Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:9
- S.58
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Seite 2 Nr. 83
Tiroler Tageszeitung
Aus Stadt und Zand
Ausgabe von neuen Fahrgenehmigungen für
Kraftfahrzeuge
Am 15. Oktober 1945 verlieren die bis zu diesem Tage für zivile Kraftfahrzeuge in den Ländern Tirol und Vorarlberg ausgegebenen Verkehrszulassungen ihre Gültigkeit.
Neue Zulassungen werden in Kraft gesetzt, und zwar a) Dauerzulassungen, b) zeitlich beschränkte Zulassungen.
Die Dauerzulassungen müssen nach 3 oder 6 Monaten erneuert werden, je nachdem es sich um einen Personen= oder Lastkraftwagen handelt.
Die zeitlich beschränkten Zulassungen werden erlauben: einerseits, den Benützern von Personenkraftwagen, die keine Dauerzulassung erhalten können, die Möglichkeit zu geben, bestimmte, berechtigte Fahrten in festgesetzten Zeitabschnitten durchzuführen und werden nur an bestimmten Wochentagen (höchstens drei) oder während einer bestimmten Zeitdauer von höchstens 8 Tagen im Monat gültig sein,
anderseits werden sie das überschreiten der französischen Besatzungszone in Österreich für solche Benützer von Personen= oder Lastkraftwagen ermöglichen, die den in Kraft stehenden, das überschreiten der Grenzen betreffenden Vorschriften Genüge leisten.
Die Benützer von Kraftfahrzeugen, welche die Ausstellung einer der beiden Fahrgenehmigungen wünschen, haben die nötigen Antragscheine bei der zuständigen Bezirksfahrbereitschaft zu beheben, wo sie auch alle Auskünfte erhalten.
Ausgabe von Trockenei
Für die in der 6. Zuteilungsperiode (15. Oktober bis 11. November) vorgesehene Zuteilung von 1 Paket Trockenei ist eine Vorbestellung notwendig. Die Inhaber von Eierkarten haben sich deshalb bis einschließlich 4. Oktober den Anmeldeabschnitt F der Eierkarte 1944/45 vom Kleinverteiler abtrennen zu lassen. Die Anmeldung wird vom Kleinverteiler durch Aufdruck des Firmenstempels auf dem dafür vorgesehenen Raum bestätigt.
Bis zum 10. Oktober haben die Kleinverteiler die eingenommenen Anmeldeabschnitte dem Landesernährungsamt, Abteilung A. Innsbruck, Marktgraben 2, 2. Stock, Zimmer 66, aufgeklebt und abgerechnet vorzulegen. Die Ausgabe von Trockenei erfolgt auf besonderen Aufruf.
Schafhalter, tut eure Pflicht!
Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Ablieferungspflicht für Schafwolle weiterhin besteht. Es gelten hiefür die alten Bestimmungen. Jeder Schafhalter muß danach die vorgeschriebene Wollmenge in den amtlichen Wollannahmestellen abliefern. Ein Umtausch gegen Strickgarn und Loden darf erst dann durchgeführt werden, wenn die Stellwolle abgeliefert wurde. Ablieferung und Umtausch werden in die Schafhalterkarte eingetragen. Die Wolle ist bewirtschaftet, und jeder private Verkauf und Umtausch aus diesem Grunde verboten.
Fahrradkontrollen
Von der Polizei in Innsbruck werden stichprobenweise Kontrollen der Fahrräder durchgeführt. Schon am ersten Tage wurden 32 Personen angezeigt und acht Fahrräder beschlagnahmt.
