Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:11

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Seite 4 Nr. 137
Tiroler Tageszeitung
Freitag, 30. November 1945
Pur Radt und Land
„Es schneit!“
Rrrr! Der Wecker! Aufstehen, aufstehen! Ein paar Minuten noch liegen mit geschlossenen Augen und sich mit aller Kraft ins Traumland zurückversetzen! Aber es nützt nichts — Pflicht, Arbeit! Der erste Gang ist wie immer zum Fenster. Den Vorhang beiseitegeschoben und ... ja, was ist das? Heli und weiß fällt es vom Himmel. Es schneit! Schneit in kleinen, festen weißen Flocken.
Es schneit! Ich muß an die helle, jubelnde Freude meiner Kindheit denken. Es schneit, Vater, Mutter — Schnee. Schnee! Wie glücklich, wie froh, wie außer Rand und Band waren wir da immer. Und dann erst in der Schule. Ein Schelmenstreich jagte den anderen, überall, auf den Bänken, auf dem Boden, in den Schultaschen und hinter dem Hemdkragen — Schnee! Ja, und heute stehe ich vor dem Fenster und schaue nachdenklich in das Schneien hinein. Schnee? Kälte, Nässe, Winter — muß ich heute denken. Und kann doch nicht mißmutig werden, weil das Erleben der Kinderjahre wie ein wunderschönes Märchen vor meiner Seele ist.
Soll ich mich da nicht trotz aller Not auch heute freuen, freuen über den ersten Schnee?
H. Tschögele.
Bewerber bei der Dolizei
Zur Auffüllung des Standes an Sicherheitswachebeamten beim Polizeipräsidium Innsbruck können Bewerber ihr Ansuchen einbringen. Dem Ansuchen ist in handschriftlicher Fassung der Lebenslaus des Bewerbers beizuschließen. Die körperliche Eignung wird durch den Polizeiarzt festgestellt. Zur Feststellung der geistigen Fähigkeiten muß der Bewerber eine schriftliche Aufnahmeprüfung und je eine Rechenarbeit aus den vier Grundrechnungsarten ablegen.
Dem Ansuchen sind ferner beizulegen: Geburtsurkunde Nachweis der österreichischen Staatsbürgerschaft, nach Vorschrift ausgefüllter Fragebogen, ein Lichtbild, aus der letzten Zeit stammend. Für die Einstellung sind erforderlich: Österreichische Staatsbürgerschaft, ein Alter bis zu 30 Jahren, ein in jeder Hinsicht unbescholtenes Vorleben, entsprechend geistige Fähigkeiten und ein gewandtes Benehmen, eine Körpergröße von mindestens 1.68 Meter.
Bei Zutreffen aller dieser Bedingungen erfolgt die Einstellung in die Sicherheitswache als provisorischer Polizeiwachmann Die überleitung in das aktive Dienstverhältnis erfolgt nach zwei Jahren.
Gesuche sind beim Polizeipräsidium Innsbruck, Kommando der Sicherheitswache, Sillgasse 6—8, Zimmer 217, einzubringen.
Industrielle Arzneimittelherstellung in Tirol
Es dürfte weiteren Kreisen unseres Landes noch wenig bekannt sein, daß Tirol einen leistungsfähigen Heilmittelbetrieb besitzt, welcher auf sehr wichtigen medizinischen Gebieten den Bedarf Österreichs zu decken vermag.
Es ist dies die Alpine Chemische A.G. in Kufstein=Schaftenau, die seit Mai nicht nur die Erzeugung der bereits eingeführten Arzneipräparate weiterführt, sondern darüber hinaus eine Reihe neuer Spezialitäten entwickelt hat, so daß in allernächster Zeit schon die Versorgung der Apotheken mit wichtigen Präparaten gesichert ist.
