Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:10

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konnerstag, den 18. Oktober 1943
Tiroler Tageszeitung
Nr. 101 Seite 3
Kar Roidt
Aiter Zeitel
Hundert Tage!
eigentlich kein Anlaß, um ein Jubiläum zu stiern, und doch! Am 21. Juni ist die erste „Tisoler Tageszeitung“ erschienen und gekern folgte ihr die hunderiste Nummer.
Als am 4. Mai 1945 das Reich Adolf Hitlers # einem katastrophalen Zusammenbruch begrahin wurde, ging mit ihm auch die nationalsoziaistische Presse unter: Hunderte von Blättern im uunzen Deutschen Reich und doch nur eine Redaksion: das Propagandaministerium in der Friedschstraße. Jedes freie Wort war verboten.
lm 21. Juni erschien nach langer Pause, sehnsichtigst erwartet — man kann wohl sagen von z ganzen Tiroler Bevölkerung — die erste „Tipler Tageszeitung“. Das erste Blatt in den westsichen Bundesländern im neuen demokratischen österreich. Seither hat die „Tiroler Tageszeitung“ i geschichtlichen Ereignisse des Landes wie des unzen Staates Österreich und der internationai Politik registriert und bald auch kommenturt. Wie ein kleines Kind entwickelte sich die titung aus den Anfängen demokratischer Denlungsart und wuchs mit hinein in die neue Zelt.
ist sie über die ersten Kinderschuhe nicht hinm, wiewohl sie schon im Juli erstmals ihre igem Meinung mit der Einführung der Leitmitel vertrat.
das heutige Jubiläum sagt uns voll Gewißheit, n wir die Schlacken der Vergangenheit immer nehr von uns abstoßen und mit immer festerem schritt in die neue Zeit und ein neues Weltbild sineinwachsen, zum Wohl des österreichischen kolles wie seiner Presse. F. B.
von einem Pferd geschlagen und getötet Dr Bauer Graber beim Oberschick in Bom#rbach führte sein sonst zahmes Pferd aus in Stall zur Tränke und dann zum Wagen, um iinzuspannen. Aus unbekannter Ursache schlug
das Pferd plötzlich aus und traf den danebenstehenden 17jährigen Sohn Wilhelm Graber so unglücklich, daß er auf der Stelle tot war.
Die Fremdenlegion
Seit einigen Tagen hat die Fremdenlegion ihr Werbebüro in Insbruck, Museumstraße 21, eröffnet. Anschläge in den Straßen der Stadt fordern Interessenten zum Eintritt in die Legion auf.
Die Legion ist am 31. März 1881 von König Louis Philipp von Frankreich gegründet worden. Sie wurde in Sidi=Bel=Abbes südlich von Oran in Algerien stationiert, wo sich noch heute ihr Zen. trum und der Ort der ersten Ausbildung befindet. Sie setzte sich von Anfang an aus Vertretern aller Nationen zusammen. Ihr Zweck ist die Bewachung und Befriedung der französischen Kolonien. Sie war an der Eroberung und Besetzung von Algerien, Tunesien, Madagaskar, Tonkin (Frz. Indochina) und Marokko maßgebend beteiligt. Am ersten Weltkrieg haben Einheiten der Fremdenlegion freiwillig teilgenommen, und auch im soeben beendeten zweiten Weltkrieg hat die Legion zusammen mit den Franzosen auf den meisten Schlachtfeldern ihren Mann gestanden.
Explosion im Küchenherd
In Oberperfuß machte die 19jährige Hausgehilfin Marianne Margreiter aus Schwaz Feuer im Küchenherd, um das Abendessen zu kochen. Als das Feuer schon brannte, legte sie Reisig darauf. Plötzlich erfolgte eine Explosion, der Herd wurde zerrissen und das Mädchen schwer verletzt. Die Explosion dürfte vermutlich durch einen Sprengkörper, der sich unter dem Reisig befand und damit in den Ofen gebracht wurde, ausgelöst worden sein. Das schwer verletzte Mädchen wurde vom Gemeindearzt Dr. Murschetz in die Innsbrucker Klinik gebracht.
