Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:10
- S.34
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Seite 2 Nr. 99
Tiroler Tageszeitung
Stadt Zaitd
Kinderhilfswerk Tirol
Alle in Tirol lebenden reichsdeutschen Kinder, gleich welchen Alters, sind wegen Beschleunigung des Rücktransportes umgehend zu melden. Die Meldung erfolgt an das Kinderhilfswerk Tirol, Innsbruck, Museumstraße 21, 2. Stock rechts, oder an die Bezirksstelle Kufstein; sie muß enthalten: Kennwort „Kinderrücktransport“, Name des Kindes, Alter, derzeitiger Aufenthaltsort, Heimatanschrift, ob allein in Tirol oder mit Verwandten und Gesundheitszustand.
Rücktransport von Italienern aus Ungarn
Am Sonntag trafen am Hauptbahnhofe in Innsbruck 300 Italiener (Zivilisten) aus Ungarn ein, die nach kurzem Aufenthalt über den Brenner in ihre Heimat weiterbefördert wurden.
Taschendiebstähle
In Innsbruck wurden in den letzten Tagen folgende Taschendiebstähle verübt: Einer Frau aus Graz auf der Hungerburgbahn eine Geldtasche mit 260 Mark; in einem Kino einem Kaufmann aus Salzburg eine Brieftasche mit 1700 Mark; in einem Laden in der Kapuzinergasse einem Kaufmann eine Aktentasche mit 200 Mark und Bezugscheinen; in Amras in einem Lebensmittelgeschäft einem Stadtarbeiter eine Brieftasche mit 935 Mark.
Um die gegenwärtige Wohnungslage genau klarzulegen und um jegliche Unregelmäßigkeit zu vermeiden, entscheidet die Wohnungskommission, die dem Colonel Gouverneur Militaire von Tirol untersteht, wie folgt:
1. Alle Franzosen und alle Mitglieder der alliierten Verbindungsstäbe vom französischen Kommando, die eine Wohnung (Villa, Wohnung oder Zimmer) im Stadtgebiet Innsbruck=Igls innehaben, müssen im Besitz eines „Bon d’Occupation“, der von den französischen Behörden ausgestellt ist, sein.
2. Das „Office des Logements“ (Maria=Theresien=Straße Nr. 13) ist die einzige Behörde, die derartige „Bons d"Occupation“ ausstellen kann.
3. Die „Bons d’Occupation“ sind aus grünem Papier und sind nach nachstehendem Muster:
Gouvernement Militaire du Tyrol Office des Logements de la Garnison d’Innsbruck
Bon d’Occupation Nr. 0901
D ammemnnn Comprenant u
Situe InnummmennmmunN0.
appartement à M. #
est requisitionné pour les besoine de l’Armée.
Beneficiaires: uuman P. C. Le unmnmans. 194
Le Colonel mmmmmmmmmn president
de la Commission des Logements!
Um gültig zu sein, muß jeder Von folgenden Inhalt aufweisen:
a) Ausgeschrieben und leserlich, Name und Dienstgrad des Direktors des französischen Wohnungsamtes,
b) Unterschrift dieses Offiziers,
c) Stempel des französischen Wohnungsamtes.
4. Jeder Okkupationsschein, der nicht diesem Muster ent
spricht, ist ungültig.
Alle alten Okkupationsscheine, die vom Wohnungsamt der Genietruppe oder vom Office des logements oder von irgend einer anderen Dienststelle ausgestellt wurden, verlieren am 26. Oktober 1945 ihre Bültigkeit.
Jeder, der nach diesem Datum keinen neuen Okkupationsschein besitzt, wird behandelt, als ob er eine ungesetzliche Beschlagnahme durchgeführt hätte.
5. Ebenso wie Personen, die ungesetzlich eine Wohnung beschlagnahmen, werden auch alle Wohnungsbesitzer gericht
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Die Sonderausstellung Lois Egg im Rundsaal des Tiroler Landesmuseum ist nur noch bis einschließlich Samstag, den 20. Oktober, geöffnet. Vom 21. bis 27. Oktober ist das Museum zur Vorbereitung der zweiten Sonderausstellung geschlossen.
