Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:11
- S.104
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Freitag, 30. November 1945
Tiroler Tageszeitung
Röffnlung des go dien Diodier oildästele Werire
Besichtigung durch Generalgouverneur Exzellenz Volzard
Von unserem ständigen Mitarbeiter Max Rieder
der Belegschaft von 1938 beschäftigt. Das Programm bietet die Gewähr dafür, daß die Existenz von Arbeitern und Angestellten für die Zukunft gesichert ist Als sichtbares Zeichen der Umstellung von der Kriegs= auf die Friedenswirtschaft führt das Werk den Namen „Jenbacher Werk A.G.“
Landeshauptmann Dr. Weißgatterer gedachte in seiner Ansprache der Opfer der Katastrophe von Grins. Es würde für die Jenbacher Berg= und Hüttenwerke ein großes Verdienst sein, wenn mit der Zustimmung der französischen Militärregierung die ersten Küchengeräte der armen Bevölkerung von Grins zur Verfügung gestellt werden könnten. Für die Freigabe des Jenbacher Hüttenwerkes dankte der Landeshauptmann insbesondere dem General Bethouart und dem Gouverneur Voizard
Exzellenz Voizard sprcht
Sodann ergriff Exz. Gouverneur Voizard das Wort und führte unter anderem aus:
„Soeben komme ich von einem Rundgang durch die Hallen der „Jenbacher Werke“, wie die ehemaligen „Heinkel=Werke“ nunmehr heißen. All die unermüdliche Arbeit, deren Zeuge wir hier gewesen sind, dient ausschließlich friedlichen Zielen. Nun sind heute die Vertreter der französischen Besatzungsbehörden gekommen, um der Neueinweihung dieses Werkes, das nur mehr Aufgaben des Friedens erfüllen soll, vorzustehen. Wir haben gesehen, ####e hier nicht nur Haushaltsgegenstände, sondern auch Bestandteile von landwirtschaftlichen Maschinen erzeugt werden. Sogar Seilbahnkabinen werden hier gebaut. Eisenbahnwagen werden instandgesetzt und bald wird man auch mit der Herstellung neuer Wagen beginnen Die Wichtigkeit dieses Unternehmens ist
augenscheinlich, wenn man bedenkt, welche Bedeutung der Transportfrage in der neuzeitlichen Wirtschaft zukommt.
Mit besonderer Befriedigung kann ich feststellen, daß bisher schon viel geleistet wurde und ich möchte dies vor allem Ihnen, Herr Landeshauptmann, persönlich zum Ausdruck bringen,
denn während der vergangenen Monate haben
unsere und Ihre Dienststellen im Geiste des vollsten Einverständnisses zusammengearbeitet,
um die Jenbacher Werke wieder voll in Betrieb zu setzen. Die Gefahr einer etwaigen Beschäftigungslosigkeit, welche den während des Krieges in diesem Unternehmen tätig gewesenen Arbeitern durch das Aufhören der Kriegsproduktion zunächst gedroht hatte, ist nunmehr endgültig gebannt Ich weiß, daß Ihr ganzes Trachten nur dem Wohle Ihres Heimatlandes gewidmet ist, und so freut es mich. Ihnen auch in anderer Hinsicht eine beruhigende Zusicherung geben zu können: Frankreich hat „als Siegermacht zwar ein uneingeschränktes Recht auf die Einrichtungen dieser Fabrik, da sie Rüstungszwecken diente; es hat daher alle jene Maschinen daraus entfernt. die zur Herstellung von Flugzeugen und Waffen bestimmt sind. Doch werden die Werkzeugmaschinen sowie alle
Einrichtungen, die für friedliche Arbeit verwendet werden können, darin belassen, denn die französische Militärregierung hat für die Bedürfnisse der einheimischen Industrie vollstes Verständnis und ist auch bemüht, den Tiroler=Arbeitern ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Da dieses Ziel nun erreicht ist - die Jenbacher Werke beschäftigen gegenwärtig 700 Arbeiter darf der heutige Tag als ein Tag besonderer Freude auch für die französischen und österreichischen Behörden bezeichnet werden. Nicht vergessen dürfen wir die Mitarbeit der Luftwaffenabteilung der Militärregierung, die unter der Leitung des Herrn General La Montagne einen wesentlichen Anteil am Gelingen des kes hatte.“
Fren kämpften für En
Irland zwischen Traum und Wirklichkeit
Jenbach, 29. November.
