Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 101
Tiroler Tageszeitung
Donnerstag, den 18. Oktober
Die österreichische Hochschulwoche in Graz
Innsbruck, 17. Oktober.
In Graz fand in der Zeit vom 7. bis 14. Oktober eine Österreichische Hochschulwoche statt. Sie wurde von der österreichischen demokratischen Studentenschaft in Zusammenarbeit mit den Grazer Hochschulen veranstaltet und stellte einen repräsentativen Beginn des neuen akademischen Lebens in Graz und überhaupt in Österreich dar. Gleichzeitig sollte vor dem In= und Ausland gezeigt werden, daß österreichische Wissenschaft trotz der jahrelangen Absage an den Geist ihren altbewährten Rang bewahrt hat und österreichische Kultur auch zwischen den Trümmern weitgehend zerstörter Städte weiterblüht. Dadurch wollte die Hochschülerschaft einen Beitrag zum ideellen und materiellen Aufbau Österreichs leisten.
Die Hochschulwoche fand ihren Auftakt durch eine von Fürstbischof Dr. Pawlikowski gefeierte Festmesse im Dom und einen eindrucksvollen Festakt in der Aula der Universität. In seinem Mittelpunkt stand neben Ansprachen maßgeblicher Persönlichkeiten ein Vortrag des Rektors der Universität, Geh. Rat Prof. Dr. Rauch: „Von der Heiligkeit des Rechtes, seiner Einheit und Vielfältigkeit“, der durch musikalische Darbietungen der Wiener Sängerknaben und des Grazer Bläserchors umrahmt wurde. Den Abschluß bildete ein entsprechender Festakt im Festsaal der Technischen Hochschule, wobei ihr Rektor Professor Dr. Granigg über „Die Wohltaten und übel der Technik“ sprach.
Das Programm gliederte sich in einen wissenschaftlichen, künstlerischen und sportlichen Teil. Das wissenschaftliche Programm umfaßte 20 Vorträge bekannter in= und ausländischer Gelehrter.
lag der Programmgestaltung dabei allerdings kein einheitlicher Gesichtspunkt zugrunde. Immerhin schloß sich eine Gruppe von Vorträgen zu einer weitgreifenden Erörterung der Lage und Gegenwartsaufgabe Österreichs zusammen. Prof. Dr. Popelka, Graz, sprach über den „Namen Österreichs, seine Deutung und Verbreitung", Dr. Treu, Genf, über „Österreichs internationale Lage", Dr. Nitsche, Zürich, über „Die Aufgabe des österreichischen Geschichtsforschers der Gegenwart und seinen Beitrag zum Aufbau eines österreichischen Staatsbewußtseins“, Professor Doktor Schmid, Graz, über „österreichs Aufgaben in der Pflege der Sprache und Kultur der slawischen Völker“, Prof. Dr. Geramb. Graz, über „Volkskultur in österreich“, und Bundesminister a. D. Präsident Prof. Dr.
Taucher, Graz, Rektor Prof. Dr. Platzer, Leoben, sowie Landesrat Privatdozent Dr. Wultsch, Graz, über konkrete Fragen des österreichischen Wiederaufbaues. Es sei darauf hingewiesen, daß der Vortrag des Herrn Dr. Treu spontan in eine herzliche Kundgebung für Südtirol ausmündete.
seien weiters einige Vorträge erwähnt, die für Innsbruck von Interesse sind. Herr Jean Lebeau, der als Vertreter der französischen Militärregierung in Österreich an der Hochschulwoche teilnahm, sprach über „Die französische Widerstandsbewegung und ihre Dichtung"; Prof. Dr. Thirring, Wien, der derzeit als Gastprofessor an der Universität Innsbruck weilt, hielt einen Vortrag über den „Weltfrieden als psychologisches Problem“ und der Innsbrucker Privatdozent Doktor Muth über das Thema „Humanismus und Wissenschaft". Der Dichter Werner Bergengruen gab eine Lesung aus eigenen Werken.
Von hervorragender Bedeutung war das umfangreiche künstlerische Programm.
