstr., Knabenhauptschule Hötting im Kindergarten St. Nikolaus,
Mädchenhauptschule Wilten in der Michael=Gaismayr=Straße,
Mädchenhauptschule Pradl in der Pembaurstr., Mädchenhauptschule Hötting im Kindergarten St. Nikolaus.
Die Einschreibung für die 5. und 6. Knabenhauptschulklasse erfolgt für den ganzen Stadtbezirk in der Leopoldstraße, für die Mädchen in der Knabenhauptschule Pradl, Pembaurstraße. Knabenvolksschule Gilmstraße im Schulhaus, Knabenvolksschule Haspingerstraße im Schulhaus,
Knabenvolksschule St. Nikolaus in der Mädchenschule St. Nikolaus,
Knabenvolksschule Jahnstraße in der Gilmschule, Knabenvolksschule Leopoldstraße im Schulhaus Knabenvolksschule Pradl in der Mädchenhauptschule Pradl, Gabelsbergerstraße, Knabenvolksschule Hötting im Kindergarten St. Nikolaus,
Knabenvolksschule Mariahilf in der Mädchenschule St. Nikolaus,
Mädchenvolksschule Fischergasse in der Haspingerstraße,
Mädchenvolksschule Siebererstraße in der Gilmschule,
Mädchenvolksschule St. Nikolaus im Schulhaus, Mädchenvolksschule Pradl in der MädchenhauptschuleP radl, Gabelsbergerstraße, Mädchenvolksschule Hötting im Kindergarten St. Nikolaus,
Mädchenvolksschule Mariahilf in der Mädchenschule St. Nikolaus,
Hilfsschule in der Gilmschule,
Volksschule für Knaben und Mädchen in Mühlau im Schulhaus,
Volksschule für Knaben und Mädchen in Amras im Schulhaus,
Volksschule für Knaben und Mädchen in Igls im Schulhaus.
Es wird noch einmal eindringlichst darauf aufmerksam gemacht, daß heuer sämtliche Schüler und Schülerinnen aller Klassen der städtischen Volks= und Hauptschulen sich einschreiben lassen müssen. Der letzte Termin hierfür ist Mittwoch, der 26. September 1945. Wer diesen Termin versäumt, muß gewärtigen, daß sein Kind einer sprengelfremden Schule zugewiesen wird. Zur Einschreibung sind mitzubringen: das letzte Schulzeugnis, Geburtsschein, Heimatschein des Vaters und Impfschein.
Die Eröffnung der städtischen Volks= u. Hauptschulen kann wegen der mehr oder minder großen Aufräumungsarbeiten nicht gleichzeitig stattfinden.
Am Montag, 1. Okt., beginnt der Unterricht an folgenden Schulen:
Knabenhauptschule I, Leopoldstraße, früher Müllerstraße, 8 Uhr,
Knabenhauptschule II, Leopoldstraße, 8 Uhr, Knabenvolksschule, 1. bis 4. Klasse, Gilmstraße, 8 Uhr,
Knabenvolksschule, 7. und 8. Klasse, Gilmstraße, 14 Uhr,
Knabenvolksschule St. Nikolaus, Mädchenvolksschule St. Nikolaus, 8 Uhr,
Mädchenvolksschule St. Nikolaus, Schulhaus,
14 Uhr,
Hilfsschule, Gilmstraße, 14 Uhr, Volksschule Amras, Schulhaus, 8 Uhr, Volksschule Igls, Schulhaus, 8 Uhr.
Am Montag, 8. Okt., beginnt der Unterricht an folgenden Schulen:
Knabenhauptschule Pradl, Pembaurstr., 8 Uhr,
Mädchenhauptschule Pradl, Pembaurstr., 14 Uhr,
Mädchenhauptschule Wilten, Michael=GaismayrStraße, 8 Uhr,
Knabenvolksschule Pradl, Mädchenhauptschule. Gabelsbergerstraße, 8 Uhr,
Mädchenvolksschule Pradl, Mädchenhauptschule, Gabelsbergerstraße, 14 Uhr,
Knabenvolksschule Haspingerstraße, Schulhaus, 8 Uhr,
Mädchenvolksschule Fischergasse, Haspingerstraße, 14 Uhr,
Knabenvolksschule Leopoldstraße, Schulhaus,
8 Uhr,
Volksschule Mühlau, Schulhaus, 8 Uhr.