Kranewitter=Abend in Telfs. Der Kultur= und Propagandaausschuß der Österreichischen Volkspartei — Stadtparteileitung — veranstaltet unter Mitwirkung der Tiroler Heimatbühne — Leitung Karl Pelzl — am Mittwoch, den 17. Oktober, um 20 Uhr im Rathaussaal in Telfs einen Kranewitter=Abend. Zur Aufführung gelangen „Die sieben Todsünden“. Es spricht Parteisekretär Baumann. Der Kartenvorverkauf findet in der Gemeindekanzlei Telfs statt; Preise der Plätze: 4, 3 und 2 RM.
Todesfälle
In Angath starb Ursula Gruber, Bauerstochter und Haushälterin beim Polz, im 60. und Maria Ellinger, Fabrikarbeitersgattin und Näherin, im 67 Lebensjahre.
Von Oberperfuß ist Johann Stolz in einem Reservelazarett in Königslutter gestorben.
In Spittal a. d. Dr. starb am 15. Juni in einem Lazarett Stabsarzt d. R. Dr. Robert Pötzelberger aus Gaißau (Vorarlberg).
lich verfolgt, die eine ungesetzliche Beschlagnahme ihrer Wohnung nicht angezeigt haben. Daher sind alle Personen, die Zimmer besetzt haben, verpflichtet, ihren Okkupationsschein den Hauptmietern vorzuzeigen:
Vor dem 26. Oktober 1945 für die Wohnungen, die zu diesem Zeitpunkt schon besetzt sind.
Im Augenblick der Beschlagnahme für die Wohnungen, die später besetzt werden.
Zu dieser Verordnung der Französischen Militärregierung wird bekannt gemacht:
Wenn ein solcher Einquartierungsschein nicht vorgewiesen wird, ist dies beim Stadtmagistrat, Neubau, Fallmerayerstraße, 2. Stock, Zimmer Nr. 378, sofort, bis spätestens 26. Oktober 1945 zu melden. Die Meldung hat mit einem vorgedruckten Formular zu geschehen, das sowohl im Rathause, Zimmer Nr. 378, als auch bei den Polizeirevieren kostenlos erhältlich ist. Die Meldung ist nur dann zu machen, wenn der Einquartierungsschein nicht vorgewiesen wird. Der Bürgermeister: Dr. Melzer.
RADIO INNARRLCK
17.30 Uhr: Unterhaltungsmusik (Schallplatten).
— 18.00: Französische Marienlegenden. Es liest Maria Rechensberger. — 18.30: Neues vom Tage.
— 18.45: Kammermusik: Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel. — 19.00: österreichischer Nachrichtendienst. — 19.15: Bunte Weltschau: Heimatkundlicher Vortrag. — 19.30: Französische Nachrichten, Paris. — 19.45: Österreichische Presseschau. — 20.00: Wiener Abend. Es wirken mit: Emilie Novotny, Isabella v. Rohn, Herta Fäßler, Roland v. Wahl, Rudi Staller, Karl Emmerich Gasser, das kleine Funkorchester. Leitung: Richard Haag. — 21.10: Tanzmusik (Schallplatten).
Billige Strümpfe
Der Präsident der Chikagoer Abteilung des amerikanischen chemischen Institutes teilt mit, daß man nun eine neue Art von Garn erfunden habe, das bei der Herstellung von Strümpfen Anwendung finden werde. Diese „Nylon=Strümpfe“ dürften nur 25 Cent kosten und können nach dem Auswaschen und Auswringen sofort angezogen werden.