Die neue Gaichtpaßstraße wieder passierbar
Beim Einmarsch der Alliierten wurde die große Brücke an der vom Lechtal ins Tannheimer Tal führenden Gaichtpaßstraße von SS=Männern sinnlos gesprengt. Die mit großem Kostenaufwand erstellte Brücke, die sich prächtig in das Landschaftsbild einfügte, steht jedem in Erinnerung, der sie einmal passiert hat. Seit der Sprengung mußte die alte Gaichtpaßstraße, nachdem sie wieder einigermaßen instandgesetzt worden war, dem Verkehr dienen. Nun sind die Arbeiten an der neuen Straße soweit gediehen, daß sie wieder benützt werden kann. Die Brücke wurde nicht mehr gebaut. Nun führt die Straße unmittelbar am Berg dahin. Dazu bedurfte es umfangreicher Sprengungen. Von der alten Brücke steht nur mehr ein kümmerlicher Rest. Die Bevölkerung hatte die
Wahnsinnstat der SS zu verhindern gesucht. Die SS=Kräfte waren jedoch so stark, daß es nicht gelang, ihr verbrecherisches Vorhaben zu vereiteln. (LHK.)
Der Wiederaufbau in der Gemeinde Grän
Die Gemeinde Grän im Tannheimer Tal ist beim Einmarsch der Alliierten durch den Wahnwitz des Nazi=Ortsgruppenleiters überaus schwer zu Schaden gekommen. Es gab mehrere Tote. Von den 46 Häusern des Dorfes wurden 14 zerstört. 54 Stück Vieh sind umgekommen. Unter Leitung des Bürgermeisters Hans Wötzer wurde der Wiederaufbau unverzüglich tatkräftig in Angriff genommen. Bald wird die Sennerei fertig sein. Darin wird vorläufig auch die Schule untergebracht, bis ein neues Schulhaus gebaut ist. Weiter wird an einem Wohngebäude sowie an drei Stallungen gearbeitet. Eine große Hilfe stellt die im Tal seit jeher übliche Kommunalversicherung dar. 700 Tagschichten wurden bisher geleistet. Leider bereitet der Mangel an wichtigen Rohstoffen, wie Kalk und
Glas, große Schwierigkeiten, so daß die Aufbauarbeiten dadurch stark behindert sind. (LH K.)
Kellereinbrüche auf der Tagesordnung
In Innsbruck haben sich in den letzten Tagen die Kellereinbrüche gehäuft: Aus einem Kellermagazin am Innrain wurden Lebensmittel und Rauchwaren entwendet; aus einem Keller Anichstraße 2 Kleider, Schuhe, Lebensmittel im Werte von 3500 Mark; aus einem Keller am Innrain 10 Lebensmittel im Werte von 100 Mark; aus einem Keller in der Templstraße 14 Lebensmittel; ein großer Einbruch wurde in der Herzog=Otto=Straße in das Verkaufslokal der Tiroler Verbrauchergenossenschaft verübt und Waren im Werte von über 20.000 Mark mit einem Auto weggeführt.
Wohnungseinschleicher entwendeten im Hause Kaufmannstraße 10 eine goldene Uhr und in einem Hause am Wiltenberg eine Lederhandtasche mit zwei Sparkassenbüchern und Lebensmittelkarten.
Taschendiebstähle: Auf der Straßenbahn einer Frau aus der Handtasche mehrere Kindermilchkarten und einer Angestellten aus Leutasch aus der Handtasche eine Geldbörse mit 300 Mark und Lebensmittelkarten.
Eine Frau aus Bregenz übergab in der Museumstraße ihren Koffer einem fremden Burschen zum Tragen, der damit im Gedränge spurlos verschwand.
Ferner wurden gestohlen: Vor der Sparkasse einem Arzt ein Fiatwagen und in der Schillerstraße ein Personenauto, bei der Kettenbrücke ein Motorrad, Marke Zündapp.