Abgängige
Aus Innsbruck =Kranebitten ist seit ungefähr 14 Tagen der 1929 in Bozen geborene Lehrling Karl Agostini abgängig.
Aus Innsbruck= Höttinger Au ist seit dem 11. Oktober der 1886 in Innsbruck geborene Bundesbahnangestellte Alfons Steinwendter abgängig.
Seit 10. Oktober wird von seinem Dienstplatz in Igls der 1877 in Jugoslawien geborene, nach Meran zuständige landw. Hilfsarbeiter Jakob Jockl vermißt.
Der Aufenthaltsort des in der „Tiroler Tageszeitung“ als abgängig gemeldeten 19jährigen Medizinstudenten Ludwig Erlacher konnte ermittelt werden.
Todesfälle
In Innsbruck starben: Maria Baur, geb. Hörtnagl, Kaufmannswitwe, 82 Jahre alt; Kreszenz M „ 69 0 b
Pircher, Wascherei=Inhaberin, 69 Jahre alt; Josef Klingler, Postbetriebsassistent a. D., 56 Jahre alt; Anna Rumeltsr, Pflegling,. 77
Ein Auto=Lafizug in den Geroldsbach gestürzt
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im 16. Oktober nachmittags wenige Minuten ch5 Uhr ereignete sich in Innsbruck in der zut der Norerziegelei bei der Straßengabelung isiln Straße—Götzener Straße ein folgenschwen Autounglück.
Um die genannte Zeit fuhr der Postchauffeur kuppitsch mit einer Zugmaschine und zwei
nit 14 Raummeter Rundholz vollbeladenen Fünfkonnen=Anhängern von Völs nach Innsbruck. In i Nähe der Straßenkreuzung nach Götzens sand auf der Bundesstraße eine Autokolonne. keim Passieren der Brücke über den Geroldsbach lmste der Chauffeur die Zugmaschine ruckartig #so daß die schweren Anhänger ins Schleudern lamen, in den Bach abrutschten und die Zugmahim über die Brücke mitrissen. Auf dem Autolastzug befanden sich acht Personen, die zum lil durch die schwere Last erdrückt, zum Teil mit hinausgeschleudert wurden.
die Berufsfeuerwehr von Innsbruck mußte geusen werden, um die unter den Trümmern liesinden Toten zu bergen, was ihr mit Hilfe von soldaten der Besatzungstruppen erst nach mehrstündiger anstrengender Arbeit gelang.
Die Toten sind: Ruppitsch Isidor, geb. 1 in Flatzbach in Kärnten, verheiratet, wohnast in Innsbruck, Kraftfahrer bei der Post;
# am Abend.
gibt Menschen, die alles im Leben schwer Umen. Sie sehen nur das Unangenehme und kinen, es sei gerade dazu da, sie zu ärgern. ldere wieder können in jeder Lebenslage etwas ltes entdecken. So finden sie selbst beim ärgsten igenwetter, daß die Natur, wie eine schöne sau, auch im dunklen Regenmantel schön ist. Das nnd die Sonnenkinder des Lebens.
die Bewohner der Städte hatten während des neges besonders viel Unannehmlichkeiten zu erngen, die natürlich nicht über Nacht verschwinin können. Es gibt heute auch in Innsbruck not aller Eneraie, mit der gearbeitet wird, und ür Hilfe der französischen Besatzungstruppen verschiedene Dinge, die das Leben nicht ge#de rosig machen. Viele Wohnungen sind zerstört ud zahlreiche Menschen haben einen weiten Weg ken und zur Arbeit.
auch das kleine Fräulein Paula muß täglich m eine Stunde und dreißig Minuten früher aufsthen. Wenn sie aber an ihrer Schreibmaschine #tt, vor dem Fenster eine Bombenruine und dafinter einen tröstlichen Bergzipfel sieht, da wohnt ganzen Tag eine stille Freude in ihr. Sie muß — nein — sie darf abends wieder heimfahren — lurch das schönste Tal mit dem lieblichsten Bähnle. rieses ist eigentlich schon ein Museumstück und röchte sichet lieber sich zur Ruhe begeben Aber Sist unentbehrlich und muß mehr denn je hin und her eilen und immer wimmeln viele ungeluldige Menschen hinein und hinaus. Da darf ga es ihm nicht übelnehmen, wenn es hie und n kleine Seitensprünge macht, mit einigen Wafin aus den Geleisen hüpft und dann stehen bleibt.
