Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:10
- S.68
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Seite 2 Nr. 110
Tiroler Tageszeitung
Montag, 29. Oktober
Vom elektrischen Strom getötet
Wie schon kurz berichtet, geriet am Innsbrucker Hauptbahnhof der 33jährige Schlosser Johann Baur beim Abmontieren einer Lichtmaschine auf dem Dache einer Dampflokomotive in den Starkstromkreis. Baur ist nun im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.
Einen Koffer aus dem Zug geworfen
Ein verwegener Diebstahl wurde im Schnellzug Straßburg—Innsbruck verübt. Ein Bursche stahl einen Koffer der auf der Plattform stand, und warf den Koffer während der Fahrt auf der Strecke zwischen Silz und Kematen aus dem Zug, dann sprang der Dieb selbst aus dem fahrenden Zug — Taschendiebstähle
wurden in den letzten Tagen in Innsbruck verübt: In einem vollbesetzten Obus einer Frau eine Geldtasche mit 175 RM und einer anderen Frau aus der Handtasche eine Mappe mit Lebensmittelkarten. — In einem Geschäft in der Altstadt wurde einer Frau eine Geldbörse mit 100 RM und in einer Papierwarenhandlung in der Museumstraße einer Beamtensgattin eine Geldtasche mit 340 RM entwendet. — Aus einem Omnibus wurde während der Nachtzeit der gesamte Lederbezug herausgeschnitten und gestohlen. — Aus dem Hausflur Erlerstraße 8 wurde ein Dauerbrandofen von unbekannten Tätern weggeführt. — Aus dem Hofraum Fallmerayerstraße 4 wurde ein Brückenwagen gestohlen und vom Lagerplatz einer Kohlenhandlung in der Innstraße 85 ein Elektromotor mit
Treibriemen.
Drei Autozusammenstöße an einem Tage
Am 26. Oktober erfolgte in Innsbruck um halb 2 Uhr nachmittags ein Zusammenstoß zweier Personenautos, beide Wagen wurden beschädigt, ein Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. — Am gleichen Tage um
halb 1 Uhr fuhren in der Kranebitterallee zwei Lastkraftwagen gegeneinander. Beide Wagen wurden schwer beschädigt, verletzt wurde niemand. — Auf der Ecke Rud.=Greinz=Straße—. Kranewitterstraße stießen zwei Personenautos zusammen, wobei beide Wagen beschädigt wurden.
Sprengkörper sind kein Kinderspielzeug!
über das tödliche Sprengkörperunglück in Gries im Sellrain, über das schon kurz berichtet wurde, wird noch gemeldet: Der zehn
jährige Schüler Anton Haider fand in der Nähe der Mühle unter einer Bank einen flaschenartigen Gegenstand aus Blech. Der Bub trug seinen Fund nach Hause und entfernte davon mit einer Beißzange einen am Flaschenhals durchgesteckten Sicherungssplint. Als der Splint entfernt war, begann es sofort in der Flasche zu rauchen und zu zischen und noch ehe der Bub die Flasche wegwarf, explodierte sie in seiner linken Hand. Durch die Explosion wurde dem Buben die linke Hand an der Handwurzel glatt weggerissen und außerdem erlitt er Verletzungen an den Beinen. Dem Buben wurde von einem ehemaligen Soldaten ein Notverband angelegt und er wurde ins Innsbrucker Krankenhaus gebracht, wo er bald darauf seinen Verletzungen erlegen ist.
Versammlungen der Österreichischen demokratischen Freiheitsbewegung
Die Österreichische demokratische Freiheitsbewegung hält in der Zeit bis zum 4. November Versammlungen in mehreren Orten im Oberinntal ab, und zwar am 30. Oktober, 20 Uhr, in Polling, am 31. Oktober, 20 Uhr, in Silz, am 2. November, 20 Uhr, in Hatting, und am 4. November, 20 Uhr, in Mieming. Es sprechen Vertreter der Österreichischen demokratischen Freiheitsbewegung aus Tirol.
erste Tiroler Friedensfest
Glockenweihe in Innsbruck, 28. Oktober.
Heute hatte Ellbögen einen großen Tag: die Weihe der ersten nach diesem Kriege in Tirol, ja wohl in ganz Österreich gegossenen Kirchenglocken. Dieser Anlaß gestaltete sich zu einem wahren Volksfest.