Bereits vor Monaten wurde die Herstellung von Narkoseäther aufgenommen, um den Krankenanstalten des Landes die dringendsten Operationen zu ermöglichen. Favorin, ein Mittel gegen die Krätze, Sulfanthren, eine Schwefelteersalbe gegen Ekzeme, Artamin gegen rheumatische Erkrankungen, Ovis, das Spezifikum gegen die Fußflechte und das Jodpräparat Mirion sind seit Johren bestens eingeführt. Demnächst werden einige neue Spezialitäten auf dem Markte erscheinen: Febral gegen Schmerzen und fieberhafte Erkrankungen, Phorobal, ein Phosphorpräparat gegen müdungszustände, Furimun, eine Staphylococcensalbe gegen Furunkulose sowie Lumbagin zur Einreibung gegen Rheumatismus und Hexenschuß auf Basis selbsterzeugter Salizylsäureverbindungen.
Weitere Arzneispezialitäten sind in Ausarbeitung oder bereits im Stadium der klinischen Prüfung.
Die modernst eingerichtete bakteriologische Abteilung des Werkes stellt Impfstoffe gegen Typhus, Paratyphus. Cholera Gonorrhoe, Keuchhusten und Furunkulose in großen Mengen her und ist daran, ihr Erzeugungsprogramm auf verschiedenen human= und veterinärmedizinischen Gebieten zu erweitern. 6
Ganz besonders wird es interessieren, daß es
der Alpine Chemische A.G. gelungen ist, eine lebenswichtige Erzeugung auf dem Hormongebiete in monatelanger Arbeit aufzubauen: Die Fabrikation des Pankreas=Hormons Insulin, des einzig wirksamen und lebenserhaltenden Mittels in der Behandlung der Zuckerkrankheit. Es würde hier zu weit führen, die Eigenheit dieser mit empfindlichsten Rohstoffen arbeitenden, nach modernsten wissenschaftlichen und technischen Methoden eingerichteten Fabrikation zu schildern; jedenfalls erscheint die Versorgung unserer engeren und weiteren Heimat mit diesem für die Volksgesundheit so wichtigen Heilmittel gesichert.
Die Groß=Fabrikation von Salizylsäure und ihren Derivaten kann dzt. zwar infolge Rohstoffmangels noch nicht in Betrieb gesetzt werden, doch bestehen begründete Aussichten auf Wiederaufnahme der Produktion dieser als Grundlage zahlreicher Heilmittel unerläßlichen synthetischen Stoffe.
Die zielbewußte Aufbauarbeit des Werkes wird von den Behörden des Landes, dem Wiederaufbauausschuß für Tirol, den Gesundheitsämtern Tirols und der übrigen Bundesländer und ebenso von der Sektion für Gesundheitswesen der französischen Militärregierung in dankenswerter Weise weitestgehend unterstützt und gefördert. Außerdem stellen sich die heimischen Kliniken und Universitätsinstitute in vorbildlicher Weise in den Dienst der Sache durch wissenschaftliche Mitarbeit sowie durch Kontrolle der erzeugten Heilmittel und fördern so die wechselseitigen Beziehungen von Wissenschaft und Technik.
Nicht zuletzt aber danken wir diese Leistung der unermüdlichen Arbeit aller organisatorisch und wissenschaftlich tätigen Kräfte und Facharbeiter des Unternehmens, die damit ihren Beitrag für den Wiederaufstieg unserer Industrie und den Ruf unserer heimischen Erzeugnisse im In= und Auslande leisten.
S PORTUND SPIEL
Eiskunstlauf und Eishockey
Der Innsbrucker Eislaufverein wird seinen Betrieb in Bälde aufnehmen können. Was dieser Verein für den Eissport für Innsbruck und unser Land, darüber hinaus, für den Ruf Tirols als Pflegestätte des Eis=Kunsilaufes und des Eishockensportes bedeutet, das wird jeder ermessen können, der sich an eine der vielen eissportlichen Veranstaltungen des Vereines vor dem Zusammenschluß noch erinnert. Von der Weltmeisterin Jaros=Szabo angefangen, bis zu den Geschwistern Pausin, den Weltmeistern Schäfer und Kaspar, war in Innsbruck alles zu sehen, was an Könnern in der Spitzenklasse des Eiskunstlaufes zu sehen war. Aber auch ausgezeichnete Kämpfe im Eishocken standen vielfach im Winterprogramm des Eislaufvereines, dessen Mannschaft in ganz Europa einen
angesehenen Ruf hatte.