Mitter Fritz, geb. 1904 in Franzensfeste, verheiratet, wohnhaft in Innsbruck, Kraftfahrer bei der Post; Mair Johann, geb. 1912 in Innsbruck, verheiratet, Postchauffeur. Mair war früher preisgekrönter Radrennfahrer und in Tiroler Sportkreisen sehr bekannt.
Schwer verletzt wurden die 43jährige Malersgattin Anna Mariacher, geb. Kuen, wohnhaft in Vill, und ihr fünfjähriges Kind Hans Mariacher und der 20jährige Postangestellte Paul Freiberger. — Die Verletzten wurden von der Rettungsgesellschaft in die Innsbrucker Klinik überführt.
Weitere Verkehrsunfälle
In der Nacht zum 18. Oktober kurz vor Mitternacht wurde ein Radfahrer in der Völserstraße in Innsbruck unweit der Postgarage von einem Lastauto von rückwärts angefahren, niedergestoßen und schwer verletzt. Er wurde von einem nachkommenden Auto in die Klinik bracht. — Am 16. Oktober kurz vor 7 Uhr abends wurde ein 52jähriger Fußgeher an der Kreuzung Pembaurstraße—Reichenauer Straße von einem Obus niedergestoßen. Mit einem Oberschenkelbruch und einer Gehirnerschütterung wurde der Mann von der Rettungsgesellschaft in die Klinil überführt.
Es leidet niemand Schaden dabei. Die Menschen steigen friedlich oder schimpfend aus und nehmen den weiteren Weg unter die Füße. Auch dem kleinen Fräulein Paula ist dies schon öfter passiert; trotzdem singt den ganzen Tag die Freude auf diese Fahrt in ihr. Oft gelingt es ihr, den Zug um 17 Uhr 20 zu erreichen. Da liegt die Stadt wie eine Märchenprinzessin unter einem zarten Nebelschleier, durch den die grünen Kuppeln und Türme wie Smaragde im Geschmeide schimmern. Ringsum leuchten die beschneiten Bergspitzen wie blühende weiße Rosen.
Bald bleibt die Stadt zurück, dunkler Wald schiebt sich vor. Hellgrün sprudelt die Sill im tiefen Tal. Die Hochebene ist erreicht. Langsam verlöscht das Licht am Himmel, der gegen das Oberinntal die Farben einer Perlenmuschel zeigt. Nun kommen die trauten Orte, dazwischen die gute, lilabraune Erde, aufgeschlossen vom Pflug und bereit für die neue Saat. Unser „Patschergigele“ beherrscht das Bild. Aber es herrscht ja gar nicht, es liegt weich und mollig da und sieht lustig aus mit seinem weißen Käppchen, das ihm schief am Ohr sitzt. Langsam senkt sich die Nacht hernieder, die Sterne ziehen auf die Wache und auf der lieben Erde flammen die Lichtlein auf. Gott sei Dank, der Bombenkrieg hat ein Ende. Freuen wir uns wohl genug darüber, daß wir davon erlöst sind? Wäre
nicht manches leichter zu tragen, wenn wir öfter daran denken würden, wie schrecklich es war, sich, die Liebsten und die Habe nicht schützen zu können mit seiner Kraft und seinem Willen. Nun ist es vorüber wie ein böser Spuk. Wir sind froh und die Lichter leuchten zu unserer Freude Gewiß hatte auch die Verdunklung manch Gutes. Man sah in der Stadt den Nachthimmel
alt; Filidea Serinzi, ehem. Störnäherin, 81 alt; Sofie Wegscheider, geb. Pittracher, 37 J. alt; Rosina Piaz, Handelsfrau, 51 Jahre alt; Lorenz Caminades, Stadtarbeiter, 80 Jahre alt; Matthias Boeter, landw. Arbeiter, 36 J. alt.
