Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:9

- S.47

Suchen und Blättern in knapp 900 Ausgaben und 25.000 Seiten.





vorhergehende ||| nächste Seite im Heft

Zur letzten Suche
Dieser Monat – 1945_09_TT
Ausgaben dieses Jahres – 1945
Gesamter Text dieser Seite:
mber
1945
Samstag, 22. September 1945
Tiroler Tageszeitung
I
Verfügung
ekauft.
Plünderung
Urchziehenden
Sportmaterial
Nahmen dieAbgabe von
chschulinstitut
zum Abholen
#r für Leibes
9
Prodekan #t Innsbruck, ers, in Igls geboren, habiBreslau. 1910 nach Müngarius an die Dort war er
#tskirchenrecht
ffentlichte ein olische Staatsad über „Staat 1932 außerseinen KolleKöln berufen, vernahme“ des #utschland zum gen „politischer tuhl überhaupt sor Ebers die Rom, wo er nkongreß vom „Leo XIII. und en sollte, ver
samen wissenrofessor Ebers vom Hut und pstes Pius XI
inn für unsere sich 1936 entzu folgen und recht zu über
rächst nur kurz. r für Professor schwerer Jahre Saft genommen, e versucht, ihn daß Professor Beschuldigungen 1942/43 machte kanntschaft mit
cte aber auch in rheit nicht. Am
Administratur,
n Gericht fand
öffentliche Steuermahnung
die Steuerpflichtigen werden aufmerksam geracht, daß spätestens am 10. September 1945 zu ntrichten sind: die im August 1945 einbehaltene bhnsteuer, wenn die im Kalenderjahr 1944 einkhaltene Lohnsteuer monatlich durchschnittlich nehr als 100.— RM betragen hat, die Vorausjchlungen auf die Umsatzsteuer für die Umsätze des Monats August 1945, die vierteljährlichen sorauszahlungen auf die Einkommensteuer und körperschaftssteuer. Bis spätestens am 20. Sepsember 1945 ist weiters die Häifte des voraussichtlichen Gewinnabführungsbetrages für 1944
vorauszuzahlen.
Außerdem sind die in den Steuerbescheiden angeforderten Beträge bis zum jeweiligen Fälligkeitstag zu entrichten. Zahlungssäumnis hat die Erhebung eines Säumniszuschlages von 5 v. H. der Rückstände zur Folge.
Die Finanzämter Innsbruck, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Reutte und Schwaz.
Marktpreise
die Landeshauptmannschaft Tirol setzt für die heit vom“ September bis auf weiteres für Tirol nachstehende Erzeuger= und Verbraucherhöchstpreise für einheimisches Gemüse und Obst fest:
Höchstpreise
in Reichspfennig für:
Erzeuger Verbraucher
Gemüse:
Salat
Endiviensalat ........
kochsalat
Nangold
Epinat
shabarber
Karotten
kohlrabi
Gürken
kohl
Blaukraut
setersilie, geb. 5 St., neu
Letersiliengrün
Lillkraut, geb, 100 gr.
Porree
Schnittlauch, mind. 10 gr. Suppen= und Petersiliengrün, je Bund zu 50 gr Zwiebel, Mindest
Durchmaß 5 cm, je St.
Rettich
Rote Rüben
Peißkraut, geputzt ......
Grüne Bohnen
Gelbe Bohnen
Cellerie
kübis
Schhämme:
Pffferlinge
herrenpilze, Größe bis sômm Tellerdurchmaß herrenpilze, Größe über
öbst:
Gieelbeeren
#kg
35
48
ekg
30
40
ekg
30
40
ekg
16
24
ekg
40
52
ekg
50
66
ekg
25
34
ekg
20
26
ekg
40
52
ekg
16
22
ekg
25
34
4
6
je kg
20
27
5
7
je kg
40
54
3
5
3
5
5
7
je kg
20
27
ekg
15
20
ekg
10
13
je kg
50
66
je kg
60
80
ekg
40
52
ekg
60
80
ekg
10
14
je kg
125
je kg
200
je kg
160
je kg
80
125
je kg
30—50
80
je kg
20 —
28
je kg
30—50
68
50
68
50
68
130
180
ar Rankt
und Land
Eröffnung französischer Militärgerichte
Die feierliche Eröffnung der Militärgerichte (Tribunaux Sommaire et Intermediaire) findet am 25. September um 3 Uhr nachmittags im großen Sitzungssaal des Landhauses statt. Das Publikum hat, soweit zur Verfügung steht, Zutritt.