Die Spitzen der französischen und österreichischen Behörden waren heute in Jenbach versammelt, um die offizielle Wiedereröffnung der Jenbacher Werke zu feiern. Die Anwesenheit seiner Exzellenz, des Generalgouverneurs Voizard, der trotz seiner vielfachen Inanspruchnahme sich die Zeit genommen hatte, der Feier zu präsidieren, gab dem Feste einen besonderen Glanz. General Bethouart wurde durch Herrn Kommandanten Mondain vertreten. Außerdem waren General Molle, General Lamontagne, der Gouverneur von Tirol Dutheil, Colonel Pantachon, Colonel Chassey, Leutnant=Colonel Goussot, Lt. Colonel Clerck, Commandant Brech, Cdt. Davoust, Cdt. Sazerac, Landeshauptmann Dr. Ing. Weißgatterer, Präsident der Kammer für Industrie Foradori, die Vertreter der
französischen Luftwaffe und Marine sowie die österreichischen Spitzen der Wirtschaft und Finanz erschienen.
Das Werk selbst war anfänglich eine stelle der riesigen Heinkel=Flugzeugwerke in Rostock und Oranienburg, wurde jedoch im Laufe des Krieges zu einem der größten Betriebe für die Herstellung von Flugzeugteilen ausgebaut. Das Werk war unter dem Namen „Dolomiten“ getarnt und hat wohl nie in normaler Weise funktioniert. Zuletzt wurden ungefähr 4000 Arbeiter beschäftigt und in der Hauptsache Flugzeugzellen sowie Reaktionsmotoren von neuestem Modell hergestellt. Beim Einzug der französischen Truppen in Tirol herrschte in diesem Werk die größte Unordnung, welche auf die Verschleuderung des beträchtlichen aufgestapelten Materials durch die Deutschen bei ihrem Rückzug zurückzuführen ist. Der von der französischen Militärregierung ernannte Direktor v.
Pichler hat sofort die Arbeit wieder aufnehmen lassen. Trotz der ungeheuren Schwierigkeiten, die sich bei der Umstellung auf Friedensproduktion ergaben, ist es dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Militärregierung Herrn Direktor Pichler gelungen, die Produktion von Friedensartikeln aufzunehmen. Es wäre ohne diese Hilfe der Militärregierung den österreichischen Behörden allein wohl niemals gelungen, in so kurzer Zeit diese Umstellung von Kriegs= auf Friedensproduktion zu bewerkstelligen.
Gegenwärtig werden nun hauptsächlich Haus
haltsgeschirre, Seilbahnkabinen, Maschinenteile,
Bestecke und Möbel erzeugt. Für die nächste
Zeit ist auch die Herstellung von Waggons und
Bandsägen geplant.
Ein Rundgang durch das Werk
Heute waren vor dem großen Eingangstor, durch welches in den letzten Jahren täglich Tausende von Arbeitssklaven aus aller Herren Länder strömten, um dem Moloch Krieg zu dienen, und die Waffen für Hitlers Angriffskrieg zu produzieren, zwei französische Ehrenkompanien angetreten, um die Gäste zu empfangen. Der Direktor, Herr v. Pichler, eine energische, unbedingt eindrucksvolle Persönlichkeit, empfing die hohen Gäste, um sie sodann durch alle Anlagen der riesigen Fabrik zu führen. Das Werk besteht in der Hauptsache als 12 großen Hallen, von denen die größte 250 Quadratmeter Flächeninhalt besitzt, und einigen kleineren Nebengebäuden. In der ersten Halle werden heute Aluminiumtöpfe, Elektrokochgeschirr, Pfannen, Suppenschöpfer und Seilbahnkabinen
erzeugt, von denen bereits in nächster Zeit vier für die Hafelekar=, eine für die Patscherkofel= und zwei für die Galzigbahn am Arlberg geliefert werden. Die Halle 2 dient als Montagehalle für die Seilbahnkabinen und Automatendreherei. Außerdem werden hier die verschiedensten
Spritzgeräte für Maler und Anstreicher
hergestellt, wo sich früher die Prüfstände der Düsenjäger befanden. In der dritten Halle findet die mechanische Bearbeitung von Gußteilen und die Herstellung von verschiedenen Haushaltungsgeräten statt, unter anderem auch Fleischmaschinen, Wurstfüller und Fleischkutterer in den verschiedensten Größen. In der Halle 5 werden die verschiedenen Küchengeräte verzinkt, gebeizt und bemalt. In der Halle 6 werden Radiatoren für Warmwasserbeheizung und Geschirr für Großküchen, sowie Pfannen und Töpfe gepreßt. Die Gießerei, die die Hallen 7 und 8 umfaßt, ist der produktionsfähigste Teil des Werkes und wird nun vollständig modernisiert. Während des Krieges wurden hier hauptsächlich Gleisketten für Panzerfahrzeuge hergestellt.
