Tiroler Tageszeitung 1945

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Oktober
badour
(Lepter Donaten
in der (ndende
Jugend
Erscheint in der Woche sechsmal. — Aur im Einzelverkauf erhältlich. — Dorerst keine Postzustellung. — Inseratenannahme: Innsbruck, Andr.-Hofer-Str. 4
stummer 1127 1. Jahrgang
Einzelpreis 15 pfg.
Redaktionelle Einsendungen an die Schriftleitung der „C. C.“, Innsbruck, Andreas-Hofer-Str. 4. — Druck: Tyrolia, Innsbruck, Andreas-Hofer-Str. 4
Mittwoch, 31. Oktober 1945
KUNz, Feste der Toten
zes Solbad Hall
der Stadt Hall
Wir feiern das Fest der Toten in einer Zeit der — Massengräber. Nur wenige Monate sind es her, da mußte jedem der Gedanke an den Tod vertrauter sein als die Hoffnung auf das Leben. Ein großes, gewaltsames Morden hat die Keihen der Lebenden gelichtet Europa zählt um
usikalischem Ge. 1.30 Millionen Menschen weniger, die in diesen Alois Fintl Jahren der entfesselten Dämonie der Gewalt
des Männergezung des ausgeende Lieder von eopold Wedl zu — Lied „Die Tiroler Lokalas wohl bald die
londat
zum Opfer fielen. Wo ist noch ein Haus, wo eine Familie, in der die Bitterkeit des Schmerzes und der Trauer sich nicht als Gast niedergelassen hätte? Europa war ein einziges Schlachtseld. Jener Kontinent, der einstens das Licht der kultur in die Welt strahlte, ist wie eine Toten
fte, mußte oft, kerze, deren Flackern über Ruinen und Gräber
Uendete Leistung zuckt. In den Wüsten Afrikas, in den Dschungeln ebenso wie Aiens, auf den weiten Meeren, die die Länder schönen Erfolge einschließen, wie in den unübersehbaren Lufträunen, die sie überwölbten, mähte die Sense des Todes die blühende Jugend der Welt. Welche katastrophe des Menschengeschlechtes, das sich dem Gipfel des Fortschrittes nahe wähnte! Welcher Absturz aus den Höhen eines Wolkenkratzers von Illusionen. Es ist nicht zum ersten Nale in der Geschichte, daß eine Menschheit, die das Fenseits vergißt, von der unerbittlichen Hand #üs höheren Waltens, an die Gräber hingeführt pird, damit sie ewige, bleibende Werte von verzänglichem Flittertand zu unterscheiden lernt.
An Unseren Gräbern steht die Hoffnung!“ So ust der katholische Priester der Trauergemeinde u die sich von den sterblichen überresten eines kuren verabschiedet. Wie tröstlich klingt dieses Ert in unsere Zeit! Wie mildert es die Trauer! für Tournee ge #e wendet es das niedergeschlagene Gemüt zum agenforderung an (rtrauen, daß dem tiefen Schmerz ein großer
ärch, Vorarlberg seegen entspringen mag! Wie erleuchtet es den Geist, damit er aus den Wolken der Betrübnis De Himmelsbläue aufrichtender ewiger Wahrsseiten erkennt!
4Größer ist“ — so sagt Louis Veuillot — „das sheer der Toten als die Masse der Lebenden.“ Die Gräber sind nicht stumm. Sie sprechen zu uns. Die Toten wollen nicht betrauert sein wie seie verlorene Sache. Sie leben im Frieden Gottes fort. Sie wollen aber auch in unseren Seelen weiter eine Heimstätte haben als die guten Freunde, die sie uns waren, da sie noch im Fleische weilten. Die Millionen, die in diesen zahren dahingingen, ohne ein Wort des Ab###t#schettl: suche schieds nehmen zu können, haben uns das Verrmonika. habiuenächtnis eines Opfers hinterlassen. So groß ist ertstr. 1. deses, daß, wenn wir es richtig verstehen, ein
neuer Frühling menschlicher Gesittung daraus hervorsprießen muß. Jeder von uns hat aus die
Prochaska.