Peter Triendl, Gutsbesitzer beim Gaßler in Oberperfuß, ein Tiroler von altem Schrot und Korn, weit und breit als landwirtschaftlicher Pionier bekannt, ist am 17. Oktober im 82. Lebensjahre gestorben. Triendl war als Tierzüchter und Pomolog seit Jahrzehnten bahnbrechend und war als Obmann der Braunviehzuchtgenossenschaft und des Obstbauvereines, der Raiffeisenkasse, sowie dreimal als Bürgermeister tätig. Sein Rinderstall sowie sein großer Obstgarten, eine der größten und besten Anlagen in weitem Umkreise, sind durch viele erste Preise ausgezeichnet. Mit dem Ehrendiplom des Zuchtverbandes geehrt, war Triendl, der durch seltenen Fleiß, Rechtschaffenheit und Umsicht sein Gut zur heutigen Größe und Blüte brachte, ein selten edler Mensch. Als echter Patriot
und Erbhofbauer ließ er trotz aller Bemühungen sich niemals für die Nazipartei gewinnen und lehnte die Parteimitgliedschaft mit seinem bekannten, gütigen, ruhigen Lächeln ab. — Die Beerdigung ist am Freitag, 19. d. M., 8 Uhr.
Im April d. J. ist bei Fiume der Gebirgsjäger Fritz Nagele im Alter von 18 Jahren gefallen. Der Sterbegottesdienst ist am 28. d. M., ½10 Uhr, in der Pfarrkirche Matrei a. Br.
*
68. Geburtstag. Am 19. Oktober vollendet Frau Anna Riedmann, Besitzerin des Gasthofes „Buchhof“ und Pächterin des Cafés „Goldene Gams“ in Innsbruck, ihr 60. Lebensjahr. Frau Riedmann verlor im Krieg zwei Söhne und zwei Schwiegersöhne. Sie ist in Innsbrucker Kreisen weit bekannt, hat sie doch als echte, gute österreicherin stets zahllosen Armen und Bedürftigen hilfreich die Hand geboten.
Das „Katholische Religionsbüchlein“ von Wilhelm Pichler und der „Große Katechismus“ (beide in gekürzter Ausgabe) erscheinen im Tyrolia=Verlag und werden noch Ende Oktober ausgegeben. Die hochw. Pfarrämter werden gebeten, durch die Buchhandlungen zu bestellen.
RADIOINNTBRICK
17.30 Uhr Unterhaltungsmusik (Schallplatten) (Innsbruck). 18 Uhr Geistige Einkehr — Reinhold Schneider: Altrussischer Glaube (Innsbruck). 18.30 Uhr Neues vom Tage (Innsbruck). 18.45 Uhr Russische Lieder und Romanzen, Alexander Wolkow. Baß, am Flügel Helene Orloff. 19 Uhr Österreichischer Nachrichtendienst. 19.15 Uhr Bunte Weltschau: Landwirtschaftliche Schule Mehrerau, Ing. Weinzierl. 19.30 Uhr Paris, Französisch Nachrichten. 19.45 Uhr Worte zur Politik. 20 Uhr übertragung aus Paris: Konzert des Nationalorchesters, Leitung Manuel Rosenthal.
und die Gestirne ohne Bogenlampenkonkurrenz und — es küßt sich so schön in den nachtdunklen Straßen! Das kleine Fräulein Paula weiß es, mitten in der Kärntner Straße im großen Wien hatten sie sich geküßt während des letzten Urlaubes von der Front. Ringsum waren Menschen gegangen, aber keiner hatte es gesehen. Trotz dieses Lobes der Verdunklung soll sie aber ja nicht wiederkommen, Gott bewahre uns!
