Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 4 Nr. 126
Tiroler Tageszeitung
17. November 1943
Die geplanten Geißelmorde in Innsbruck im April dieses Jahres
Aus den Akten der Gestapo
Die Erhebungen über die Tätigkeit der Innsbrucker Gestapo haben u. a. auch Licht gebracht über die Verhaftungen, die Ende April d. J., als das Dritte Reich bereits aus allen Fugen war, in Innsbruck vorgenommen wurden. In diesen Akten fand sich eine Liste über folgende Personen, die am 19. Avril verhaftet werden sollten und tatsächlich verhaftet wurden. Die Namen sind: Schwarzenberger Alois, Paulweber Hans, Mangweth Peter, Klingenschmidt Hans, Schoch Seppl, Kuen Alois, Horst Egon, Makowetz, Ehrenstraßer Georg. Die bisher Genannten waren Polizeibeamte und Polizeireservisten. Außer ihnen wurden verhaftet: Generalstaatsanwalt Grünewald und sein Sohn Grünewald jun., Student, Schwarz, Bürgermeister von Volders, Moser Fritz, Jelinek Karl, Dr. Lunt, Frau
Moser, Frau Maurer.
Diese Verhaftungen waren vom Kreisleiter Dr. Primbs persönlich angeordnet worden. Dr. Primbs hatte die genannten Personen in einer Liste an die Reichsparteileitung für eine öffentliche Hinrichtung vorgemerkt. Diese Hinrichtung sollte im Lager Reichenau unter Beisein der gesamten Gau= und Kreisleitung stattfinden. Die Verzögerung, welche den meisten der Verhafteten das Leben rettete, erfolgte dadurch, daß der SS.=Obersturmführer Prautsch von der Gestapo dem Herrn Dr. Primbs unterdessen eine neue Liste von „Widerständlern“ zur Beseitigung ankündigte. Dieses Schreiben ist vom 23. April 1945 datiert. Es betitelt sich als „Richtlinien zur Beseitigung von gefährlichen Umstürzlern“.
Es beginnt mit folgenden vielsagenden Worten: „Laut Abteilungsbesprechung von heute früh und telephonische Rücksprache mit dem SS.=Hauptamt III sind auf die Liste der zur sofortigen Verhaftung und Verurteilung zum Tode noch nachstehende Personen aus sicherheitspolitischen Gründen wegen Hoch= und Landesverrat und Aufwiegelung sofort dem Lager Reichenau zuzuführen. Bei der Verhaftung ist rücksichtslos vorzugehen ... Schärfste Einvernahme nach Gruppe 3 ist durch Güttner vorzunehmen .. Schott hat für die Vorbereitung und Bereitstellung von Häftlingen für die Exekutierung zu sorgen. Kreisleiter Primbs ist zu verständigen, da er persönlich bei der Einvernahme zugegen sein will Ein besonderes Augenmerk ist der Tätigkeit der Schutzpolizei zuzuwenden.
Das Urteil hat folgenden Wortlaut zu enthalten:
„Im Namen des deutschen Volkes werden Sie wegen nachgewiesener Tätigkeit der Aufwiegelung und des Hochverrates durch das Sondergericht Innsbruck zum Tode durch den Strang verurteilt. Ein Rechtsmittel steht Ihnen durch die nachgewiesene Tat nicht zu.“
Die Personen, die auf dieser Ergänzungsliste zur Ermordung vorgeschlagen waren, sind:
Dr. Rudolf Mangutsch, Dr. Johann Blaas, Johann Bucher, Johann Planatscher, Ferdinand Müller, Franz Thaler, Alois Kleinschmidt, Dr. Gottfried Uffenheimer, Franz Ringer, Rudolf Hatzl, Karl Heiß, Josef Haselwanter, Josef Fioretti.
