Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:11
- S.14
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Seite 2 Nr. 116
Tiroler Tageszeitung
Dienstag, 6. November 1947
Salzburg
Eindrücke von einem Besuch
Eine der Hauptfragen, deren Erörterung man immer wieder begegnet, wo man Gespräche führen oder hören kann, ist der Wiederaufbau. Das Bauproblem ist von zwei sehr eindringlichen und mitbestimmenden Fragen begleitet. Salzburg fehlt fast jegliche Industrie; die wirtschaftliche Existenz, des Landes beruht auf dem Fremdenverkehr. Die Zerstörungen Salzburgs sind sowohl an Wohnhäusern wie auch an Hotels nicht gering. Soll man nun, um dem Lande seine Erwerbsquelle wiederzugeben, zuerst die Hotels und Gaststätten wieder aufbauen und mit dem daraus Gewonnenen wirkliche Wohnhäuser und keine provisorischen Baracken und Holzhütten bauen oder soll man der furchtbaren Wohnungsnot in Salzburg Rechnung tragen und zuerst Wohnhäuser bauen, um so für
viele die Grundlagen eines menschenwürdigen Daseins wiederherzustellen? Dies sind Fragen, die der dringendsten Beantwortung harren, und dies umsomehr, wenn man sich die traurige Tatsache vergegenwärtigt, daß in Salzburg für 110.000 Wohnungsberechtigte nur 30.000 Wohnräume zur Verfügung stehen, daß für eine freiwerdende Reichsdeutschenwohnung 75 Bewerber vorhanden sind, daß heute noch 13.500 Menschen in Splittergräben und zirka 20.000 bis 30.000 Menschen in Hotels, Kasernen und Baracken wohnen. Eines sollte jedoch unter allen Umständen vermieden werden — das alte und würdigedle Barockgesicht Salzburgs mit provisorischen Holzbaracken, wie es leider durch den Krieg schon zur Genüge geschehen ist, zu entstellen. Wenn man vom
Wiederaufbau spricht, dann meint man nicht nur das äußere Stadtbild, sondern auch die Geschehnisse hinter den Mauern, und da ist es besonders zu begrüßen, daß die Ausschaltung der gefährlichen und hindernden Nazielemente speziell durch das tatkräftige Einschreiten der Militärregierung schon große Fortschritte gemacht hat.
Der nächste wichtige Faktor ist die Ernährungsfrage. Die Rationen sind befriedigend. Es mangelt nur leider vielen an Kochstellen und die wenigen von der Beschlagnahme freigebliebenen Hotels und Gasthäuser sind dementsprechend überlaufen. Wenig Ankurbelung zeigt die Indu
von heute
strie. Eines blüht jedoch, das ist das Kunsthandwerk. Kunstgewerbliche Arbeiten werden, den bescheidenen Mitteln angepaßt, schon wieder in zunehmendem Maße hergestellt und besonders in den erwähnenswert geschmackvollen Auslagen der Salzburger Geschäfte tragen sie dazu bei, das Stadtbild zu verschönern.
Auch das Kunstleben sei mit einem betrachtenden Blick gestreift. Nach den Festspielen, die Salzburg getreu seiner Tradition auch in diesem Jahre, wenn auch mit bescheidenen Mitteln, durchgeführt hatte und bei denen u. a. Eugen Jochum (Hamburg) und Robert F. Denzler den Taktstock führten, hat nun das Mozarteum seine Pforten wieder geöffnet und stellt als Musikhochschule einen Ausgangspunkt für das Musikschaffen im neuen Österreich dar. Sein Leiter ist Generalintendant Dr. Paumgartner; da er jedoch zurzeit in Zürich weilt, hat augenblicklich die offizielle Leitung Joh. Nepomuk, der ehemalige Leiter des Leipziger Konservatoriums. inne. Das Mozarteumsorchester hat bis jetzt zwar noch keinen ständigen Dirigenten, aber mit Gastdirigenten wie Jos. Meßner und Dr.