Diebstähle und Einbrüche
Während einer Straßenbahnfahrt in Innsbruck wurde einer Malerin aus Igls eine Handtasche mit 400 Mark und einem goldenen Ring gezogen. — Am Innsbrucker Westbahnhof wurden aus einem abgestellten Güterwagen Windelmull und Rohköper im Werte von über 1400 Mark gestohlen. — In Volderwald drangen Unbekannte in ein Bauernhaus ein und nahmen mehrere Kleidungsstücke, eine silberne Uhr samt Kette und Lebensmittel mit. — Das Wohngebäude der Ziegelei in Inzing wurde von mehreren Fremdarbeitern regelrecht ausgeplündert. Eine Menge
Kleidungsstücke, Wäsche, Schuhe und Bargeld sowie Sparkassenbücher wurden gestohlen.
Forderungen gegen das Deutsche Reich
Der Landesfinanzreferent teilt mit: Die Anmeldefrist für Forderungen und Schulden gegen Ausländer, Reichsdeutsche und das Deutsche Reich selbst wird bis auf weiteres verlängert. Insbesondere wird darauf hingewiesen, daß Leistungen für Stollenbauten und ähnliche Einrichtungen, die vom Magistrat der Stadt Innsbruck auf Weisung des Reichsverteidigungskommissars oder des Reichsluftfahrtministeriums in Auftrag gegeben worden sind, nicht Forderungen gegen den Magistrat begründen, sondern nach wie vor Forderungen gegen den ehemaligen Reichsverteidigungskommissar bzw, das ehemalige Reichsluftfahrtministerium und damit gegen das Deutsche Reich sind. Diese müssen deshalb bei der Reichsbank wie alle übrigen Auslandsforderungen angemeldet werden.
Wichtige Fragen der Arbeitnehmer
reich hat
Birnen
Zwetschken
Pflaumen
Freiselbeeren
Es ist verboten, gewässertes Gemüse nach Gewicht zu verkaufen. Die vorstehenden Erzeugerpreise sind Höchstpreise und gelten nur für Ware der besten Qualität (A=Ware). Mindere Ware muß entsprechend billiger verkauft werden, und zwar B=Ware um 20 %, C=Ware um 50 %.
Notruf an das überfallskommando der Polizei: 61 61, Klappe 51.
Das Arlaubsrecht für Arbeiter und Angestellte aus dem Fahre 1944
Die Anordnung über die Einführung einer vorläufigen Urlaubssperre vom 11. August 1944 wurde im Reichsarbeitsblatt vom 10. September 1944, die Durchführungsanordnung hierzu vom 2. September 1944 im Reichsarbeitsblatt vom 25. September 1944 veröffentlicht. Dadurch hatte jeder Unternehmer und Betriebsleiter unter Beachtung der Anordnung über den Urlaub vom 2. Mai 1944 die Pflicht, die Urlaubseinteilung in seinem Betrieb so zu treffen, daß der Urlaub in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September 1944 gewährt werden konnte.