Täglich bringen die Zeitungen Berichte über entstandene Brände Man liest sie zumeist mit dem unwillkürlichen Behagen, welches man empfindet, wenn man selbst einem Unheil entgangen ist. Der „Rote Hahn“ ist aber allgegenwärtig. Alte Gewohnheiten an neuem Ort können sich hier verheerend auswirken. Die beginnende Heizperiode bringt mancherlei Gefahren, welche bei einiger Vorsicht und vernünftigem Handeln vermieden werden können. Gemauerte oder verkachelte Heizstellen sind fast immer von Fachleuten aufgestellt worden und befinden sich in der Regel an Stellen, wo die erstrebte Wärme keinen Schaden verursacht. Eiserne Heizstellen hingegen werden nach Belieben verschoben und können so zu Bränden Anlaß geben. Häufig fehlt das zwingend notwendige
Fußbodenblech unter der Heizöffnung; der Feuerraum ist manchmal sogar durchgebrannt, so daß heiße Asche und Glut auf den ungeschützten Holzboden fällt. Die beweglichen Heizstellen sind oft ganz nahe an brennbare Einrichtungsgegenstände herangerückt; alles das bringt Feuersgefahr und ist so abzuändern, daß die einzelnen Heizstellen mindestens einen halben Meter von allem Brennbaren wegstehen. Das gilt besonders für Holzwände; ein Näherrücken bis auf 20 Zentimeter ist nur dann gestattet, wenn die brennbaren Einrichtungen oder Wände durch hohl befestigte Blech= oder Asbesttafeln geschützt sind. Besondere Gefahr bringen die Durchführungen eiserner Rauchrohre durch Zimmerdecken oder Holzwände; der mindeste Abstand der Holzteile vom
Rauchrohr muß 20 Zentimeter betragen, außerdem müssen die Holzteile durch Blech geschützt werden.
Staub, der sich auf Rauchrohren ablagert, ist besonders brandgefährlich und muß regelmäßig entfernt werden. Die Putztürchen der Rauchleitun
gen müssen dicht schließen, unbenützte Rauchrohrlöcher dürfen niemals mit brennbarem Material sondern nur mit Blechkapseln verschlossen werden Eine gefährliche Unsitte ist die Aufbewahrung von Holz und Kohlen unter oder anliegend am Herd; ebenso bedeutet das Herumtragen der Glut von einer Feuerstelle zur andern schwere Feuersgefahr; es erspart Zündhölzchen und brennt Löcher in den Boden oder Teppich. Auch die beste Heizstelle ist feuergefährlich, wenn man sie zur Rotglut überheizt. Die heurige späte Holzgewinnung bedingt die Verwendung von grünem Holz zu Heizzwecken. Holz hat die Eigenschaft, bei länger andauernder, wenn auch geringer Erwärmung selbst entzündlich zu werden. Für diese Selbstentzündung genügt eine Hitze, die wenig höher ist
als jene des heißen Wasserdampfes! Hausfrauen, denkt daran, wenn eurer Sehnsucht nach Wärme nicht auch die Wohnung und das Haus zum Opfer fallen sollen.
Das Anheizen wird ja heuer manchmal Kopfzerbrechen verursachen; schafft jetzt schon Abhilfe durch Vorbereitung von viel kleinem Spreißelholz, welches an einem warmen und zugigen Platz (niemals Ofen) zum Trocknen gelagert wird. Von den allerschlimmsten Folgen kann das Anheizen begleitet sein, wenn hierzu brennbare Flüssigkeiten verwendet werden; auch ein mit Reisig vollgestopftes Ofenloch kann sich sprengschlagartig entzünden und den Ofen zerreißen, mindestens aber die Glut herausschleudern. Das Trocknen von Kleidern und Wäsche darf niemals durch Anliegen an heiße Heizflächen oder durch Aufhängen über dem Herd erfolgen; auch hier gilt, seitlich der Wärmequelle einen halben Meter Schutzentfernung einzuhalten.