Im Rahmen der Sportveranstaltungen kamen u. a. Tennio=, Schwimm= und Leichtathletikmeisterschaften der Studentenschaften von Graz, Innsbruck und Leoben zur Austragung, weiters fanden ein Staffellauf quer durch Graz und mehrere Hand= und Fußballspiele statt.
Ein großer Gesellschaftsabend in den Redoutensälen und mehrere kleinere Veranstaltungen gaben den Grazer Studenten und ihren Gästen, unter denen sich zahlreiche Schweizer und auch viele Innsbrucker Hochschüler befanden, sowie der Grazer Gesellschaft reichlich Möglichkeit zu geselligem und unterhaltendem Beisammensein.
Im Rahmen der Hochschulwoche ergab sich auch erstmals die Gelegenheit zu umfassenden Besprechungen der studentischen Vertretungen aller österreichischen Hochschulen. Sehr begrüßt wurde die Anwesenheit der stellvertretenden Generalsekretärin der Europäischen Studentenhilfe, Miß Rowland, die es ermöglichte, konkrete Vorarbeiten einer weitreichenden Hilfe dieser Organisation für die Grazer Hochschulen zu leisten. Im Anschluß an die Hochschulwoche begab sich Miß Rowland nach Innsbruck, um hier zum selben Zweck Besprechungen durchzuführen.
Wer jetzt an der Grazer Hochschulwoche teilnahm und im heurigen Sommer an den College=Wochen in Alpbach mitgewirkt hatte, wird notwendig zu einer vergleichenden Stellungnahme veranlaßt. Die Absichten, die mit beiden akademischen Veranstaltungen verfolgt wurden, waren grundverschieden. In Alpbach strebten die Dozenten und Studenten, zur überbrückung der Vereinzelung, in die durch die Umstände der letzten Jahre der Akademiker gedrängt war, nach einer neuen akademischen Gemeinschaft, die in gleicher Weise einerseits Lehrer wie Hörer umfassen, andererseits auch über die Grenzen der engeren Heimat hinauswirken sollte. Diese „Civitas academiea“ sollte ihre tiefere Unterbauung finden in einer neuen dialogischen, also die Gesprächspartner
aneinander bindenden Lehrmethode, die sich ausweiten kann zu planmäßigen Forschungsgesprächen zwischen den Vertretern der verschiedensten Fachwissenschaften. In Alpbach war ein erfreulicher Ansatz in dieser Richtung gefunden worden. Auch wurde dort nach einer ideellen Grundlegung der akademischen Gemeinschaft gesucht und zu diesem Zweck eine jedem Fachstudium zugrunde liegende geisteswissenschaftliche Durchbildung des Studenten angebahnt. Demgegenüber war die Absicht, den österreichischen Akademikern einen Blick ins Ausland tun zu lassen und den ausländischen Dozenten und Studenten österreichische Wissenschaft und österreichisches Hochschulwesen aufzuzeigen, durchaus zweitrangig und nur durch die Gegenwartsumstände bedingt.
Deshalb zogen wir uns damals zurück in ein kleines Tiroler Gebirgsdorf, wo jede Ablenkung vermieden werden konnte und oblagen dort ernster Arbeit. Trotzdem, beziehungsweise gerade aus diesem Grunde, wurden die internationalen Hochschulwochen in Alpbach eine eindrucksvolle Demonstration österreichischer Art und österreichischen Zukunftswillens. Die Grazer Hochschulwoche wollte hingegen im wesentlichen nichts anderes als repräsentieren und bot daher für die Veranstaltung eine großzügige Organisation auf. Sie hat das ihr gestellte Ziel zweifellos erreicht. Dafür muß der Grazer Studentenschaft rückhaltlos gedankt werden. Dozent Dr. Muth.
