Tiroler Tageszeitung 1945

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Tiroler Tageszeitung
Nr. 112 Seite 3
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gitwch, den 31. Oktober 1945
de „Schwarzen Mander“ der Innsbrucker Hofkirche, bisher wohlgeborgen im Stollen in der Kundler Klamm, werden zur Reise nach Innsbruck fertiggemacht.
die Koskieche
Ihre Geschichte und ihr Leidensweg der letzten Jahre
Seit einigen Wochen haben die Wiederaufbaunung Hoff= abeiten an der Hofkirche begonnen. Die Bevöl(üdtirala #ugvon Innsbruck nimmt daran regen Anteil,
#oiv iner wieder sieht man Schaulustige, die durch aße die hellen Kffeen Türen treten und sich von dem Zuben Hoffnung, ind deses Kleinods unserer Stadt überzeugen getragen wird sollen Die Kirche ist wie durch ein Wunder vor rich durch den fiteren Schäden bewahrt geblieben, obschon ain zugefügt #gchemm Bomben in ihrer unmittelbaren Nähe d. Die Staats= gallen sind, Alle benachbarten Gebäude sind geHungen fehlen offen worden, der Stadtsaal im Osten, das Dalle an die zu= unsft im Norden, das Wohnhaus im Westen allerdings auf ##d die alte Universität im Süden, und durch bsicht, Staats= inn Treffer am Eingang des Volkskunstdon zu sen= usuns ist sogar die Südostecke der Kirche unlußenminister= zelber berührt worden. Trotzdem ist sie bis worden, weil
#seinge Schäden an der Fassade, den Verlust aufgeschoben ###kengemäldes von Honegger in der Vornoch nicht eine ##leswwie die Zerstörung sämtlicher Fenster fast en. nbschädigt geblieben.
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Estanden ist die Hofkirche als Grabkirche für # Max (1459—1519), dem Innsbruck die eiat des Herzens war und der auch hier seine shestätte bauen wollte. Schon in der Blüte sei Jahre beschäftigte er sich mit den Plänen zu isen Werk. ließ sich von führenden Gelehrten der Zeit beraten und beauftragte hervorragende #stler mit der Durchführung seiner Pläne.
geistehende, mit Trauernden und Heiligen geückte Sarkophage aus früherer Zeit und vor ien das wappengeschmückte, von Kurfürsten i Ahnen umgebene Grabmal seines Vaters, biser Friedrichs III. mögen ihm als Anregung Dien haben. Daraus schuf er eine ganz neue ## indem er das aus Mitgliedern seiner Fa#ie bestehende Trauergeleite vom Sarkophag sste und in Lebensgröße um diesen herum grupz#ne Der ursprüngliche Plan ging dahin, einen ##en gegossenen und mit Reliefs geschmückten ##rkophag mit 40 lebensgroßen Gestalten und keinen Heiligenfiguren zu umgeben. Daß diemoumentale Werk einen eigenen Innenraum ## seiner Aufstellung benötigte, ist klar. Allerung schritt die Arbeit nur langsam fort und ist sien ihrer vollen Planung zur Durchführung
pkomnen. Beim Tod des Kaisers war erst ein siener Teil der geplanten Arbeiten fertig, der sichenbau hatte noch gar nicht begonnen, und ganze Werk hat sich fast über ein Jahrhun# hngezogen. Von den 40 geplanten Statuen #nd nur 28, von den 100 Heiligenfiguren nur 33 i Ausführung gekommen.
totdem haben wir in diesen Arbeiten eines # gößten Kunstwerke aller Zeiten vor uns. verängliche Namen sind damit verbunden, so Dds großen Nürnberger Bildhauers Peter scher, des Münchner Malers Gilg SesselBeiber, der Gießer Peter Löffler aus Insbruck und Stephan Godl aus Nürnberg. #e tritt der Belgier Alexander Colin auf, #sch durch die Erzfiguren auf dem Sarkophag j#die Reliefs an dessen Seitenwänden wohlWienten Ruhm erworben hat.