Das Ausgehverbot in Schwaz verschärft
Schwaz, 25. Sept. Heute mittags verkündeten die Lautsprecher, daß das Ausgehverbot verschärft wurde Wenige Stunden darauf wurden Plakate des Bürgermeisters angeschlagen, auf denen es u. a. heißt: Das gute Verhältnis zwischen der französischen Besatzungstruppe und der Bevölkerung von Schwaz ist getrübt worden. Unverantwortliche Elemente haben zwei Sabotageakte an französischen Telephonleitungen verübt und die Stadt und ihre Einwohner mit der Verantwortung für diese Handlung belastet. Die französische Militärregierung hat vorläufig von schärferen Maßnahmen Abstand genommen und nur das Ausgehverbot von 21 Uhr bis 6 Uhr erweitert. Außerdem wurden ehemalige Mitalieder der NSDAP. zur Bewachung der französischen Telephonanlagen
herangezogen
Macht Gebrauch vom Fahrkartenvorverkauf im Tiroler Landesreisebüro!
Ein SS=Oberstführer erschossen
Der in einem SS=Lager im Unterinntal inhaftiert gewesene SS=Oberstführer Karl Siegler, geb. 29. April 1912 in Hundersingen, Kreis Wünsingen, Württemberg, von Zivilberuf Fleischhauer, wurde bei einem Fluchtversuch aus dem Lager vom Wachtposten erschossen. Seine Leiche wurde auf dem Ortsfriedhofe in Jenbach beerdigt.
Schadenfeuer in Kaiserhaus
Nachts zum 22. Sept. brach in Kaiserhaus, Gemeinde Brandenberg, in einem Feldstadel aus unbekannter Ursache ein Brand aus, dem der ganze Stadel mit den neu eingebrachten Heuund Grummetvorräten zum Opfer fiel. Trotz des sofortigen Eingreifens mehrerer Forstarbeiter konnte der Brand nicht eingedämmt werden und als die Freiw. Feuerwehr von Aschau am Brandplatze ankam, war der Stadel bereits niedergebrannt. Den gemeinsamen Bemühungen ist es allerdings gelungen, das der Forstverwaltung gehörende Kaiserhaus, das durch Funkenflug gefährdet war, zu retten. Der Stadel gehört dem Revierförster Klotz. Nach der Ursache des Brandes wird geforscht.
Eine neue Zeitschrift
Mit Genehmigung der französischen Militärregierung erscheint anfangs Oktober in Bregenz als erste Zeitschrift im französisch besetzten Gebiet Österreichs „homunculus — Eine Zeitschrift für Menschen“. Die illustrierte Halbmonatsschrift bringt satirische, unterhaltende, kulturelle und wissenschaftliche Beiträge. Der Verkaufspreis ist vorläufig auf 60 Rpf. festgesetzt. Der Vertrieb kann aus technischen Gründen vorerst nur durch Wiederverkäufer erfolgen. Diese richten ihre Bestellungen sofort an die „homunculus“=Verlagsgesellschaft m. b H., Bregenz am Bodensee, Kornmarktstraße 18.
Meteorosogen, auch ausgebildetes Wehrmachtpersonal, für meteorologische Station gesucht. Bewerber melden sich bei Wehrmacht=Abwicklungsstelle der Landesregierung. Innsbruck. Museumstraße 30.
Zahnarzt Dr. Duswald ordiniert wieder Innsbruck, Wilhelm.Greil=Straße 9, 1. Stock.
Tierarzt Dr. Josef Vinatzer. Schwaz, Burggasse Nr. 13, übt ab 1. Oktober wieder seine Praxis aus.
Todesfälle
In Innsbruck starben: Josef Tschurtschentaler, Gastwirt und Landwirt aus St. Johann i. T., 62 Jahre alt; Johann Freiseisen, Arbeiter, 56 Jahre alt; Anton Salchner, Bauer aus Gschnitz, 69 Jahre alt;
Leis, Postoberoffizial a. D., 76 Jahre alt; Josef Paulmichl, Platzmeister, 57 Jahre alt; Ludwig Lercher, Rechnungsrat a. D., 71 Jahre alt; Johann Bethmann, Studienrat aus Göttingen, zuletzt in Sölden wohnhaft, 66 Jahre alt; Kornelia Bakacs, Pflegling, 45 Jahre alt; Josef Fuchs, städt. Markthallemeister, 63 Jahre alt. Am 24. April starb in Eppan Heinrich Freiherr von Hohenbühel, Appellationsrat und Präsidentstellvertreter am Gericht in Rovereto, im Alter von 63 Jahren.