Urteile des mittleren Gerichtes der Militärregierung
Vor dem mittleren Gericht der Militärregierung in Innsbruck hatte sich am Dienstag, den 16. Oktober, der neuernannte Bürgermeister der Gemeinde Vorderhornbach bei Reutte, Hermann Köck, wegen unerlaubten Waffenbesitz, falscher Angaben und Widerspenstigkeiten gegenüber den Besatzungsbehörden zu verantworten. In der Anklageschrift hieß es, er habe wiederholt verschie
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Dipkomatie, Tresse und Tolitik
im Deitten Reich
Aus dem Tagebuch eines Journalisten 7. Fortsetzung Warum floh Rudolf Heß? Während Hitler beim Pfefferminztee Zukunftsideen entwickelte und der Sklave seiner eigenen politischen Phantastereien wurde, während Göring in Karinhall mit einer eigens für ihn gebauten Eisenbahn=Kleinanlage spielte, während die Männer der Tafelrunde Hitlers täglich auf die Bilderjagd gingen und so die Phantasiepreise auf dem Kunstmarkte verschuldeten oder Witze für die Abendunterhaltung des Führers sammelten, saß Rudolf Heß mit einigen Vertrauten hinter fest verriegelten Türen und verhangenen Fenstern des Hauses Wilhelmstraße 64 in Berlin und — pendelte Er rief und beschwor die Geister, während sein erster Adjutant Leitgen früher ein hoffnungsvoller Schriftleiter beim
Scherlverlag, die Geschäfte der Parteikanzlei erledigte, da der Stellvertreter des Führers oft tagelang im Banne der Geister und daher arbeitsunfähig war Was lag näher, als sich dieses Mannes für einen teuflischen Plan zu bedienen? War es doch leichter als bei jedem anderen Parteiführer, sich beim Mißlingen laut und deutlich von dem Auftrag zu distanzieren. Heß war Hitler hörig und die ihm von
denen Ansuchen der zuständigen Militärbehörden nicht entsprochen und dem ehemaligen Bürgermeister Adolf Köck, der als Sekretär bei dem Angeklagten tätig war, mit Strafe bedroht, wenn er sich weiterhin der Besatzungstruppe annehme. Am 27. Juli wurden anläßlich einer Hausdurchsuchung im Hause des Angeklagten drei Jagdgewehre gefunden. Nachdem dieser in einem amt
Hitler suggerierte Englandmission war bald seine fixe Idee geworden, der er Tag und Nacht nachsann. Als weitere günstige Voraussetzung kam die Passion Heß" für fliegerische Leistungen hinzu, hatte er doch kurz vor dem Kriege — gegen internationale Konkurrenz — den Zugspitzenflug gewonnen.
Alle Anzeichen sprechen dafür, daß der Englandflug nicht nur mit Wissen und Unterstützung Hitlers in aller Stille, aber von langer Hand vorbereitet wurde, sondern daß Hitler der Inspirator war. Die Zahl der Eingeweihten blieb auf ein Minimum beschränkt, denn Hitler kannte die Schwatzhaftigkeit und Geltungssucht seiner Umgebung. Es ist nicht bekannt, ob Hitler bis zum Tage des Abflugs mit Heß verhandelt hat. Hitler wußte aber, daß Heß bei Messerschmitt in Augsburg einen sechswöchigen Spezialkurs für die flugtechnische Bedienung der „Me 109“ absolvierte. Er wußte, daß sein Stellvertreter mehrere Fernflüge zur Probe unternommen hatte, wobei er zweimal verunglückte. Heß war so gewissenhaft bei seinen Vorbereitungen, daß er mehrmals mit dem Fallschirm
absprang. Daß in der ganzen Aktion eine höhere Hand Regie führte. beweist ferner die dreimalige Verschiebung des Startes in letzter Minute. Es ist wahrscheinlich daß nicht nur Hitler. sondern mit Bestimmtheit Himmler von dem Manöver unterrichtet, war Vieles spricht dafür, daß Himmler mit Absicht seine Kenntnis verschwieg, um den unbequemen Heß auf diese Weise los zu werden. Schon einmal hatte Himmler sei
lichen Schriftstück am 21. Juni den Militärbehörden die Mitteilung gemacht hatte, daß sich keine Gewehre mehr in Privatbesitz befänden.
Der Verteidiger des Angeklagten, Dr. Pausinger, bewies dem Gericht mit Hilfe von Zeugen, daß sich der Angeklagte keiner der ihm zur Last gelegten übertretungen schuldig gemacht habe und daß die Angaben des ehemaligen Nazibürgermeisters Adolf Köck auf Unwahrheit beruhen, der laut Zeugenaussage mit Hilfe der Besatzungstruppen selbst wieder Bürgermeister werden wollte. Auf Grund dieser klaren Beweisführung wurde der Angeklagte freigesprochen.
