Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:11
- S.15
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Denstag, 6. November 1945
Tiroler Tageszeitung
Nr. 116 Seite 3
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Eine Gerie von schweren Verkehrsunfällen
in Innsbruck zwei Tote und mehrere Verletzte Am 4. November in den Mittagsstunden erfolgte in Innsbruck an der Straßenkreuzung ziebererstraße=Kaiserjägerstraße ein folgenschweter Zusammenstoß zwischen einem französischen leichten Personenkraftwagen und einem Innsnucker Lastauto, wobei der französische Lenker gtötet wurde; zwei französische Soldaten wurden n schwer verletztem Zustande in das Militärlazarett gebracht.
Am Samstagnachmittag stürzte am Innrain ein Fferdegespann um, auf dem weibliche Hilfskräfte der Gendarmerie, die sich freiwillig für die Schuttbegräumungsarbeiten gemeldet hatten, saßen. Ein sädchen erlitt eine Gehirnerschütterung, ein zweiis Mädchen einige Prellungen.
Am 3. November gegen 6 Uhr abends wurde auf der Haller Straße in der Nähe des Gastlauses Rumer Hof eine unbekannte, ungefähr Zährige Frau von einem Lastkraftwagen niedergstoßen und getötet. Die Identitätsfeststellung der Loten ist eingeleitet.
In Volders ein Kind überfahren
Am Ortseingang von Volders wurde am November um 14 Uhr das vierjährige Kind
Rudolf Knapp von einem Innsbrucker Lastauto überfahren. Der Lenker hielt den Wagen an, legte das schwer verletzte Kind auf eine Bank und fuhr davon. Das Kind ist bald darauf gestorben. Der Lenker hat sich selbst der Innsbrucker Polizei gestellt.
Ein Radfahrer tödlich verunglückt
In Straß wurde ein Radfahrer, der von der Zillertaler Straße in die Bundesstraße einbog, von einem Lastkraftwagen angefahren, zur Seite geschleudert und blieb, sich mehrmals überschlagend, tot neben der Straße liegen. Er ist der 1915 in Schlitters geborene und dort wohnhafte Landarbeiter Josef Keiler. Seine Leiche wurde nach Schlitters gebracht.
Drei Kühe auf der Brennerstrecke getötet
Am 3. November um ungefähr 1 Uhr mittags wurden auf der Brennerstrecke in der Nähe des Zenzenhofes drei Kühe, die auf dem Bahngeleise weideten, von einem Güterzug überfahren und getötet. Der Eisenbahnverkehr wurde durch den Unfall nicht gestört. Der schuldtragende Hirt wird sich zu verantworten haben.
sichard Strauß macht Frankreich ein Manuskript zum Geschenk
Als die Kulturabteilung der französischen Milidrregierung erfuhr, daß die Manuskripte von sichard Strauß in Vorarlberg deponiert wären, kauftragte sie einen Offizier des Unterrichtsresens, sie in Sicherheit zu bringen. Richard Stauß kam sofort, um seine Werke wieder in bestz zu nehmen und überließ den französischen schörden als Zeichen seiner Dankbarkeit das driginalmanuskript seiner „Alpen=Symphonie“ iie er der Nationalbibliothek zum Geschenk rachte.
Zuler Kriegsbeschädigte bei Neueinstellung im öffentlichen Dienst bevorzugt
de Tiroler Landesregierung hat beschlossen:
1 Bei allen Neuanstellungen im öffentlichen knst sind Tiroler Kriegsbeschädigte zu bevor
gen.
2 Bei Neuanstellungen im Gemeindedienst sind die Bürgermeister angewiesen, ausbildungsshige Tiroler Kriegsbeschädige zunächst als unksoldete Anwärter auf die Dauer von längstens schs Monaten aufzunehmen und in die Geschäfte er Gemeindeverwaltung einzuführen. Nach Abluf dieser Einführungsfrist hat bei Bewährung i Anstellung im Gemeindedienst auf einem den kmntissen und Fähigkeiten entsprechenden Poi zu erfolgen. Die weitere Ausbildung der tiegsbeschädigten im Gemeindeverwaltungsanst geschieht in Lehrgängen (Gemeindesekrelakurse und dergleichen) Nähere Vorschläge eretten die Abt. I und VIII der Landeshauptzunnschaft.