Amtliche Mittellungen
Kundmachung
Der Bürgermeister von Innsbruck verlautbart: Es ist geplant, für die Erhaltung des Eigentums der nachfolgenden Vereine und Gesellschaften kommissarische Leiter zu bestellen. Zu diesem Zwecke werden die ehemaligen Obmänner oder sonstigen Funktionäre dieser Körperschaften aufgefordert, sich innerhalb drei Tagen beim Leiter des Städtischen Erhebungsamtes behufs Auskunfterteilung zu melden (Innsbruck, Rathaus, 1. Stock, Zimmer 113). — Gitarristische Vereinigung Tirol, Innsbruck; 1. Mandolinen= u. Gitarrenklub Innsbruck; Handharmonikaorchester Innsbruck; 1. Handharmonikaklub Innsbruck; Postmusikkapelle Innsbruck; Musikkapelle Wilten; Schützenkomp. Wilten; 1. Volkstrachtenerh. u. Schuhpl.=Verein Wilten=Ost; Musikkapelle Amras; 1. Gebirgstrachtenerh.=
u. Schuhpl.=Verein „Alpina“; 1. Tiroler Volkstrachtenerh. u. Schuhpl.=Verein Innsbruck; Gebirgs=TrachtenSchuhpl. „D"Inntaler“, Innsbruck; Alt=Tiroler Heimat= u. Volkstrachtenerh.=Verein Innsbruck;
Lds.=Vbd. d. Trachten= u. Heimatv. Tirol u. Vorarlberg Innsbruck; Tiroler Trachtenverein Alpenklang, Innsbrück; Schützenkomp. Pradl; Musikverein Mühlau; Musikkapelle Arzl; Schützenkomp. Arzl; Priv. Schützenges. Mühlau; Musikkapelle Mariahilf; Innsbrucker Zitherklub, Hötting; Zitherv. „Arion“, Hötting; Musikkapelle Hötting; Tiroler Heimatbühne; Schützengesellschaft Hötting: Schützenkomp. Hötting; Volkstrachtenverein „D" Schneetaler“, Hötting; Verein „Die Gamskogler“, Hötting; Trachtenverein „D"Sprugger“, Hötting; Trachtenverein „Sandler“, Hötting; Schuhplattler „Almrausch“ Hötting; Trachtenver. Tiroler Heimat u. Landsturmstr. 1809, Hötting; Gebirgstrachtenver. „D"Burgstoadler“ Hötting; Musikverein Igls; 1. Igler Geb.=Trachtenver. Schuhplattler „DiAlpler“;
Schützengesellschaft Igls=Vill.
Arbeitermittelschule
Infolge technischer Schwierigkeiten verzögert sich der Beginn des Unterrichts an der Arbeitermittelschule noch um einige Tage. Der genaue Termin wird durch Anschlag neben dem Hauseingang der Arbeiterkammer, Maximilianstraße 7, und in der Tiroler Tageszeitung rechtzeitig bekanntgegeben werden.
Offentliche Steuermahnung
Die Steuerpflichtigen werden aufmerksam gemacht, daß spätestens am 10. Oktober zu entrichten sind die im September 1945 einbehaltene Lohnsteuer, wenn die im Kalenderjahr 1944 einbehaltene Lohnsteuer monatlich durchschnittlich mehr als 100.— RM. betragen hat, die Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer für die Umsätze des Monats September 1945. Außerdem sind die in den Steuerbescheiden angeforderten Beträge bis zum jeweiligen Fälligkeitstage zu entrichten. Zahlungssäumnis hat die Erhebung eines Säumniszuschlages von 5 v. H. der Rückstände zur Folge.
Die Finanzämter Innsbruck, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Reutte und Schwaz.
Sege Kuneg#disches Instktut für Kurfar und Wissenschaft
Kulturinstitut
Morgen, 17. Oktober, um 17 Uhr Vorstandssitzung des Kulturinstituts im Altmuttersaal. Auch der anläßlich der letzten Zusammenkunft angeregte Ermächtigungs=Ausweis zur Wahrnahme künstlerischer Belange durch Ausschußmitglieder wird an die Sitzungsteilnehmer ausgefolgt. Das Präsidium bittet höflichst um vollzähliges Erscheinen. " Gleichfalls morgen um 20 Uhr — wie bereits verlautbart — Eigenlesung der bekannten österreichischen Dichterin Paula von Preradovic, und zwar im Musikvereinssaal. Allen Freunden erlesener dichterischer Gestaltung wird dieser Abend neuerlich in Erinnerung gebracht. Kartenverkauf im Kulturinstitut, Hofburg, von 9—12 und 14—17 Uhr.
Vortragsreihe „Vom Sinn unserer Zeit“ In dieser Reihe spricht heute um 19.30 Uhr im Hörsaal des Zoologischen Institutes (Alte Universität, 1. Stock) Univ.=Prof. Dr. Hermann Wopfner über „Tirol und Österreich“.
Das Landesamt für industrielle Planung, Innsbruck, Hofburg, 1. Stock links, sucht: 1 Dipl.=Ing. der Elektrotechnik. Bedingungen: Langjährige Industriepraxis, besondere organisatorische Fähigkeiten, österr. Staatsbürgerschaft.