Bau der Kirche nähm erst 1549, also eine Ntation nach Kaiser Maximilians Tod, König ##hand in Angriff. Mit der Planung wurden Trienter Architekten, Crivelli und Waghi, beauftragt, die Leitung des Baues lag in Händen des Innsbrucker Meisters NikoIbüring. Nachdem der Bau durch den Türteg ins Stocken geraten war, wurde er erst ichre 1561 beendet Imgleichen Jahr wurden kocken des berühmten Innsbrucker Gießers i Leiminger, genannt Löffler, hinaufen, die noch heute von ihrem Turm erklin##und der erste Gottesdienst fand statt.
# haben es hier mit einer gotischen Hallen? zu tun, die allerdings schon starke EinS#e des beginnenden Renaissancestils zeigt. Abotik treu bleibt sie in ihrer Gesamtanlage. sr Anordnung des Chors, in den Fenstern. Astreben und dem Rippenwerk am Gewölbe Nenpore Zeugen der in Italien aufkommensenaissance, die damals nördlich der Alpen
noch fremd war und durch die Trienter Architekten zu uns nach Innsbruck gebracht worden ist, sind vor allem der Eingang mit seiner stark an die Antike erinnernden Umrahmung, die Vorhalle, die die Säulen im Innenraum schmückenden Kapitelle und noch manche andere Einzelheit.
Die Kirche war von Anfang an nicht als ein Gotteshaus für die Gemeinde, sondern als eine Grabkirche geplant. Daher die Aufstellung des Sarkophages in der Mitte des Kirchenraumes, denn um ihn formt sich der ganze Bau. Daher auch die eigenartige Stellung der Orgelempore zwischen Schiff und Chor, um dem Schiff den Eindruck eines geschlossenen Raumes zu verleihen.
Die kirchliche Betreuung des Hauses wurde den Franziskanern übertragen, die damals im benachbarten Neustift, dem jetzigen Volkskunstmuseum, ihr Heim hatten. Ihr Betchor schließt sich hinter der Empore nach Westen an. Die Kirche, ursprünglich Eigentum des Hofes, ging beim Ende der Monarchie nach dem Weltkrieg in Staatsbesitz über. Kurz nachdem die Nazis Österreich besetzt hatten, versuchten sie, die Franziskaner aus der Kirche hinauszudrängen, die Altäre daraus zu entfernen und die Kirche in ein rein profanes Denkmal umzuwandeln. Den Bemühungen des Landesdenkmal=Konservators Grafen Trapp ist es nach überwindung erheblicher Schwierigkeiten gelungen, diese Schändung des Gotteshauses zu verhindern.
Kaum hatte das Werk diese Gefahr überstanden, so trat eine neue auf den Plan: Die Schrekken des Krieges hatten schon Hunderte von Kunstwerken zerstört und bedrohten nun auch unser friedliches Innsbruck, wohl die kunstreichste Altstadt von ganz Österreich. Um dieser Gefahr zu begegnen, wurden zunächst hölzerne, mit Sand gefüllte Schutzgestelle um den Sarkophag, die Erzfiguren und andere Kunstwerke in der Kirche errichtet. Als dann die Brandgefahr mehr und mehr wuchs und schon viele kostbare Bauten ausgebrannt waren, ersetzte man die Schutzgestelle durch Schutzmauern. Was transportiert werden konnte, wurde nach außerhalb in sicheren Gewahrsam gebracht, so die berühmten „„Schwarzen Mander“, die Figuren des Kaisers Max und der vier
Kardinaltugenden vom Sarkophag sowie das schmiedeeiserne Gitter, das diesen umgibt, ferner die kostbare, aus dem Jahre 1560 stammende alte Orgel und die beiden Bleifiguren neben dem Hochaltar von dem Tiroler Bildhauer Balthasar Moll. Nicht weggeschafft werden konnten die kunstvollen Schnitzwerke des Fürstenchors und der Chorgestühle, der von der Kaiserin Maria Theresia in Auftrag gegebene Hochaltar, die Kanzel und die Glasfenster. Die alten, reichgezierten Glasmalereien aus dem 16. Jahrhundert waren um das Jahr 1700 durch Erdbeben und Sturm stark beschädigt und in neuester Zeit durch hervorragende Wappendarstellungen der Tiroler Glasmalerei ersetzt worden. Sie sind durch die in der Nähe gefallenen Bomben zerstört worden.