In feierlichem Zuge wurden die neuen Glokken am Vorabend unter den Klängen der großen Glocke von Wilten aus Innsbruck hinausgefahren und unter Begleitung der Ellbögener Musikkapelle, Schützenkompagnie und Bevölkerung an ihren Bestimmungsort gebracht. Die eindrucksvolle Fahrt wurde zu einer einzigen großen Kundgebung althergebrachten Tirolerbrauchtums, wie es einmal war und erfüllte alle Teilnehmer mit diesem stolzen Bewußtsein. Das malerisch gelegene Dörfchen prangte im Schmucke der Fahnen und Tannengirlanden, die überall angebracht waren. Jung und alt war auf den Beinen, um die so sehnsüchtig erwarteten Glokken, für deren Entstehen sie beigesteuert hatten, in Empfang zu nehmen. Endlich langte der feierliche Zug vor dem Orte an und zog
unter dem Krachen der Freudenböller und den Klängen der Musikkapelle durch den mit Tannengrün geschmückten Torbogen. Das Ehrenspalier der Schützenkompagnie, eine Vertretung der Feuerwehr und des Veteranenvereines, sowie eine Gruppe von Burschen und Jungmädchen gaben
St.
ihr das Geleite bis auf den Platz vor der Dorfkirche. Die Uraufführung eines Marsches von Franz Gutt aus Ellbögen, „Friedensglocken“. erklingt und schließlich erschallt das Lied „Glokken klingen wieder“ gesungen vom Kirchenchor. Nach der Festansprache durch Monsignore Michael Weißkopf fand der Vorabend der Glockenweihe mit musikalischen Klängen vom Turm der Ortskirche seinen festlichen Ausklang.
Am nächsten Tage fanden sich zur Feier der Glockenweihe hervorragende Festgäste ein, unter ihnen Erzherzog Eugen, als Vertreter des Landeshauptmannes Landesrat Ing. Hradetzki, der Bezirkshauptmann von Innsbruck Baron Reicher, sowie als ein Sohn der Gemeinde Ellbögen Landesrat Zechner. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister der Gemeinde hielt der von den Nazis 1942 zum Tode verurteilte Stadtpfarrer von Amras die sehr herzlich gehaltene Festrede, in der er die Entstehung der ersten Glocken besprach. Anschließend fand durch den Herrn Abt des Stiftes Wilten; Heinrich Schuler, unter großer Assistenz die Weihe der neuen Glocken statt. Herr Landesrat Ing. Hradetzki gab sodann in einer kurzen Ansprache seiner Freude über die Anteilnahme der
Bevölkerung an diesem großen Ereignis Ausdruck. Er verband hiermit die besten Wünsche für die Zukunft. (Schiller.)
Lager der Qual und des Todes
Am Samstag vormittags wurde in Innsbruck erstmals in den Kammerlichtspielen der Film über eine Reihe deutscher Konzentrationslager gezeigt. Ein Film grauenhaftester Dokumente, eine ewige Anklage gegen das nationalsozialistische System, aber auch gegen alle, die davon gewußt und doch dazu geschwiegen haben. Ein Film der Wahrheit, ohne jegliche Propaganda, der aber in der Gehäuftheit der Dokumente zur fürchterlichen Anklage wird, wenn es überhaupt noch einer solchen bedarf.
über das ganze „Großdeutsche Reich“ waren diese Lager des Graue verstreut. Bekannte Namen, wie Dachau, Buchenwald, Belsen u. a. treten uns entgegen aber auch zahlreiche andere von denen man bisher keine Ahnung hatte. Wo immer aber auch diese Gefangenenlager standen, wie sie auch immer hießen, eines wie das andere ist ein Dokument jenes Geistes, der sich in der SS. und der von Himmler geschaffenen Gestapo geoffenbart hat, eines Geistes, der weit unter dem Tierischen liegt. Dieser Film wird jedem unvergessen bleiben, der ihn gesehen. Nur mit Schaud in und Entsetzen können wir daran denken, daß aus) Menschen aus unserem eigenen Volke sich zu solcher Henkersarbeit hergaben. Zwanzig Millionen Tote starben in diesen Lagern, Männer, Frauen
und Kinder aus allen Ländern Europas. Noch furchtbarer aber ersteht die Anklage aus m gequälten Blick aller jener, die noch am Leben waren, als die alliierten Befreier in die Lager einmarschierten, um sie von ihrer Qual zu erlösen. Junge und starke Menschen stehen vor uns, die zu Skeletten wurden, zu einem Häuflein Elend, tatsächlich nur noch aus Haut und Knochen zusammengesetzt. Voll
Wunden und Blut, von Krankheit zermartert, vom Ungeziefer zerfressen, mehr dem Tode nahe als dem Leben.