THEATER UNDKUNS7
Konzertvorschau
Samstag, 29. Sept.: Klavierabend Hans Höpfel (Musikverein)
Samstag, 29. Sept.: Liederabend Maria v. Guggenberg (Riesensaal)
Sonntag, 30. Sept.: Symphoniekonzert (Riesensaal); Werke von Mozart, Ravel, Bruckner Dienstag, 2. Okt.: 1. Klavierabend Prof. Andreas Karalis
Mittwoch, 3. Okt.: 2. Klavierabend Prof. Andreas Karalis (Musikverein)
Donnerstag, 4. Okt.: Klavierabend des spanischen Pianisten Martin Imaz (Musikverein) Samstag, 6. Okt.: Lieder= und Arienabend Alexander Wolkoff (Musikverein)
Mittwoch, 10. Okt.: Liederabend Blanca Flür (Musikverein).
Beginn sämtlicher Konzerte: 19 Uhr.
Symphoniekonzert in der Hofburg Am Sonntag, den 30. Sept., um 19 Uhr findet im Riesensaal der Hofburg unter der Leitung von Musikdirektor Weidlich ein großes Symphoniekonzert statt. Das Programm bringt eingangs die Ouverture zu „Titus“ von Mozart, hierauf das „Geistreiche Klavierkonzert“ von Ravel (am Flügel Othmar Suitner) und als Hauptwerk des Abends die 3. Symphonie d=moll von Anton Bruckner, deren Widmung seinerzeit bekanntlich Richard Wagner in Bayreuth entgegennahm. Es spielt das verstärkte Innsbrucker Symphonieorchester. Vorverkauf ab Freitag, 28. Sept., an der Theaterkasse. — Wiederholung des Konzerts am Dienstag, 2. Oktober.
Ukrainisches Konzert
Wie schon nach der Ankündigung zu erwarten, stand im Mittelpunkt des am 15. September im Musikvereinssaal veranstalteten Konzertes der ausgezeichnete ukrainische Dumka=Kosakenchor. Prächtige Naturstimmen vereinigten sich hier, durch Professors Struks sichere künstlerische Führung befeuert und gebändigt, zu eindrucksvollen vielstimmigen Gesängen, welche in ihrer eigenartigen Mischung von Schwermut und kämpferischer Urkraft, im Wechsel mit Stimmungsbildern von oft überraschender Zartheit und Weichheit, das Wesen der ukrainischen Volksseele offenbarten. Die reiche Vortragsfolge brachte Chorwerke neuerer und auch zeitgenössischer ukrainischer Tondichter, wie Wachnianyn, Kotko, Stecenko sowie auch ein Lied „Der Kosak“, eine im melodischen
Aufbau wie in der Harmonik der Stimmführung sehr gelungene Tonschöpfung des Chordirigenten selbst, durch seine Sängerschar mit allen Feinheiten der Schattierung wiedergegeben. — Die Sängerin Frau KracyloSaß, die bisher an der Lemberger Oper sowie in Konzerten in Wien gewirkt hat, trug, von Dr. Fiala am Flügel verständnisvoll begleitet, u. a. eine in Innsbruck bisher wohl nie gehörte Arie aus der „Verkauften Braut“ von Smetana in ihrer Muttersprache vor. Sie erfreut durch ihre warme, jugendlich=dramatische Sopranstimme, ihre echt slawische Musikalität und ihr ursprüngliches Ausdrucksvermögen. Die Wiedergabe des italienisch gesungenen „Gebetes der Toska“ ließ hingegen deutlich empfinden, daß sich die Sängerin hier auf einem ihr fremden Boden bewegt.