Es häufen sich nun die Klagen von Arbeitern und Angestellten, daß Unternehmer, gestützt auf die Anordnung über die Einführung einer vorläufigen Urlaubssperre, Arbeitern und Angestellten den ihnen zukommenden Urlaub nicht gewährten. Dies hatte zur Folge, daß jene Arbeiter und Angestellten, die in der vorgeschriebenen Zeit den Urlaub erhielten, bevorzugt jenen gegenüber waren, denen der Urlaub infolge der Sperre nach dem 30. September 1944 nicht mehr gewährt wurde. Der Unternehmer war jedoch infolge der Anordnung über den Urlaub in der privaten Wirtschaft vom 3. Mai 1944, Reichsarbeitsblatt Nr. 14/15/1944, § 6, verpflichtet, bis zur Höchstdauer von drei Wochen (18 Arbeitstagen) den nichtgewährten Urlaub abzugelten. Dort, wo die Urlaubsabgeltung nicht
erfolgte und der Urlaub in dem vorgeschriebenen Zeitpunkt eines Urlaubsjahres nicht gewährt wurde, ist der Unternehmer oder Betriebsleiter verpflichtet, den Urlaub im Jahre 1945 entweder durch Freizeit nachträglich zu gewähren oder in dem dem Arbeiter oder Angestellten zukommenden Ausmaß nach Gesetz oder Tarifordnung abzugelten.
Besagt schon die Anordnung selbst, daß es sich um eine vorläufige Urlaubssperre handelt, so er
scheint es rechtlich vertretbar und ist es selbstverständlich, daß bei Ende des Krieges am 7. Mai 1945 diese Anordnung automatisch als kriegsbedingt aufgehoben ist.
Um eine endgültige Klarstellung in der Urlaubsfrage herbeizuführen, hat die Landesregierung in ihrer Sitzung am 11. Juli 1945 beschlossen, die gesetzlichen Bestimmungen über die Urlaubssperre aufzuheben und zu verfügen, daß der Urlaub nach den gesetzlichen oder tariflichen Bestimmungen zu gewähren ist. Seit dieser Zeit gelten die gesetzlichen oder tarifordnungsmäßigen Urlaube, ferner die günstigeren Bestimmungen in den Betriebsordnungen und den Dienstpragmatiken sowie der Zusatzurlaub für Kriegs= und Schwerbeschädigte im Ausmaß von drei Tagen und der Zusatzurlauh für die Stammarbeiter nach der Reichstarifordnung für das Baugewerbe, wonach Stammarbeiter nach mindestens viermonatiger Tätigkeit im Kalenderjahr Anspruch auf drei Arbeitstage, nach
zehnjähriger Tätigkeit auf mindestens sechs Arbeitstage im Kalenderjahr haben.
*
An alle Arbeiter und Angestellten, die Lohnguthaben im Deutschen Reich nachweisen können.
Viele Arbeiter und Angestellte haben sich beim Bund der freien Gewerkschaften (Österr. Gewerkschaftsbund) gemeldet und mitgeteilt, daß sie bei Firmen im Deutschen Reich Lohnguthaben nachweisen können.
Diese Arbeiter und Angestellten, die in der Lage sind, einwandfrei solche Lohnguthaben nachweisen zu können, besonders durch genaue Angabe der Firma und in welcher Höhe sich die einzelnen Lohnrückstände belaufen, mögen sich beim Bund der freien Gewerkschaften (Österr. Gewerkschaftsbund), Landesexekutive Tirol, Innsbruck, Maximilianstraße 7, 1. Stock, Zimmer 15, mit der entsprechenden schriftlichen Begründung melden.
Mai 1945 Wiedere gerade Staatschdem
Vortrag
Roswitha Bitterlich
Ist es bekannt, daß in Innsbruck eine Künstle
1 rin lebt, eine genial begabte Malerin, deren Schafsen eingeweihten Kreisen zwar weit über den kahmen ihrer Heimat Österreich hinaus bekannt ist, die aus Bescheidenheit und Zurückhaltung sich ober dem breiten Publikum vorenthielt? Der Besuch bei ihr war ein Erlebnis ganz besonderer Art, im Besuch einer Ausstellung vergleichbar, nur iel tiefer und umfassender durch die Zwiesprache it der Künstlerin selber. In der vollen Schaffenskaft ihrer 25 Jahre stand Roswitha Bitterlich an dr Staffelei, an ihrem neuesten Werke arbeitend: ein Kind, das eine Schlüsselblume hinein in die sacht trägt, gläubig einem in der Dunkelheit sich verlierenden Wege folgend, Symbol für den nie eschütterten Glauben an die Zukunft, zu dem die Jugend den Schlüssel besitzt.
