Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:11

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Freitag, 9. November 1945
Tiroler Tageszeitung
Nr. 119 Seite 1
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der erste Gefangenentransport in Innsbruck eingetroffen
„ Innsbruck, 8. November. Gestern nach 5 Uhr nachmittags traf am Innsnucker Hauptbahnhofe der erste große Heimfihrertransport österreichischer Kriegsgefangener us Frankreich ein. Mit dem ersten Transport ind 1476 ehemalige österreichische Soldaten in innsbruck angekommen. Sie wurden wie folgt ntergebracht: 100 Mann in den Kammerlichtvielen, 450 Mann im Kolpingsaal und der Rest
n Hotel „Arlbergerhof“. Die Gefangenen bleiin in diesen Quartieren vorläufig bis zur Erlehgung der Entlassungsformalitäten.
In den nächsten Tagen sind weitere Transp#te aus Frankreich zu erwarten.
Erweiterung des Dostverkehrs
bkanntmachung der Post=, Telegraphen= und Telephon=Direktion
1B 1. November wird der Postverkehr in ganz tierreich auf folgende Kategorien ausgedehnt: drucksachen bis zu 1000 Gramm,
Nischsendungen bis zu 1000 Gramm,
beschäftspapiere bis zu 1000 Gramm, Rustersendungen bis zu 1000 Gramm,
zeitungen zum Drucksachentarif, bis neue Anweisungen veröffentlicht werden.
Die Militärregierung.
Fleischausgabe — Sonderzuteilung
Auf Grund der augenblicklichen Fleischanliefeng ist es möglich, weitere 100 g Fleisch
Stelle von Fett in der 4. Woche der 6. Zuilungsperiode, diesmal auf die Abschnitte E 46,
46 und K 46 der Lebensmittelkarten für tnalverbraucher für die 6. Zuteilungsperiode id auf Abschnitt SV 438 der Fettkarte für ndwirtschaftliche Selbstversorger zu verteilen.
die genannten Abschnitte gelten gleich wie die ahn aufgerufenen Nummern 45, bzw. 438, lis uum 20. November 1945.
à Kleinverteiler haben die Abschnitte geunt von den übrigen Abschnitten aufzukleben n dem zuständigen Ernährungsamt zur Abmuung vorzulegen.
Verhaftungen
InInnsbruck wurde ein 14jähriger Bub shaftet, der seinem Ziehvater in Steiermark #en größeren Geldbetrag entwendet hat und #mit durchgebrannt ist. Bei dem Buben wurden luch über 800 RM Bargeld gefunden; er wurde Jugendamte übergeben. — Ferner hat die mnsbrucker Kriminalpolizei zwei Personen verhestet, die unter fälschlicher Berufung auf die mösische Militärregierung Autobeschlagnahmen ggeführt haben. — Wegen Schleichhandel, arzschlachten, Preistreiberei usw. sind eine von Personen verhaftet worden, darunter zwei Insbrucker Metzgermeister und ein nechniker. Alle Verhafteten wurden dem Geie überstellt.
Was alles gestohlen wird
I Pradl wurden von einem abgestellten kserwagen drei Räder abmontiert und gestoh.— In Planötzen wurden einer Bäuerin aus Stall ein Schaf und acht Hennen entwendet.
2 Umgestaltung des Burg= und Marktgrabens in Innsbruck
sach Besichtigung der Ausstellung im Volks
##museum bemerke ich u. a.: Daß der neuzeit# Verkehr eine Lösung dieser Frage dringend pert, ist klar. Diese aber in gänzlicher Entfer# der Ladenvorbauten zu suchen, dürfte doch kchlt sein. Mein Vorschlag wäre: Rückverset
und Verkleinerung der Ladenvorbauten mit fnechenden dem Haupthaus angepaßten Fasin sähnliche Lösung wie Donauhof), Entferder Mauer des Franziskanerkloster=Gartens
uto mit teilw iser Parkanlage. käme eine Vergrößerung des Platzes vor ten Hauptwache, durch Entfernung der Vor(städtischer Besitz) in Frage, ohne dem Geilde zu schaden. Jedoch eine gänzliche Entngsämtlicher Vorbauten und Schaffung einer n, nüchternen, kalten Häuserfront würde Stadtbilde kaum zum Vorteil gereichen. in nönnte man doch den Verkehr über den grohen zur Museumstraße durch Umleitung bosse und dergleichen in die Meraner Straße lerstraße entlasten usw. Und warum muß haller Tram ausgerechnet auch über den eraben fahren?