Der 25jährige Kofler Alois aus Navis, bei dem anläßlich einer Hausdurchsuchung 15 Dynamitpatronen, Zündschnur sowie 75 Leintücher, 9 Paar Schuhe, 15 Mäntel und andere diverse Gegenstände aus ehemaligen HJ.=Beständen gefunden wurden, wurde zu 10 Monaten Ge
Amtliche Mittellungen
Reisebestimmungen
zum Erscheinen der neuen Regelung des Reiseverkehrs in Österreich, welche derzeit noch immer Begenstand der Verhandlungen zwischen den vier Besatzungsmächten ist, gelten nachstehende Bestimmungen:
a) Reisen innerhalb der französischen Zone Österreichs (Tirol und Vorarlberg) ist allen Österreichern und Angehörigen der vereinigten Nationen, die einen ordnungsmäßigen Lichtbildausweis haben (Kennkarte), frei gestattet.
b) Für eine Überschreitung der französischen Zone oder der Brenzen Österreichs ist eine Reisebewilligung der Besatzungsbehörde (Passierschein) für jedermann nötig; außerdem ist ein ordnungsmäßiger Lichtbildausweis (dreisprachige Kennkarte mit Lichtbild und Fingerabdruck unerläßlich.
c) Alle nicht zu den vereinigten Nationen zählenden Ausländer (auch Deutsche) bedürfen eines Passierscheines, wenn sie sich von ihrem Aufenthaltsort weiter als 10 Kilometer entfernen.
Reisende, die ohne Bewilligung dzw. ohne gültige Ausweispapiere auf der Fahrt angetroffen werden, müssen mit ihrer Verhaftung rechnen.
Zum neuen Fahrplan
Zu dem am 15. Oktober veröffentlichten Fahrplan erfahren wir folgende Berichtigungen: Die Züge Innsbruck ab 10.00 Uhr nach Kufstein und Innsbruck ab 0.05 Uhr nach Bregenz—Straßburg sind für Zivil bis auf weiteres gesperrt. Schnellzüge und Expreßzüge können nur für Strecken über 100 Kilometer benützt werden. Um eine Überfüllung zu vermeiden, darf für alle D= und Expreßzüge nur eine beschränkte Anzahl von Fahrkarten ausgegeben werden. Der Pullmannwagen Innsbruck—Bregenz und zurück darf nur mit Fahrkarten 1. Klasse benützt werden.
Alle Fahrkarten, Platzkarten und Reiseauskünfte sind zu erhalten beim Tiroler Landesreisebüro, Innsbruck, Taxishof.
die Einrichtung der Einheitsfürsorge und die personelle Umstellung bei den Landes=Erziehungsanstalten gelangen folgende Stellen zur öffentlichen Ausschreibung: 1. eine Leiterin für ein Erziehungsheim für schulentlassene Mädchen, 2. Erzieherinnen für dieses Heim, 3. ein Leiter für ein Erziehungsheim für schulentlassene Knaben, 4. Erzieher für dieses Heim, 5. Fürsorgerinnen für die Außenfürsorge, vorab in den Landbezirken (Besundheits=, Jugend= und Säuglingsfürsorgerinnen). Die Stellen werden vertraglich vergeben. Alle diese Kräfte sollen staatlich geprüft und praktisch erfahren sein oder zumindest jahrelange Berufserfahrung auf ihrem Gebiete aufweisen können. Bewerber sollen ihr Gesuch unter Beigabe eines handschriftlichen Lebenslaufes, der insbesondere über
die berufliche und politische Vergangenheit Aufschluß gibt, an das Landes=Jugendamt in Innsbruck, Haydnplatz 5, einreichen.
Wiltenberg=Linie — ein Stiefkind?