Es ist Symbolik, tiefste Durchdringung mit Gedankengut und eine urwüchsige Ausdruckskraft, die Roswitha Bitterlichs Schaffen charakterisieren. Sie, die erst spät Spezialunterricht im Zeichnen und Malen genossen hat, zeigt bereits im Alter von 5 Jahren Möglichkeiten der schöpferischen Gestaltungskraft, die ganz erstaunlich sind. Im Alter von 12 Jahren konnte sie bereits eine Ausstellung ihrer Werke veranstalten und dann folgt eine unabsehbare Reihe von Blättern, Skizzen und Bildern von einer Eigenständigkeit, die restlose. Bewunderung verursacht. Nach der Reifeprüfung verbrachte sie ein halbes Jahr in Rom und als sie dann an die Akademie kam, gab es kaum etwas k hinzuzulernen, so sehr beherrschte sie bereits jedes # Naterial. Im Gegenteil, ihre eigenwillige
Persönf lichkeit" wurde in ihren charakteristischen Zügen noch ausgeprägter und verinnerlicht in der Berührung mit anders gearteten Studienkollegen. Ihrer Artung gemäß zog sie sich aber bald wie in ein Schneckenhaus zurück. Hauptgrund dafür war die unter dem nationalsozialistischen Regime herrschende Kunstdiktatur, der sich die so ausgespro
chene Persönlichkeit unserer Künstlerin nie unterordnen konnte: Schaffen nach Befehl, das konnte sie nicht und so kam es, daß sie in diesen Jahren nicht mehr ausstellte (sie beteiligte sich nie an den Ausstellungen im „Hause der deutschen Kunst“ in München) und im Stillen an sich weiterarbeitete. Jetzt, befreit von den Fesseln einer vorgeschriebenen Kunstrichtung, atmet ihr ganzes Schaffen neues Leben.
„Was mich interessiert? Die brennendsten Fragen unserer Zeit und alle menschlichen Probleme in ihrer geistigen Ausprägung. Vorbilder? Ich schaffe, wie ich es so in mir fühle. Der Gedanke ist zuerst da, flammt in mir auf, unbewußt geht er in etwas Seelisches über, ein anfangs noch ungestaltetes Gefühl, bis dann plötzlich sich die Form mir aufdrängt. Ich muß nun schaffen und dann fliegt der Stift, der Pinsel über die Fläche und was ich jetzt deutlich vor meinem geistigen Auge sehe, muß im Nu in rohen Umrissen gestaltet werden. Dann wieder beruhigt sich der Sturm in mir, der mein ganzes Ich durchtobt hat und ich kann ruhig, in mich versunken, arbeiten, denn ich weiß ganz sicher, daß das, was ich gefühlt, die richtige äußere Form bekommen wird.“
Viele Werke Roswitha Bitterlichs verraten eine tiefe Religiosität, wie „Die 7 Todsünden“, „Descensus“ oder ihr Lieblingsbild, eine Madonna. Nach dem „Anschluß“ forderte man sie auf, zeitgemäße Themen zu wählen. Da schuf sie („die brennendsten Fragen unserer Zeit!“) die „Vier apokalyptischen Reiter“ vier Blätter von eindrucksvoller Wucht und schauerlicher Vorahnung Auch in ihren anderen Werken überwiegt das Geistige und Gedankenschwere: das große Gemälde. „Der Zug der Blinden“, die Zeichnung „Fanatismus“ oder die Reihe „Die Planeten“, „Der Uhrenverkäufer“, der eine ausgelassene Gesellschaft an die stets drohende Stunde des Todes mahnt, oder „Die Mühle des Todes“, in den letzten Kriegsmonaten entstanden. Immer ist es eine Vielfalt der Mittel, eine
unübertreffliche Tiefe der
Inspiration, eine Neuheit der Auffassung, die dieser ganz außergewöhnlich begabten Natur entspringt. Die Natur sagt ihr von sich aus nichts, nur wenn sie Ausdruck eines bestimmten Gedankens ist; jeder Impressionismus ist ihr fremd, zu passiv und leer. Der Kult der Form an sich sagt ihr nicht zu, Form ist ihr nur Gehäuse, Farbe nur Ausdruck ihres Schauens. Unter den großen Malern bevorzugt sie Fra Angelico, die Musik Bachs liebt sie besonders, und ihre graphischen Arbeiten, wie z. B. die Bilderreihe Till Eulenspiegel, zeigen manche Anklänge an Dürers Stiche. Da ihr aber ein gewisser Sinn für Humor und Karrikatur nicht ermangelt, wird der ungeheuer ernste Grundcharakter ihrer Welt oft aufgelockert, so daß das Tragische durch einen Anflug burlesker Komik erst richtig
vermenschlicht erscheint.