Wie aber war es möglich, daß selbst Frauen und vor allem junge Mädchen sich zu Henkern dieser ärmsten Opfer hergaben? — Ist es überhaupt möglich, daß eine Frau ihr innerstes Wesen, ihr Weibtum, ihr mütterliches Empfinden so verleugnen konnte, daß sie erbarmungslos, verroht und vertiert zusah, wie Mütter und Kinder gefoltert und gemordet wurden.
Der Film ist ein ehernes Dokument gegen den Nazismus. Nicht gestellt, nicht künstlich gemacht, denn es war überflüssig, zu diesen Bildern nacktester Gemeinheit etwas hinzuzufügen. Ja, man könnte nicht einmal etwas von ihnen hinwegnehmen, und wollte man es tun, bliebe noch so viel des Entsetzlichsten, daß es allein vor der Geschichte das Urteil zu sprechen vermag.
Dieses System hat es gewagt, von Katyn zu sprechen; es hat jedenkenlos aus purer Propaganda Anklagen gegen jegliches Volk erhoben, das nicht deutsch war und sich selbst in rassischem Größenwahn als das Herrenvolk bezeichnet. Sie selbst aber sind vom übermenschen weit unter den Untermenschen gesunken. Franz Baldauf.
Am Beginne der Veranstaltung dankte der Obmann des Bundes der Opfer, Major Marinkovic, der Militärregierung dafür, daß sie die dokumentarischen Belege über die Konzentrationslager nunmehr auch bei uns zugänglich macht. „Wenn Sie“ — so schloß er — „diese Bilder gesehen haben werden, dürften Sie verstehen, weshalb wir das Grauen nicht vergessen können das sich zutiefst in unsere Seelen eingebrannt hat.“
Zum Wiederaufbau von Innsbrucks Altstadt und zur Frage der Ladenvorbauten am Marktund Burggraben
Zu obigen Fragen hat der Verein für Heimatschutz und Heimatpflege in Tirol durch seinen Obmann, Dr. Durig, Senatspräsident a. an den Herrn Bürgermeister der Landeshauptstadt. Dr. Melzer, eine Eingabe gerichtet, in welcher gebeten, wird, die zerstörten Vorbauten am Markt= und Burggraben nicht mehr aufbauen und die dadurch freigelegten, Haupthäuser ihrem ursprünglichen Charakter entsprechend erneuern zu lassen, ferner jetzt schon Vorbereitungen zu treffen, daß auch die nicht zerstörten Vorbauten an beiden Straßen möglichst bald entfernt werden und dem Wiederaufbau des Unterbergerhauses besondere Beachtung zu schenken, damit eine künstlerisch gute überleitung der Museumstraße zum Burggraben und zur Hofkirche gefunden werde. —
Weiters regte der Verein an, nach Verbreiterung des Burg= und Marktgrabens den Kraftwagenverkehr aus der Altstadt möglichst abzulenken, zerstörte Stöcklgebäude, Werkstätten und Magazine im Inneren der Altstadt, soweit sie nicht baukünstlerisch wertvoll sind, nicht mehr aufbauen zu lassen, um das Wohnen dort gesünder zu gestalten.
Schließlich wurde noch ersucht, mit dem Wiederaufbau in der Altstadt und in den übrigen baugeschichtlich wertvollen Stadtteilen nur bewährte Architekten und Fachleute zu betrauen und den Verein nötigenfalls zu Rate zu ziehen, da für eine gute Lösung all dieser Fragen eine eingehende Kenntnis der heimischen Baugeschichte und der Bauweise des Landes nötig ist.
OHIN HEUTE
Todesfälle
In Innsbruck starben: Maria Villgrater, Barmherzige Schwester, 74 Jahre alt; Hedwig Oberhofer geb. Jabinger. 40 Jahre alt; Maria Pardeller, 67 Jahre alt; Barbara Müller, Modistin, 58 Jahre alt; Therese Purner geb. Kopp, 75 Jahre alt; Andreas Lang, Kellermeister a. D., 69 Jahre alt; Adolf Bucher, 73 Jahre alt; Elise Galvin geb. Theiß, 78 Jahre alt; Friedrich Seibert, städtischer Spenglergehilfe, 59 Jahre alt.
In Brixlegg ist der Postenkommandant der Gendarmerie, Revier=Inspektor Andreas Beck, 59 Jahre alt, gestorben. Beerdigung am 30. Oktober, 8.30 Uhr früh in Brixlegg.