werden alle diese Verkehrs= und BauFen von zuständiger Seite gelöst werden. Nur zu wünschen, daß bei dieser Graben=Umge
Ton nicht nur Nüchternheit und Sachlichkei: Geltung kommen, sondern auch der heutige nakter dieses Alt=Innsbrucker Stadtteiles so Pals möglich bewahrt bleibt.
Josef N., akad. Maler.
Gefallen für Österreich
Die kirchliche Einsegnung am Grabe des Forstmeisters Ing Viktor Czerny, der am 2. Mai d. J. als Führer der Widerstandsbewegung in Ried im Oberinntal gefallen ist, findet am Samstag, den 10. November, um 15 Uhr, auf dem Friedhofe in Zams statt.
Todesfälle
In Innsbruck starben: Wilhelm Eisele, Friseur, 29 Jahre alt; Franziska Rainer, Altersrentnerin, 63 Jahre alt.
In Mutters traf die Nachricht ein, daß ein Sohn der bekannten Gastwirtsfamilie Stauder, Leutnant d. R. Max Stauder, schon im Februar bei Mostar gefallen ist.
In Matrei starb Frau Emma Mayerhofer, Gastwirtin, im 66. Lebensjahr. Das Begräbnis findet am Samstag, den 10. November, um halb 9 Uhr vormittags auf dem dortigen Friedhof statt.
In Hopfgarten starb am 3. ds. Josefine Gaßler, Schneidermeistersgattin, 46 Jahre alt.
Vermählung. Am 12. ds. verehelichte sich in Hopfgarten Autoschlosser Robert Dummer mit Stenotypistin Erna Beiersdörfer.
Die Sozialistische Partei Österreichs, Landesorganisation Tirol, hält folgende Wählerversammlungen ab: Innsbruck, 10. ds., Musikvereinssaal, 16 Uhr; Redner Vizebürgermeister Speiser, Wien. Amras, 10. ds., Kappellerwirt, 20 Uhr; Redner Landesparteisekretär Zechtl, Frau Kaiser. Arzl b. Innsbruck, 10. ds., Gasthof „Ginner", 20 Uhr; Redner Landesrat Heinz. Völs,
10. ds., Gasthaus „Zur Traube“, 20 Uhr; Redner Kandidat Willberger. Inzing, 10. ds., Gasthof „Wanner“, 20 Uhr; Redner Landeshauptmannstellvertreter Hüttenberger. Hall, 10. ds., Stadtsaal, 20 Uhr; Redner Stadtrat Honay, Wien. Wörgl, 10. ds., Kinosaal, 20 Uhr; Redner Vizebürgermeister Speiser, Wien. Reutte, 11. ds., Hotel „Zum Hirschen“, 10 Uhr: Redner Landeshauptmannstellvertreter Hüttenberger. Ehrwald,
11. ds., Gasthof „Hohenegg“, 15 Uhr; Redner Landeshauptmannstellvertr. Hüttenberger. Steinach, 11. ds., Hotel „Steinbock“, 10 Uhr; Redner Landesrat Heinz. Wattens, 11. ds., Kinosaal, 10 Uhr; Redner Stadtrat Honay, Wien. Rattenberg, 11. ds., Bahnhof=Restauration, 10 Uhr; Redner Landesparteisekretär Zechtl. Häring, 11. ds., Rainersaal, 10 Uhr; Redner Gewerkschaftsobmann Knechtelsdorfer. Imst, 11. ds., Hotel „Eggerbräu“, 10 Uhr; Redner Kandidat Willberger. Münster, 11. ds., „Kirchenwirt", 10 Uhr; Redner Dornauer. Angath, 11. ds., „Krämerwirt", 10 Uhr; Redner Kandidat Astl. Thaur, 11. ds., Gasthof „Ginner“, 15 Uhr; Redner Landesrat Heinz. Seefeld, 11. ds., 15 Uhr; Redner Kandidat Stenico. Zell a. 3., 11. ds., 10 Uhr; Redner Dr. Kunst. Mayrhofen, 11. ds., 13 Uhr;
Redner Dr. Kunst. Hochfilzen, 11. ds., „Reischwirt“, 10.30 Uhr; Redner Bertsch. Fieberbrunn, 11. ds., „Neuwirt“, 9.30 Uhr; Redner Gänsinger. St. Johann i. T., 11. ds., Kinosaal, 15 Uhr: Redner Stadtrat Honay, Wien, Gänsinger. Oberndorf, 11. ds., „Kramerwirt“, 19.30 Uhr; Redner Bertsch.