Bekanntmachung der französischen Wohnungskommission
Die Letaten Literarischen Sescheinungen in Feankreich
Ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, und dies ist bei der Fülle der Veröffentlichungen auf dem Gebiete des Romans, des Theaters, der Poesie, der Philosophie und Politik in diesem Rahmen unmöglich, ist es interessant, einige der in den letzten Monaten in Frankreich erschienenen Werke anzuführen. Wer eine der vielen literarischen Zeitschriften wie:
45, Confluences, Fontaine, Cahiers du Sud, arche, Revue de Paris, Les oeuvres libres, Etudes usw., durchsieht, den überfällt das Gefühl von Empörung und Verwunderung; Empörung, weil wir durch Jahre hindurch unter einer erschreckenden geistigen Tyrannei und Beschränkung gelebt haben, ohne jede Wechselbeziehung mit dem Auslande, Verwunderung, weil wir jetzt erst entdecken, wie rege und wie vielfältig das geistige Leben in Frankreich ist: noch kaum von den Folgen der Verheerungen des Krieges genesen, hat dieses Land, allen materiellen Schwierigkeiten zum Trotz, sich auf seine geistige Mission besonnen und wartet mit einer solchen Zahl an Neuerscheinungen auf allen Gebieten der Literatur sowie auch der schönen Künste auf, daß es nicht leicht ist, aus
der Menge der alten und jungen Talente eine beschränkte Auswahl zu treffen.
Unter den in den letzten Monaten erschienenen Romanen ist zuerst „Parenthese“ von Jacques Lemarchand zu nennen. Es ist die treffende Schilderung des kleinlichen Milieus einer Provinzstadt (Bordeaux), worin der Held sich aus der Erbarmlichkeit und Niedrigkeit der Umwelt durch die bewußte Anspannung aller seiner Kräfte (im Gegensatz zu den Helden Mauriacs) befreit und mit der nötigen Klarheit und Härte den Trennungsstrich zwischen dem Gestern und Morgen
zieht. Der bekannte, sonst zu Naturalismus hinneigende Schriftsteller Henri Troyat hat eine Novellensammlung „Du philantrope á la Rouquine“ veröffentlicht, in der das Phantastische und übernatürliche Stoff seiner dichterischen Eingebung ist. Es sind dies Geschichten voll durchgeistigtem Humor, voll Fabuliersucht, ungemein anregend zu lesen und doch Gegenstand manch ernstlicher Betrachtung. „Jean l"Innocent“ von L. MarcelMichel ist die wunderbare Schilderung einer fast vergessenen provenzalischen Landschaft und das Schicksal eines von der Natur benachteiligten, aber innerlich großen Dorfjungen, der, von allen verkannt, als Held des Alltags fällt und durch sein Beispiel die laue Umwelt wachrüttelt.
Auf dem Gebiete des Theaters tritt uns Francois Mauriac mit seinem zweiten Bühnenstück entgegen. Der berühmte Autor von Génitrix“ und „Noeud de vipères“ schuf ein für die Bühne geschickt zurecht gemachtes Familiendrama „Les Mal=Aimés: eine Gruppe von Menschen, die zusammengehören, versuchen es, sich aus der Enge ihrer Welt zu befreien, doch finden sie nie den Mut der endgültigen Entscheidung, alles bleibt Halbheit, so daß sie sich schließlich in ihr Schicksal der Mittelmäßigkeit ergeben müssen. Ein Problem, echt Mauriac, aber ebenso allgemein menschlich. Ganz anders ist „Huis=Clos“ von J.=P. Sartre. Ein einziges Bühnenbild, drei Personen, Dialoge über Liebe und Haß, Tod und Leben, wobei aus dem Nichts eine für alle unerträgliche Situation, die
tragisch endet, sich herausbildet. Ein blendend und tiefsinnig geschriebenes Stück, wohl eher einem Roman als einem Bühnenstück vergleichbar.
In der Dichtung weisen wir kurz auf den schmalen, aber Erlesenes enthaltenden Band „Le Ciel des Fusillés“ von Jean Marcenac und auf „Solitude“ von Philippe Decourt hin. Im ersten steht der Autor ganz auf der Linie der Dich
ter der Résistance, besonders Aragons; mächtige und herbe Bilder des Lebens und Kämpfens im „maquis“, die Kameradschaft, die diese Freiheitskämpfer mit den Opfern des Feindes bindet sowie der Haß gegen den Feind selbst kennzeichnen den jungen vielversprechenden Dichter. In „Solitude“ ist die ewige Einsamkeit des Menschen in der Welt seine Unruhe und ewige Frage an das Schicksal, das Suchen nach dem Sinn des Daseins Gegenstand ergreifender und sprachlich überaus eindrucksvoller Verse.
