Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:11

- S.31

Suchen und Blättern in knapp 900 Ausgaben und 25.000 Seiten.





vorhergehende ||| nächste Seite im Heft

Zur letzten Suche
Dieser Monat – 1945_11_TT
Ausgaben dieses Jahres – 1945
Gesamter Text dieser Seite:
vember 1
t vor
chte der Tex
wähchungsarbei
ielleicht eine
extilind.
S
Vie der Lei
Frank
Entdeckur
Vereinigten sogar durch n eines weltucht werden
n, daß die à 56.6 Prohre 1935. ebiete, welche äußerst gün
r daraufhin Zien
lkindern, die
27 Prozent 18 Prozent nal ernährt. sind sehr debendgeboreommer dieses n 328 Säugr Steige
ozent. In ichkeit zwar erschreckend
20
10. November 1945
Bestuc dr ODER Mitona
A ös
SOER
Paslond
Westlich du ODER SMiasne
∆ öeriuk der
SOER SMtukonen
Tiroler Tageszeitung
Nr. 120 Seite 3
Aur Radt
und Cand
e in Genf aufgen, welche der evölkerung mit
(diese es in t das nach viesen. ührers ingler, ihrer ch der g das Pa
i der Wohnung der Frau Maier im 3. Stock diet die Flurglocke Sturm. In schrillem Distt tönt es einmal — zweimal — dreimal durch kganze Wohnung. Frau Maier, die gerade beim tischen ist, trocknet sich die Hände an ihrem sturz und läuft zur Türe. Da steht der kleine ## von nebenan und sprudelt, sich selbst übersend, hervor: „Der Fritz ist da, der Fritz ist pIch habe ihn eben gesehen! Am Bahnhof ist nit den anderen. Geradewegs von Frankreich amt er, hat er gesagt.“
Maier muß sich einen Augenblick am posten festhalten, so schwach ist ihr auf eingeworden. Sie kann es noch gar nicht fas— ihr Fritz, ihr Sohn, von dem sie nun
fast ein Jahr die Todesnachricht in den ##den hat, ist zurückgekommen! Wiederaufer#en, wieder da — sie kann es einfach nicht lben, es wäre doch zu schön.
soch im nächsten Augenblick rennt sie auch die Treppe hinunter, so wie sie ist. mit
in Waschschürze und den hochgekrempelten benärmeln, gerade daß sie noch die Straßenu erwischt. Die Fahrgäste blicken etwas er#u auf die erregte Frau, sie wissen wohl
ganz recht, was mit ihr los ist. Der Schaff#kommt und verlangt die Fahrkarte; sie sieht ganz abwesend an und sagt nur: „Der litzist da.“ Er sieht sie erstaunt an, doch imtschuldigt sich und erzählt ihm nun, daß sie i die Mitteilung erhalten habe, daß ihr totfaubter Sohn zurückgekommen sei.
sich wie langsam doch so eine Straßenbahn ##— jede Minute kommt ihr wie eine Ewig##vor. Doch endlich kommt die letzte Halte## und da sieht sie auch schon eine Kolonne aten anrücken. Ob ihr Fritz auch dabei ist?
kscht die Reihen entlang und dort hinten —
mut ihren Augen nicht — ja, da ist er,
zritzl Groß und braungebrannt, so wie er mis fortgegangen ist. „Fritz!“ ruft sie ganz Fritz!“ — Und dann hängt sie auch schon sinem Hals und kann es gar nicht fassen,
A##wieder da ist, er, um den sie soviel gehat.
isdann geht das große Erzählen los. Er war iin Amerika. Heuer im Sommer stellten die #nigten Staaten eine große Zahl von Kriegs#enen Frankreich zur Verfügung. Frankreich nn die Österreicher frei, damit sie noch vor shuchten nach Hause kommen. So erzählt under hitz, wo er war. In Boston war er,
a, in New York und schließlich in Paris, wo die Österreicher heraus#n wurden und in das große Sammellager kamen in der Nähe von Nancy. Und ##snd sie da. Die ersten 1500 Tiroler und mberger. „Der Toni ist auch da“, sagt er. # der Leo, der kommt mit dem nächsten ###ort, der schon unterwegs ist.“ Wie ein teuer hat sich inzwischen die Kunde von der suft der ersten Heimkehrer aus Frankreich „i Stadt verbreitet. überall sieht man freudekende Gesichter und tränennasse Augen, sliche Menschen mit ihren Lieben vereint.