Hochkofler sowie dem jetzt in Graz wirkenden Dirigenten Moralt fanden schon größere Symphoniekonzerte statt. Auch verzeichnet der Salzburger Konzertkalender schon bedeutende Solistenkonzerte wie z. B. einen Bruckbauer=Violinabend und Klavierkonzerte, in deren Rahmen auch kürzlich der bekannte Innsbrucker Pianist Otmar Suitner einen Solistenabend gab. Auch das Theater hat Wertvolles geleistet. Hier verdient neben den Einstudierungen im Rahmen der Festspiele vor allem die letzte ausgezeichnete Neuinszenierung von Shakespeares „Was ihr wollt“ eine anerkennende Erwähnung. In den ersten Nachkriegstagen hat Dr. Egon Hilbert die Intendanz des Landestheaters übernommen. Ob diese Regelung jedoch beibehalten wird, ist noch fraglich.
Es steht jedenfalls fest, daß Salzburgs Leben mit aller Kraft einer gesunden Weiterentwicklung entgegenstrebt und daß auch die noch vorhandenen Hemmnisse und Schwierigkeiten, die ja größtenteils von Materialproblemen herrühren, bald eine befriedigende Lösung finden werden. „ J. P.
Wiederaufbau in Wien
(Eigenbericht der „Tiroler Tageszeitung")
Wien, 5. November.
Das Staatsamt für öffentliche Bauten hat eine Reihe von Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, um die beschädigten Staats= und Prunkbauten vor weiterer Gefährdung durch die Unbilden der Witterung zu schützen. Solche Vorkehrungen galten dem Parlamentsgebäude, dem Kunsthistorischen Museum, dessen teilweise Wiedereröffnung man für das nächste Jahr erwartet, dem leichtbeschädigten Naturhistorischen Museum, dem Gebäudekomplex der Hofburg. Entsprechende Vorkehrungen wurden weiter getroffen an dem schwer heimgesuchten Belvedere, am Schloß Schönbrunn, an den Staatstheatern, an allen Hochschulen, am Schloß Augarten, am Kunstgewerbemuseum und an 95 weiteren staatlichen Amts= und Wohngebäuden. — Die Kosten des Wiederaufbaues der
Staatsoper, für die eine moderne Ausgestaltung vorgesehen ist, werden mit 30 Millionen Mark beziffert. Die Arbeiten für die Wiederherstellung der von der SS gesprengten Brücken werden durch den Einbruch der kalten Witterung keine Unterbrechung erfahren. Man rechnet mit der
Fertigstellung aller Wiener Brücken bis zum Frühjahr.
Die Wiener Presse
Wegen der Schwierigkeiten, auf die die Versendung der Presse in die Provinz bisher stieß, sei hier eine übersicht über die in der Hauptstadt erscheinenden Zeitungen gegeben: „Neues Österreich“, das als erstes Blatt von der Regierung herausgebracht worden war, erscheint als überparteiliches Regierungsorgan weiter. Seine Leitung versteht es, mit außerordentlichem Geschick den Schwierigkeiten auszuweichen, die sich einem Blatt bieten, das gleichzeitig als Sprachrohr dreier verschiedener Parteien dient. Die Kommunisten haben sich in der „Österreichischen Volksstimme“, die Sozialisten in der „Arbeiterzeitung“, die Volkspartei im „Kleinen Volksblatt“ ihr Organ geschaffen. Von den Besatzungsmächten bieten die Amerikaner den „Wiener Kurier“, die Russen die
„Österreichische Zeitung“, die Briten die „Weltpresse“, die als einzige Tageszeitung auf acht Seiten und reich bebildert erscheint. Der französische Informationsdienst besorgt die Herausgabe zweier Wochenschriften.