3 Sollen bei Neuanstellungen Posten besetzt #den, für die vornehmlich weibliche Kräfte in Ntracht kommen, so sind durch Kriegseinwirjungen versehrte Tirolerinen und Tiroler KriegsEiwen zu bevorzugen.
14 Vor Besetzung von Posten für Angestellte ## Arbeiter im öffentlichen Dienste haben die Kenststellen das Einvernehmen mit der Abt. XI # Landeshauptmannschaft (Landesinvaliden # herzustellen, ob geeignete Tiroler Kriegsschädigte für den betreffenden Posten vorhan
sind. Das Landesinvalidenamt hat sich dieshüglich mit dem Landesarbeitsamt (Kriegsbe#igten=Beratungsstelle) in Verbindung zu n. Auf gleiche Weise ist vor der Anstellung ablicher Kräfte zu verfahren.
6 Kriegswaisen, insbesondere Doppelweisen,
#bei gleichen Verhältnissen gegenüber andebewerbern bevorzugt zu behandeln. (LHK.)
Heimkehrerstelle
die österreichische Volkspartei teilt mit: Nach senatelangen Bemühungen ist es uns gelungen, Kunsere heimkehrenden Soldaten eine KriegsLangenen= und Heimkehrerstelle zu eröffnen, die # der Stadtparteileitung der O. V. P. geführt Eo Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedem mimkehrer alle nur erdenkliche Hilfe und UnterWung angedeihen zu lassen, damit er wieder Anschluß an sein Zivil= und Berufsleben fin## Jeder Heimkehrer soll wissen, daß es eine
gibt, die seine Berufs=, Wirtschafts= und #mniliensorgen nicht nur anhört, sondern aufFn und Abhilfe schafft. Die Heimkehrerstelle Fart jedem die unnötigen Laufereien, sie linn durch Unterstützung die größte Not sie sorgt neue Arbeitsplätze und für ein großzügiges Fbeitsbeschaffungsprogramm. Anmeldung und Ptragen bei der Heimkehrerstelle. Stadtpartei##ung der Ö. V. P., Innsbruck, Museumstraße 12
Gesellschaft der Freunde Frankreichs *de Zusammenkunft am 6. November ßllt aus. Der für den 6. November vorgeseeit Vortrag von Lt. Saulnier findet am 13. Nofiher statt. Der für den 13. November angesetzte wird auf unbestimmte Zeit verschoben.
Totschlag in Absam
In der Nacht auf 4. November wurde der Besitzer Anton Krismer im Stalle seines Anwesens in Hall, Aichatstraße 38, mit mehreren Messerstichwunden tot aufgefunden.
Durch die von der Polizei und der Gendarmerie gemeinsam geführten Erhebungen wurde festgestellt, daß Krismer von einem ausländischen Arbeiter, der im Stall entweder nächtigen oder einen Diebstahl verüben wollte, nach vorangegangenem Wortwechsel niedergestochen worden war. Unter dem dringenden Verdacht, diesen Totschlag verübt zu haben, wurde von der Gendarmerie in Kematen ein 37jähriger Maurer aus Jugoslawien verhaftet.