Der riesige Elektroofen,
der sich in einer kleineren Nebenhalle befindet, ist dreiphasig und derzeit wohl der einzige in Eubropa, welcher produktionsfähig ist. Er liefert zur Zeit täglich bis zu 5 Tonnen Stahlgußeisen, kann aber bis zu 30 Tonnen produzieren. Im Zuge der Modernisierung wurden bereits zwei Kupolöfen aufgestellt, die in Kürze mit dem Grauguß beginnen und dadurch eine tägliche Arbeitsleistung bis zu 8 Tonnen ermöglichen.
In der Gießerei
selbst werden vor allem elektrische Heizplatten. Ofenroste, Sparkochplatten, Herdroste, Ofentüren, Maschinenbestandteile und Gußteile für den Waggonbau gegossen. In der Halle 9 werden sämtliche Vorrichtungen, die für die mechanische Arbeit im Werk erforderlich sind, erzeugt. Die Halle 10 dient als Gußputzerei und Schleiferei — und in
Halle 11 befindet sich die Bauschlosserei des Wertes. Die Halle 12 dient zur
Reparatur von Eisenbahnwaggons und wird in nächster Zeit soweit ausgebaut werden, daß mit der Produktion derselben begonnen werden kann. In den kleineren Hallen 13, 14 und 15 befindet sich die Bautischlerei, das Sägewerk und die Zimmermannswerkstatt. Vorläufig werden hier Kinderbetten, Möbel, Bienenstöcke für den Imkerverein, Leiterwagen, Türund Fensterstöcke, sowie sämtliche Modelle in Holz für die Gießerei erzeugt. Das Werk hat einen täglichen Stromverbrauch von 1300 Kilowatt und erzeugt davon 390 Kilowat in einem eigenen Kraftwerk. Auch
die sozialen und sanitären Einrichtungen
sind in jeder Beziehung vorbildlich und zum Teil einmalig in Tirol. Das Krankenrevier besteht aus mehr als 20 Räumen, die mit modernsten Apparaturen ausgerüstet sind. Für die kranken Gefolgschaftsmitglieder stehen hier Moor=, Dampf= und sonstige Heilbäder, Bestrahlungsräume, elektrische Inhalatoren, Behandlungsräume mit Kurzwellen, eine komplette Kneippanlage mit Sitz=, Armund Fußbädern, Unterwassermassage sowie eine vollständige Zahnstation zur Verfügung.
Nachdem die hohen Gäste sämtliche Anlagen besichtigt hatten, begaben sie sich in den großen Gefolgschaftsraum, der den Arbeitern gleichzeitig als Speisesaal dient. Nachdem sich alle versammelt hatten, betrat Herr General Lamontagne das Rednerpult und hielt eine kurze Ansprache, in der er die Anwesenden begrüßte und seiner Freude über das Gelingen dieses großen Werkes Ausdruck gab. Dann s#rach Direktor v. Pichler, der Leiter des Unternehmens. Er dankte den französischen Behörden für ihre großzügige Entscheidung die dem Werk die Möglichkeit gibt, die Tätigkeit in vollem Umfange fortzusetzen. Nach überwindung anfänglicher Schwierigkeiten sind heute 700 Arbeiter und Angestellte, also ein Mehrfaches
A J. Dublin, Ende November
Als das Passagierflugzeug amerikanischen Typs mit den irischen Farben orange=weiß=grün auf dem Flugplatz von Dublin=Collinstown landet, hat man sofort den Eindruck eines Landes, das vom Modernismus überfallen worden ist. Collinstown ähnelt tatsächlich einer modernen Symphonie von Zement, Glas und Stahl, die sich in reizvollem Kontrast vom traditionellen Tiefgrün der gepflegten Rasenflächen abhebt. Sowie man aber im Zentrum von Dublin, beim Nelson Pillar, der Gedenksäule des Siegers von Trafalgar und Abukir, ankommt, ist der Eindruck nicht mehr der gleiche: Dieses Mal befindet man sich in einer großen Stadt, mit eher etwas rückständiger Tradition.
Während des ganzen Krieges ist Irland neutral geblieben. Zweifellos bestand eine strenge Zensur, die selbst die Veröffentlichung von Todesanzeigen irischer Soldaten untersagte, die in der alliierten Armee gedient und den Schlachtentod gefunden hatten.