KIRCHLTCHES
Die „Schwazen Mander“ wieder in Innsbruck
Bekanntgabe.
Es werden alle Oberen der von den Nationalsozialisten aufgehobenen Klöster und kirchlichen Genossenschaften sowie die Seelsorger der von den Nationalsozialisten geschlossenen Kirchen, Kapellen und Oratorien ersucht, die im Stifte Wilten deponierten Paramente durchzusehen und die ihrigen wegzuschaffen. Da es in den Stiftsräumen an Fenstern fehlt, würden die Sachen unter der naßkalten Winterwitterung stark leiden.
„ Blasius Marberger O. Praem.
Bibliothekar und Stiftssakristan.
Evangelische Gottesdienste am 11. November: Innsbruck 9 Uhr, Solbad Hall, Salinenkapelle, 9.30 Uhr, Ehrwald (Villa Wehner) 9.15 Uhr. Kindergottesdienst jeden Sonntag um 9 Uhr im Pfarrhaus, Innsbruck, Richard=Wagner=Str. 4, Bibelstunden jeden Mittwoch 19.30 Uhr und jeden Sonntag 16 Uhr im Pfarrhaus. Frauenarbeitsstunde (Näharbeiten, Altkleideraktion) jeden Montag um 3 Uhr im Pfarrhaus.
Ssterreschisches Instltut für Kultur und Wissenschaft
*
Die Mitgliederaufnahmen am Kulturinstitut Das Österr. Institut für Kultur und Wissenschaft hat seit einigen Tagen mit der Mitgliederaufnahme begonnen. Die Einschreibungen erfolgen täglich von 9—12 und von 14—17 Uhr in der Hofburg. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß künftig von Seite des Institutes nur noch dann Empfehlungen gegeben, Schutzbriefe ausgestellt und andere Interventionen vorgenommen werden können, wenn erst die Mitgliedschaft erworben wurde.
Aus verschiedenen Gründen scheint es zweckmäßig, die Aufnahmefrist vorläufig mit 10. Dezember zu begrenzen, und zwar deswegen, weil für Mitte Dezember eine große Tagung beabsichtigt ist, in deren Rahmen sich zum ersten Zaubüberfall auf eine bulgarische Gärtnerei Mal die einzelnen Fachsektionen unter einander besprechen
2 Tabak und zirka 7000 RM Bargeld weg. periode in Erinnerung behalten.

Einer unserer Mitarbeiter hatte eine Unterredung mit dem Landesdenkmalkonservator Graf Trapp, der uns folgende Fragen beantwortete:
Warum und wann wurden die „Schwarzen Mander“ aus der Hofkirche weggeschafft?
Die Figuren waren bei Kriegsbeginn mit einem Schutzbau gegen Splitter versehen worden. Als es sich zeigte, daß dieser keinen wirksamen Schutz gegen Bomben bildete, wurde der Abtransport der Statuen beschlossen. Die ersten zwei Figuren wurden am Christtag 1943 weggeführt.