Roswitha Bitterlich ist der großen Welt nicht unbekannt. Ausstellungen in London, Amsterdam, Wien, Kopenhagen (einige Hunderte Bilder in mehreren Sälen) und eine Fülle von Würdigungen in der Presse aller europäischen Länder zeigen, daß gerade das Ausland regstes Interesse an dieser österreichischen Künstlerin hatte. Der Krieg hat alles jäh unterbrochen. Jetzt, kaum aus fremden Fesseln befreit, treten neue Hemmnisse auf: das Atelier ging durch Bombenschaden verloren, es fehlt an dem primitivsten Arbeitsgerät, keine Leinwand, keine Rahmen, wenig Farben.
Die wenigen Räume der Wohnung ihrer Eltern gleichen einem Museum: Gemälde reifsten Gedankenausdruckes blicken von den Wänden herab und inmitten dieser Welt lebt und schafft Roswitha Bitterlich in unberührter Einfachheit. Ihre Augen und ihre Stirne sind der Ausdruck ihres Wesens: alles ist nach ingen reflektiert, alles vergeistigt, sie strahlen in. einem tiefdunklen, unergründlichen Blau, geschützt von der sich hochwölbenden reinen Stirne, die die ungeheueren Weiten ihrer geistigen Welt ahnen läßt.
Ihre Pläne für die Zukunft? Nach der bevorstehenden Hochzeit immer weiter schaffen zu kön
Nr. 79 Seite 3
Berufsberatung und Arbeitseinsatz von Kriegsversehrten
Amtlich wird mitgeteilt:
Das Landesarbeitsamt hat, wie bereits bekanntgegeben, zur planmäßigen Durchführung der Berufsberatung und des Arbeitseinsatzes von Kriegsbeschädigten beim Landesinvalidenamt für Tirol in Innsbruck, Herzog=Friedrich=Straße 3, 2. Stock, Tür 19, eine eigene Dienststelle eingerichtet. — Sprechstunden jeden Montag, Dienstag und Mittwoch Vormittag von 8 bis 12 Uhr. Außerdem werden gemeinsam mit dem Landesinvalidenamt von dieser Dienststelle aus monatlich einmal Sprechtage an allen Arbeitsämtern Tirols abgehalten, und zwar:
In Schwaz jeden ersten Donnerstag im Monat, für Oktober am 4. 10.
In Kitzbühel jeden ersten Freitag im Monat, für Oktober am 5. 10.
In Kufstein jeden zweiten Freitag im Monat, für Oktober am 12. 10.
In Landeck jeden dritten Freitag im Monat, für Oktober am 19. 10.
In Imst jeden vierten Freitag im Monat, für Oktober am 26. 10.
Für Reutte kann derzeit wegen Verkehrsschwierigkeiten noch kein bestimmter Sprechtag festgesetzt werden. Er wird fallweise bekanntgegeben.
