Tiroler Tageszeitung 1945
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- S.28
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Seite 2 Nr. 97
Tiroler Tageszeitung
Samstag, 13. Oktober
13. Ol
General de Gäulie in Beigten
Brüssel, 12. Oktober.
Unter großen Ovationen nahm General de Gaulle im Rathaus von Brüssel die Urkunde des Ehrenbürgerrechtes entgegen, mit dem er nun als Dritter nach General Eisenhover und Feldmarschall Montgomery geehrt wurde. General de Gaulle stellte die Frage: „Ist es heute nicht eine klare Notwendigkeit, daß Belgien und Frankreich in Zukunft zusammen die Probleme Europas meistern?“ Er beschloß seine Rede mit den Worten: „Langlebe Belgien, langlebe die
Verbindung unserer westlichen Länder, mit deren Hilfe sich Europa wieder erholen wird.“ Zum Abschied sagte er, den Blick auf die jubeinde Menschenmenge gerichtet: „Was für ein Lohn ist dieser Empfang nach so bitterer Not!“ General de Gaulle wurde auch zum Ehrendoktor der Universität von Brüssel ernannt. Um Mitternacht vollzog sich die Abreise General de Gaulles nach Paris.
Neue Gesetze in Vorbereitung
Wien, 12. Oktober.
Die juridische Kommission der Länderkonferenz hat die von der provisorischen Staatsregierung erlassenen Gesetze, soweit sie in den Staatsgesetzblättern bis Nr. 160 verlautbart wurden, durchberaten und unter Berücksichtigung geringfügiger Abänderungen gegen dieselben keinen Einwand erhoben. Die Anwendung dieser bisher erlassenen Gesetze in den Ländern wird durch ein eigenes Verfassungsgesetz („Rechtsanwendungsgesetz“) ermöglicht werden. Vereinzelte Ausnahmen hiervon betreffen das Handelskammérüberleitungsgesetz, das Schaltergesetz und das Jagdgesetz.
Der Staatssekretär für soziale Verwaltung beabsichtigt in der nächsten Zeit 22 Gesetze und Verordnungen zu erlassen. Zur Vermeidung einer Arbeitslosigkeit größeren Umfanges in den Wintermonaten wird zur Vorsorge ein Ausgleich der Arbeitskräfte aus überschußgebieten in solche, die an Arbeitskräften Mangel leiden, zu treffen sein. Dem Umschichtungsnrozeß freiwerdender Angestellter sowie der Durchführung volkswirtschaftlicher nützlicher Arbeiten ist besonderes Augenmerk zuzuwenden. Auch dem bestehenden Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft soll abgeholfen werden.
Das Mißverhältnis zwischen Beschäftigungslosigkeiten in der Industrie und Ar
beitermangel in der Landwirtschaft soll in geeigneter Weise überbrückt werden. Die vom Naziregime erlassenen Zwangsvorschriften, die sich auf das Problem der Landarbeiter beziehen, sollen ehestens durch andere Maßnahmen ersetzt werden, durch welche die Landflucht eingedämmt wird.
Das Staatsamt für Finanzen hat u. a. folgende Gesetzentwürfe vorbereitet. Finanzierung des Wiederaufbaues von Wohnhäusern, Einrichtung der Postsparkasse gemäß den früheren österreichischen Gesetzen, Regelung des Versicherungs= und des Währungswesens, Aufhebung der Ehestandsdarlehen und Kinderbeihilfen sowie verschiedene Steuer= und Finanzgesetze.
Die Länderkonferenz genehmigte unter den Gesetzentwürfen des Staatsamtes für Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr das Fremdenverkehrs=Förderungsgesetz, ein Papierbewirtschaftungsgesetz, ein Wirtschaftstreuhändergesetz und ein Gesetz betreffend die Erlassung eines Ausfuhrverbotes. Die Landeshauptleute sollen Vorsorge treffen, daß die aus Wien und Niederösterreich nach den westlichen Ländern verlagerten Maschinen, Rohstoffe sowie Halb= und Fertigfabrikate sichergestellt werden. Gleichzeitig wird an die Alliierte Militärregierung das Ersuchen gerichtet, von der Beschlagnahme von Regierungsgebäuden abzusehen.