M. Rieder.
Mustersendungen im Postverkehr
Küiglich unserer gestrigen Verlautbarung über #weiterung des Postverkehrs in Österreich In wir folgende Richtigstellung vornehmen: #ersendungen sind nur bis zu einem bis zu 500 Gramm, nicht aber, wie nserer gestrigen Ausgabe vermerkt, bis zu Gramm, zugelassen.
Martin Rapoldis 65. Geburtstag ien schreibt uns:
rgen wäre Stadtrat Martin Rapoldi sihre alt geworden. Die Innsbrucker Bevöl
# hätte diesen Tag gewiß zum Anlaß geten, um den Mann ihres vollsten Ver
kas zu feiern und ihm zu sagen, was er für jsdeutet. Martin Rapoldi weilt aber leider nehr unter uns. Wir möchten trotzdem dielag nicht vorbeigehen lassen, ohne seiner zu zten. Und wenn heute und in den nächsten Z viele zum Ehrengrab der Stadt Innsbruck n werden, dann wollen sie ihre Dankbarkeit ##den, die sie diesem guten Menschen und Pcrockenen Kämpfer für die Sache des schafn Volkes schuldig sind. Rapoldi hat stets für Sozialismus gearbeitet, er war ein überDemokrat, sein Streben war, Österreich #glücklichen Zukunft zuzuführen An seinem #istag wollen wir in den schweren Tagen Liederaufbaues unsere Verbundenheit mit imeuern und uns der Verpflichtung, in sei
##einne weiterzuarbeiten, erinnern. Martin sedi ist tot, seine Lehren leben aber in uns.
—pp¬
esterreichische Gesellschaft der Freunde Frankreichs
angekündigt, findet am Dienstag,
13. November, um 20.15 Uhr im rückwärtiSal des Hotels „Grauer Bär“ der Vortrag Nmn Lt. Saulnier über das Thema „Urbain France“ statt.
Verhaftungen der Innsbrucker Polizei
Wie gemeldet, wurden in der Nacht auf 4. November in Hall, Aichatstraße 38, dem Bauer Anton Krismer von einem ausländischen Arbeiter, der im Stall genächtigt hat. mehrere Messerstiche beigebracht, denen Krismer noch im Laufe der Nacht erlegen ist. Als Täter wurde von der Innsbrucker Kriminalpolizei der Mauder Marko Smoleic, geb. am 15. April 1908 in Tabor (Bosnien). angeblich staatenlos, in Kematen verhaftet. Smoleie hat die Bluttat einbekannt. Krismer hatte ihm Vorwürfe gemacht, weil er im Stall ein offenes Licht gemacht hatte. Es entstand deshalb ein Wortwechsel, in dessen Verlauf Smoleie dem Krismer die tödlichen Messerstiche versetzt hat. Smoleie wird sich vor dem Gericht der Militärregierung zu verantworten haben.
Von der Innsbrucker Polizei wurde ein Ostarbeiter festgenommen, der für sich und seine Frau Lebensmittelkarten erschwindelt hat.
Ferner hat die Innsbrucker Kriminalpolizei einen Ostarbeiter unter dem Verdacht, an dem Raubüberfall auf die bulgerische Gärtnerei in Baumkirchen beteiligt gewesen zu sein, in Haft genommen.
Ein Schulbub von einem Blindgänger zerrissen
Am 7. November um 14.25 Uhr fanden am linken Innufer bei Zirl zwei Buben in einem Trichterloch eine Wurfgranate (Blindgänger). Sie hoben die Granate auf und wollten sie zum Inn tragen. Dabei entfiel ihnen die Granate und es erfolgte eine Explosion, wodurch beide Buben schwer verletzt wurden. Auf dem Transport zum Arzt ist der eine Bub, der achtjährige Schüler Josef Kirchebner gestorben. Sein Begleiter, der siebenjährige Schüler Robert Geiger, erlitt schwere Verletzungen an den Händen und Füßen; er wurde in das Krankenhaus nach Innsbruck gebracht.
Lebensmittelrationen in der T. Zuteilungsperiode
Der Künstler
Aus tiefster Brust, drin Leid und Freuden wohnen In solchem Maße, daß sie sich befreit,
Belebend so die laue Stofflichkeit,
Sehnt er zum Lichte sich der Himmelszonen.
Er schlägt die Brücke auf in ew"ge Sonnen Aus dunkler Regung kümmerlicher Zeit
Und wirkt das weiße uns, der Unschuld Kleid, Damit die Welt, die ihn versteht, zu lohnen.
Verwirklichend die Liebe, die wir fühlen,
Mit guten Kräften, die im Menschen sind,
All uns"re Wünsche ewighin zu stillen.