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Neugestaltung der Presse
in der französischen Besatzungszone Oesterreichs
Ab 1. November 1945 ist der Beschluß des Alllierten Rates, betreffend die demokratische Presse in Österreich, in der französischen Besatzungszone wie folgt durchzuführen:
1. Wegen der Schwierigkeiten in der Beschafjung ausreichender Papiervorräte und mit Rücksicht darauf, daß in der französischen Zone keine Fabriken für die Herstellung von Zeitungspapier vorhanden sind, können außer den bei Inkrafttreten des vorliegenden Beschlusses bereits genehmigten Blättern nur drei Tageszeitungen erscheinen. Die eine wird durch die Volkspartei, die andere durch die sozialistische und die dritte durch die kommunistische Bartei herausgegeben werden. Diese Tageszeitungen können für Tirol und Vor arlberg gemeinsam oder, nach dem freien Ermessen der Parteien, auch getrennt sein. Eine wöchentliche Gesamtzuteilung von drei Tonnen Rotationspapier, das von den vorhandenen Vorräten genommen wird, soll diesen Blättern zur Verfügung
gestellt werden. Außerdem werden im Hinblick auf die Veröffentlichung zweier politischer Wochenblätter und einer überparteilichen Wochenschrift insgesamt 900 Kilogramm Zeitungspapier allwöchentlich in Reserve gehalten. Diese Zuteilungen können am 15. November überprüft und je nach dem Umfang der einlaufenden Papiermengen abgeändert werden.
2. Die Direktion des Nachrichtenwesens wird nach Anhören der Landesregierungen von Tirol und Vorarlberg über die Verteilung des Papiers unter den Zeitungen sowie über den Raum entscheiden, der den verschiedenen Parteien und politischen Bewegungen in der „Freien Tribüne“ zugebilligt werden soll.
3. Um zu vermeiden, daß Nationalsozialisten oder Reichsdeutsche ihre Hand auf österreichische Zeitungen legen, hat jede Zeitung und Zeitschrift mir im Wege des Pressedienstes der Direktion des Nachrichtenwesens die Namen ihrer Mitarbeiter
arricht
#glisch. Für Fort- ser Heeressäule der Dahingeschiedenen nur weurs werden neeh nige persönlich gekannt. Ihr Schicksal jedoch hat 211. Pel. 71622. B4 sie uns alle zu Freunden gemacht, die uns auffestunden in alen fordern und beschwören, die unverlierbaren Maupt: Undtsa#ee Perte der Seele höher zu schätzen als alle irdiGrete b schen Güter. Sie bestürmen uns, das Edle zu he
gen und zu pflegen und das Rohe zu verachten. Sie mahnen uns, das Recht hochzuhalten und die finsteren Mächte der Gewalttätigkeit zu verbannen. Sie zeugen für die Menschenliebe und warvor der Vorewigung des Hasses. Möge uns
24. Okt., wurde im
— Stubaitalbahnen
ressen. Da die 4 fun vor der Bereidigung des Haffer. Mlöge
Sachen vien in diesen Tagen der Wehmut und Besinnung die
haben Schtera Aldrans
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Seidrene le# nird igroße Gnade geschenkt sein, der Sprache der ToUwehsack mm am sin mit aufgeschlossenem Herzen zu lauschen und „den zunehen. 143 js zu verstehen! Dann könnte, ja. dann müßte ung 3 Schlüsseln an ine Zeit anbrechen, die den Frieden bewahrt, mug nach Rotter sdeil sie um das tiefste Geheimnis des Friedens Lastauto### reiß, der weder durch Waffen noch durch Veru# (Belohnung ###täge so dauerhaft gesichert werden kann wie Bürgermeisten##ch die allgemeine Achtung der großen, sittliGesetze.