Verhütet Brände! Ihr helft damit euch selbst und der Heimat.
und — getarnt
Zwei wahre Begebenheiten! Die erste ereignete sich in einem Markt in Niederösterreich, bald nach dem Einmarsch der russischen Truppen. Sämtliche als Nazi bekannten Männer mußten auf ein paar Lastwagen steigen und wurden fortgefahren, um an einer entfernten Baustelle der zerstörten Eisenbahnlinie eingesetzt zu werden. Die noch nicht ortskundigen russischen Fahrer blieben von Zeit zu Zeit auf der Straße stehen und orientierten sich nach der Karte. Die Nazihelden, die auf den Autos standen, glaubten nun, die Russen suchten einen einsamen, günstigen Ort, wo sie alle schnell „umgelegt“ und verscharrt werden könnten. Sie fühlten ihr letztes Stündlein gekommen, wurden zitterig und dachten zum ersten Male ein wenig über ihr Leben nach, ja einige rafften sich
gar zu einem Gebet auf. — Und nun kommt das Erstaunliche: zwei Monate später, als alles vergeben und vergessen schien und diese Leute längst frei herumliefen, da wagte einer von diesen den wahnsinnigen Ausspruch: „In längstens einem Jahr weht über unserem Markt wieder siegreich die Hakenkreuzfahne!“ Der Betreffende hatte sich dann auch vor Gericht für diesen Ausspruch zu verantworten.
Der zweite Fall: In einem Lager deutscher Kriegsgefangener in Freistadt, Oberösterreich, befand sich Ende Juni dieses Jahres ein Soldat, der glänzend Göbbels und Hitler imitieren konnte. Seit fünf Jahren machte er das in immer boshafterer Weise, aber nur vor Leuten, auf die er sich verlassen konnte. Eines Abends nun baten die Kameraden ihn, doch eine Göbbels
und Hitlerrede zu halten, damit es etwas zum Lachen gäbe. Gut. Er kämmte sich die Haare ins Gesicht, malte sich einen Schnurrbart an und ahmte in einer Rede den Stimmfall und die unmodifizierten Bewegungen des Gesichtes und der Hände täuschend nach. „Wir werden die englischen Städte ausradieren . . .“ usw., all diese größenwahnsinnigen Behauptungen. Dröhnende Lachsalven. Aber mitten unter dieser „Vorstellung“ stürzten sich zehn oder zwölf mit Sesselfüßen bewaffnete Kameraden auf den Redner, der eben noch durch das Fenster entfliehen konnte, und es entstand eine große Rauferei. Diese Unbelehrbaren konnten es immer noch nicht verstehen, wie jemand — es sind ihre eigenen Worte! — „das Heiligste, was wir haben, den Gedanken an unseren Führer“,
so mit Füßen treten könne.
Auf den Universitäten Wien und Graz hat sich wie von selbst ein Studentenkollegium gebildet, das auf Grund amtlicher Unterlagen die politische Tätigkeit und Einstellung der nun inskribierten Hörer überprüft. Auf diese Weise wurden die gefährlichsten HJ.= und Parteigrößen wenigstens daran gehindert, ein Studium anzufangen oder weiterzuführen. Solche Windrädchen sollten lieber arbeiten, wenn es sein muß unter Zwang. als nun gemütlich von den ergaunerten Millionen zu studieren und dann wieder auf die Butterseite zu fallen Es ist erstaunlich, daß einige dieser vergangenen Größen, die in Wien oder Graz von der Inskription aus durchsichtigen Gründen ausgeschlossen wurden, nun in Innsbruck ein leichtes Untertauchen gefunden haben. Dafür ist uns Innsbruck zu gut!
H.