Besondere Erwähnung verdient das Grabdenkmal des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, das durch eine Mauer geschützt war. Daneben befindet sich außer den Gedächtnistafeln für Speckbacher und Haspinger eine Erinnerungstafel an die Abtretung Südtirols an Italien nach dem Frieden von St. Germain im Jahre 1919.
In den letzten Wochen ist es nun möglich geworden; im Einvernehmen mit der französischen Militärregierung die Kirche von ihren Schutzbauten zu befreien und sie wieder in den alten, jedem Innsbrucker vertrauten Zustand zu bringen. Bei den Arbeiten waren freiwillige Hilfskräfte aus der Bevölkerung, insbesondere Schüler und Studenten, weitgehend behilflich. Mit der Leitung der Arbeiten ist die Firma Pümpel beauftragt worden Wir hoffen, daß sie uns diesen kostbaren Bau bald wieder in den alten friedensmäßigen Zustand versetzen werden, und daß dann die „Schwarzen Mander“ wieder ihren feierlichen Einzug werden halten können.
Der neue Vorstand der Innsbrucker Klinik Anton Hittmair
Wenn heute nach Abhaltung seiner Antrittsvorlesung Professor Hittmair die hiesige medizinische Klinik übernimmt, so hat damit die Reihe österreichischer Gelehrter, die seit den Tagen Rokitanskys die Leitung derselben innegehabt und zu deren glänzendsten Vertretern Norbert von Ortner gehört, der auch weiteren Kreisen als der Arzt unseres verstorbenen Kaisers Franz Josef bekannt wurde, ihre sinngemäße Fortsetzung erfahren. Sie ward nur in den letzten Jahren ebenso unangenehm wie peinlich unterbrochen. Anton Hittmair entstammt einer oberösterreichischen Bauernfamilie, a; der sein im Kriegsjahr 1809 geborener Großvater hervorging, der die Rechte studierte und schließlich Richter zu Mattighofen ward. Seine beiden Söhne waren ganz hervorragende Männer: der
eine war der nachmalige Linzer Bischof Dr. Rudolf Hittmair, der ein Opfer seiner Nächstenliebe geworden; er holte sich beim Besuch eines Russenlagers zu Beginn des vorigen Weltkrieges — in der Monarchie war es noch gestattet, dieses Werk der Barmherzigkeit zu üben — den Flecktyphus und erlag der Seuche. Ihm verdanken wir eine ausführliche Studie über „den Josefinischen Klostersturm im Lande ob der Enns“. Sein Bruder Anton stand seit 1903 der hiesigen Universitätsbibliothek vor. Er schrieb außer einer sprachwissenschaftlichen Dissertation eine „Geschichte der k. k. Universitätsbibliothek in Innsbruck“, die 1910 in der Zeitschrift des Ferdinandeums erschienen ist. Antons älterer Sohn Rudolf wirkte als Anglist zunächst an der technischen Hochschule in Dresden
und hernach an den Hochschulen zu Tübingen und Wien. Leider ist der verdiente Gelehrte, den man zuerst aus Tübingen und, als die Geistesverwirrung der letzten Jahre auch auf Österreich übergegriffen, weiter aus Wien hinausgeekelt hat, schon 1940 gestorben. Sein jüngerer Bruder Anton, unser neuer Professor an der medizinischen Klinik, wurde am 7. Juni 1893 zu Salzburg geboren. Die Mittelschule besuchte er in Innsbruck und bezog 1911 die Hochschule, um sich dem Studium der Medizin zuzuwenden, das durch den ersten Weltkrieg eine jähe und lang dauernde Unterbrechung erfuhr. Hittmair wurde gleich zu Beginn gefangen und erst anfangs 1918 gelang ihm die Flucht in die Heimat. Die Erlebnisse jener Zeit hat er in dem heute mehr denn je lesenswerten Heftchen
„Dreieinhalb Jahre in russischer Gefangenschaft“ zum besten gegeben. Zurückgekehrt vollendete er seine Studien und wurde im September 1918 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert; er trat nun als Volontär an der Klinik des Professors A. Steyrer ein. Steyrer war ein Mann, der es verstand, Talente zu entdecken und sich ihrer in väterlicher Weise anzunehmen. So braucht es uns nicht zu wundern, daß Hittmair gar bald in das wissenschaftliche Arbeiten eingeführt wurde und zum Assistenten vorrückte. 1925 wurde er Primarius an dem den Kreuzschwestern gehörenden Welser Krankenhaus, dessen medizinische Abteilung er zu einer weit und breit gesuchten Anstalt machte. Wegen seiner
österreichischen Gesinnung kam er 1938 in das KZ. nach Dachau. Als er 1940 daraus entlassen wurde, diente er eine Zeitlang bei der Wehrmacht und wurde schließlich Leiter der Schule für technische Assistentinnen an der hiesigen medizinischen Klinik.