Einbrüche und Diebstähle
Taschendiebstähle in Innsbruck: Während der Straßenbahnfahrt wurde einer Frau eine Geldtasche mit 350 RM gezogen, einer anderen Frau aus der Einkauftasche eine Brieftasche mit Lebensmittelkarten und Dokumenten; während der Obusfahrt von Arzl nach Innsbruck einem Geschäftsmann eine Brieftasche mit 120 RM. In der Erzherzog=Eugen=Straße wurden aus einem Hasenstall zwei belgische Riesenhafen und in Amras aus einem Stall zwei Rinder gestohlen. — Einbrüche: Aus einem Magazin in der Haller Straße wurden 2 Dauerbrandöfen und Werkzeuge, in der Schuhfabrik in der Zeughausgasse 67 Paar Militär= und Zivilschuhe im Werte von über 1700 RM und in einem Uhrmachergeschäft am Burggraben ein Kofer mit Uhrmacherwerkzeug und Reparaturuhren
und 2 Perlenketten im Gesamtwerte von 2500 RM entwendet. — In Ötz wurde ein Einbruch in das Lebensmittelgeschäft der Geschwister Parth verübt; gestohlen wurden Lebensmittel um 600 RM und 75 RM Bargeld.
Grauenhafter Raubmord bei Feldkirch
In Brederis bei Feldkirch wurden in der Nacht zum 1. November zwei bulgarische Gärtner, und zwar der 43jährige Marian Hubanoff und der 18jährige Nikolai Nikoloff, sowie die 28jährige Ukrainerin Elisabeth Schuschurina nach Fesselung der Hände auf dem Rücken im Keller ihres Wohnhauses durch Genickschuß ermordet. Ein Geldbetrag zwischen 20.000 und 40.000 Mark und ein Fahrrad wurden gestohlen.
Todessturz in eine Schlucht
Der ehemalige Rechtsanwalt und Sparkassendirektor von Innsbruck Dr. Max Prantl, geboren 1890 in Hall, hat sich von der zirka 75 Meter hohen Stubaitalbahnbrücke bei Kreith aus Schwermut in die Tiefe gestürzt.
Todesfälle
Innsbruck starben: Michael Kokolj, Pensionist, 68 Jahre alt; Alfons Achammer, Maurer und Gußmeister, 56 Jahre alt; Marie Jaschke geb Jost, Kaufmannsgattin, 79 Jahre alt; Helene Prisner geb. Hornberger, Gattin des B.=B.=Inspektors a. D. Rudolf Prisner, 54 Jahre alt; Agnes Schröcksnadel, städt. Hauptschullehrerin, 46 Jahre alt; Charlotte Oehme, Sekretärin, 44 Jahre alt; Magdalena Strickner geb Volgger, Fleischhauermeisterswitwe, 92 Jahre alt; Karoline Götsch, Altersentnerin, 93 Jahre alt; Genoveva Schwitzer geb. Hupfauf, Briefträgersgattin, 72 Jahre alt; Elisabeth Carolina Nißl, Schneidermeisterin, 58 Jahre alt; Mathilde Perwög, Beamtenswitwe, 71 Jahre alt; Johann Waldhart, Altersrentner, 87 Jahre alt.
In Barwies starb Dr. Benedikt Thaler, Oberfinanzrat a. D., im 82. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 7. November, vom Trauerhaus aus auf den dortigen Friedhof statt.
Anton Geir, Singerbauer in Kematen, ist am 4. November im 75. Lebensjahre gestorben.
*
An der Universität Innsbruck promovierte Jakob Di Bora, Sohn des B.=B.=Assistenten Jakob Di Bora aus Innsbruck, mit Auszeichnung zum Doktor der gesamten Medizin.
40jähriges Hochzeitsjubiläum. Herr Dominikus Knoll und Frau Albina geb. Strauß feiern in Innsbruck das 40. Hochzeitsjubiläum. Silberne Hochzeit. In diesen Tagen feiern Alois und Adelheid Schuler in Zams in aller Stille die Silberne Hochzeit. Gleichzeitig kann Frau Adelheid Schuler auf ein 25jähriges Dienstjubiläum als Hebamme zurückblicken.