Die erhabene Weltordnung, welche die Lebenen und die Toten verbindet, sie wird uns in diesen Tagen, da wir Allerheiligen und Allerseein feiern, nicht als eine bloße Vorstellung, sondern als eine Wirklichkeit kund, die unser irdiwit ausge# ###g sches Dasein erhebt und adelt, weil sie es mit
19 ##iten Kune iiem Inhalt von höchstem Wert erfüllen. kann. golleneirksban, licht umsonst stehen einige der herrlichsten und wer b.zn gößten Denkmäler, in denen sich der menschliche beist sein Ehrenzeugnis setzte, an betrauerten und verherrlichten Gräbern. Jene, die von uns gegangen sind, versanken nicht in die Schatten einer dunklen Nacht. Sie erwarten uns vielmehr
— man Fleisek in lichteren Gefilden. Das Band zwischen uns
r. Besien von z# und ihnen ist nicht zerrissen. Mag die Erinneing an h
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wobne; uung an ihre Gestalt langsam im Gedächtnis 6.1##### derblassen — das Erinnern an ihr wahres Wern, an die liebenswerten Eigenschaften, die sie und soustikesettref schmückten, wird unauslöschlich in unseren Her
abauli#le gofel zen ruhen. Dieses wahre Wesen allen Menschen
Anaren hage ums, dem die Unsterblichkeit geschenkt ist,
Ueinstellene, er schließt den Ring zwischen den Lebenden, die des
Bettwüsfer-Stiag heimgangs, und den Toten die der Auferstehunn
rans-Hon“ farren. D. Anton Gi#
und die Herkunitihrer Geldmittel bekanntzugeben.
4. In den Tagesblättern „Tiroler Tageszeitung“ und „Vorarlberger Nachrichten“ wird den verschiedenen Parteien und politischen Bewegungen eine „Freie Tribüne“ zur Verfügung gestellt, welcher in jeder Nummer mindestens eine halbe Seite vorbehalten sein wird.
5. Die Bestimmungen des Artikels 1 des Beschlusses des Alliierten Rates, betreffend die Freiheit der Presse, sind streng zu beachten.
Innsbruck, den 27. Oktober 1945.
Der Oberbefehlshaber der französischen Besatzungszone in Österreich.
Wir verweisen auf die nachstehenden Bestimmungen des Beschlusses des Alliierten Rates, betreffend die demokratische Presse Österreichs:
1. Der demokratischen Presse wird fortan die größtmögliche Freiheit im Rahmen nachfolgender Bestimmungen gewährt:
a) Es ist ihre Aufgabe, demokratische Grundsätze zu bewahren und einen entschlossenen Kampf gegen, nationalsozialistische. alldeutsche und militaristische Ideologie jeder Art in allen Erscheinungen und Auswirkungen des politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens zu führen.
b) Es ist ihre Aufgabe, nichts zu veröffentlichen, was die Sicherheit der Besatzungstruppen einer oder aller Besatzungsmächte gefährden könnte.
*) Es ist ihre Aufgabe, sich der Veröffemtlichung bösartiger Mitteilungen zu enthalten, die gegen eine oder alle Besatzungsmächte gerichtet sind und die die Absicht verfolgen, Zwietracht unter die Alliierten zu säen, oder Mißtrauen und Feindseligkeit in der österreichischen Bevölkerung gegen eine oder alle Besatzungsmächte. bzw. deren Besatzungstruppen in Österreich zu erwecken.
d) Es ist ihre Aufgabe, keinerlei Meldungen zu verbreiten, weiche geeignet sind die beste
hende öffentliche Ordnung zu gefährden.
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Sir Stafford Cripps über die kommende Völkerordnung
London, 29. Oktober.