THEATER END KUNST
Zweite Sonderausstellung im Museum
—ahtche „ 11. Ferdinandeum Am Samstag, den 27. Oktober, hat im Museum Ferdinandeum in Innsbruck die zweite Sonderausstellung seit Kriegsende begonnen. Sie zeigt 32 Aquarelle des Innsbrucker Künstlers Paul Oberhammer. Der Bruder des Künstlers, Herr Dr. Vinzenz Oberhammer, wies mit einigen Worten darauf hin, daß es sich bei seinem Bruder. dessen Werke hier gezeigt werden, nicht um einen Berufskünstler handelt, sondern um einen Amateur. Von Beruf ist er Röntgenarzt in Salzburg. Er hat sich ganz auf die Technik des Aquarells spezialisiert und schafft auf diesem Gebiet auf so seloständige und vielversprechende Weise, daß er jedem Beschauer seiner Bilder eine reiche Fülle von neuen Anregungen gibt. Unter seinen Themen steht die Landschaft im
Vordergrund, vor allem die Steiermark und die Umgebung von Salzburg sind dabei vertreten. Daneben sind auch einige Bildnisse und Stilleben zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 27. Oktober bis zum 18. November täglich von 10 bis 18 Uhr. Ein Katalog mit Bildern führt in die Ausstellung ein.
Landestheater: 19.00 Uhr „Die Cortenia“
Konzert
Riesensaal der Hofburg: 19.30 Uhr Symphoniekers
Filme
Zentral: „Lumpazivagabundus“. (Die Vorstelluna n 3 und 5 Uhr entfällt.)
Kammerlichtspiele: „Lager des Brauens“, „Kelkommt, gleich“ (2, 4, 6, 8)
Triumphkino: „Frauen sind doch bessere Lauri: „Ehe man Ehemann wird“ Löwen=Lichtspiele: „Kora Terry“
Solbad Hall: „Der weiße Traum.“
Lichtspiele Schwaz: „Sommerliebe“. Fulpmes: „Philharmoniker“
Seefeld: „Die Feuerzangenbowle“
St Johann: „Ich vertraue dir meine Frau an.“
Erscheint in erst keine De
summer
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SPORT UND SPIE
Salzburger Sportler in Innsbruck Das große Interesse an den Gastspielen führender burger Hand= und Fußballmannschaften bestätigte sä ausgezeichneten Besuch der sonntäglichen Veranstale am Klosterkasernenplatze.
Die Salzburger erwiesen sich dank ihres weit um Spielverkehrs den Innsbruckern in technischen Belan## und auch im einheitlichen Mannschaftsgefüge als zumeist überlegen. Um so weniger ist deren oft übeiä harte Note zu verstehen.
Im Handball holten sich die Salzburger an ## mittag zwei verdiente Siege über die Turnerschal Das einleitende Treffen im Frauenhandball K# die zweite Halbzeit mit 4:4, beweist, daß es der Luns schaft an Spielerfahrung fehlt. Im Hauptspiel besikt führende Handballverein ATS V. Itzling mit 10.562 die Oberhand.
Der Salzburger Athletik=Spottklub 14 krat mittags im Vorspiel mit einer Elf aus 1938 gez zweite Mannschaft des Innsbrucker Sportklubsa 3:1 (1:0) für Sportklub Innsbruck.
Die Polizeielf erzielte im anschließenden Hamkampf einen moralischen Erfolg mit dem zustande gelen nen 2:2 (2:0) Unentschieden gegn SAK. 14. — Tirols Schwerathletik im Aufbau
In schwerem Einsatz des neu zusammengestellten standes des 1. Tiroler Ringsportklubs, war es duc sönliche -Initiative der Herren Mößmer, Foill# Randl, die von Altmeister Folladori grösl terstützung hatten. möglich, alle Voraussetzungen zu fen, um den organisatorischen und praktischen Ben wieder aufnehmen zu können. Fern jeder Politst weln # die Kraftsportler wieder zu geeinter Arbeit zustnm schließen und an die alte, ruhmreiche Tradition det sa Schwerathletik Anschluß finden. Kommenden Mitne treffen sich im Trainingslokal in der Schemmschu# Aktiven der Schwerathletik und auch an die Bommdie Aufforderung zu kommen. Die Boxsektiond# ## sportklubs wird wieder erstehen. Der Verein hatae 1. Arbeiter=Kraftsport=Verein unter Leitugr#nk Mos Gelegenheit zu
gemeinsamen Training gaeben erste gemeinsame Training findet Mittwoch den 3 19.30 Uhr in der Schemmschule, Halle 2, statt, zuden früher und jetzt aktiven Stemmer, Ringer und Vons Teilnahme und grundlegender Besprechung eingeladen den. 5
Innsbrucker Wintersportverein. Winterspolllet, ### dem I. W. V. anschließen wollen, können#sch¬# Dienstag von 15 bis 19 Uhr im Askö=Geschaftstn Arbeiterkammer, 3. Stock, anmelden.