Hohes Alter. In Innsbruck feiert am 6. November Frau Maria Zerzer geb. Klabuschnig ihren 95. Geburtstag. — Am 4. November feierte im engsten Familienkreise Martin Sauerwein, der Vater des bekannten Freiheitskämpfers Hubert Sauerwein, seinen 70. Geburtstag. Wir wünschen dem hochgeschätzten Jubilar noch viele Jahre der Gesundheit. — Am 5. ds. vollendete Frau Witwe Maria Ebenbichler geb. Schnaitter in Hall i. T. in voller Rüstigkeit im Kreise ihrer Kinder und Enkel das 80 Lebensjahr.
Alle Caritasschwestern, die dem Freiburger Caritasschwesternverband angeschlossen waren, und alle jene, die gerne Caritasschwester werden möchten, mögen sich zwecks Aufnahme oder Anstellung an Dekan Feichtner, Direktor der Caritasschwestern, Hauskrankenfürsorge der katholischen Aktion, Post Brixlegg, Tirol, wenden. Anmeldungen für den nächsten Krankenpflegekurs werden noch bis 1. März 1946 entgegengenommen.
Elternabend der Österreichischen Jugendbewegung. Am Mittwoch, den 7. November, 19.30 Uhr veranstaltet die Bezirksleitung Innsbruck=Stadt der Österreichischen Jugend im Musikvereinssaal ihren ersten großen Elternabend.
Preisausschreihen
für den besten
Zeitungsreman
In der nächsten Zeit werden wir unseren Lesern einen täglich laufenden Roman bieten. Da die Beschaffung geeigneter Zeitungsromane heute schwieriger ist als zuvor, haben wir uns entschlossen, um die Förderung dieser wichtigen Literaturgestaltung in ÖOsterreich in Angriff zu nehmen, ein Preisausschreiben für den besten, volkstümlichen Zeitungsroman zu veranstalten.
Ein Preis von 5000 Mark
wird jenem österreichischen Schriftsteller zuteil, der bis zum 31. Dezember dieses Jahres einen Zeitungsroman vorlegt, der von der durch den Vorstand des Institutes für Österreichische Kultur Dr. Martin Groder präsidierten Jury als bester anerkannt wird. Für den zweit- und drittbesten Roman setzen wir einen Preis von 3000, bzw. 2000 Mark aus. Zur Beteiligung an dem Ausschreiben laden wir die österreichischen Schriftsteller und Schriftstellerinnen ein. Selbstverständlich nur solche, die politisch nicht belastet sind. Wir heben nochmals hervor, daß das Ausschreiben nicht dem Roman als solchen, sondern dem volkstümlichen Zeitungsroman gilt. Seibstverständlich steht den Verfassern der preisgekrönten Werke die Verfügung über ihr geistiges Eigentum voll und ganz zu. Der
ausgeschriebene Preis ist ein Preis und nicht ein Honorar. Wir behalten uns nur gegen entsprechendes Honorar den Erstabdruck vor.
Die Einsendungen sind bis 31. Dezember 1945 zu richten an:
Redaktion
„Tiroler Tageszeitung“, Innsbruck
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SPORTUNDSPIEL
Oreimal Maria Waldrast
Kann einer denken, wie er mag, wenn er nur ehrlich und ehrfürchtig genug ist und einigermaßen großzügig, dann wird er den Schmerz des katholischen Tiroler Volkes, besonders der Wipptaler und Stubaier verstehen und respektieren, den sie empfunden haben, als die Gestapo das Kloster auf der Waldrast ausgehoben, die Kirche gesperrt und versiegelt, die Laienbrüder gezwungen hat, nun für einen geeichten Pächter die mageren Wiesen zu bebauen. Die Bemühungen, wenigstens das Gnadenbild von der Waldrast zu retten, schlugen fehl.
Da unternehmen zwei junge Matreier in einer dunklen Frühlingsnacht den schweren Gang, um das Bild zu bergen. Sie waren sich der Folgen bewußt, die sie treffen, wenn sie erwischt würden: Einbruch bei Verdunkelung, Entwendung einer Sache, auf der die Hand der Gestapo gelegt war. Es war eine Wallfahrt mit klopfendem Herzen, denn die beiden waren auch voll der Sorgen um die Heimat. Die Tat glückte, ja ein „zufälliges“ Ereignis, machte es möglich, daß alle, die unschuldig zum Handkuß hätten kommen können, ein einwandfreies Alibi erbringen konnten.