öffnend die Augen uns, die ansonst blind,
Die Ohren für den sanften Gotteswillen,
Anbeten lernend uns wie einem Kind.
Günther Stumpf.
Rationen für Normalverbraucher:
Fleisch: Erwachsene und Jugendliche 800 g, der 400 g.
Fett: Die genaue Monatsration ist noch nicht festgelegt. Vorläufig werden in der 1. Woche 100g in irgend einer Fettart (Butter, Schweineschmalz, Öl oder Schmelzmargarine) an aue Altersstufen abgegeben. Die bisher übliche unterschiedliche Bewertung der einzelnen Fettarten fällt also in Zukunft weg.
Brot:
Erwachsene 7.500 g Schwarzbrot und 900 g Weißbrot,
Jugendliche 9.500 g Schwarzbrot und 900 g Weißbrot,
Kinder 4.500 g Schwarzbrot und 1.900 g Weißbrot.
Nährmittel: An alle Altersstufen 350 g Gries und 400 g Teigwaren.
Kindernährmittel: Für Kinder bis zu 6 Jahren
100 g.
Hülsenfrüchte: 250 g an alle Altersstufen.
Zucker: 500 g an alle Altersstufen nach Maßgabe der Anlieferung.
Käse: 250 g an alle Altersstufen.
Bohnenkaffee: 125 g an alle Altersstufen.
Kaffee=Ersatz: 125 g an Jugendliche und Kinder.
Keks: 250 g an alle Altersstufen.
Salz: 250 g an alle Altersstufen.
Trockenei: 1 Paket an alle Altersstufen.
Entrahmte Frischmilch: 1/8 Liter pro Tag für Erwachsene und Jugendliche je nach Vorrat.
Vollmilch: ½ Liter pro Tag für Kinder bis zu 6 Jahren.
Seife: 1 Stück zu 400 g an alle Altersstufen für die 7. und 8. Zuteilungsperiode.
Teilselbstoersorger in Butter
Diese Gruppe erhält keine Zuteilung in Fett, Käse, Vollmilch, entrahmter Frischmilch, Hülsenfrüchten, Keks. In den anderen Lebensmittelarten erhalten sie dieselben Sätze wie die Normalverbraucher.
Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten
Sie erhalten keine Zuteilung in Fleisch und Fett, während sie in den übrigen Lebensmittelarten dieselben Mengen beziehen wie die Normalverbraucher.
Vollselbstversorger
Sie erhalten Zuteilung ir Kaffee=Ersatz, Zucker, Salz, Bohnenkaffee und Seife wie Normalverbraucher. Nährmittel werden nur an Kinder bis zu 6 Jahren, Trockenei an Inhaber von Eierkarten abgegeben.
Brot, Fleisch und Fett wird in der Normalration an solche Vollselbstversorger zugeteilt, die sich in diesen Lebensmitteln nicht selbst versorgen können.
Schwer= und Schwerstarbeiter
erhalten die Normalverbrauchersätze zuzüglich der Zulagen für Schwer= und Schwerstarbeiter im Ausmaße wie bisher.
Die aufgerufenen Abschnitte für die einzelnen Lebensmittelarten sind aus den Rationssatzlisten zu ersehen.
Kartoffelausgabe in Innsbruck
Dem besonderen Entgegenkommen und der tatkräftigen Unterstützung der französischen Militärregierung ist es gelungen, für die Bevölkerung der Stadt Innsbruck im Verlaufe der nächsten Woche eine Kartoffelausgabe zu ermöglichen. Nähere Bestimmungen folgen noch.
Die „Letzten“ vom Lustschutzstollen kehren heim
Rohrbruch im Gerloskraftwerk
Vor einigen Tagen trat am Rohr des zirka 250 Meter tief im Berg liegenden Druckschachtes des Gerloskraftwerkes bei Zell a. Z. aus unbekannter Ursache ein Bruch auf, wodurch eine überschwemmung der Kraftanlage und der zwischen dem Unterwasserkanal und der Zufahrtstraße liegenden Grundstücke verursacht wurde. Durch den Rohrbruch wurden mehrere hundert Kubikmeter Schuttmassen zu Tal geschwemmt. Die Wegräumungsarbeiten dürften längere Zeit in Anspruch nehmen. Personen kamen durch den Rohrbruch nicht zu Schaden.