Der britische Handelsminister Sir Stafford Cripps sagte in einer Rede in London u. a.:
Jeder Zukunftskrieg wird ungleich mehr zerstören als der Krieg der vergangenen sechs Jahre. Es ist in die Hände der Menschheit durch die großen wissenschaftlichen und technischen Fortschritte eine solche Macht gelegt, daß sie den Lebensstandard zu einer unglaublichen Höhe führen kann. Gleichzeitig gab die Forschung der Welt die Möglichkeit zur unbegrenzten Selbstzerstörung. Unglücklicherweise war es uns nicht möglich, diesen technischen und wissenschaftlichen Fortschritt mit der sozialpolitischen, wirtschaftlichen und moralischen Seite der Welt in Einklang zu bringen. Die Leidenschaften und der Egoismus der Menschheit sind tausendmal gefährlicher geworden als in der Vergangenheit.
Die Formel, auf der wir unsere Hoffnungen aufbauen, besagt vor allem, daß wir den verschiedensten Gruppen von Menschen aller Art, unterschiedlich in ihrer Lebensweise und Anschauung, ermöglichen, in einer Welt der Freundschaft zusammenzuleben, aus der wir den Krieg verbannt haben. Wir müssen durch Experimente die Wahrheit dieser Formel erhärten, die allen historischen Erfahrungen zuwiderläuft, oder wir müssen der unausweichlichen Zerstörung unserer Zivilisation entgegensehen, vielleicht noch im Laufe unseres Lebens. Wir dürfen nicht annehmen, daß der Versuch der Organisation der Vereinigten Nationen die letzte Hoffnung für die Zivilisation darstellt. Auch dieser Versuch wird nicht vollkommen sein und sicher nicht erreichen, was wir uns vorgenommen
haben. Aber wir haben eine erneute Gelegenheit dazu.
Richter Jackson über seine Aufgabe
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Dr. Anton Kin9
New York, 29. Oktober. Robert H. Jackson, der seit dem 2. Mai den Posten des obersten Anklagevertreters der Vereinigten Staaten gegen die Kriegsverbrecher inne hat, äußerte sich über seine Aufgabe wie folgt: —
„Ich würde diese Aufgabe nicht auf mich genommen haben, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, daß das verfügbare Material und das gegebene Verfahren die Möglichkeit bieten, etwas zu unternehmen, um diejenigen, die bisher dachten, wir lebten im Zeitalter der rücksichtslos geführten Angriffskriege, einer gerechten Bestrafung zuzuführen. Bevor er auf diesen Posten berufen wurde, war Jackson Richter beim Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Der jetzt 53jährige Jackson hatte bis zum Jahre 1943 eine private Anwaltpraxis. Dann trat er als Rechtsberater in den Skaatsdienst ein. Zwei Jahre später wurde er zum Staatssekretär im Justizministerium mit dem Auftrag zur Bekämpfung des Trustund Kartellwesens ernannt. In den Jahren 1938 und 1939 war er
Oberstaatsanwalt und damit Chef des juristischen Personalamtes der Regie
rung. Vom Jänner 1940 bis Juni 1941 war er Justizminister im Kabinett Präsident. Roosevelts.
„Ich hatt" einen Kameraden ...“
Nürnberg. z0. Oktober. Am Montag wurde jedem der gefangenen Kriegsverbrecher ein kleiner Zettel ausgehändigt, auf dem die Mitteilung vom Tode ihres Kameraden Ley enthalten war. Göring, der in ein Lachen ausbrach, als er davon erfuhr, sagte: „Gut, daß er dahin ist — er taugte sowieso nichts." Julius Streicher, dessen Zelle der Leys gegenüberlag, sagte: „Er war ein Schwein inwendig und auswendig.“
Verheiratung mit einer deutschen Frau — Scheidungsgrund in Polen Warschau, 23. Oktober. Ein Erlaß der polnischen Regierung bestimmt, daß jeder Pole, der mit einer Deutschen verheiratet ist, aus diesem Grund allein die Scheidung erhält. Weiters wird die Scheidung für den Fall erlaubt, als die Braut oder der Bräutigam zur Zeit der Heirat geschlechtskrank war.