In grünen Wellen gleiten nun samtene Wiesen mit Lärchenwäldern vorüber, dazwischen tiefere Täler mit den kleinen Heuhütten. Man spürt den feinen Ruch des Bergheus. Tausende von toten Blumenkindern sind dabei. „Denn alles Fleisch es ist wie Gras und alle Herrlichkeit des Menschen wie des Grases Blumen. Das Gras ist verdorret und die Blumen abgefallen.“...
Doch warum traurig werden, es ist nur der Sinn des Lebens. Das Auferstehen wird um so schöner sein! Es muß alles seine Aufgabe erfüllt haben und neuem Leben Platz schaffen. Vorher aber kommt die Ruhezeit mit dem weichen weißen glitzernden Schnee und den sausenden Bretteln! Die kleine Paula fühlt plötzlich den Schneewind. Da steht die Mondessichel in einem unwahrscheinlich blauen Himmel, die Berge werden immer höher und der Schnee und das Eis leuchten magisch. Man fährt wie durch ein Zauberland — das Züglein hält gerade bevor es hineingeht in König Winters Eispalast! Alle Müdigkeit ist verschwunden, wenn man sich der Schönheit hingibt. Was schadet da ein bißchen früher aufstehen müssen und ein bißchen frieren? Man freut sich schon wieder auf
die nächste Heimfahrt durchs Zauberland. Margarete Wechselhoferin.
WOHINHEUTET
Donnerstag, 18. Oktober
Theater
Landestheater, 19 Uhr: „Wiener Blut“
Vortrag
Arbeiterkammer, 19.30 Uhr: „Ilja Ehrenburgs Buch: der Fall von Paris (Hary Damrow) Filme:
Kammerlichtspiele: „Schlußakkord“
Zentralkino: „Lumpazivagabundus“ Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Diplomaten“
Laurin: „Seine Tochter ist der Peter“ Löwenkino: „Das Herz muß schweigen“.
Solbad Hall: „Feuerzangenbowle“
Seefeld: „Damals“.
Lichtspiele Fulpmes: „Alle Tage ist kein Sonnlag“
Lichtspiele Seefeld: „Damals“ Schwaz: „Via Mala“.
St. Johann: „Bajazzo“
SDORTUND FPIEL
Turnerschaft Innsbruck
Turnzeiten: In den Turnhallen der neuen Pradler
Hauptschule, Pembaurstraße, findet das Turnen zu folgenden Zeiten statt: Turner: Dienstag und Donnerstag 20.30—22.00 Uhr Halle 1; Jungturner: Dienstag und Donnerstag 19.15—20.30 Uhr Halle 1; Jugend männl. Handball: Samstag 20.30—22.00 Uhr Halle 1; Turnerinnen: Dienstag und Donnerstag 20.30—22.00 Uhr 2; Jungturnerinnen: 19.15—20.30 Uhr Halle 2; Jugend weibl. Handball: Samstag 19.15—20.30 Uhr Halle 1. — Am Mittwoch, 24. Okt., findet in der Turnerschaftskanzlei eine Vorturnersitzung statt. Beginn 19.00 Uhr. Erscheinen Pflicht.
Austria Lustenau vom Innsbrucker Sportklub 2:5 (1:0) geschlagen
Das Entgegenkommen der französischen Militärregierung ermöglichte nach Jahren erstmalig ein Fußballtreffen am Klosterkasernenplatz. Vorarlbergs sympathische Meisterelf war der Rückspielgegner. Waren die Lustenauer auf ihrem Platze 4:2 (3:2) erfolgreich, so gelang der jungen Sportklubelf dlesmal immerhin ein verdienter Sieg, der einer ausgezeichneten zweiten Halbzeit und einer vom begünstigten ersten zu verdanken war. Die Mannschaftsleistung der zweiten Halbzeit gefiel, von den Einzelleistungen waren auch die Paraden des Innsbrucker Torhüters vorbildlich. Das schnelle, teils harte Spiel wurde von Herrn Frick entscheidungssicher geleitet und in durchaus sportlichen Grenzen gehalten. Im Jugendvorspiel beider Mannschaften siegte Innsbruck 1:0.