Wo waren die Figuren untergebracht?
In einem aufgelassenen Felsenkeller am Eingang in die Kundler Klamm, den die Brauerei Kundl kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.
Wie wird der Rücktransport durchgeführt?
In der gleichen Weise wie der Abtransport. Die stehen auf hölzernen Postamenten, an denen ein sehr festgefügtes Tragwerk aus Holzpfosten angeschraubt wird. Dieses dient zugleich der Festigung der Statuen, die durch eine gepolsterte Schablone im Traggestell festgehalten wird. Die Figuren können zum Transport nicht umgelegt werden, weil sie fast durchwegs nicht aus einem Stück gegossen sind und überdies vortretende Teile dabei sehr leicht beschädigt werden könnten. Der Transport der stehenden, überlebensgroßen Figuren bedingt die Verwendung eines niedrig gelagerten Wagens, wozu sich ein schwerer Kabelwagen der Postdirektion eignet. Nur so können die Schwarzen Mander die niedrigen Bahndurchlässe bei Rattenberg passieren. Zum Heben werden in
Kundl und in der Hofkirche Flaschenzüge benützt, die an hohen hölzernen Traggestellen befestigt sind.
Sind die Figuren sehr schwer?
Das Gewicht der hohl gegossenen Bronzefiguren schwankt zwischen 800 und 3500 Kilogramm. Zu den Leichten zählen die Standbilder des Artus und Theoderich aus der Vischerwerkstatt. Die Schwerste ist jene Kaiser Friedrich III. von Stephan Godl. Auch die massigen Gestalten Ferdinands von Portugal und Ernst des Eisernen von Österreich von Gilg Sesselschreiber sind sehr gewichtig.
Haben die Figuren durch die Transporte und den Aufenthalt im feuchten Stollen Schaden genommen?
Nein, glücklicher Weise bisher nicht. Sie wurden nur etwas beschmutzt, lassen sich aber ohne weiteres wieder reinigen. Natürlich muß diese Reinigung mit größter Sorgfalt vorgenommen werden. An einzelnen Stellen sind Rostflecken aufgetreten, welche von eingelassenen Eisennieten herrühren. Auch dieser kleine Schönheitsfehler läßt sich beheben.
Werden die Figuren in der gleichen Ordnung aufgestellt wie vor ihrem Ausbau?
Ja, da diese Anordnung noch aus der Zeit ihrer Aufstellung stammt. Die Anordnung wird beibehalten, obwohl uns die Gründe, die diese Reihung bestimmten, nicht bekannt sind. Sie entspricht nicht der Entstehungszeit der einzelnen Güsse und berücksichtigt auch nicht den Verwandtschaftsgrad zu Kaiser Maximilian.
Wurden für den Ausbau und Transport Spezialarbeiter verwendet?
Nein. Die Arbeit beim Hin= und Hertransport lag in den Händen der Firma Pümpel=Hall, die ihre besten Kräfte für diese Arbeit einsetzte. (Baumeister Tusch und Polier Haider.) Die Transporte führt mit Geschick und Verantwortungsgefühl für die kostbare Last der Fahrer Faserl durch. Als Hilfsarbeiter stehen Kriegsgefangene zur Verfügung, welche der ungewohnten Arbeit mit Eifer obliegen.
Hat die Hofkirche selbst durch Bomben Schaden gelitten?
Obwohl ringsum in unmittelbarer Nähe der Kirche Bomben einschlugen, sind keine ernstli
B
chen Zerstörungen an der Kirche entstanden. Das Renaissanceportal von Crivelli wurde allerdings beschädigt und das kleine Deckengewölbe von Paul Honegger (1618) sowie die beiden schweren Türflügel zerstört. Der Verlust der 1900 geschaffenen schönen Glasfenster ist immerhin zu verschmerzen, da hellere Fenster den festlichen Raum ganz anders zur Geltung bringen werden.