Kohlenvorkommen in Tirol
Um die Kohlenversorgung im heurigen Winter zu sichern, wurden von den maßgebenden Kreisen bereits Schritte unternommen, um wenigstens den dringendsten Bedarf durch einheimische Kohle zu decken. Diese Arbeiten sind zum Teil bereits weit vorgeschritten. So wurde z. B. der staatliche Kohlenbergbau in Häring, welcher während der Kriegszeit eingestellt war, wieder in Betrieb genommen, der Anthrazitbergbau am Nößlacher Joch so weit hergerichtet, daß mit der Förderung begonnen werden kann, und die Braunkohlenvorkommen in St. Johann und bei Hopfgarten untersucht. Dies sind jedoch nicht die einzigen in Tirol bekannten Fundorte, sondern das Land ist reich an kleineren und größeren Kohlenvorkommen, deren Untersuchung bestimmt lohnt.
Die älteste uns vorliegende Schrift über Kohlenbergbaue und Kohlenschürfe ist der „Bericht des Tiroler Bergwesensdirektorats vom 4. Februar 1783“
Es kommen in Tirol verschieden alte Kohlen vor, und zwar: Anthrazit, wie z. B. am Nößlacher Joch, innerhalb der Ottweilerstufe des Oberkarbons;
Steinkohle in den Raibler Schichten der Triasformation, wie z. B. bei Reutte;
Pechkohle in den Gosauschichten der oberen Kreideformation, wie z. B. auf der Pletzachalpe;
Braunkohle in den Angerberg= und Häringer Schichten der unteren und mittleren Tertiärformation, wie z. B. in Häring und junge Braunkohle in den älteren und jüngeren Interglazialen Schichten des Quartär, wie z. B. in Hopfgarten und St. Johann.
Die einzelnen Vorkommen, so weit diese den verschiedenen Berichten und Schriften entnommen werden konnten, sind:
Bezirk Imst: Brennbichl, in Betrieb im 19. Jahrhundert, Gafleinseck, in Betrieb 1874—1876, Gafleinstal, in Betrieb 1870, Karres, in Betrieb 1875, das Flöz war 36 Zentimeter mächtig, Obsteig, in Betrieb 1875, Öfenberg, Salvesen, Weißensee, in Betrieb 1875.
Bezirk Innsbruck: Ampaß, Arztal, Epzirl, in der Fleischbank, 1783 in Betrieb. Epzirl, im Estersteig, 1783 in Betrieb, Epzirl, am Sonterberg bei der Alpe Epzirl, Nößlacher Joch, erster Betrieb 1840—1847, Reith bei Seefeld, am Reitberg, 1783 in Betrieb, Seefeld, östlich von Seefeld gegenüber
dem Gamsgarten, 1783 in Betrieb, Seefeld, am sogenannten Brand, am Fuße des Härmelejoches, 1790 in Betrieb, Telfs, am Ematberg, 1872 in trieb, Truna (Trauneralpe), 1842 in Betrieb, Weingartal, 1783 in Betrieb, Zirmalpe im Weingartal. 1783 in Betrieb.
Bezirk Kitzbühel: Apfeldorf bei St. Johann, 1868 erschlossen, Hopfgarten, die ersten Arbeiten in der Mitte des 18. Jahrhunderts am Gruberberg, Kössen, zunächst dem Steig über den Loferer Bach am westlichen Ufer 1766 in Betrieb, Kössen, unweit Leitwang, in einem nach Südost aufsteigenden Geaben, auf der Nordseite der Wand 1766 in Betrieb, Kössen, am Weg gegen Reit im Winkel, Rettenbach, Sperten.
Bezirk Kufstein: Angerberg, 1818 in Betrieb, Aschau, unweit Aschau gegen Allgau, 1793 in Betrieb, Brandenberg, 1757 in Betrieb, Breitenbach, 1757 in Betrieb Duxer Köpfl. Ebbs bei Buchberg, Häring, seit 1535 der brennende Berg bekannt, zum Reifen des Gemüses für den Innsbrucker Hof verwendet, seit 1735 regelmäßiger Betrieb Kaiserberg=St. Nikolaus, Mariatal=Achenrain, 1793 in Betrieb. Fundstätte eines bernsteinähnlichen Harzes, Maria=Waldrast, unweit des Servitenklosters, 1757 in Betrieb Münster, im Mitterberg zwischen Knollenlähe und dem Gringsbach, 1757 in Betrieb, Münster. in Tiefenbach. Münster, am Kronbühel, Pletzachalpe, Primauer Bach, Thierseer Tal, Völlental.