Der Einbruch war ein Stich ins Wespennest in der Herrengasse. Denn in dieser Tat zeigte sich.
daß es noch Menschen gab, die nicht an die Allmacht Hitlers und seiner gerade damals sehr großen und zahlreichen Siege glaubten.
Obwohl sich vor verschlossenen Kirchentüren kein Friede erbeten läßt, zogen wenige Tage später einige hundert Menschen aus dem Wipptal und Stubai auf die Waldrast und wollten nebst ihrem Gebet zeigen, daß sie von ihrem Heiligtum nicht lassen wollten. Da ging es bereits hart auf hart. Gestapobeamte waren da und wollten das Volk mit Dröhungen auf Haft
sammen und gingen wieder heim. Da kam die Nacht und damit die Gestapo in das Haus vieler Wallfahrer. Bei manchen dauerte die Haft länger, bei manchen weniger lang. Auch die beiden, die das Bild geborgen hatten, hat es erwischt. Sie hielten sich tapfer, wurden bald entlassen, allerdings nur in das Gefängnis der Uniform.
Nicht weniger tapfer hielten zwei Frauen der Muttergottes die Treue. Sie allein wußten um das Bild und hielten es bis zum Herbst verborgen. Dann trat das Muttergottesbild eine weite Reise an. Einer der beiden jungen Männer konnte noch als Soldat die Muttergottes öfters besuchen. Auch die Kämpfe um Neuwied hat das Bild gut überstanden. Seit mehreren Tagen ist es wieder nach Tirol heimgekehrt. Die französische Militärregierung hat die Heimholung des Bildes durch ihr Entgegenkommen ermöglicht und unterstützt.
Zur Zeit ist die Statue den guten Händen unseres Bildhauers Hans Buchgschwenter anvertraut, der mit frommen Sinn die kleinen Schäden ausbessert.
Am 11. November wird das Gnadenbild wieder auf die Waldrast in feierlicher Prozession zurückgebracht. Es wird eine große Wallfahrt von dankerfüllten, aber auch sorgebeladenen Menschen sein. Alle, die bei jener kritischen Wallfahrt dabei waren, werden mitgehen. Selbstverständlich, das läßt sich keiner nehmen. Um halb 12 Uhr wird am 11. November in der Pfarrkirche zu Matrei eine Abschiedsandacht sein, dann beginnt die Wallfahrt, bei der Matreier Heimkehrer die Gnadenmutter in ihre Heimstätte zurücktragen werden.
Vielleicht gedenkt mancher derer, die noch ausständig sind; ausständig sind auch noch jene zwei nächtlichen Wallfahrer, die das Bild der Muttergottes geborgen haben. — Die genaue Abfahrtszeit des geplanten Sonderzuges wird noch in Ra
und Erschießen vertreiben. Die Leute hielten zu= dio und Zeitung bekanntgegeben.
Fußball im Dienste der Kriegsopfer
Innsbruck, 4. Nov.
Ein selten gut zusammengestelltes Veranstaltungsprogramm brachte es zuwege, daß sich auf dem Klosterkasernenplatze über den ganzen Tag etwa 2500 Zuschauer eingefunden hatten, die ihr Kommen weder am Vormittag noch am Nachmittage zu bereuen hatten. Um es gleich vorweg zu nehmen, die beste Leistung und das schönste Spiel des Tages lieferte die Elf des Sportvereins Wörgl gegen den Polizeisportverein, der sich nach einer 2:3 Führung in der Halbzeit, einwandfrei mit 2:5 Toren geschlagen geben mußte. Das was die Wörgler nach Seitenwechsel zeigten, war typisch Wiener Schule und das Beste was auf Innsbrucker Plätzen heuer geboten wurde. Die mit Spielfortschritt immer stärker werdende Sympathie für die Wörgler war berechtigter Ausdrück für das
ausgezeichnete und aufopfernde Können der Wörgler. Der Polizei ist es zu danken, daß den Wörglern auf Innsbrucker Platz Gelegenheit gegeben wurde, ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Polizei ist an diesem Tage einem besseren Begner unterlegen und hat an ihrer Popularität gewiß nichts eingebüßt, denn sie verstand mit Anstand zu verlieren und zeigte sich in jeder Spielphase als ritterlicher Gegner.