— Die große überraschung, welche die Veranstaltung
„Strom im Aberfluß“
und „die drei von der Tankstelle“
Unlängst machte es einem Bastler Spaß, an einer elektrischen Steckdose verschiedene Experimente durchzuführen. Es mußte dabei nicht alles so richtig geklappt haben, denn auf einmal gab es einen „Krach“ und eine kleine Stichflamme züngelte in die Höhe. Kurzschluß! Ein entsprungener Strom! Und er mußte das verdutzte Gesicht des Bastlers gesehen haben, denn während er als Flamme sich zeigte, sprach er zu ihm:
„Ich sehe es dir an. du hältst mich für einen sonderbaren Gesellen Doch bedenke: Jahraus, jahrein muß ich dem Menschen dienstbar sein. Durch unterirdisch verlegte, mit Blei und Eisen gepanzerte Kabel führt mein Weg in die Behausungen der Menschen, wo ich mich in Form von Licht. Kraft und Wärme bemerkbar mache. In vielen „Tankstellen“, vulgo Steckdosen, stehe ich ständig bereit, erfülle pflichtgetreu die mir zugedachten Aufgaben, doch wenn jemand, wie diesmal du, glaubt, mit mir zu scherzen, kann auch ich „giftig“ werden. Dann sprenge ich meine Fesseln, flüchte in die goldene Freiheit und tobe mich gründlich aus. Kurzschluß und Erdschluß sind dann meine Steckenpferde und ich reite sie gut. Doch. ich will gerecht sein: Man schiebt mir verschiedene
Verdienste „zu, die ich mir aber nicht allein, sondern in gemeinsamer Arbeit mit zwei weiteren Gesellen erworben habe. Mein lebensnotwendiger Freund ist vor allem die Spannung. Sie ist die eigentliche Triebkraft, die mich durch die Leitun
Donnerstag, 27. September 196
WOHIN HEUTE]
Donnerstag, 27. September
Theater:
Landestheater, 18.30 Uhr: „Der Weibsteufel Filme:
Laurin: „Truxa“
Kammerlichtspiele: „Ich vertraue dir mein Frau an.“
Zentralkino: „Via Mala.“
Triumphkino: „Die Schwarze Robe.“ Löwenkino: „Rigoletto.“ Hall: „Orientexpreß“ Fulpmes: „Herz muß schweigen“.
Kufstein (Hirschen): „Feuerzangenbowle“. St. Johann i. T.: „Die große Nummer“
zu einem musikalischen Ereignis werden lie bildeten jedoch die solistischen Klaviervorträz Prof. Korolkow=Karalis". In ihm habe wir einen Pianisten ersten Ranges kennengelern. der mit spielerischer Leichtigkeit und unerhörte Sicherheit die technisch anspruchsvollsten Wert der Klavierliteratur, wie Stücke aus Liszt „Wanderjahren“, meistert und alle klanglich Reize dieser nur hervorragenden Virtuosen zu gänglichen Tondichtungen in farbenreicher Bie dergabe zur vollen Geltung bringt. Mit de Ouverture zur Oper „Taras Bulba“ von Lysenk von Prof. Korolkow für Klavier bearbeitet, und zwei glänzende Konzert=Etuden, vom Pianisten selbst nach Motiven aus englischen Volkslieden fein charakterisierend komponiert und vollende wiedergegeben, wußte dieser Meister seines zn
strumentes die atemlos lauschende Zuhörerschaf zu unumschränkter Bewunderung hinzureißen. An Schluß seiner Darbietungen dankten ihm rau schende Beifallsstürme für diesen seltenen Kunst genuß. Mit besonderer Spannung und Vorfreude können wir daher dem Solo=Konzert entgegen sehen, das Prof. Korolkow=Karalis demnächst i der Landeshauptstadt zu geben beabsichtigt, und mit welchem sich zum erstenmal weiteren Kreise des Innsbrucker Publikums Gelegenheit biet wird, diesen Meisterpianisten europäischen zon mates kennenzulernen, den die Kritik nicht umsonst schon als „zweiten Liszt“ bezeichnet hat.
Dr. 2.