Dabei moltten sie siegen
Von Verus
Es war zu der Zeit, wo deutliche Rückschläge das Ende der Glanzzeit der deutschen U=BootWaffe erkennen ließen. Der Gegner hatte nicht geschlafen. Jäh riß der Einsatz der „Radar"= Geräte unsere Führung aus ihren Träumen von überheblichkeit und Größenwahn, wo es nur so von Vorschußlorbeeren und Siegesvoraussagen wimmelte. Im ersten Schrecken besann man sich sogar darauf, daß in einem so absolut technisiertem Krieg, wie diesem, der Ingenieur einen sehr wesentlichen Beitrag zu leisten habe. Die Devisen „Erfinder in Front!“ und „Ingenieure zeigt, was ihr könnt!“ waren, wie so manches andere, zu spät gekommen. Während man arbeitsscheue Raufbolde, lediglich weil sie als „Alte Kämpfer“ galten, u. k. stellte, mußten hoch= und höchstwertige Fachleute
im Felde verbluten. Da ein Ersatz in den kurzen Monaten, die hiefür zur Verfügung standen, selbstverständlich nicht in Frage kam, hatte man sich im wahrsten Sinne des Wortes „den Ast abgesägt, auf dem man saß". Tauchten dennoch, wider alles Erwarten, Leute mit guten Ideen auf, so verfuhr man mit ihnen in der haarsträubendsten Weise, wie die folgenden Beispiele zeigen sollten, die mir als Angehörigen des technischen Dienstes in der Wehrmacht bekannt wurden.
Sind Sie Fachmann?
Ein Oberfeldwebel eines Ersatzhaufens, im Zivilberuf Diplomkaufmann, jedoch technisch ungewöhnlich begabt und als Amateur bemerkenswert gut über technische Fragen unterrichtet, machte verblüffend gute Vorschläge für den Seekrieg. Unter diesen befand sich auch der Jahre später unter anderem Namen und auf jeden Fall viel zu spät eingesetzte, bemannte Torpedo. Da
der Oberfeldwebel von seinem Kompaniechef keinen genügend langen Urlaub erhalten konnte, um zur zuständigen Stelle fahren zu können, die von seinem Standort zwei Tagereisen entfernt gelegen war, mußte er sich befehlsgemäß an den nächsten zuständigen Admiral wenden. Im Vorzimmer dieses feinen Herren tat ein Mann, gleichen Dienstgrades wie der Einreicher, „Schanidienste“. Dieser nahm den Einreicher kameradschaftlich zur Seite und fragte ihn im Flüsterton, ob er etwas zum „Schmieren“ mitgebracht hätte. Recht entgeistert starrte ihn der Oberfeldwebel an; doch ehe er noch etwas erwidern konnte, rauschte der Admiral zufällig ins Zimmer und fragte nach dem Zweck seines Kommens. Der Oberfeldwebel in Grenadieruniform fiel natürlich in einer
Marinedienststelle auf, und so fragte der Admiral als erstes, ohne auch nur das sauber mit erläuternden Zeichnungen versehene Schriftstück mit den Vorschlägen eines Blickes zu würdigen: „Sind Sie Fachmann? Oder sind Sie schon zur See gefahren?“ Als der Oberfeldwebel — verwirrt durch die gar nicht zur Sache gehörende Frage — dies verneinte, zogen sich die Mundwinkel des Admirals herunter und mit den höhnisch hervorgestoßenen Worten: „Was
wollen Sie dann hier?“ war der Oberfeldwebel entlassen. Das Schriftstück wurde ihm allerdings nicht zurückgegeben Um eine traurige Erfahrung reicher und eine gewaltige Bitternis im Herzen ging wieder einmal ein Mann von einer Wehrmachtsdienststelle fort. Man hatte ihm den letzten Idealismus geraubt.
Die Sache hat nur einen Nachteil ...