Die Salzburger Austria wurde vom Innsbrucker Sportklub mit 2:0 (1:0) geschlagen, ohne daß das Spiel besondere Höhepunkte brachte. Die Gäste erreichten die Klasse der Salzburger Athletiker aus dem Vorsonntag nicht, waren aber eine recht faire Mannschaft, die im halbhohen Spiel ihre Erfolge suchte. Beim Sportklub waren Purner und der Mittelläufer die überragenden Kräfte, während bei den Salzburgern besonders der rechte Verteidiger auffiel.
Eine recht gute Leistung bot Sportverein Innsbruck in der ersten Halbzeit im Spiele gegen Sportverein Kufstein, während nach der Pause die Kufsteiner mehr vom Spiele hatten. Sportverein blieb mit 2:1 (1:0) siegreich und holte sich diesmal auch mit seiner Jugendelf einen 4:0 Erfolg über die sympathische Kufsteiner Elf.
Im Jugendtreffen der Austria=Salzburg gegen den Sportklub wurde im ersten Spielteil recht aufopfernd und abwechslungsreich gespielt, für die zweite Halbzeit reichten aber beiderseits die Kräfte nicht mehrDas Untentschieden von 1:1 entspricht den beiderseitigen Leistungen.
Ein Wort schließlich noch zur Schiedsrichterfrage. Es wäre höchste Zeit, wenn der Verband an ehemalige Spieler in irgend einer Form einen Aufruf erließe, daß sich diese in den Dienst der Sache stellen. Das Interesse für Fußball ist sehr groß und dieses bleibt nur dann gewahrt, wenn neben guten Leistungen der Spieker auch diese vom Schiedsrichter gezeigt werden. Im Spiele Austria=Sportklub ist es lediglich dem Anstand der Spieler zuzuschreiben, wenn diese ihre Ruhe bewahrten.%666—
Turnerschaft Innsbruck — Bergsteigerriege
Donnerstag, 8. November, 20 Uhr findet in der Turnerschaftskanzlei (Hofburg) der Riegenabend statt. Berichte der Riegenleitung, Abgabe der Fahrtenberichte, Rüstzeugabgabe, Vortrag über Seiltechnik.
Innsbrucker Sportvereinigung—Turnerschaft Ibk.=B 12:5
In einem, flotten Handballspiel, in dem der Endsieg der Sportvereinigung nie ernstlich in Frage stand, behielt die derzeit in guter Fahrt sich befindliche JSV. gegen die zweite Vertretung der=Turnerschaft verdient die Oberhand. Vor allem war es die Angriffsreihe der Weiß=Roten“, die ausgestattet mit dem richtigen Zug auf das geanerische Tor es bestens verstand, jede Schwäche des Gegners prompt auszunützen. Im einleitenden Jugendtreffen zwischen T6J. und JSV. trennten sich beide Mannschaften 4:4 unentschieden.
Verbandssitzung im Fußball“
Mittwoch, den 7. November, findet im Gasthof „Weißes Rößl“ unter Vorsitz von Oswald Alpenheim die Sitzung des Fußballverbandes statt, zu der die Vertreter aller Tiroler Fußballvereine eingeladen werden.
S.C. Rot=Weiß. Jeden Donnerstag um 19.30 Uhr findet im Gasthof „Lodronischer Hof“ in der Egerdachstraße der Clubabend statt. Sämtliche Mitglieder sind dazu herzlichst eingeladen.