Seitens der Innsbrucker Verkehrsbetriebe wird nitgeteilt:
Da durch die Bombenangriffe auf die Stadt Innsbruck beinahe sämtliche Obuslinien ausgefallen sind, ging das Bemühen dahin, diese im Laufe der letzten Monate wieder instandzusetzen. Selbstverständlicherweise war maßgebend, daß die am wenigsten beschädigten Linien, da sie ja in kürzerer Zeit wieder in Betrieb genommen werden konnten, zuerst instandzusetzen sind. Es
nen Herrn und Meister Hitler durch sein Schweigen bloßgestellt, als dieser zusammen mit Göring bei der Mesalliance des damaligen Kriegsministers von Blomberg Trauzeuge war und die peinlichen Umstände dieser Heirat zur sofortigen Entlassung Blombergs aus Amt und Würden führten.
Die geschmacklose Darstellung der angeblichen Flucht Heß" gehörte zum Gelingen des Planes; die Komödie mußte auch vor dem deutschen Volke zu Ende gespielt werden. Noch bevor Heß in Schottland abgesprungen war, hatte Himmler den Befehl zur Verhaftung aller Naturheilärzte und aller des Okkultismus und Spirktismus verdächtiger Menschen gegeben. Heß" Leibarzt Schmidt mit all seinen Jüngern wurde verhaftet; die Adjutanten und Mitarbeiter wurden bis zum Ende des Krieges hinter Schloß und Riegel gehalten. Das von Hitler selbst verfaßte erste Pressecommuniqué wurde bereits kurz vor 20 Uhr des gleichen Tages von dem Reichspressechef Dr. Dietrich dem damaligen Leiter der deutschen Presse Fritsche aus dem Hauptquartier nach Berlin durchtelephoniert
zu einer Zeit also, als Heß kaum die Küste des Kontinents verlassen hatte Mit allen Mitteln sollte das Täuschungsmanöver zum Gelingen gebracht werden, doch die Engländer fielen nicht darauf hinein — weil Hitler die Engländer verkannt, diese aber den Führer um so besser erkannt hatten.
In der nächsten Fortsetzung lesen Sie: Metropole im Flammenschein des Untergangs.
fängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte sich dahingehend verteidigt, daß er die Dynamitpatro, nen zum Sprengen von Wurzelstöcken benötiot habe. Der 25jährige tschechische Staatsangehörez Chonrac Rudolf wurde wegen Expressung eines Bauern zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt
Die französische Militärregierung weist an die ser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hin daß jeglicher Besitz von Waffen, Explosivstoffen u. dgl. strengstens bestraft wird und laut Verord, nung 200 der Militärregierung die Todesstraz verhängt werden kann. Sie macht alle diejenigen. die sich jetzt noch im Besitz von Waffen befinden aufmerksam, diese sofort bei der zuständigen M. litärbehörde anzumelden. In Zukunft wird alle, bei denen trotzdem noch Waffen vorgesunde werden, mit der unerbittlichsten Strenge vorggangen.
wurde, diesem Grundsatz entsprechend, eine In standsetzung der Obuslinien wie folgt beschlossen Linie Arzl, Linie Pradl, Linie Hötting und al letzte Linie Wiltenberg=Mentlberg. Einen ande ren Gesichtspunkt zur Instandsetzung konnte man nicht einnehmen, da an allen diesen Linien Bri. tätige wohnen und so eigentlich keine Klasse du Bevölkerung benachteiligt wurde.
Ein Befahren der Obuslinien nach Wiltenberg mit Autobus war bisher wegen der bestehende Treibstofflage nicht möglich. Durch die derzeitig Versorgungsmöglichkeit mit Permagas ist es mög lich geworden, bis auf weiteres je zwei Kurs früh, mittags und abends zu führen. Sollte jedoc die Permagasanlage durch einen der häufig aus tretenden Schäden wieder ausfallen, so besteh der Zwang, die Linie für diese Zeit wieder ein zustellen.
Es liegt also keinerlei Bevorzugung irgen eines Gebietes vor. Es waren bei der Instand setzung lediglich technische und wirtschaftliche 6 wägungen maßgebend.
Aufruf
Im Sinne der Rehabilitierung nach § 4 des Beantüberleitungsgesetzes können Berufsmilitärpersonen ödm. Staatsbürgerschaft, die in der Zeit vom 4. März 193 bis 13. März 1938 aus politischen Gründen oder senn bis 27. April 1945 aus politischen Gründen oder m Gründen der Abstammung aus dem Dienstverhältnis ub lassen oder sonstwie ausgeschieden sind — außer ven nationalsozialistischer Betätigung — Ansuchen and Staatskanzlei Heeresamt einbringen.