Ein Diplomingenieur für Schiffbau machte eine ausgezeichnete Erfindung auf dem Gebiete des Unterseekrieges. Da er — wie konnte es anders sein — ausgerechnet beim Feldheer in Rußland eingesetzt war und einen verständnisvollen Kom
Die österreichischen Kriegsgefangenen in Frankreich
Die österreichische Regierung bereitet eine Demarche bei den zuständigen französischen Stellen für die österreichischen Kriegsgefangenen in Frankreich vor, unter denen sich, wie besonders vermerkt wird, eine verhärltnismäßig große Zahl von Tirolern und Vorarlbergern befindet. Zu Beginn des Jahres waren 10.000 bis
12.000 Österreicher in französischen Gefangenenlagern. Ihre Zahl ist seither auf 25.000 bis
30.000 angestiegen, teils durch die große Zahl der Gefangenen, die der Zusammenbruch im Gefolge hatte, teils durch die Gefangenen, die Frankreich für den Wiederaufbau der zerstörten Gebiete aus England und Amerika zugewiesen erhielt. Die österreichischen Kriegsgefangenen sind zu einem Teil in zwei rein österreichischen Lagern untergebracht, zum andern Teil von den deutschen dadurch abgesondert, daß sie unter österreichischen Kommandanten in eigenen österreichischen Barakken zusammengefaßt sind. Dagegen ist bei den
zum geringen Teile durchgeführt. Der Sache der österreichischen Kriegsgefangenen nimmt sich eine besondere Kommission an, in der u. a. alle Vertreter der „Amicale des Rapatriés de l=Autriche“ angehören, d. i. der Verband von ehemaligen französischen Kriegsgefangenen, die sich in der Erinnerung an die in Österreich verbrachte Gefangenschaft zusammengeschlossen haben. Seit Beginn Oktober stellt die Halbmonatsschrift „Österreichische Kriegsgefangenen
post“ eine Beziehung mit der Außenwelt her Die österreichische Regierung will nun die eheste Befreiung und Heimbeförderung der Kriegsgefangenen erwirken, soweit sie nicht Kriegsverbrecher sind. Der Verwirklichung dieses Wunsches stehen allerdings auf französischer Seite noch die Schwierigkeiten entgegen, die sich aus der Loslösung der im französischen Wiederaufbau Eingegliederten ergeben. In den verschiedenen Ländern wurden bereits die vorbereitenden überprüfungsmaßnahmen
mn Jun. Rovel
auf Arbeit Abkommandierten die Scheidung nur in Gang gebracht.
Welt und Wissen
Die Kalorien.
Im englischen Unterhaus wurde mitgeteilt: Der Kalorienwert der Lebensmittel, die ein Normalverbraucher pro Tag erhält, bewegt sich zwischen etwas weniger als 2000 Kalorien in Frankreich und beinahe 3000 Kalorien in Dänemark. In Belgien und Holland gibt es über 2000 Kalorien und in Norwegen 2400. Das ist ebensoviel wie in England, wo der Kalorienwert 2800 bis 2900 beträgt. Eine Verpflegung von 2000 Kalorien pro Tag ist, wenn sit genügend Eiweiß und andere Nährstoffe enthält, für eine bestimmte Zeit ausreichend, aber nicht hoch genug, um die Körperkraft der Bevölkerung voll auzunützen.
Der Abgeordnete Lodgè erklärte, er wäre dafür, daß jeder Mann in England, der ein Gasthaus besucht, einen Lebensmittelabschnitt abgäbe. um Lebensmittel für die notleidenden Länder zu sparen.
Neue Behandlung für Virus=Krankheiten
Minneapolis (USA.), 31. Oktobet Doktor Robert Green von der medizinischen Fakultät der Universität Minnes ta erklärte, daß eine neue Behandlungsart der Hundestaupe sich vielleicht als wirksam gegen Virus=Krankheiten, wie die gemeine, kalte Influenza und die Tollwut, erweisen wird. Virus=Krankheiten widerstanden bisher der Behandlung, denn der Virus, ein Krankheitserreger, welcher sich von gesunden, lebenden Geweben ernährt, wurde durch Drogen nicht angegriffen. Dr. Green, der ft 25 Jahre und gut über eine Million Dollar für die Erforschung der Virus=Krankheiten aufwendete, gab die neue Behandlungsart der Hundestaupe nach seiner Rückkehr aus Rockford (Illinois) bekannt, wo er vor dem Tierärzteverband von Nordillinois darüber einen Vortrag gehalten hatte.