Vorderhand noch unbestimmt ist der Schulbeginn an folgenden Schulen:
Knabenhauptschule Hötting,
Mädchenhauptschule Hötting,
Knabenvolksschule Hötting,
Mädchenvolksschule Hötting,
Knabenvolksschule Jahnstraße, Mädchenvolksschule Siebererstraße,
Knaben= und Mädchenvolksschule Mariahilf.
Der Bürgermeister: Dr. Melzer.
Dr. Brunner Rektor der Aniversität Innsbruck
In der gestern abgehaltenen Sitzung der Dekane und Professoren der Universität wurde Professor Dr. Karl Brunner, der im Mai 1945 kommissarisch mit der Leitung der Universität betraut worden war, einstimmig zum Rektor für das Studienjahr 1945/1946 gewählt. Zum Prorektor wurde Professor Dr. Florian Schlagenhausen bestellt.
Studium für Mittelschulturnlehrer
Heranbildung von Lehrern in Spezialgebieten der Leibeskultur
Das Hochschulinstitut für Leibesübungen der Universität Innsbruck, das seinen Vorlesungsbetrieb am 24. September eröffnet, gibt folgendes bekannt:
Zur Heranbildung von Mittelschulturnlehrern werden alle Maturanten und Maturantinnen zugelassen, die sich zum Beruf eines Turnlehrers geeignet fühlen. Die Studiendauer beträgt 8 Semester und kann mit dem Lehramt auf der Philosophischen Fakultät der Universität abgeschlossen werden. Die weiteren Aufnahmebedingungen sind aus dem Vorlesungsverzeichnis, das die Universität herausgibt, zu ersehen.
Zur Heranbildung von Lehrern in Spezialgebieten der Leibeskultur können sich alle Personen, auch ohne höhere Schulbildung, melden, die zum Studium in Österreich von der Militärregierung zugelassen werden. Das Berufsziel dieser Schüler ist, daß sie Lehrer in einem Spezialgebiet der Leibeskultur, wie z. B. Schwimmen, Skifahren, Fechten, Rudern, Tennis, Leichtathletik, Eislaufen usw. werden können. Die Studiendauer beträgt 4 Semester (2 Jahre), wobei sie im ersten Jahr eine allgemeine Ausbildung in der Leibeskultur auf theoretischem und praktischem Gebiet mitmachen und im zweiten Jahr die Spezialausbildung erfahren. Der Kostenauf
wand wird nach der Berechnung für die Studierenden auf der Universität vorgenommen und beträgt pro Semester ungefähr 100.— Mark. Der Beginn ist zugleich mit der Ausbildung der Mittelschulturnlehrer am 24. September festgesetzt.
Die Vereine und Verbände der Leibeskultur werden gebeten, diese zweijährige Ausbildung auf dem Hochschulinstitut für Leibesübungen zu unterstützen und mit geeigneten Personen zu beschicken. Eine Förderung dieser Studierenden mit finanziellen und anderen Mitteln ist beabsichtigt und kann von den Vereinen auch weitgehendst für ihre Leute erfolgen. Diese Lehrer werden eine Lücke ausfüllen, die bisher bestanden hat und nur zum Teil durch Heranbildung von Turnwarten und Skilehrern in Kursen und ähnlichen kurzfristigen Lehrgängen überwunden werden konnte. Diese sollen in Vereinen und im freien Beruf in der Leibeskultur arbeiten und dem akademisch ausgebildeten Lehrer eine vollwertige Assistenzkraft auf praktischem sowie wissenschaftlichem Gebiete sein.
Meldungen für die Heranbildung zu Mittelschulturnlehrern sowie für die Lehrer in Spezialgebieten werden am Hochschulinstitut für Leibesübungen laufend entgegengenommen.
Rückgabe und Ankauf von Sportgeräten
Das Hochschulinstitut für Leibesübungen der Universität Innsbruck fordert alle Personen, die Sportgeräte und Ausrüstungsgegenstände bei der Plünderung im Hochschulinstitut im Laufe des Sommers in Verwahrung genommen haben, auf, diese zurückzustellen.
Alle Sportfreunde werden außerdem gebeten, ihre Wohnungen nach zur Zeit nichtbenützten Sportgeräten, wie Tennisschläger, Tennisbälle, Boxhandschuhe, Trainingszeug, Springschnüre, Speere, Kugeln, Ski= und Skistöcke, Bälle usw.
zur Ausbildung der Turnlehrer und Turnlehrer, nen sowie für den freiwilligen Übungsbetrieb sü Studierende und Altakademiker zur Verfügune zu stellen.