Max Becke erteilt Privatunterricht in Violon cello auf physiologischer Grundlage (MethoHugo Becker) sowie in Kammermusik Sprechstunden täglich von 16 bis 17 Uhr, Inbruck=Saggen, Sebastian=Scheel=Straße 7, 3. #.
Berta Steiger (Staatsprüfung und musikräe gogisches Seminar Wien) erteilt Violin unterricht. Anmeldung: Innsbruck, Schuberstraße 7, 2. Stock., Tel. 14721.
RADIOINNTBRUCK
Heute, 18.15 Uhr: „Geistige Einkehr“, Reinheh Schweiger: Jeanne d"Are. Es liest Paul Sundt
SPORTUND TPIEI
Fußballergebnisse vom Sonntag
Am Sonntag spielten in Landeck der Abe ter=Turn= und Sportverein Landeck=Zams gegn eine französische Mannschaft. Im Vorspiel siegten die Franzosen 3:2. Das Hauptspiel endete 5.3 fü Landeck. Halbzeit 3:1.
Der Sportverein Kufstein spielte am Sonnte in Dornbirn gegen FC. Dornbirn 21 /14 Auf Seite Kufsteins spielte der Rapid=Interns tionale Binder. Am Tage vorher hatte Kufstein in Bludenz gegen FC. Bludenz 4:1 (11s g siegt, dies, obwohl die Kufsteiner Elf eine zwöß stündige Bahnfahrt hinter sich hatte.
In Lustenau trat die erste Mannschaftde INC. gegen den SpV. Lustenau zu einem Weit spiel an, das die Innsbrucker 5:4 (4:3) gewannen Ein Retoursviel der Lustenauer findet am 14. On tober am Tivoliplatz statt.
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Justiz: Ger Finanzen: Minister für sauh, Staat9). Niederöste Handel, Wir Minister für staatssekretär: 9), Bregenz. Soziale VerWiederaufbaVermögenssiKärnten, Unte scher (Soz.), mann (K. P.
Geschäftsstelle des Innsbrucker Athleti sportklubs befindet sich wieder bei Herrn Fis Fontanari, Meraner Straße 1, Wiener Allianz Versicherung, Tel. 4682.
gen zu den verschiedenen Verbrauchsgeräten, denen ich nutzbar sein soll. jagt. Ohne sie gebes für mich keine Existenzmöglichkeit. Beide men ergeben wir die elektrische Leistung. Um abe Arbeit vollbringen zu können, benötigen wir n unserem Bunde noch einen Dritten: die Zei Mit ihr stehen wir in Wechselbeziehungen, je giö ßer ihr Wert, umsoweniger brauchen wir uns Verrichtung einer bestimmten Arbeit plagen und umgekehrt. Da ich zu meiner Freude noch oben drein in der „Tiroler Tageszeitung“ lesen konnte daß mir für den kommenden Winter ehrenvolle Aufgaben zugewiesen werden, möchte ich nicht versäumen, dir zuzurufen, vor allem die Zeit nützen, damit ich gemeinsam mit der Spannung den Aufgaben gewachsen bin.
Es wäre ja schön zu arbeiten und zu schaffen, wenn ich mich nicht ab und zu über einen Schmarotzer ärgern müßte. der uns in Wechselstromnetzen mit Vorliebe begleitet und der sich ins Fäustchen lacht, wenn wir uns keuchend durch die
Faustchen lacht, wenn wir uns keuchend Windungen von Motoren zwängen Es ist dies der Blindstrom. bzw die Blindleistung, die von einet Arbeit keine Ahnung hat und ihr Dasein lediglich induktiven Widerständen verdankt deren Ehrgeiz es ist, Zwist zwischen Spannung und Strom zu bringen und uns gegeneinander zu „verschieben“. Elektrische Drohne nennen wir sie, denn sie ist wesensgleich mit der Drohne, die sich im volk, oftmals auch unter schaffenden Menschen, breit macht Diese Drohne versitzt uns in den ob hin so beängstigend engen Kabeln nur den Platz,
ohne jemals etwas zu leisten.“ F. A.