Hittmair ist seit 1921 mit der Innsbruckerin Maria Weyrer vermählt; v# den fünf Kindern, die der überaus glücklichen Ehe entsprangen, befindet sich ein Sohn derzeit in amerikanischer Ge
fangenschaft.
Unter den vielen Arbeiten Hittmairs — ihre Zahl reicht an die sechzig heran — gibt es nur wenige, vie sich nicht mit Fragen des Blutes beschäftigen. Bald ist es ein krankhaftes Geschehen, das seine wissenschaftliche Aufmerksamkeit anzieht, bald sind es neue Untersuchungsarten, über die er zu berichten weiß, oder Fragen der Ge
stalten des Blutbildes. All das, dessen hervorragende Beherrschung seinerseits ihm die Aufforderung zur Mitarbeit am Handbuch der allgemeinen Hämatologie eintrug und worüber er in ausführlicher Weise in den verschiedensten hämatologischen und anderen Fachzeitschriften berichtete, hat er in einem demnächst in 5. Auflage erscheinenden, handlichen Büchlein „Blutdiagnostik für den praktischen Arzt“ zusammengetragen. Schon vor dem Krieg ward Hittmair wegen seiner überragenden Kenntnis der Verhältnisse des gesunden und kranken Blutes von verschiedenen ärztlichen Gesellschaften und Vereinen zu Vorträgen, auch im Rundfunk, eingeladen. Von der Wiener Gesellschaft der Arzte wurde er zum korrespondierenden Mitglied ernannt.
Hittmair steht vor wichtigen Aufgaben: Die medizinische Klinik ist zum großen Teil durch die Bombenangriffe des letzten Kriegsjahres zerstört. Zerstört ist aber auch durch die merkwürdige Auffassung vom Wert des Lebens seitens der nun verschwundenen Machthaber in den weitesten Kreisen das Vertrauen der Kranken zur Klinik im besonderen und zu den Arzten im allgemeinen. Dessen jedoch sind wir sicher: Die Kranken werden im neuen Professor einen gütigen Helfer finden, mögen sie nun jung oder alt sein. Der studierenden Jugend aber wird er der Berater und Freund sein, den sie braucht. Denn wer könnte auch besser den Anforderungen eines österreichischen Hochschullehrers eher gerecht werden als der, der für seine österreichische überzeugung alles geopfert hat
und mit seiner Familie die körperlichen und seelischen Qualen einer zweijährigen KZ.=Haft ertrug. Wir freuen uns, daß man endlich das Gute im Lande sucht und anfängt, mit dem Schielen über die Grenzen Schluß zu machen. Sagen wir uns doch los von dem Vorurteil, daß gut ist, was von jenseits der Grenzen kommt, und trauen wir nicht Leuten, deren Name allein uns stutzig machen muß. Wenn wir der Fremdländereisucht entsagen, dann wird gewiß wahr werden, was wir uns allzeit zur Richtlinie machen sollen: österreich über alles, wenn es nur will!
Sepp Mitterstiller.
Drei Interessenveriretungen
Innsbruck, 30. Oktober.