Unter dem Vorsitz Oblt. Marais und des Kommissaire de Gouvernement fand die erste Verhandlung des Gerichtes der Militärregierung im Hotel Post statt. Herr Oberst Costes, Chef du Gen. Mil. pour Tyrol=Quest versicherte, daß jede Verhandlung und jedes Urteil im Zeichen von Liberté, Fraternité, Egalité, unter voller Beachtung des Gesetzes, ungeachtet von Religion, Politik und Rasse abgehalten wird. In diesem Zusammenhang soll auch hier die demokratische Tradition Frankreichs Platz ergreifen.
Es bestehen drei verschiedene Gerichte: ein einfaches, mittleres und oberes Gericht. Das Verhältnis dieser ist: Einfaches Gericht: bis zu einem Jahr Gefängnis oder 10.000 Schilling Geldstrafe; Mittelgericht: bis zu zehn Jahren Gefängnis und 10.000 Schilling Geldstrafe; Obergericht: alle anderen Strafen bis zum Todesurteil.
In Landeck, Imst und Reutte-bestehen einfache Gerichte, Verhandlungen finden statt gegen Zivilisten jeder Nationalität.
Nach Vereidigung der Dolmetscher und der Zeugen beginnt als erstes die Verhandlung gegen den
Polen Stepani, angeklagt des Diebstahles und der Plünderung. Der Pole hatte während der Nazizeit beim Bauern Schranz durch längere Zeit gearbeitet und für diese Tätigkeit einen Lohn von 20 Mark erhalten. Nach der Befreiung vermeinte er noch einen Lohn von 80 Mark von Schranz fordern zu können. Er erschien bei diesem mit noch einem Kollegen. Der Bauer machte den Vorschlag zur Militärregierung zu gehen, um dort die Forderung zu bereinigen. Stepani jedoch ließ sich darauf nicht ein und nahm dem Bauer mit Gewalt ein elektrisches Bügeleisen und einen Radioapparat. Nach seiner Inhaftsetzung machte er mit noch einigen Zelleninsassen einen Fluchtversuch, bei welchem der Gefangenenaufseher überfallen, in eine Decke eingewickelt und in die Zelle
eingesperrt wurde. Die Schilderung des Aufsehers löste in dem Verhandlungssaal durch die tragikomische Art große Heiterkeit aus. Der Verteidiger versuchte sein Bestes, um dem Angeklagten ein mildes Urteil zu sichern.
Nach kurzer Beratung fällte der Gerichtshof das Urteil: 1 Jahr. Gefängnis und 2000 Schilling
Geldstrafe.
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Dipkomatie, Tresse und Jolitik
im Deitten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journalisten
5. Fortsetzung Hitler und die Sterne
Hitler liebte mit Tagesparolen zu regieren. Nicht nur die öffentlichen Führungsmittel, wie Presse, Film und Rundfunk, auch die Kultur, die Politik und die Wirtschaft wurden so ausgerichtet; ja selbst die privaten Bezirke der Menschen versuchte der „Führer“ mit Schlagworten und Propagandaparolen zu beeinflussen.
Man muß wissen, daß die Anfänge der Partei einerseits aus einem Chaos von mittelalterlichen Vorstellungen, Geheimbündelei und Aberglauben gewachsen sind, andererseits selbst die „überdogmatische Gottschau“ eines Nietzsche und die im rein Geistigen verankerte, prophetische Führerschau Stefan Georges als unverstandene Schlagworte gegen Sitte und Glauben mißbraucht wurden. Wenn der nackte Materialismus der nationalsozialistischen Weltanschauung kein Weiter mehr wies, tauchte plötzlich das Geflüster vom „großen Wunder“ auf; die Bilderstürmer alles Heiligen riefen zitternd um den Segen der „Vorsehung“ oder sie beschworen mystische Zeugen der 1000=jährigen Sendung.
Kurz vor der Machtübernahme hatte eine Wochenzeitung in Berlin, die sich mit astrologischen Problemen und dem Einfluß der Sterne auf den Weltorganismus beschäftigte, Hitlers Horoskop veröffentlicht. Dieser sensationelle Artikel, der Aufstieg und Ende Hitlers voraussagte, hat auch in der gesamten Weltpresse großes Aufsehen erregt. Hitler, der selbst alle Mittel der Zukunftsdeutung für sich einspannte, sein Hoxoskop kannte
und sich hiervon bestimmen ließ, fühlte sich in seinen geheimsten Bezirken erkannt.