60.000 junge Iren kämpften in den Reihen der
englischen Streitkräfte,
doch kaum ein Fall ist bekannt geworden in dem Iren sich für die Naziideen begeisterten.
Wenn die Bewohner von Dublin aufgeschlossener, umgänglicher als die Briten erscheinen, so haben sie andererseits sicher nicht das amerikanische Tempo. Die Löhne sind so niedrig, daß selten Geld auch nur zum bescheidensten Einkauf bleibt. Die Konditoreien in Dublin haben einen überfluß an teuren Schokoladewaren, aber nur selten findet man auch nur eine kleine Tafel bei einem kleinen Händler. Schuhhäuser weisen einen beneidenswerten Bestand auf, aber wenige Leute tragen ordentliche Schuhe. Nach Büro= und Fabriksschluß ist der Andrang vor den Schaufenstern der Juwelierläden groß, aber nur wenig Leute in Dublin könnten sich auch nur den billigsten Ring oder die billigste Serienuhr leisten. In an
deren Ländern ist es nicht anders, aber hier fällt es besonders auf.
Man findet übrigens bei den Bewohnern von Dublin, auch bei den zerlumptesten, kaum ein Bitterkeit darüber. Kommt das daher, daß
fast jeder glühender Katholik ist und in Ermanglung eines Bessern fest an die Freuden des Jenseits glaubt? Es muß zweifelles damit eine eigene Bewandtnis haben, denn wem vom frühen Nachmittag an die Menschen inenlosen Schlangen vor den Kinos anstehen, sodran gen sie sich ebenso in Schlangen zur Kirche D#s Leben verläuft ohne große Aufregungen in diesen Klima mit den nebeligen Wintern und den feuchtwarmen Sommern, mit einer fastsorents lisch anmutenden Unbekümmertheit
Die besondere Passion der Iren sind Pfer rennen. Man findet in diesem Lande die besten Vollblutpferde und die leidenschaftlichsten Totliebhaber der Welt Die Tribünen von Phönig park sind hiek ebenso voll wie die von Long champs oder Auteuil an Hochsaisontagen Auf den Zuschauerrängen der Rennplätzesfäll einem mehr als anderswo das stereotype Gtün der Kleidung bei Männern und Frauen auf Ach die Soldaten der irischen Armee tragen grü stark an die Farben der ehemaligen deutschn Wehrmacht erinnernde Uniformen.
Die Elendviertel von Dublin beherbergen Fa milien, die zu den ärmsten Europas gehören Von zehn Kinder findet man selten drei, die Schuhe tragen Mit Lumpen um den Veinen gehen siezu Schule, wenn sie Lust dazu haben, und laufensonst barfuß durch die Stadt, bettelnd und manchnal Zeitungen oder die Lose von unwahrscheinlichen Lotterien verkaufend In all dem Elend aber sind die Kinder munter und guter Dinge Furchbar aber ist die Sterblichkeit in diesen Familien, die bis zu fünfzehn, zwanzig, und fünfundzwanzig Kinder zählen Nur die Stärksten. Lebenstüchtig sten bleiben gesund. Die Tuberkulose rafft jähr lich etwa 50 Prozent hinweg.
Die Rau
Nützliches und Plaudereien für freie Stunden
Zum 4.
Von Irmgard Schulz
Es ist eine schöne, alte, tirolische Sitte, am Abend des 4. Dezember, wenn die Dämmerung leise Schatten um den frostverhüllten Garten webt und der Kinderkrampus schon hinter den Ruten wartet, hinauszugehen aus Stube und Haus und von den schlanken Kirschbäumen die leise knakkenden Zweige zu brechen.
Wir wissen nicht, was Barbara, die Heilige, damit zu tun hat. Aber wir wissen, wie da das Herz heimlich lauter klopft, die roten Winterrosen iuf den Wangen sich vertiefen und die Hand mit der seltsamen Beute eilfertig unter die Schürze schlüpft Kein Unberufener soll es sehen, was da am warmen Ofen grünen und knospen soll in feliger Zukunftshoffnung Ja, der Freier kommt im nächsten Jahr ins Haus, sagt der bäuerliche Volksmund, wenn die winterharten Zweige öde und kahl, aufbrechen
und die schimmernde Pracht des Frühlings zeigen am Heiligen Abend.
O, wie da das Bauerndirndl voll Eifer die schönste Vase holt, sorgsam behütet, heimgebracht
einstmals von einer Fahrt in die Stadt. Im dunklen Hausflur oder in der scheuen Verborgenheit ihrer Schlafkammer tut sie die Zweige hinein mit raschen, bebenden Händen. Segenswünsche spricht sie drüber mit zuckenden Lippen, wenn sie des Liebsten denkt, der da draußen irgendwo in der Ungewißheit eines letzten, bösen Kriegsgeschickes ist. Ach, daß er doch endlich einmal heimkommen und sie nehmen möge an sein Herz und in sein Heim!