Sind in der Hofkirche Anderungen vorgenommen worden?
Während des Krieges wurden zur Verminderung der Feuersgefahr die Betbänke entfernt. Sie sollen wieder aufgestellt werden. Zur Verschönerung der Kirche trägt die Entfernung von hölzernen Logeneinbauten bei, die eine spätere Zeit mit wenig Verständnis auf der rückwärtigen Empore eingebaut hatte.
Es ist außerdem geplant, die 23 Bronzestatuetten der Heiligen aus dem Hause Habsburg, die wenig vorteilhaft und historisch unbegründet in der Silbernen Kapelle zur Schau gestellt waren, wieder in der Hofkirche anzubringen, da sie zum Grabbau Maximilians gehören. Hoffentlich gelingt es auch, die Büsten römischer Imperatoren, die ebenfalls zugehörig sind und seit Jahren vergeblich aus Wien zurückgefordert werden, endlich herzubringen.
Wurden außer dem Abtransport der schwarzen Mander Schutzvorkehrungen in der Kirche getroffen?
Das Kenotaph mit den prachtvollen Marmorreliefs Alexander Colins war mit einer zwei Meter starken Ziegelmauer ummantelt worden. Die bekrönenden Bronzefiguren Maximilians und der vier Tugenden waren gleichfalls in Kundl geborgen. Das herrliche Gitter des Maximiliangrabes war abmontiert und ebenso wie die Orgel von Jörg Ebert von 1558 aus dem Chor der Kirche auf dem Lande geborgen. Die Wiederaufstellung dieses ältesten in Mitteleuropa erhaltenen Orgelwerkes kann erst nach Instandsetzung und gründlicher überholung der Einzelteile nach musikgeschichtlichen Grundsätzen erfolgen. Die äußerst schwierige Montierung des Gitters wird jetzt von Schlossermeister Fritz vorgenommen.
Auch die patriotischen Denkmäler, besonders das Grabdenkmal Andreas Hofers waren während des Krieges mit starken Schutzmauern umgeben. Nach der Entfernung der Ummantelung wird nun auch der Trauerflor, der seit der Lostrennung Südtirols an der Figur Andreas Hofers hing und seit 1918 Tausenden von Fremden das unserem Lande zugefügte Unrecht in Erinnerung brachte, dem Standbild wieder angeheftet werden. Auch der in Marmor gemeißelte Spruch Bruder Willrams, der in ergreifenden Worten Klage um Südtirol erhebt, wird wieder in die Wand der Kirche neben dem Grabdenkmal Andreas Hofers eingelassen. Sie war über Befehl der nationalsozialistischen Gauleitung entfernt, aber von Schloßverwalter Kittinger fürsorglich aufbewahrt worden.
Erregen die Transporte der Erzfiguren nicht großes Aufsehen?
Sicherlich begegnet die Rückführung der ebenso eindrucksvollen wie volkstümlichen Schwarzen Mander allerorts größtem Interesse. Ihre Abreise vom Kundler Stollen ist täglich ein Ereignis und die Kinder von Kundl ließen es sich nicht nehmen, jeder Figur Blumen= und Fichtenzweige in die Hände zu stecken und ihre Kronen zu schmücken.
Wann wird die Arbeit in der Hofkirche endet sein?
Dank der großen Unterstützung, die die französische Militärregierung besonders in der Person von Madame J. Falcou der Angelegenheit widmet, dürfte die Kirche am 11. November abends eröffnet werden können. Allerdings wird es notwendig sein, eine Reihe kleinerer Arbeiten im Inneren der Kirche erst nach diesem Termin durchzuführen.
Die neue Eisenbahnbrücke in Brixlegg wird am 12. November um 14.30 Uhr durch den kommandierenden General und Oberbefehlshaber der französischen Besatzungstruppen in Österreich feierlich eröffnet werden. — Unsex Bild zeigt die provisorische Brücke, über die sich jetzt der Verkehr ab
wickelt. Photo: Landesbildstelle Tirol.