Todesfälle
In Innsbruck starben: Maria Würndl, Private, 67 Jahre alt; Anna Engl, geb. Munaretto, 75 Jahre alt; Josefa Schneider, geb. Narr, ehem. Geschäftsfrau, 82 Jahre alt; Johanna Zimmeter, geb. Krapf, 54 Jahre alt; Franz Polanski, Schneider, 69 Jahre alt.
*
Arztlicher Sonntagsdienst. Dr. Herm. Netsch, Museumstraße Nr. 6, Tel. 4415, Dr. Ernst von Rossi, Leopoldstraße 16, 2. St., Tel. 75.324.
Apotheken=Sonntagsdienst und =Nachtdienst in
der kommenden Woche: Apotheke zur Triumphpforte, Leopoldstraße 12, und Nordkettenapotheke, Mühlau, Haller Straße 1.
Versammlungskalender der kommunistischen Partei. Sonntag, 11. ds., Matrei: Referent Major Bair, Kufstein: Referent Paul Brust, Wien, Wörgl: Referent Paul Brust, Wien, Kramsach: Referent Paul Brust, Wien, Imst: Referent Landesrat Ronczay. Montag, 12. ds., Telfs; Referenten: Luise Röder (Wien), Alfr. Löhmer; Innsbruck, 18 Uhr: Frauenversammlung im großen Saal der Arbeiterkammer; Referentin: Luise
Röder. Dienstag, 13. ds, 19.30 Uhr: Eisenbahnerversammlung im Musikvereinssaal; Referent Zwek (Wien). Donnerstag, 15. ds., 20 Uhr: Arbeiterversammlung im großen Saal der Arbeiterkammer (Landesrat Ronczay). Hall, Samstag, 10. ds., 19.30 Uhr: Wählerversammlung im Stadtbräu; Referent Alfred Löhmer. Samstag. 17. ds., 19.30 Uhr: Wählerversammlung im
Stadtsaal; Referent Landesrat Ronczay.
Programm für die öffentliche Feier 11. November
Morgen nachmittags wird unsere Stadt eine Feier erleben, die sie seit langem nicht erlebt hat: Die „Schwarzen Mander“ kehren heim, jene lieben alten Ehrenbürger unserer Stadt, ohne die wir uns Innsbruck nicht denken können. Endlich können sie wieder aufatmen und sich ihrer Freiheit freuen, den Stollen verlassen und in ihr Heim zurückkehren, das die Bomben verschont haben. Wir denken bei dieser Gelegenheit zurück an all die bangen Stunden, die wir in den vergangenen Jahren im Stollen haben verbringen müssen, und an den erlösenden Augenblick, wenn das Entwarnungssignal uns wieder das Heim finden ließ.
Die Feierlichkeiten am morgigen Tag werden durch manche überraschung verschönt werden, und kein Innsbrucker wird sich diese festlichen Stunden entgehen lassen. General Bethourd sowie Exzellenz Voizard werden das Fest durch ihre Gegenwart beehren. Die Spitzen der Behörden von Stadt und Land nehmen persönlich daran teil.
Fürsorgetagung
Am 23. Oktober fand im Sitzungssaale der Hofburg in Innsbruck unter dem Vorsitz des Landeshauptmannstellvertreters Franz Hüttenberger eine Fürsorgetagung statt, an welcher die zuständigen Referenten der Landeshauptmannschaft sowie die Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaften Tirols und des Stadtmagistrates Innsbruck auf dem Gebiete des Gesund heitswesens, der allgemeinen und der Jugend fürsorge teilnahmen.
Nach der Begrüßung und einleitenden Worten des Vorsitzenden, der die Folgen des Krieges und die Notwendigkeit der Fürsorge umriß, wurde ein Referat des an der Teilnahme dienstlich verhinderten Abteilungsleiters Hofrat Giovanelli verlesen, ferner kamen Referate zum Vortrag über die allgemeine Fürsorge (ORR. Dr. Newesely), Gesundheitswesen und =fürsorge (Landes=Sanitätsdirektor Dr. Daser), Mutter= und Säuglingsfürsorge (Dr. Soppelsa) sowie Jugendfürsorge (Dr. Haindl), in welchen die gegenwärtige Lage im Fürsorgewesen und die daraus zunächst sich ergebenden Maßnahmen besprochen wurden.