Eröffnung einer Ausstellung im Volkskunstmuseum
Dieser Tage wurde im Volkskunstmuseum die vom Stadtbauamt veranstaltete Ausstellung „Das Innsbrucker Wohnhaus“ eröffnet. Neben Vertretern der Militärregierung und der Innsbrucker Behörden waren auch zablreiche andere Interessenten erschienen.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Dr. Melzer sprach Prof. Dr. Hammer über Sinn und Zweck der Ausstellung. Er betonte, daß Innsbruck wie keine zweite Stadt ihren gotischen Charakter, den sie bei der Gründung erhalten hat, bewahrte. In dem Wahn, großstädtisch zu bauen, sei aber im vorigen Jahrhundert sehr viel verbaut un zugebaut worden, was unserer Stadt diesen Charakter zum Teil genommen hat. Gerade jetzt, in der allgemeinen Aufbauarbeit, sei es anzustreben, Innsbruck seine ursprüngliche Gestalt wiederzugeven.
Die Ausstellung soll eine Anregung sein für alle Fachleute und Laien, das Stadtbild zu verschönern. Die erste Arbeit, die in Angriff genommen werden soll, ist die Schaffung einer harmonischen Häuserfront am Burg= und Marktgraben. Die Ausstellung zeigt etwa 80 Photos und 25 Bilder, die in überzeugender Form Gutes und Erstrebenswertes den Verunzierungen des Stadtbildes gegenüberstellen.
Die Ausstellung ist bis einschließlich 3. Na vember werktags von 10 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr frei zugänglich. Pa.
RADIOINNSRRUC
österreich
Radioprogramm für Montag, 29. Oktohe
17.30 Uhr: Unterhaltungsmusik (Schallplats Innsbruck); 18.00 Uhr: Burgenmalerei in tirol (3. Vortrag, der Adlerturm in TrenkUniv.=Pros. Doz. Dr. Otto v. Lutterotti); Uhr: Neues vom Tage (Innsbruck); 1845 U Solistenkonzert, Hilde Lins, Alt, am Flügelsch Seidel; 19.00 Uhr: Österreichischer Nachrictet dienst; 19.15 Uhr: Bunte Weltschau,-Graf mann Kayserling — Entstehung der Schue? Weisheit (Innsbruck); 19.30 Uhr Paris. — zösische Nachrichten: 19.45 Uhr: Worte zu 8 tik; 20.00 Uhr: Kongert des Funkorchesters tung Karl v. Thann. Solist: Kammersänger## Österkamp; 21.50 Uhr: Tanzmusik (Schallplatt 22.00 Uhr: Stimme der Alliierten; 22.20 Fünf Minuten Französisch (Wiederholung); 2 Uhr: Otio Stackhammer splelt.
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von einer festlich gestimmten Menge gefüllt, die süct dächtig durch zwei Stunden einer Weihestunde „Göt
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Allerseelenfeier des Kulturinstitutes
Das Österreichische Institut für Kultur und Wissenschaft veranstaltet am 1. November, 20 Uhr, in den Kammerlichtspielen eine Gedächtnisfeier „Pro Austriae mortuis“ für die Toten des letzten Weltkrieges und die in der Heimat als Opfer des Nationalsozialismus verstorbenen österreicher Aus eigenen Werken tragen vor: Josef Leitgeb. Robert Skorpil und Martin A. Groder Ferner bringt ein Streichquartett Sätze aus Werken von Josef Haydn. Kartenvorverkauf am Kukturinstitut Hofburg von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. außerdem an der Tageskasse der Kammerlichtspiele.
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Univ.=Prof. Dr. Karl Jar erinnerte in seinen leitenden Vortrage daran, wie tief auch gesamtes
m Zusammenbange die Ziele, die 8 tische Gesellschaft gesteckt hat. kaf uth sprach über das eigentliche Ne7 : von Hellas“, während terotti in seinem Lichtbildenc unvergänglichen Gestalten griechse lseß. Hermann Kinzl licher Dichtung (Sappho.=AsAischnios, Sophokles,
ungen des derzeitigen Vorstandes of. Dr. Jar. trägt sich diese mit# Vorträge, künstlerische
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nersteg zwischen 19 und 11 Uhr, Landhaus, 5“ mer 572.