Bezirk Lienz: Thal, 1862 in Betrieb.
Bezirk Reutte: Häusermühle, Lermoos, 1875 in Betrieb, Mosen, Mühlgraben, Reutte, im Zwieselbachgraben, 1794 in Betrieb, Weißenbach.
Bezirk Schwaz: Buchau, 1804 in Betrieb, Eben, 1795 in Betrieb, Pertisau=Breitlahn, 1882 in Betrieb.
Diese Aufstellung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Möge dieser kleine Aufsatz dazu beitragen, daß weitere Untersuchungsarbeiten eingeleitet werden, damit die jetzt herrschende Kohlenknappheit baldigst eine Besserung erfährt. Wenn auch unsere Kohle mit den großen Kohlenvorkommen im Ausland nicht konkurrieren kann, so ist es doch möglich, mit den heimischen Kohlen zurzeit den lokalen Bedarf zu decken, wenn planmäßig und fachmännisch vorgegangen wird.
Dipl.=Ing. E. J. Fritz, Kusstein.
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SPORTUND SPIEL
„Durchgeistigter Sport“
Leibeskultur als Erziehungsfaktor
Das Hochschulinstitut für Leibesübungen an der Universität Innsbruck veranstaltet Vorträge über Leibeskultur, in denen hervorragende Vertreter sämtlicher übungsarten des Sportes zu Worte kommen. Damit wird allen Turn= und Sportfreunden Gelegenheit geboten, ihr Wissen auf allen Gebieten der Leibeskultur zu bereichern und zu vertiefen. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend, will das Hochschulinstitut für Leibesübungen einen wertvollen Beitrag zur Hebung und Förderung des gesamten Sportwesens leisten. Gerade unsere Jugend müssen wir wieder durchgeistigten Sport vermitteln, damit sie den Sport nicht als Selbstzweck, sondern zur Erreichung ideeller Werte betreibt. Diesem vornehmlichen Zwecke dienen die wöchentlichen Vorträge am Hochschulinstitut für
Leibesübungen, die wegweisend und zielrichtend sein werden.
Einleitend sprach der kommissarische Leiter des Instituts Prof. E. C. Schir herzliche Begrüzungsworte.
Als erster Vortragender behandelte der Sekretär des Tiroler Sportausschusses, K. H. Schmid. das Thema
„Flucht in den Sport“!
Nichts ist für den idealen, modernen, freien Menschen in wirtschaftlich und politisch so schwerer Zeit naheliegender als die Flucht in den Sport, die besser als Zuflucht zum Sport zu bezeichnen ist. Min darf im Sport nicht bloß das Moment der Entspannung und Zerstreuung, sondern auch ein Fundament der Gesundung zur Hebung der beruflichen Schaffenskraft, und im sportlichen Wettkampf den weltumspannenden, völkerverbindenden Faktor erblicken. Und gerade die Hörer des Hochschulinstitutes sind einst im besonderen berufen, ein mächtiges Wort bei Ausübung ihrer berufssportlichen Tätigkeit durch leistungsmäßiges und taktvolles Auftreten mitzureden.
Jedem Sportmann ist die unmittel= oder mittelbare sportliche Tätigkeit eine willkommene Zuflucht aus den aufregenden Alltäglichkeiten des Lebens, Zuflucht zum Sport ist auch als Ideallösung zu ewig friedlichem Verstehen der Völker untereinander zu betrachten. Er wird immer der gegensatzüberbrückende, völkerverbindende Faktor bleiben.