Fußball vom Sonntag
Am Sonntag, 14. Okt., siegte SV. Silz mit 5:4 Toren gegen den FC. Imst, welcher, durch franz. Gastspieler verstärkt. ein sehr starker Gegner war.
*
Arbeiter=Turn= und Sportverein Innsbruck. Der Turnbetrieb wird am 22. Oktober in der neuon Pradier Schule, Pembaurstraße 18, aufgenommen. Turnabende nei Montag und Donnerstag ab 20 Uhr, für Frauen Donnerstag 20 Uhr. Renanmeldungen bei den Turnabenden. — Am Samstag, den 20. Oktober, Faustball. Freundschaftsspiel gegen den Arbeitersportverein Kematen in Kematen. Abfahrt um 13.30 Uhr vom Hauptbahnhof.
Arbeiterradfahrerbund Tirol. Alle ehemaligen Arbeiterradfahrvereine Tirols wollen zwecks Wiederaufbau der Vereine und Besprechung Vertreter zum Askö Innsbruck entsenden, um im Frühjahr die Sporttätigkeit in vollem Umfange aufnehmen zu können. Geschäftsstunden Dienstag 15—19 Uhr, Asközimmer, Arbeiterkammer.
THEATER UND KUNST
Großkonzert Albert Emmerich Das Institut für Kultur und Wissenschaft verwelst neuerdings auf das große Konzert mit dem prominenten Bassisten Kammersänger Albert Emmerich. Heute Abend und am 20. Oktober, beide Male um 19.30 Uhr im Riesensaal der Hofburg. Der Künstler, dem ein internationaler Ruf vorausgeht, bietet Gewähr, daß die Veranstaltung für alle Musikliebhaber zu einem besonderen Ereignis wird. Enig.
Im Interesse der Neuordnung und räumlichen Ausgestaltung des Institutes für Kultur und Wissenschaft wird gebeten, noch diese Woche von jedweder Vorsprache gütigst Abstand zu nehmen, ausgenommen sind Interessenten für Karten zum „Impressionistischen Dichter= und Liederabend“ am 23. Oktober. Diese Karten werden täglich von 9—12 Uhr und von 14—17 Uhr im Vorraum des Kulturinstitutes ausgefolgt.
Zur großen Theaterpremiere am Samstag Die am kommenden Samstag im Innsbrucker Theater stattfindende Premiere der Komödie „Die Cortenia“ von Mathilde von Schönwörth ist zugleich, wie bereits angekündigt, die erste österreichische Uraufführung seit der Wiedergeburt unseres Staates. Direktor Pleß, dessen Initiative es gelang, diese erste Uraufführung für Innsbruck sicherzustellen, bietet dabei dem Innsbrucker Publi
neine sensationelle Besetzung: die Hauptrollen spielen
Gustav Waldau, Hertha von Hagen (Bustav Waldaus Frau), sowie die aus dem Tonfilm „Die goldene Stadt“ bekannte Filmschauspielerin Inge Drexel (eine gebürtige Vorarlbergerin). Die Inszenierung des reizenden Werkes liegt in den Händen von Siegfried Süßenguth.
Gesellenbühne in Hall. Die für die Aufführung von „Im Austragstüberl“ am Samstag, 13. Okt., gelösick Karten berechtigen zum Besuch der Vorstellung am Mittwoch, 17. Okt., die für die Sonntagaufführung gelöster Karten gelten für die Aufführung am Donnerstagabend. — Die Sonntag=Nachmittagsvorstellung wurde so unerwartet zur Premiere, die bei ausverkauftem Hause unter vielem Beifall gespielt wurde.
Direktoren und Manager! Modernste SechsMann=Kapelle, derzeit in amerikanisch besetztem Gebiet tätig, möchte sich unter guten Bedingungen nach Tirol verändern. Zeitentsprechende Leistungen und Auffassung werden garantiert. Eintritt könnte ab 15. November 1945 erfolgen. Ausführliche Angebote von Wintersportplätzen und Offiziersklubs erbeten an Strodl, Innsbruck. Langstraße 35. „ 4uc,