Alle Kriegsbeschädigten dieses Weltkrieges, die österreichische Staatsbürger sind, in Tirol ihren ständigen Wohnsitz haben und eine ihrer Körperbehinderung Rechnung tragende Beschäftigung suchen, mögen sich umgehend bei der vorgenannten Dienststelle oder bei ihrem zuständigen Arbeitsamt melden. Die Anmeldung soll zunächst schriftlich erfolgen und folgende Angaben enthalten: Name, Geburtsdatum, Wohnort, Art der Versehrtheit, erlernter Beruf, zuletzt ausgeübte Tätigkeit und Berufswunsch.
Die Vorladung zu einer Berufsberatung wird zu gegebener Zeit erfolgen. Wer diese Anmeldung unterläßt, läuft Gefahr, bei der Zuweisung von Arbeitsplätzen und Versorgungsstellen nicht mehr hinreichend berücksichtigt werden zu können.
Alle Betriebe, gleichgültig welchem Wirtschaftszweig sie angehören, werden aufgefordert, an der Wiedereingliederung unserer Kriegsbeschädigten in das Wirtschaftsleben Tirols mitzuwirken. Beschäftigungsmöglichkeiten aller Art mögen unter Angabe der hierfür noch zulässigen Körperbehinderung der vorhin erwähnten Dienststelle unmittelbar oder dem zuständigen Arbeitsamt zur Weitergabe an die Kriegsbeschädigtenberatungsstelle gemeldet werden.
Flüchtlinge aus Wiener Neustadt und Umgebung,
die sich zur Heimfahrt beim Transport bei Nowotny Otto, Innsbruck, Museumstraße Nr. 21, gemeldet haben, werden aufgefordert, sich für die Heimfahrt für Freitag, den 28. September 1945, bereitzuhalten. Genaue Abfahrtszeiten werden durch Rundfunk verlautbart werden. Es betrifft die Gruppen: Thüringen, St. Gallenkirchen, Wörgl, Sankt Johann, Leutasch, Innsbruck und Umgebung. Es besteht die Möglichkeit, einzelne Personen, die Passierscheine besitzen, mitzunehmen. Der Magistrat Wiener Neustadt, Abt. 2, ersucht Fräulein Bilard Hedwig und Flor Rosa, sich ebenfalls mit diesem Transport nach Wiener Neustadt begeben zu wollen.
nen, alles was die Zeit und sie selber bewegt, hinausrufen zu können in einer nur ihr eigenen Sprache: „Das Wort, gesprochen und gedruckt, hat in dieser letzten Zeit so sehr an Wert verloren, daß nur das Bild dem getäuschten Menschen in seiner Unmittelbarkeit noch etwas sagen kann. Und hier liegt meine Aufgabe: die Kunst, meine Kunst, kann nicht lügen, sie ist echtes Menschentum, echte Sprache von Herz zu Herz, und sie muß und wird verstanden werden.“ H.
Österreschtsehrs Institut für Kultur und Wissenschaft
Adaptierung der Räume des Kulturinstitutes
Das Österr. Institut für Kultur und Wissenschaft in der Hofburg hat seit seiner Gründung bereits zweimal seinen Standort aufgegeben und sich — bisher allerdings immer noch im Rahmen der Hofburg — eine neue Unterkunft suchen müssen. Der Zustand der Lokale, besonders der gegenwärtigen, stand und steht in keiner Form im Einklang mit den Erwartungen, die man ganz selbstverständlicherweise mit einer solchen kulturellen Institution verknüpft. Nun ist es inzwischen doch soweit, daß die Renovierung der Räume in Angriff genommen werden kann. Die Arbeiten beginnen kommenden Montag und dauern voraussichtlich eine Woche. Während dieser Zeit findet am Institut keinerlei Parteienverkehr statt. Alle festgesetzten Veranstaltungen werden jedoch programmgemäß
fortgesetzt. Die Wiedereröffnung der Büros wird zeitgerecht verlautbart.
Macht Gebrauch vom Fahrkartenvorverkauf im Tiroler Landesreisebüro!