Sekretär Schmid kam sodann auf die Schwierigkeiten, die dem Aufbau des Tiroler Sportes entgegenstehen, zu sprechen sowie über Sportkritik in Presse und dundfunk, über die Ablehnung des Firmensportes, des Hineinzerrens der Politik in den Sport, streifte weiters einige wesentliche Fragen der sportlichen Organisation und wirtschaftliche Momente, die den Gedanken der „Flucht in den Sport nicht unbedeutend unterstrichen. Schließlich behandelte der Vortragende noch die aktuelle Frage: Wie kann der Sport im
Interesse des Fremdenverkehrs ausgebaut we den? Und wie stellen wir uns den sportlichs Nachwuchs vor?
Die aufschlußreichen Ausführungen bedankte die zahlreiche Zuhörerschaft, unter der besonders de akademische Jugend stark vertreten war, mit ri chem Beifall.
Sport vom Sonnfag
Eine kombinierte Mannschaft des SC. spielt am Sonntag um 10 Uhr vormittags gegen Kematen am Tivolisportplatz.
Zu dem am Sonntag auf dem Sillsportplatz stattfinden den Fußballwettspiel des Innsbrucker Athletikklubs gege Sportverein werden für den IAC. folgende. Spieler auf gerufen: Jara, Geiger, Glotz, Budin, Tschellnig, Ron, Dorn, Maier, Hackl, Prantl, Rotter, Laier, Schiefermül ler, Bück und Draxl.
Am Sonntag spielt der Innsbrucker Sportklub mi seiner ersten Mannschaft um 15 Uhr in Hall gegen den dortigen Sportverein. Die Mannschaft fährt um 12.15 ab Innsbrucker Hauptbahnhof. Um 14 Uhr Vorspiel de Jugend. Vom Innsbrucker Sportklub sind folgende Ingendspieler eingeteilt: Egger, Otter Herbert, Hundecke, Maurer, Jordan, Zebisch, Plattner, Mühltaler, Om Hans, Giolai, Sodja. Ersatz: Fleig und Maßl.
Turnerschaft Innsbruck
Am Faustballrundspiel des AsV Innsbruck nimmt di Turnerschaft Innsbruck mit zwei Mannschaften teil. hiefür nominierten Spieler treffen sich heute um 13.30 Uhr auf dem Beselesportplatz.
*
Wir teilen unseren Mitgliedern mit, daß der RikoloAbend der Turnerschaft am Samstag, 17. November, in Basthof „Stern“, Innstraße nicht wie in den Einladungen angegeben, um 20.30 Uhr, sondern bereits um 19.30 Uhr beginnt. Wir laden nochmals alle Mitglieder rcht herzlich ein und bitten um pünktliches Erscheinen.
Skitraining auf der Seegrube
Diesen Sonntag finden auf dem Seegrubenplatear zwei Skitrainigskurse, und zwar im Tor= und Abfahrtslauf und im Langlauf, statt. Zum Ersten werden alle Tirler Skivereine aufgerufen, ihre derzeit besten Nachwuchsläufer zu entsenden. Es wird darauf verwiesen, daß dieser sonntägige Trainingslauf der Skinachwuchsjugend als Vorschau für den vom 2. bis 16. Dez. in St. Christopd angesetzten ersten Lager=Tramingskurs der Skijugend in Aussicht genommen ist. Der Langlauf steht unter Leitung von Hannes Kaserbacher, dem erfolgreichen Meisterläufet. An ihm können alle Skiläufer, die sich im Winter an Konkurrenzen beteiligen wollen, teilnehmen. Treffpunkt für alle Läufer 8.30 Uhr Hungerburg=Kettenbrücke zur Auffahrt in die Seegrube.
Aufruf an Skiläufer!
Die Sprungschanze auf der Seegrube soll insandgesetzt werden. Zu diesem Zwecke ergeht an alle Skisporttet, die sich für die Arbeiten am kommenden Sonntag zur Verfügung stellen wollen, die Aufforderung, sich einmal idealer Aufbauarbeit dem Skisport zur Verfügung is stellen Die Teilnehmer treffen sich um 8 .30 Uhr bei der Kettenbrücke Hungerburg zur Auffahrt in die Seegtue
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