Die nächste Nummer der „Tiroler Tageszeitung“ erscheint am Donnerstag, 1. November, wie an Werktagen. Am Freitag, 2. November, erscheint keine Zeitung.
Französisch=österreichisches Handelsabkommen geplant
Radio Wien verlautbarte: Demnächst wird die französisch=österreichische Handelskämmer konstituiert. Personen, die an dem Warenverkehr Frankreich—österreich interessiert sind. melden sich beim Proponentenausschuß, Wien, I., Am Hof 2, mit näheren Angaben, Export, Import usw.
Beveridge über die Zoneneinteilung in Österreich
Bei der Vorsprache einer Parlamentsabordnung bei Ministerpräsident Attlee führte Beveridge u. a. an, daß Großbritannien und die USA. nie mehr ein reines Gewissen haben dürften, wenn man dem leidenden Europa nicht helfen würde. — Die Aufteilung Österreichs in vier Zonen bezeichnete er als einen wirtschaftlichen Widersinn.
Keine Länderkonferenz mehr
Wien, 30. Okt. Landeshauptmann Piesch von Kärnten teilt mit, daß die Länderkonferenzen in Zukunft in der bisherigen Form nicht mehr stattfinden werden. An ihre Stelle treten teils Zusammenkünfte der Parteien, teils Besprechungen der Fachreferenten.
Einladung Dr. Renners an die britische Arbeiterpartei
Die englische Wochenzeitschrift „Tribune“ berichtet von einem Brief Dr. Renners an das Londoner Büro österreichischer Sozialisten und an die Londoner Delegation der Österreichischen Gewerkschaften. Dr. Renner erklärt in seinem Brief, die österreichische Regierung würde sich freuen, die österreichischen Sozialisten und Gewerkschaften in Großbritannien noch vor den Wahlen in Österreich begrüßen zu können. Dr. Renner erklärte ferner, er würde es begrüßen, wenn eine Delegatibn der britischen Arbeiterpartei nach Österreich kommen würde, um sich an Ort und Stelle über die Lage in Österreich zu unterrichten.
Österreich in fünf Jahren von der Kohle unabhängig
Der österreichische Staatssekretär für Industrie; Handel und Transportwesen gibt Radio London zufolge bekannt: Auf der letzten Länderkonferenz wurde die Einführung eines neuen Energiegesetzes für Österleich beschlossen. Durch die Ausnutzung der Wasserkräfte wird die österreichische Industrie und das Transportwesen inerhalb von fünf Jahren von der Kohleversorgung unabhängig sein. Das neue Gesetz wird es den Ländern Tirol und Vorarlberg ermöglichen, überschüsse zu exportieren.
Geburtstagsgeschenk:
40 Menschenleben
Die „Salzburger Volkszeitung“ berichtete gestern aus Mauthausen: Der 15jährige Sohn des ehemaligen SS.=Kommandanten des KZ. Mauthausen, Zierreis, erklärte bei einem Verhör u. a.: „Zu meinem Geburt#ag hat mir mein Vater vierzig (!) Häftlinge zur Verfügung gestellt, um mir das Schießen zu lehren. Ich schoß, bis alle Häftlinge tot auf dem Baden lagen. Sonst konnte ich meinem Vater nichts nachsagen.“
Zwei Tage Arbeitsdienst für — Entregistrierung der Nazis
Graz. 29. Oktober. Die Landeshauptmannschaft von Steiermark hat eine Verordnung erlassen, wonach alle män; lichen Gesuchsteller im Alter vom vollendeten 18. bis 55. Lebensjahr, die ein Ansuchen um Nachsicht von der Eintragung in die Liste der Nationalsozialisten eingebracht haben, an zwei Tagen Arbeiten im öffentlichen Interesse, in erster Linie Aufräumungsarbeiten, abzuleisten haben. Sie erhalten über diese Arbeiten eine Bestätigung, die dem Ansuchen um Entregistrierung beizuschließen oder nachträglich vorzule#en sind.
Spendet für den
Kricesopieriond!
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