Beizufügen sind beglaubigte Abschriften vom:
1. letzten Ernennungsdekret,
2. Ruhestandsversetzung,
3. ev. Maßregelungsdokumente,
4. Geburts= und Taufschein und Heimatschein,
5. pol. Wohlverhaltungszeugnis,
6. ev. Dienststraf= oder Disziplinarerkenntnisse, die mu i
Entlassung zusammenhängen,
7. ev. Gerichtsurteile und Haftverfügungen und
8. Anschrift der Stelle, welche derzeit die Pensenen un
zahlt.
Zur Beschleunigung der Wiedergutmachungsverfahm sind die Ansuchen bis 22. Oktober 1945 an das gefenti Amt in Innsbruck, Hofburg, einzubringen.
Das Staatskommissariat für Bundesangelegenheitn
öffentliche Versteigerung
Am 23. Oktober um 9.30 Uhr findet auf dem Pal platz am Brennerpaß eine öffentliche Versteigerung d nachfolgenden alten Autos statt: Zwei Autobusse (Reise wagen) Fabriksmarke Fiat, ein Autobus (Reisewagnl Fabriksmarke Alfa Romeo, ein Lastkraftwagen Fabilimarke Fiat, ein Lastkraftwagen unbekannter Fabriksmant ein Lasikraftwagen V 8 Holzgaswagen, ein Traktor de ledogue lance), ein Posten von 6 Karosserien leichtn Iw sonenwagen. Über den Brundpreis hinaus wird für kaufsspesen ein Aufschlag von 11 Prozent verlangt. In dem Meistbietenden wird der Ankauf zugesprochen. Di Kaufsumme ist in Besatzungs=Schillingen zu bezahlen; in folgedessen haben sich die Kaufliebhaber mit diesem Seh zu versehen.
Einschreibungen an der gewerblichen Fortbildungssau für das Nahrungsmittel= und Bekleidungsgewerbe. An Lehrlinge und Lehrmädchen von Innsbruck und auswäls die noch nicht eingeschrieben sind, werden am Donnerster den 18. Oktober, in der Zeit von 8—11 Uhr vormitta# in der Direktionskanzlei der Knabenhauptschule in A. Leopoldstraße eingeschrieben. Schulzeugnis und Lehwer trag sowie 5 RM. sind mitzubringen. Alle Lehrlinge u Lehrmädchen haben sich am Montag, den 22. Oktober, n
3 Uhr in der Leopoldschule zur Eröffnung des jahres einzufinden.
Märkte
Der Tiroler Braunviehzuchtverband hält am Samstaz den 20. Oktober, seine 16. Absatzveranstaltung für stiere in Imst mit nachstehender Zeiteinteilung ab: 8 Beendigung des Auftriebes; 8.30 Uhr: Beginn der derkörung; 14 Uhr: Beginn der Versteigerung. Verbandsleitung ladet alle Interessenten zum Besuche die ser Veranstaltung ein und macht besonders die Gemeinde und Privatstierhälter darauf aufmerksam, daß dies im derrigen Herbst die einzige günstige Möglichkeit ist, den darf an Zuchtstieren für die kommende Sprungperiod zu decken. Zum Auftriebe gelangen ca. 200 gekörte Stien im Alter von 10 Monaten bis zu 2 Jahren, größtenteit streng gealpt und sämtliche mit Leistungs= und Abstammungsnachweisen versehen.
Die Landesbauernschaft gibt bekannt: Im Schwaz welden in nächster Zeit folgende außertoursich Viehauftriebe abgehalten: Samstag, den 20. Oktoöet, in Manrhofen, Freitag, den 25. Oktober, in Zell am Zuler Samstag, den 27. Oktober, in Fügen, Samstag. d# 10. November. in Jenbach. Die Herren Bürgermeistet für die Auftriebsorte in Frage kommenden Einzugsgemeinden werden gebeten, die Auftriebe ortsüblich bekanntzumschen. Für den Absatz ist gesorgt.
Unaufgeforderte Einsendungen von der Schriftleitung der „Tiroler Tages zeitung" nicht zurückgereicht.
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