Der Herausgeber der Zeitschrift „Umstrittenes Weltbild“ war ein gewisser Hanussen, der bald die Modeerscheinung der Berliner Gesellschaft war und um dessen Gunst sich höchste Parteikreise einander den Rang strittig machten. Im Sommer 1933 gab Hanussen erstmalig ein Gastspiel in dem größten deutschen Varieté, der „Berliner Skala“. Seine Experimente waren die Sensation von Berlin. Die Dimensionen des Erfolges und die Fülle von Wissen um die verschleierten Bilder der Zukunft wurden der Partei unheimlich. Eines Tages wurde Hanussen in einem Walde bei Berlin erschossen aufgefunden....
Wenig später erfolgte auf Veranlassung Hitlers das generelle Verbot Horoskope zu stellen. Auch jede Form der Wahrsagerei, Kartenlegerei, Zukunftsdeutung, kurz jede spiritistische Schicksalsdeutung wurde untersagt. Dieses „Gewerbe“ stand damals in ganz Deutschland in höchster Blüte! Trotz drakonischer Maßnahmen der Gestapo gelang es nicht, die weitverzweigten Institutionen sowie Einzelmenschen, die sich teils geschickt getarnt oder aber durch die Protektion höchster Parteiführer vor dem Zugriff geschützt hatten, auszurotten, Da beschloß die Partei, dieses „wertvolle Instrument“ in ihren Dienst zu nehmen. Offiziell wurden die Unternehmungen noch lauter verboten, insgeheim aber wurden sie zu einer „Fachschaft“ zusammengeschlossen, ständig überprüft und
laufend mit „Richtlinien“ für den Inhalt ihrer Auskünfte und Horoskope durch die Propagandaleitung der NSDAP. versehen. Es sind damals sicherlich weit weniger Horoskope nach dem Stand der Gestirne als nach den Propagandaparolen Hitlers gestellt worden.
Sie lesen in der nächsten Fortsetzung:
Warum floh Rudolf Heß? — Der General von Unruh.
Amtliche Mittellungen
Zur Jausenabgabe aus der Schweizer Spende
finden für die Schulkinder im Alter von 6 bis 15 Jahren, die bisher nicht bei der ärztlichen Untersuchung waren, Nachuntersuchungen statt. Da nur eine ganz beschränkte Aufnahmemöglichkeit in den Jausenabgabestellen besteht, können hiefür nur an der Gesundheit besonders gefährdete und unterernährte Kinder eingeteilt werden. Alle anderen Kinder kommen für diese Aktion nicht mehr in Betracht und brauchen daher auch nicht zur Untersuchung zu erscheinen.
Die Untersuchungen finden jedesmal zwischen 10 und 12 Uhr statt, und zwar: im städtischen Gesundheitsamt, Fallmerayerstraße 1, Parterre, Zimmer 305: am 16. Oktober für den inneren Stadtbereich, am 17. Oktober für den Bezirk Wilten, am 18. Oktober für das linke Innufer mit Ausnahme Mühlau; im städtischen Gesundheitsamt Claudiastraße 7, 1. Stock: am 16. Oktober für die Bezirke Saggen und Mühlau, am 17. Oktober für Dreiheiligen und den westlichen Teil von Pradl bis zur PembaurLangstraße, am 18. Oktober für das übrige Pradl.
Was ist beim Kartoffeleinkauf zu beachten?
Bei Kontrollen durch die Wirtschaftspolizei werden häufig Personen, die Kartoffeln mit sich führen, beanstandet, weil sie nicht in der Lage sind, den ordnungsgemäßen Erwerb derselben nachzuweisen. Zur Vermeidung solcher Beanstandungen ist folgendes zu beachten:
Nachdem feststeht, ob ein Bauer den oder die Einkellerungsscheine einlöst, sind die Kartoffelkarten dem zuständigen Ortsbauernobmann (oder Bürgermeister) vorzulegen. Dieser bestätigt auf der Rückseite des Stammabschnittes jeder Karte durch Unterschrift, Datum und Stempel, daß der Ankauf ordnungsgemäß erfolgte. Diese Bestätigung ist bei Kontrollen vorzuweisen. Die Zahl der vorgewiesenen Karten muß der Menge der mitgeführten Kartoffeln entsprechen.