Aus der philosophischen Literatur sei „La grande sprkuve des démocraties“ von Julien Benda herausgegriffen, worin Ursprung, Werdegang, Fehler und schließliche Bewährung der demokratischen Grundsätze sowie deren philosophischer Wert kritisch betrachtet wird. Ein gerade für uns sehr lesenswertes Buch. Léon Blum schenkt uns in „A l"échelle humaine“ das Ergebnis einer ein Menschenleben währender politischer Laufbahn: die geläuterte Lebensweisheit eines gereiften Politikers. Sätze wie „Wir arbeiten in der Gegenwart, aber nicht für die Gegenwart“ oder „Wenn der Mensch verwirrt ist und entmutigt, dann möge er an die Menschheit denken“ sollen uns daran mahnen, im privaten und staatlichen Leben nicht am Alltäglichen und Kleinlichen haften zu bleiben, sondern
wachen Sinnes für die Zukunft wirken und groß zu denken.
Französische Literatur hat immer einen Zug zum allgemein Menschlichen gehabt: diese Wesensart ist nicht verblichen, wie wir aus den wenigen hier angeführten Beispielen der allerneuesten Zeit ersehen. Daß uns die hier besprochenen und noch viele andere Schöpfungen der neuen französischen Literatur in Kürze im Original oder in übersetzungen zugänglich gemacht werden, ist der Wunsch aller geistig interessierten Kreise und würde das Verständnis für französische Kultur außerordentlich fördern.
Dienstag, 16. Oktober 196
WOHIN HEUTE;
Dienstag, 16. Oktober
Theater
Landestheater, 19 Uhr: „Weibsteufel“
Telfs, Rathaussaal, 20 Uhr: Kranewitter=Abend „Die sieben Todsünden“.
Konzert
Riesensaal, 19 Uhr: 1. Meisterabend: Violin, konzert Prof. Franz Bruckbauer mit Ku
Neumüller (Mozarteum Salzburg)
Vortrag
Zoologisches Institut (Alte Universität, erste Stock): „Tirol und Österreich“, Univ.=Prof Hermann Wopfner
Filme:
Kammerlichtspiele: „Schlußakkord“ Zentralkino: „Lumpazivagabuydus“. Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Diple. maten“
Laurin: „Seine Tochter ist der Peter“. Löwenkino: „Das Herz muß schweigen“ Hall: „Feuerzangenbowle“
THEATER UND KUNN!
Die erste österreichische Uraufführung Die erste Uraufführung eines österreichischen Bühnr werkes im neuen Österreich findet am kommenden Saustag in Innsbruck im Tiroler Landestheater statt. Es haudelt sich hiebei um die Aufführung der Komödie „Dit Cortenia“ der Österreicherin Mathilde von Schölwörth. Richt nur die am Theater interessierten Innsbrucks sehen diesem Ereignis mit Spannung e gegen, sondern auch aus den anderen Bundesländern basa Männer des kulturellen Lebens ihr Erscheinen bei d Uraufführung angekündigt.
Ehrung für Dr. Heinrich von Schullern Von erlesener Feinheit in Inhalt und Stilistik ward Sonntagvormittag im Landestheater stattgefundene Nngenfeier aus Anlaß des 80. Geburtstages unseres beian ten und beliebten Tiroler Dichters. Dr. Wilhelm Tepser der die feinsinnigen Worte der Würdigung sprach, hatten Auswahl und Folge der Festveranstaltung diese auf"# künstlerisches Rieau gestellt, das sowohl dem Anlaz a auch dem damit verbundenen Wertinhalten durchaus# recht wurde.
Wenn wir Heinrich von Schullern"s, gedenken und d# tun wir in diesen österreichischen Tagen des Herbstes 195 ganz besonders auch ohne die Feier seines 80. Gebuns tages, dann steht er vor uns in der glücklichsten Veningung als Verkündiger sittlicher Werke, als feiner loge und nicht zuletzt in der hohen Erfüllung seiner dätrischen Berufung als Mensch. Diese vierfache Untersce dung kam in der Auswahl der Festfolge und ihrer manhaften Darsteller zum Ausdruck.