Am Montag fand beim Präsidium der Tiroler Kammer für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr in Anwesenheit des Ministers a. D., Staatssekretär für den Wiederaufbau in Österreich Ing. Julius Raab, sowie im Beisein des Landesrates Dr. Oberhofer eine Besprechung über Aufbau und Ziele der Kammern im neuen demokratischen Österreich statt. Staatssekretär Ing. Raab führte dabei u. a. aus: Bei der derzeitigen übergangsverfassung sowie auch bei der kommenden Verfassung des neuen Nationalrates sind drei Interessenvertretungen orgesehen:
1. Für die Landwirtschaft die Landwirtschaftskammern in den Bundesländern. Diese sollen in der Bundeslandwirtschaftskammer, die als begutachtende Körperschaft für die Regierung und den Nationalrat fungiert, zusammengefaßt werden.
2. Die Arbeiter= und Angestelltenkammer. Entgegen der früheren Absicht, eine Kammer für ganz Österreich zu errichten, werden nunmehr ebenfalls Landeskammern gebildet, die gleichfalls in einer Bundeskammer ihre Zentralstelle gegenüber Regierung und Nationalrat erhalten sollen.
3. Die bisher bestehenden Gauwirtschaftskammern wurden durch das Kammerüberleitungsgesetz in Kammern für Handel, Gewerbe, Industrie und Verkehr übergeführt. Bei diesen schon früher bestehenden österreichischen Wirtschaftskammern war durch die
Präsidentenkonferenz eine gewisse Zusammenfassung schon festgelegt worden. Das Recht der Interessenvertretung, das die Landwirtschaft und der Arbeiter und Angestellte in ihren zuständigen Kammern für sich in Anspruch nahmen, muß natürlich auch dem selbständigen Gewerbetreibenden und Geschäftsmann, sei es, daß er als Kaufmann, Industrieller oder im Kreditwesen tätig ist, zugebilligt werden. Ja es wäre undenkbar, diesem wichtigen Bevölkerungsteil keine Interessenvertretung einzuräumen, zumal er ja in erster Linie berufen sein wird, am Aufbau unseres Heimatlandes mit seinen Kenntnissen und praktischen Erfahrungen der Regierung zur Seite zu stehen.
Während im nationalsozialistischen Staat die Kammerorganisation keineswegs mehr eine Interessenvertretung war, sondern nur staatspolizeiliche Aufgaben in der Wirtschaft zu erfüllen hatte, muß sie nunmehr wieder zu einer wirklichen Interessenvertretung der Privatwirtschaft werden, Gerade in der heutigen. Zeit, in der so viele wirtschaftlich politische Theorien in die öffentlichkeit geworfen werden, und in zahlreichen Kommissionen Wiederaufbaupläne diskutiert und in die Wege geleitet werden, braucht die Wirtschaft sich nicht zur Seite stellen zu lassen. Der Wirtschaftsbund wird daher sofort nach dem Zusammentritt des neuen Nationalrates als eine seiner ersten Forderungen an die neue Regierung das Verlangen richten, ein definitives Kammergesetz zu beschließen, das
Rechte und Aufgaben dieser Kammer im Rahmen der kommenden österreichischen Verfassungsgesetze festlegt.
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Gedenktag der Toten
Ehret das Andenken dieser Gefallenen durch euer Erscheinen!
Militärische Allerseelenfeier
Zur Teilnahme an den Allerseelenfeiern versammeln sich die Angehörigen der Alten Armee am 2. November, 9 Uhr, vor dem Eingang des alten Pradler Militärfriedhofs; am 4. November um 14.15 Uhr bei der Krieger=Gedächtniskapelle auf dem Tummelplatz.
Bund der Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung in Tirol
Am 2. November (Allerseelentag) findet um 8.30 Uhr in der Spitalkirche, Maria=TheresienStraße, ein Requiem für die verstorbenen Opfer des Naziterrors statt.
Kaiserschützen=Gedenkfeier
Sonntag, den 4. November, 2.30 Uhr nachmittags, findet am Tummelplatz bei der Kaiserschützenkapelle die bis 1938 üblich gewesene Gedenkfeier für die gefallenen Kaiserschützen statt.
Gedenkfeier für die italienischen Gefallenen
Morgen, 1. November (Allerheiligen), findet um 14.15 Uhr am Amraser Heldenfriedhof eine Gedenkfeier zu Ehren der dort ruhenden italienischen Gefallenen mit Gräbersegnung statt. Die Italienische Kolonie ist zur Teilnahme herzlich eingeladen. Straßenbahnlinie 3 bis Endstation Pradl.