Unfallversicherungsbeiträge nur an die Landesversicherungsanstalt
Laut Anordnung der Militärregierung Tirol wurde die Durchführung der gewerblichen Unfallversicherung der Landesversicherungsanstalt Salzburg übertragen. Der territoriale Bereich der Anstalt erstreckt sich auf die Länder Oberösterreich, Salzburg, Tirol. und Vorarlberg. Nach dieser Anordnung der Militärregierung sind alle Arbeitgeber verhalten, Unfallversicherungsbeiträge (ehemals Umlagen zu den Berufsgenossenschaften) nur an die Landesversicherungsanstalt Salzburg — Außenstelle für Tirol, Innsbruck, Amraser Straße 77 — zu leisten. Die Vordrucke zur Abfassung der fälligen Beitragsberechnungen werden demnächst den Unternehmern gewerblicher Betriebe zugestellt.
Neuer Fahrplan der Bundesbahndirektion Innsbruck ab 15. Oktober
In der Nacht vom Sonntag, 14. Oktober, auf Montag, 15. Oktober, 00.00 Uhr tritt in Tirol und Vorarlberg auf den Strecken der Bundesbahndirektion Innsbruck ein neuer Fahrplan in Kraft. Die Verkehrszeiten der Züge sind auf den Bahnhöfen aus den Aushangsfahrplänen zu ersehen.
Papiere für Kraftfahrer
Das Landeswirtschaftsamt, Abteilung Verkehr, bekannt: Ueber Weisung der französischen Milttättegierung haben ab sofort die Benützer von Kraftfahlzenze folgende Papiere mit sich zu führen: 1. die grüne polizi, liche Kraftfahrzeugzulassung (Kraftfahrzeugschein, nict Kkaftfahrzeugbrief!), 2. den genehmigten Zulassungsguttag der französischen Militärregierung, 3. den beim Kran, fahrzeughalter verbliebenen Abschnitt der im Lande=Tün durchgeführten und vom Staatsamt für Handel und kehr in Wien für ganz Oesterreich angeordneten Kraß, fahrzeugerfassung, 4. den Führerschein. Genaue Kontiolla durch die österreichische Polizei sowie die französische Gedarmerie werden durchgeführt.
Das
Von einTode
Meldung von Ausländern Die Hausbesitzer und Mietparteien, in deren Wohnm, gen sich Ausländer befinden, werden aufgefordert, diese z melden. Insbesondere sind alle jene Ausländer zu melde welche sich nach dem 3. Mai 1945 unrechtmäßig in da Besitz einer Wohnung oder eines Wohnraumes gestzt haben, auch wenn dies mit Hilfe irgend einer militärische Dienststelle geschehen wäre, ferner alle Ausländer, die auf zweifelhafte Art ihren Lebensunterhalt suchen.
Die Meldungen sind auf einem Formular zu erstatten, welches bei den einzelnen Polizeirevieren sowie im Neuba des Rathauses, Fallmeranerstraße, 2. Stock, Zimmer N. 378, kostenlos erhältlich ist. Die Meldungen sind sofr. spätestens bis 16. Okt. im Rathause, Fallmerayerstaß, 2. Stock, Zimmer Nr. 378, einzubringen.
der alten
Truppen anfangs
legten Minenfelder
tember der Chauffer
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zu verzeichnen. 2
Hausberger Ochsengespann auf
zu holen. Plötzlich
Wollannahme= und Eintauschstellen:
Die Landesbauernschaft teilt mit, daß nur folgen Firmen berechtigt sind, Wolle anzunehmen und einzutarschen: Tiroler Heimatwerk, reg. Gen. m. b. H., Innsbruck, Anichstraße 7: Hepperger Leopold, Manufakturgroßhandel Innsbruck, Museumstr. 9; Gröbner Gottfried, Innsbruck, Meinhardstr. 16; Khuen Josef, Manufaktur waren, Hall i. T.; Heiß Sebastian, Manufakturwan
handlung, Schwaz; Platzer Hans, Gemischtwarenhand, lung, Zell a. Ziller; Thurner Johann, Manufakturwann, handlung, Rattenberg: Hofinger Karl, Gemischtwannhandlung, St. Johann i. Tirol; Oberhauser Andrä, E¬mischtwarenhandlung, Briren i. Tal, Post Lauterbag, Mayr Wilhelm, Manufakturwarenhandlung, Kuffei, Förg Eduard, Gemischtwarenhandlung, Silz; Waldhau Josef, Loden und Schafwollwaren, Telfs; Meringer Jakes, Schafwollspinnerei, Imst; Kadi Josef, Gemischtwarenhaud lung, Tarrenz; Scheiber Andrä, Handlung, Umhause Ötztal; Gstrein Kassian, Handlung, Längenfeld, Otuah Deutschmann Al. u. Agn., Gemischtwarenhandlunz Wenns i. Pitztal; Schöpf Anton, Tuchmacher, Rid
holen. Plötzlich ihn. Die beiden dert und einer so schlachtet werden in
kommen zertrümie
Es ist mit Siche weitere Minen in d sind.