Die Mutter soll es nicht sehen, wie sie der Reiser wartet, und sieht sie es doch, dann lächelt sie in leiser Wehmut. — „Wir haben es genau so gemacht, nur so viel schwerer haben es die Jungen heut"!“
Des Nachbars Sechzehnjährige aber machen kein Hehl daraus. Den Arm voll Zweige — der Vater schimpft, daß es so viele sind — stürmen sie durchs Haus, lachen, necken einander, raten und rätsein
„Wie muß er sein? — Groß, schlank, schön — ach was, schön — lieb muß er sein — lieb, tieb““ Und die Röcke wirbeln, die Augen blitzen. „Was gilt"s, ein Griff in die Zweige und ich hol mir den blühendsten heraus!“
Den blühendsten! — Wir sind viel stiller geworden, viel geduldiger. Wir tragen das Drängen,
in uns. Eine Blüte am Heiligen Abend, eine kleine nur. Eine Erfüllung unseren Wünschen, eine, eine Liebe uns allen.
Barbarazweige! Wir brechen sie und stellen sie hin mit leiser Hand. Wunder der Liebe, das du der Symbole nicht bedarfst, zeige dich trotzdem gnädig in ihnen!
Rleine Modenschau
Taschentücher
Daß das Taschentuch eine Erfindung der Franzosen ist und von Frankreich aus erst Einlaß in das Zivilisationsleben der übrigen Länder und Völker gefunden hat, mag ja auch uns Österreichern nicht gerade zur Ehre gereichen. Dafür aber, daß es jetzt, in unserer hochkultivierten Zeit, wieder so eine Art Standarderscheinung zu werden droht, mache man unser ästhetisches Gefühl nicht mehr verantwortlich. Vielmehr verwenden wir unseren ganzen weiblichen Scharfsinn darauf. Taschentücher, die so rar zum Kaufen sind, wie in früheren. guten Zeiten selbst hübsch und geschmack voll zu verarbeiten.
Ein Stückchen feines Weißzeug ist ja beran in jedem Vorrat noch zu finden. Da zieben wir nun einen feinen Hohlsaum durch, häkeln eine kleine weiße oder bunte Spitze daran oder nahen eine zarte Borte herum In die Ecke kommt eine kleine. einfache Sticherei oder auch nur das Monogramm und schon ist so ein graziöses Kriegs kind, weiß und duftig, wieder geboreik.
Aber auch bunte Seidenreste schneiden wir vier eckig zu, großkarierte Fleckreste ergeben schar mante Sporttaschentücher für blaugefrorene Sbinasen; helle Wäschestoffe haben ebenfalls oft noch ein Restchen Abfall für solche Zwecke frei. Nicht zu grelle Farben, wenn möglich ein wenig aufeinander abgestimmt, in besonderen Fällen, wenn vorhanden, einen Tropfen schwachen Parfüms hinein und schon nehmen wir vor unseren Wäscheschränken eine fröbliche, gemischte Parade ab: Taschentücher — wenn es keine gibt.
Was bringt der Nikolaus?
Anisbäckerei. 30 Deka Mehl vermischt man mit einem Paket Backpulver flaumig. 17 Deka Jutner werden mit 9 Deka Butter (Fett), 3 Eßlöffeln tufgelöstem Trockenei, 2 Eßlöffeln Anis am Brett gut verarbeitet. Der Teig wird ausgewalkt und draus kleine Stangerln oder Figuren gearbeitet. Am Blech schön goldgelb backen Keks. 55 Dena Mehl. 20 Deka Zucker 5 Deka Fett, 1 Eßlöffel aufgelöstes Trockenei, 1 spitze Natron, 1 Achtelliter Trockenmilch. Mischen und kneten. Formen stechen und goldgelb backen.
Teestangerln. 15 Deka gekochte, verriebene der toffeln. 15 Deka Mehl, 5 Deka Fett, 14 " Zucker, ein halbes Päckchen Backpulver, etwas Vanille, ganz wenig Salz. schnell zusammenmachen, Stangerln formen und backen.
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Innrain: 2
2 6. S. 10;
5, 6, S, 12, Einssatz Straße 13, 17,
19,
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16, 17, 57; Me 3, 5. 7, 20, 22. 12. 13
9, 41.
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