Die Gegenstände werden auch vom Hochschul institut, soweit sie nicht als Geschenk zur Der, fügung gestellt werden können, angekauft.
Das Hochschulinstitut hat durch die Plünderunz in diesem Sommer und durch die willkürliä, Entnahme der Sportgeräte von durchziehenden Truppenteilen fast ihr gesamtes Sportmatera eingebüßt. Der Zustrom von Studierenden un Altakademikern ist so groß, daß im Rahmen die ser Aktion die Bevölkerung zur Abgabe ## Sportgeräten aller Art an das Hochschulinstitz gebeten wird.
Annahmestelle oder Verständigung zum Abhola von Gegenständen im Hochschulinstitut für Leibes übungen, Innrain 52.
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Dipkomatie, Tresse und Tolitik
im Deitten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journalisten (2. Fortsetzung)
Die gesprächige OKW.=Zentrale
Hanfstaengl war zeitlich Hitlers längster Auslandpressechef. Während er sich auf die Partei stützte, war sein ehrgeiziger Nachfolger, Dr. Bömer, der dem Rosenbergkreis nahestand, im Propagandaministerium verankert. Zwangsweise stand er dadurch in Kampfstellung gegen das Auswärtige Amt, dessen Pressestelle einen immer stärkeren Einfluß auf die Auslandspresse in Berlin gewann. Bömer bevorzugte einseitig die amerikanischen Journalisten, nachdem er in Amerika Einblick in die groß= und freizügigen Arbeitsmethoden der Horvard= und Yaleuniversität erhalten hatte und im stillen auf eine Berufung dorthin hoffte.
Seine Hauptaufgabe war es, die Auslandspresse, die doch immer über Hitlers friedliche Politik berichten sollte, auf den Krieg vorzubereiten. Während des Polenfeldzuges und noch mehr während des Westfeldzuges versuchte die Propaganda des Dritten Reiches die ausländischen Journalisten, insbesondere die Amerikaner, als Zeugen für die „Wahrheit der deutschen Propaganda“ einzuspannen.
Bömer war gleichzeitig Oberleutnant in der Presseabteilung des OKW. und unterhielt zu dem riesigen Propaganda=Apparat der Wehrmacht die besten Beziehungen, die den ausländischen Korrespondenten bei der Berichterstattung oft sehr zugutekamen, aber Bömers Schicksal besiegelten. Dazu muß man wissen, daß selten mehr militärische
trale des deutschen Generalstabes. Die „Bendlerstraße in Berlin“ Sitz des OKW., war berüchtigt für ihre Geschwätzigkeit. Es hat in diesem Kriege nur eine militärische Aktion gegeben, die wirklich bis zum Startschuß geheim blieb: das Norwegen=Unternehmen der Kriegsmarine! Alle anderen Termine, ob Großfeldzüge oder kleinere Kommando=Unternehmungen, sind — meist durch leichtfertige und prahlerische Schwatzhaftigkeit — Tage und Wochen vorher verraten worden. So auch der Beginn des Ostfeldzuges am 22. Juni 1941, der, wie alle Entscheidungen Hitlers, aus der Stimmung, bzw. Verstimmung heraus beschlossen wurde.
Warum die England=Invasion ausblieb
Hitlers persönliche Verstimmung war in jenen Tagen nicht nur über Rußland groß; wollten sich doch die Engländer nicht lieben lassen. Deshalb beschloß der Führer, auch England zu besiegen, und es kam zu einer für den weiteren Verlauf des Krieges vielleicht mitentscheidenden Aussprache zwischen Hitler, Göring, Keitel und Admiral Saalwächter, dem damaligen „Admiral Frankreich“ in der sich die Oberbefehlshaber über den prozentualen Einsatz von Marine und Luftwaffe und der damit verbundenen übernahme der Verantwortung nicht einigen konnten. Von einem Augenblick zum anderen sagte Hitler die Vorbereitungen für das sogenannte „Unternehmen E“ — Invasion Englands — ab mit der offiziellen Begründung, daß er „keine 100.000 Mann für die Eroberung der Insel
von der See her opfern wolle“.