Schweres 2#
3 Tote um
Oberinntal; Falch Anton, Gemischtwarenhandlung, Pineu a. Arlberg; Schueler L., Manufakturwaren, Landc,
Thumer Josef, Kleiderhaus, Reutte; Saurer Fran : Rikolaus, Bäckerei u. Modewaren, Elbigenalp, Lechal Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht##e einen Umtausch nur obige Firmen durchführen dürfenn Umgehungen dieser Anordnung strengstens bestraft weder
Schulbeginn an der Volksschule Hötting. An der ## ben= und Mädchenvolksschule Hötting beginnt am Dien tag, den 16. Oktober, der Unterricht für die 1., 2,3 u 4. Klasse Knaben um 9 Uhr früh, für die 1.,###und 4. Klasse Mädchen um 2 Uhr nachmittags. Derllue richtsbeginn für die höheren Schulstufen wird späterke kanntgegeben.
Am 11. Oktober eignete sich auf der Jenbach ein folgense Da die Brixleinfolge Senkung d# nicht mehr pass verkehr zwischen □ Umsteigen auf Laf Zur erwähnten ZeiPassagiexen der Ba# Das letzte Auto kal und alle Insassen (3 wurden herausgeschl der Stelle tot. 8 ## letztem Zustande in eingeliefert, wo bald sonen gestorben sin kraftwagens wurde
prosert für Amgestaltung des Burg= und Marktgrabens in Innsbrik
Dipl.=Architekt Gimbel hat dem Leiter des Wiederaufbaureferates der provisorischen Landesregierung einen Vorschlag für die Umgestaltung des Burg= und Marktgrabens vorgelegt. Freunde und Gegner dieses Projektes mögen die Kundgebungen der Zustimmung oder Ablehnung an den Leiter des Wiederaufbaureferates Landesrat Ronczay richten, der die Stimmung der Innsbrucker hinsichtlich dieses Vorschlages kennen lernen will.
Die Schriftleitung.
Burggraben
Hier ist es in erster Linie das innerstädtische Verkehrsproblem der Verbindung vom Stadtinnern nach Pradl. Die Maria=Theresien=Straße mit einer Fahrbahnbreite von 21 Meter und die Museumstraße mit einer solchen von 13 Meter verengen sich im Burggraben auf 6 Meter. Das bedeutet für den Durchgangsverkehr eine lebensgefährliche Enge und Verstopfung. — Ebenso wird der Fluß der Fußgänger eines Gehsteiges von 4 Meter auf 1.5 Meter zusammengedrängt. — Dieser Zustand ist nur durch Abbruch der Ladenvorbauten zu ändern. Gerade an der engsten Stelle sind die Vorbauten städtischer Besitz, und so dürften sich aus diesem Grunde keine großen Schwierigkeiten ergeben. Es entsteht dann ein neues Straßenprofil, das in der Mitte der Straßenbahn einen Platz
von 5 Meter läßt, sowie zusätzlich zwei Fahr
bahnen von je 2.5 Meter Breite für den A#d verkehr und zwei ausreichende Gehsteige von 35 bzw. 4.5 Meter. Hierbei soll sich der nördsch Gehsteig in eine kleine Promenade mit einm Baumbepflanzung umwandeln, so daß der frühen Befestigungsgraben wenigstens an einer Stel zum Ausdruck kommt.