Die neue Behandlung besteht in der Verabreichung großer Dosen eines Stoffes, der ursprünglich als Impfstoff entwickelt worden war; er wurde nur für Kleintiere, wie Hunde, Füchse verwendet und man würde, wie Dr. Green sagte, mit dieser Behandlungsart keine Erfolge bei anderen Virus=Krankheiten erzielen. Der Impfstoff wird erzeugt, indem man den Virus von kranken Hunden auf eine lange Reihe von Frettchen überträgt, mit dem Ergebnis, daß er für die Frettchen sehr gefährlich wird, seine Heftigkeit Hunden gegenüber jedoch verliert und" #e schließlich gegen den ursprünglichen Virus immun macht.
Eisgekühlte Lebensmittel
Newyork, 5. November Die im Kriege er zielten Fortschritte auf dem Gebiete der Einlagerung von Lebensmitteln in gefrorenem Zustande ergaben seit dem Jahre 1941 ein Anwachsen de Verbreitung dieser Industrie um 25 Prozent, wie Donald Barr, Vizepräsident der Verkaufsabtei lung der Vereinigten Birdseye=Snyder=Gesellschaft zur Herstellung von Lebensmitteln in gefrore nem Zustande am Freitag der amerikanischen Gesellschaft der Kälteingenieure in Newyor mitteilte. Wie Barr erklärte, wurden im vergangenen Jahr 300 Millionen Kilogramm Früchte und Gemüse im Schnellgefrierverfahren eingelagert. Er betonte, daß diese Industrie vor 15 Jahren mit nichts angefangen habe. Abschließend sagte er, daß während des Krieges auch große Fortschritte hinsichtlich der
Beseitigung des allgemeinen Vorurteiles gegen dieses Verfahren en zielt worden seien. Dr. Mary E. Pennington, Berater für die Einlagerung von leicht verderlichen Lebensmitteln, ist der Ansicht, daß in zehn Jahren 10 Prozent der amerikanischen Rinfleischerzeugung in Form von Gefrierfleisch i den Handel kommen werden.
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RADAR ersetzt Telephone
New York, 2. November. Ingenieure demon strierten ein Kurzwellensendersystem, welches auf dem Prinzip des RADAR beruht und eine#ert klassige Telephonverbindung über ange Strecke ohne Anwendung von Drähten ermöglicht
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Zunahme der Geschlechtskrankheiten in Deutschland
Berlin, 4. November. In dem Bericht ande Alliierten Kontrollrat über die Geschlechtskran heiten in Deutschland heißt es u. a.: „Nuride energischesten Kontrollmaßnahmen werden ein Syphilissewche verhindern, wie sie seit ihre Einschleppung zu Beginn des 16. Jahrhundertsin Europa noch nicht dagewesen ist.“ Der Bericht schließt nach einer in die Einzelheiten gehendn übersicht wie folgt ab: „Zumindest bis 1948 wird die Häufigkeit von Erkrankungen an Syphils nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa zunehmen. So war es im letzten Krieg, wo die soziale und wirtschaftliche Struktur weniger des organisiert war und beträchtlich weniger Menschen aus ihren Wohnungsstätten vertrieben wurden „Die Geschlechtskrankheiten sind zwanzigmal so häufig geworden, als
sie im Jahre 1939 waren“.