Hinsichtlich einer Besiegung Englands aus der Luft war man äußerst siegessicher. Frau Emmy Göring hatte auf einem Diplomatentee im Hotel Esplanada bei der Eröffnung der Ausstellung „Der schöngedekte Tisch“ freimütig erklärt, daß acht Tage gutes Wetter für die deutsche Luftwaffe
Geheimnisse verraten worden sind, als durch die Institution, die zur peinlichsten Geheimhaltung genügen würden, um England kapitulationsreif zu ihrer Arbeit verpflichtet gewesen wäre: der Zen=machen. Wie zuversichtlich das offizielle Deutsch
land damals war, beweist noch ein anderer Fall: an dem Tage, als die deutsche Presse die Meldung, daß „der Reichsmarschall persönlich von der Kanalküste aus den rollenden Einsatz der Luftwaffe gegen England befehligen würde“, auf der ersten Seite veröffentlichen mußte, unterschrieb Hitler die Ernennungsurkunde für einen SSFührer im Auswärtigen Amt zum Gouverneur von London!
Das „Unternehmen E“, für das eine Luftwaffen= und Kriegsberichter=Propagandakompanie der Wehrmacht mit allem Zubehör über zwei Jahre in Potsdam unter Gewehr „auf warten“ stand, diente nur noch Dr. Goebbels in gelegentlichen Zeitungsartikeln als Versuchsballon im „Nervenkrieg“ gegen England.
Matsuoka als
Die Monate verstrichen; England wurde nicht besiegt — trotz der Ausradierungsrede des Führers. Aber das deutsche Ostheer hatte seinen Aufmarsch fast vollendet als am 27. März 1941 der japanische Außenminister Matsuoka nach Berlin kam und auf der Fahrt von Malkinia, der deutsch=russischen Grenzstation, über Warschau, Posen nach Berlin die gewaltigen Vorbereitungen der deutschen Kriegsmaschinerie im Osten persönlich beobachten konnte — und sollte.
Am 16. Juni 1941 fand im „Haus der Deutschen Presse“ zu Berlin, seit Beginn des Krieges gleichzeitig Offizierskasino des OKW., ein Essen für die Auslandspresse statt. Man war sehr ausgelassen; denn seit der Beendigung des Westfeldzuges hatte das offizielle Berlin den Sieg bereits in der Tasche. Alle Behörden, insbesondere aber die Militärs, ruhten seit den Sommertagen 1940 hörbar auf ihren vermeintlichen Lorbeeren aus.
Hitlers zweiter Ausland=Pressechef hatte an diesem Abend von einem Offizier des OKW Gewißheit über den Ostfeldzug erhalten.
Sie lesen in der nächsten Fortsetzung:
Der Stammtischkrieg der Wilhelmstraße
Prof. Dr. Ebers
Zu seinem 65. Geburtstag
Am 22. September vollendet der Prodekan du juridischen Fakultät der Universität Innsbruc, Professor Dr. Godehard Josef Ebers, in Jgh das 65. Lebensjahr. In Salzwedel geboren, hab litierte sich Professor Ebers 1908 in Breslau. 19) kam, er als außerordentlicher Professor nach Mün ster und von dort 1919 als Ordinarius an di wiedereröffnete Universität Köln. Dort war n bis 1935 als der anerkannteste Staatskirchenrecht ler Deutschlands tätig. Er veröffentlichte ei grundlegendes Werk über „Die katholische Staatlehre und volksdeutsche Politik“ und über „Staa und Kirche im neuen Deutschland“. 1932 außer halb des akademischen Turnus von seinen Kolle gen zum Rektor der Universität Köln berufen wurde er 1933 nach der „Machtübernahme“ de Nazismus als erster Rektor
in Deutschland zun Rücktritt gezwungen und 1935 wegen „politischn Unzuverlässigkeit“ von seinem Lehrstuhl überhau entfernt. Kurz vorher war Professor Eber¬ h Genehmigung zu einer Reise nach Rom, von auf dem Internationalen Juristenkongreß vo12. bis 17. November 1934 über „Leo XIII. un das moderne Staatsrecht“ sprechen sollte, der weigert worden.
In Anerkennung seiner bedeutsamen wissen schaftlichen Leistungen wurde Professor Eben 1935 auch zum Ehrenkämmerer vom Hut und Degen Seiner Heiligkeit des Papstes Pius I ernannt.