Im Fins Am 8. Oktober nischte die 43jähr wohnhaft im Elektri Fügenberg, aufund mit vielen Ste stürzte zirka 30 Meden Finsingbach, wo borgen werden konn
Marktgraben
Hier ist es in erster Linie ein Fußgängerproblem längs der Läden, wo der Gehsteignu 1.5 Meter Platz läßt. Ein Fehltritt — und schon ist man im Rachen des Todes. Eine gänzlich Entfernung ist nicht zu empfehlen, da ein Ersch in den rückwärts liegenden Häusern nur mit sen kostspieligen Umbauten möglich wäre. (Die äußen Häuserwand ist auf der alten Stadtmauer aufe baut, besitzt keine Öffnungen, und die Erdgesche räume sind als Magazine ausgebildet.) Da un aber unsere heutige Wirtschaftslage keine große Sprünge erlaubt, müssen wir den Neuaufbau mit den geringsten Kosten und dem höchsten Aus effekt durchführen. Ich schlage eine Zurückven setzung der Bauflucht vor, so daß vor den neuen Läden ein Bürgersteig von 4 Meter entsteht. Die neuen Läden
müßten nach einem einheitliche Plane ausgeführt werden, um die dahinter le gende Häuserfront aus verschiedenen Stilepochen einheitlich zusammenzufassen. Der bisher wohnte Charakter einer Ladenstraße wird bei behalten. Dipl.=Architekt Gimbel
In Hochfil ziersbaracke d schule aus unbe der die Baracke den vollkommen über 25.000 Ma zuvor über hun
dürfte möglicher Ofens entst sich d Ausbreiten des dadurch er dächern zirka 2 Eingreifen der Fieberbrumn
THEATER UND KUNST
Zwei Klavierabende mit Andreas Karalis, Professor der Meisterschule für Klavier in Wien, machten uns am Dienstag und Mittwoch, den 2., bzw. 3. Oktober, mit einem Meister bekannt, der volle Bewunderung verdient. Die einzelnen Vortragsfolgen mit Bachbearbeitungen, Liszt, Chopin, Wagner, Moussorgsky, Kalinnikow, Lyssenko, siellen an den ausübenden Virtuosen ganz ungeheure Aufgaben. Während der zweite Abend eine unübertreffliche Technik zeigt, sehen wir im ersten Abend in Karalis den Meister als Romantiker mit all dem Klangzauber der modernen Harmonik, durchdrungen von eigener Musikalität. Reicher Figurenschmuck bedingt größte Virtnosität, die Auflösung der Massen, die ganze Gliederung, die Freude an satztechnischen Problemen, das erregte Spiel
mit unglaublichen Formengebilden, zwingt uns in den Bann des Künsilers. Dies bezeugten Liszts Werke sowie in ganz besonderer Art Liszts brillante Tannhäuser=Ouvertüre. Wir sahen an diesen beiden Abenden Professor Karalis vorwiegend als überragenden Interpreten eines ausgesprochen virtuosen Programmes mit zahlreichen virtnosen Bearbeitungen. Wie wir hören, hat der Meister die Absicht, uns noch mit einem Abend klassischer Komponisten zu erfreuen.
Dr. Karl Scheidle.
Violinkonzert Prof. Franz Bruckbauer.
junge Wiener Meistergeiger spielt an seinen Innsbrucker Abend am Dienstag, 16. Oktober 19 Uhr im Riesensaale der Hofburg Sonaten in Debussy und Enesco und Stücke von Dehust zum Abschluß die rassige, größte Virtuosität #er langende „Tzigane“ von Ravel. (Vorverkaus 11. Oktober bei Johann Groß.)
Zum dramatischen Abend am 5. Oktober. Im Nachtrag zum dramatischen Abend Foresti=Süßengutö im ükvereinssaal sei noch die feine, künstlerische Umrahmunz erwähnt, die Hans Solty mit seinen Darbietungen an Klavier der gelungenen Veranstaltung gab und sie se einem geschlossenen Ganzen abrundete, dessen Eindruck ue in uns wirkt.
Das Polizeipräsidium Innsbruck sucht für sofort we französische Dolmetscher, die die französische Wort und Schrift sicher beherrschen, und eine Schrer
raft für kransöstsch = 60p4e —
kran für franzosische Schreibmaschmnenkerte.
wollen sich täglich, außer samstags, in der 33#70 15 bis 17 Uhr im Polizeipräsidium, Sillgasse, Zu# 119, melden.
neral Betho
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