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paniechef hatte, wurde ihm ein Sonderurlaub gewährt, um seine vorerst rohen Entwürfe entsprechend ausarbeiten zu können. Es gelang ihm sogar zur richtigen Stelle, nämlich zum Waffenprüfamt der Deutschen Kriegsmarine vorzudringen. Die bis in die kleinsten Einzelheiten liebevoll ausgearbeitete Erfindung, deren Vorteile selbst Nichtfachleute verstehen mußten, reichte er samt einen Stoß vorzüglicher Zeichnungen dem Chef des Prüfamtes persönlich ein. Dieser beschäftigte sich über zwei Stunden eingehend mit dem Vorschlag und ließ sich genaueste Erläuterungen geben; dann richtete er sich hämisch lächelnd auf und erklärte feierlich: „Was ich Ihnen jetzt sagen werde, werde ich nötigenfalls unter Diensteid als nicht — gesagt bezeichnen!“ Pause —. „Die Erfindung hat
nämlich nur einen Nachteil . .. sie ist nicht von mir!“ Der Prüfer war schon in jungen Jahren auf diesen höchst wichtigen und verantwortungsvollen — natürlich auch gut bezahlten — Posten gekommen, indem er auf gemeinste Art und Weise alle wesentlichen Erfindungen, die der Marine eingereicht wurden, als seine geistigen Kinder bezeichnete. Damit prellte er nicht nur viele Erfinder um den ihnen zustehenden Lohn, sondern verursachte natürlich auch das Versiegen aller Quellen, die bereits einmal mißbraucht worden waren. Wie lange dieses Schwein schon in der gleichen Art gehandelt hatte, ließ sich natürlich unter der Naziherrschaft nicht feststellen, da man ängstlich darüber wachte, daß alle derartigen Skandale geheimblieben
Schon diese kleine Auslese von Beispielen straft Goebbels Worte vom „unverschuldeten nationalen Unglück“ Lügen: Denn eine Führung. die ihre Exekutive dazu mißbraucht um sie hinter harmlosen Warnern oder gutgesinnten, doch objektiven Kritikern einherzusenden, statt sie dazu zu gebrauchen, die Schweine aus den eigenen Reihen auszumerzen, hat nicht das Recht
von „Unverschuldet" und „Unglück“ zu sprechen. Es ist vielmehr die vollkommen gerechte Strafe jener im „Dritten Reich“ so oft zitierten „Vorsehung“ wenn dieser Krieg verloren wurde. Daz heute Millionen im In= und Ausland unschuldig mit den Schuldigen gleichzeitig leiden müssen,ist leider ein Gesetz der geschichtlichen Erfahrung.
(Schluß folgt)
sin
ziglie
Sereiflichter
„Wir glauben nicht, daß alle Deutschen gehei sind, aber sie können einen Mißerfolg einschätzen, wenn sie einen sehen, und Adolf Hitler war einer. Lebendig oder tot, er hat aufgehört zu zählen.“ (New York Times
„Hunderttausend russische Soldaten bezieher ihre Winterquartiere entlang der Grenze der Tschechoslowakei, wo si einen Korridor zwischen den Sudetendeutschen und dem ehemaligen Deutschland zur Unterdrückung der Werwolfbewegung bilden sollen.“ („Daily Mail
österreich
„Österreichs Widerstandsgeist gegen die Nazis war ebenso hervorragend wie jener, den die von den Deutschen überfallenen Länder an den Tag legten.“ „
Erzherzog Felix in „The Casper Tribune=Herald“
„Die österreichische Politik von 1933 bis 1938 war keine absolut gute Politik, aber wer imstande ist, sie nicht aus der Gefühlswelt gekränkter Parteien oder in Erinnerung an schmerzliche Einzeltatsachen sondern im Zusammenhang i den damaligen Vorgängen und Machtverhältnissen in Europa zu sehen, darf sie als Politik des geringeren übels bejahen, wenn nicht in allen Zügen, so doch im Wesentlichen.“
(Oberst Adam in der „Salzb. Volkszeitung“.) Deutschland
„Die Deutschen werfen Hitler vor, daß er Krieg verloren und nicht, daß er ihn begonnen hat.“ („New York Herald Tribune“
stzen.