Insbesondere die allgemeine Sorge um unsere Jugend, welche infolge der Kriegs= und Nachkriegsverhältnisse teilweise erhebliche Verwahrlosungserscheinungen zeigt, bot hierbei Anlaß zur Aussprache über die dringlichste Notwendigkeit, für die nach dem Kriegsende verlorengegangenen Fürsorgeerziehungsanstalten baldigst Ersatz zu schaffen und so besonders die mit Einquartierung belegte Fürsorgeerziehungsanstalt St. Martin in Schwaz wieder zurückzuerhalten, was dank des Verständnisses der zuständigen Organe der französischen Militärregierung wohl erhofft werden könne. Hierdurch würde eine geordnete und erfolgreiche Erziehung der abgeglittenen und verwahrlosten Jugendlichen wieder möglich sein. Nach der Wechselrede wurde die Tagung vom Vorsitzenden
mit der Versicherung geschlossen, daß bald eine weitere Zusammenkunft stattfinden solle.
Macht Gebrauch vom Fahrkartenvorverkauf im Tiroler Landesreisebüro!
Gegen 4 Uhr nachmittags treffen die Bronzestandbilder, aus der Richtung Hall kommend, am Rennweg ein, von fünf Paaren kranzgeschmückten Pferden gezogen und mit den Farben des Landes geziert. Fanfaren werden das Signal zum Einzug geben, und unter dem Klang der Glocken Innsbrucks werden die „Schwarzen Mander“ ihren Weg über den Rennweg zur Hofkirche nehmen, vorbei an den Reihen der Zuschauer „die zu beiden Seiten des Rennwegs Aufstellung nehmen werden. Vom Balkon der Hofburg aus werden die Herren der französischen Militärregierung sie begrüßen und am Eingang zur Hofkirche wird sie die hohe Geistlichkeit, an der Spitze Abt Schuler von Wilten, erwarten.
Sodann wird sich die Festgemeinde in der Hofkirche versammeln, die im Glanze festlicher Beleuchtung strahlen soll. Den ganzen Abend bleibt sie der öffentlichkeit zum Besuch offen.
Jeder Innsbrucker betrachtet die Teilnahme an dieser Feier als Ehrenpflicht. Sie vollzieht sich im Auftrage des Landeshauptmanns, der das Österreichische Institut für Kultur und Wissenschaft mit der Durchführung der Zeremonie betraut hat.
KIRCHLICHES
Die feierliche übertragung des Gnadenbildes von Maria Waldrast
Am Sonntag, 11. November, findet die feierliche übertragung des Gnadenbildes von der Pfarrkirche in Matrei nach Maria Waldrast statt.
Das kirchliche Programm: ½12 Uhr: Abschiedsandacht in der Pfarrkirche in Matrei. 12 Uhr: Auszug der Prozession von der Pfarrkirche nach Waldrast. Nach Ankunft der Wallfahrer in Maria Waldrast Predigt im Freien (Msgr. Dr Kolb), übergabe des Gnadenbildes an die Patres Serviten, übertragung auf den Gnadenaltar mit Marienandacht, Tedeum und sakramentalem Segen.
Das genaue Programm der Marienfeier auf der Waldrast mit den Lied= und Gebetstexten wird den Wallfahrern auf der Waldrast selbst zur Verfügung gestellt. — Die Leitung des Klosters in Maria Waldrast macht aufmerksam, daß am Wallfahrtsort mit der Verpflegung nicht gerechnet werden kann.
Führung eines Sonderzuges von Innsbruck nach Matrei. Aus Anlaß der Feierlichkeit fährt ein Sonderzug von Innsbruck nach Matrei und zurück. Abfahrt Innsbruck=Hbf 10 30 Uhr, Rückfahrt ab Matrei 17.20 Uhr. Der Zug hält in Unterberg=Stefansbrücke und Patsch. Die Fahrkarten können am Bahnschalter oder im Reisebüro gelöst werden.
Maria Waldrast. Am Sonntag, 11. November, sind hl. Messen um 7, 8 und halb 11 Uhr.
Pfarrchor St. Jakob (Spitalkirche). Sonntag, 11. November, ¾10 Uhr. Hochamt, Messe in SMoll für Chor und Orgel von Josef Rheinberger — Nachmittags 4 Uhr Feier in der Hofkirche. Jubilate für Chor und Orgel von Karl Koch, Tantum ergo von Gregor Zahlfleisch.
Sainnstosssammlung für Reimkekter
Was die Nai mit ihrem Propagandadruck an Spinnstoffabgaben verlangten, das erwartet die Heimkehrerstelle vom guten Willen zu einer letzten großherzigen Tat für die Heimkehrer.
Hausfrauen, gebt eine letzte Spende an Spinnstoffwaren für die Soldaten, die jetzt aus der Gefangenschaft heimkehren und vielfach nur Fetzen am Leibe tragen.
Sammelstelle: Heimkehrerstelle, Museumstraße 12.