Es bedeutete einen großen Gewinn für unsi Universität, als Professor Ebers sich 1936 end schloß, einem Ruf nach Innsbruck zu folgen und dort die Lehrkanzel für Kirchenrecht zu über nehmen.
Hier war seine Wirksamkeit zunächst nur kun Der Einmarsch der Nazi 1938 war für Professe Ebers der Beginn einer Reihe schwerer Jahn Sofort 1938 für sechs Wochen in Haft genommen wurde nach „bewährter“ Methode versucht, ih wirtschaftlich zu vernichten, ohne daß Professe Ebers irgendwelche konkreten Beschuldigungen vorgehalten werden konnten. Auch 1942/43 macht Professor Ebers nochmals die Bekanntschaft mi Nazigefängnissen.
Trotz aller Drangsalierungen ruhte aber auch in dieser Zeit die wissenschaftliche Arbeit nicht Priesterseminar der Apostolischen Administratn ebenso als Notar am bischöflichen Gericht fand Professor Ebers eine neue Wirkungsstätte.
Das Wiedererstehen eines freien österreich ha nun auch diesem hervorragenden Gelehrten wio der die Möglichkeit einer weithin sichtbaren Wird samkeit gegeben. Sofort nach dem 3. Mai 195 wieder ins Amt gesetzt, wird er mit der eröffnung der Innsbrucker Universität die gerad heute so ungemein wichtigen Fächer des Staats rechts und Kirchenrechts vertreten, nachdem # bereits in Alpbach einen grundlegenden Vorte gehalten hat.
Landeshaux m“ Septe
Gemüse:
Salat
Endiviensalat.. Kochsalat ......
Mangold
Spinat
Rhabarber Karotten Kohlrabi.... Gurken
Kohl
Blaukraut Petersilie, geb. 5 Petersiliengrün Dillkraut, geb, 10
Schnittlauch, mind Suppen= und grün, je Bund Zwiebel, MindestDurchmaß 5 chn
Rettich
Rote Rüben Weißkraut, geputz Grüne Bohnen Gelbe Bohnen.
Cellerie
Tomaten
Kürbis
Schwämme:
Pfifferlinge
herrenpilze, Größ (hmm Tellerdu herrenpilze, Größ 75mm Tellerd##
Obst:
Heidelbeeren
üpfel
Kochäpfel
Birnen
Zwetschken
Pflaumen
Preiselbeeren Es ist verboten wicht zu verkauspreise sind Höchstder besten Qualitä entsprechend billi B=Ware um 20 %
Notruf an de 61 61,
Roswitha Bis
Handelsakademie Innsbruck
Schulbeginn an Handelsakademie und kaufn Wirtschaftsschule: Montag, 1. Oktober, 8 Uhr frü Alle Schüler(innen) versammeln sich in ihr Klassen.
Kaufm. Abiturientenkurs 1945/46 für Absol venten der Mittelschulen, Lehrerbildungsanstalten und Gewerbeschulen: Einschreibungen ab 24. September jeden Tag von 10 bis 11 Uhr. Beizubrin gen: Reifezeugnis, Geburtsurkunde, Heimatschein Unterrichtsbeginn: Montag, 8. Oktober, 8 Uhr früh
Meldung der Südtiroler
Alle in Tirol lebenden Südtiroler, welche sich noch nicht gemeldet haben, sollen dies in ihrem eigenen Interesse ehestens bei der Südtirolek Landesstelle in Innsbruck, Maria=Theresien=Straße Nr. 36, Stöcklgebäude, oder bei den Bezirks= und Vertrauensstellen des Landes nachholen.
Achtung! Südtiroler!
Auf vielseitigen Wunsch wird die Veranstaltung für bedürftige Südtiroler heute im Volksspielhaus der Tiroler Heimatbühne, Hötting. Schneeburggasse 31, wiederholt. Der Abend wird im Rahmen der Österreichischen Volkspartei. Stadtparteileitung, durchgeführt. Zur Aufführung gelangt: „Die sich wiederfinden“ von Sepp Heimfelsen. — Herr Parteisekretär Baumann spricht über das Thema: „Wir helfen Südtirol“
Die Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei der Stadtparteileitung der 8. V. P., Museumstraße 12, sowie im Gasthof „Goldener Bär“ (Volksspielhaus der Tiroler Heimatbühne, Hötting, Schneeburggasse 31) erhältlich.