Paul Schmidt sprach die Worte Schullemschn Lyrik, die uns in ihrer Zeitverbundenheit stark berühnn ebenso plastisch und wortedel, als die Ausschnitte aus#a Roman „Jung=Österreich“, in der psychologischen Fe# und der Gehaltenheit ihrer Fassung eine Kostbatken. Dl entzückende Ironisierung seines „gesprochenen ##es## fes“ kommt der des geschriebenen gleich.
Klingend und tragend — eine Stimme, wie wü sem aus dem kürzlich erlebten Lieder= und Arienabend inde# Erinnerung haben, klang das Lied Blanka Flür: Schullern, die Vertonung einiger Strophen von Säc lern. Edith Boewer, Siegfried Süßenguthch Roland und andere bemühten sich in künstlerischer, fün geschliffener Darstellung um die gelungene Aufführungd Einakters „Die Flucht“ von Schullern, der zuate# problematisch nicht immer schwer aufgefaßt werdenmis
Irmgard Schulz. Klavierabend Martin Imaz. Voll südlichen Sc# ges, voll Feuer und Temperament, in einem meistethafn Können zum Ausdruck gebracht, so machte uns der sur spanische Klaviervirtuose mit seiner Eigenart der ## fassung und Wiedergabe eines auserlesenen Progtaum bekannt, die uns in einem künstlerisch geschlossenen An ebenso überraschte als faszinierte. Diese Kaskaden sa hender Läufe, diese „geballte Kraft des Fortissimo, dier mer wieder von straffer Zucht zurückgenommen, sich schwingende, wiegende Weichheit auflöste und die des Anschlages, die Verborgenheit des Pianos nie### letzte, sind Vorzüge, die, mit dem spanischen Naturell### eint, einen unmittelbaren Kunstgenuß erstehen ließen. 2 haft erfreuen wir uns dessen noch in der
Erinnerung.
SBORTUND SPIE
Sportergebnisse vom Sonntag Der ATSV. Landeck unterlag gegen Sportverein Jus bruck 3 : 2 (1 : 2). Schiedsrichter Lorenzi. Die Jugend mannschaften beider Vereine spielten 5:2 (3:0 fl Innsbruck, Schiedsrichter Jonke.
Die bisher ungeschlagene Elf des SC. Kufstein un lag am Sonntag gegen FC. Wörgl 3 :0. Torschützen # Wörgl waren Mayr, Adelsberger, Winner. Das Vorste der Reservemannschaften war gleichfalls für Wörgl 3:1 FC. Imst gegen SV. Silz gewann mit 5:4 (1: Bei der Fußballmannschaft Imst spielten vier französssGastspieler.
Das Rückspiel des Polizeisportvereins Innsbruck den „Fußballklub Hall endete 4:1 für die schaft. Damit setzte sie ihre Siegesserie fort.
Den ersten Fußballkampf einer heimischen gegen e# französische Mannschaft auf dem Tivolisportplatz bestits Rot=Weiß Innsbruck und das 13. Bataillon Chasseut Alpine. Das Spiel endete 3 :0 (0 :0) für Innsbruck. drei Treffer erzielten in der zweiten Halbzeit Bortolom, Rosina I und Oster. Das Spiel war technisch einwand frei und fair. Das Vorspiel der Jugendmannschaften Jne und. Rot=Weiß verlief unentschieden 1:1 (1;0).
In einem Handball=Blitzturnier, an dem sich zwei schaften der Turnerschaft Innsbruck, eine Mannschaft d# Universität und die Innsbrucker Sportvereinigung der ligten, siegte letztere. Die Ergebnisse waren:
28 J. B 8: 0, 26 I. A gegen Universtät 192. 363.8 gegen Universität 7 :1, SSJ. A gegen 26J. B 3:1 Universität gegen XSJ. B 4:3 und J6V. gen 263. A 5:3.
Im Jugendhandball siegte T5J. gegen Die Haller Mädel siegten gegen die Turnerschaft Jun Prück J:.
Zeitungs=Makulaturpapier abzugeben Andreas=Hose Straße 4, Parterre.
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