General Sborzil und Otto Amenth haben sich als Vorstand und Stellvertretung einen arbeitsfreudigen und leistungsfähigen Mitarbeiterstab erworben, dessen Tätigkeit schon in vorbereitender Arbeit besonders günstig sich auswirkt. So konnte über diese Wintersaison für das Kunstlauftraining der Damen Frl. Ilse Hornung, die erfolgreichste Wiener Kunstläuferin gewonnen werden. Der Innsbrucker Richard Hammer, der sich einen klangvollen Ramen im Eissport bei seinen verschiedenen Auftreten holen konnte, wurde für das Kunstlaufen der Herren verpflichtet. Er wird nebenher einen unentgeltlichen Lehrgang für Kunstlaufen abhalten, der einmal in der Woche stattfindet. Als Lehrer im Eislauf ist der Innsbrucker Sepp Huck auf dem Posten. Seine Erfahrungen werden manchem
das Eislaufen zur Freude machen.
Die hohe Schule des Eis=Schnellaufes wird diesmal auch in Innsbruck durch Ing. Stippel, der mit Watzulek zur Weltklasse im Eis=Schnellauf gezählt werden muß, zu sehen sein. Ing. Stippel ist im näheren Unterinntal beschäftigt, wird sein Training aber auf dem Plätze des Innsbrucker Eislaufvereines abhalten. So weit ein besonders befähigter Läufer seine Aufmerksam erregt, wird er sich auch dieses gerne annehmen. Was die fachtechnischen und organisatorischen Belange angeht, so verdient die Bereitwilligkeit zur Mitarbeit des weitbekannten und erfahre
nen Pionier der Wiener Eiskunstlaufschule, Tierarzt Purlein, hervorgehoben zu werden. Die Förderung des Jugend=Eiskunstlaufes ist ihm besonders Herzenssache. Im Rahmen des Innsbrucker Eislaufvereines wird es wohl keine Veranstaltung gegeben haben, die nicht irgendwie mit dem Namen Purleins verknüpft gewesen ist.
Unsere Eishockeyspieler haben schon ein erstesmal trainiert. Der Herzsee weist bereits eine annehmbare Eisdecke auf, die natürlich von solch begeisterten Eissportlern, wie unseren Innsbrucker Eishockeyspielern, nicht übersehen wird. Damik haben sie uns aber auch ein kleines Geheimnis verraten, wieso es kommt, daß die Spieler, wenn sie auf dem Eislaufplatze zu sehen sind, schon so in Schwung sind. Otto Amenth, der internationale Tormann im Eishockey wird seiner Mannschaft bald wieder einen entsprechenden Platz im Spitzenfeld des Eishockens in Österreich zu verschaffen wissen.
Damit hat der Innsbrucker Eislaufverein alle Vorbereitungen für eine vielversprechende Eishockensektion geschaffen, die umso notwendiger ist, als heuer wahrscheinlich nicht mit der Benützung der bisher immer betriebenen gemeindlichen Eislaufplätze zu rechnen sein wird. Wie der Sekretär des Eislaufvereines, Herr Seidel, in einer Unterredung mitteilt, ist das Interesse für den Eissport gerade jetzt besonders groß, was allein schon aus dem Stand der Voranmeldungen hervorgeht. —058—
Fußballspiel Dynamo gegen schottische Fußballmannschaft
Die Fußballmannschaft Dynamo aus Moskau spielte in Glasgow gegen die schottische Fußballmannschaft. Das Spiel endete unentschieden 2:2. 90.000 Zuschauer waren anwesend.
Holzaktian für die Glungezerhütte. Es wird nochmals in Erinnerung gebracht, daß die Holzaktion für die Glungezerhütte am kommenden Sonntag durchgeführt wird. Die Mitglieder der Turnerschaft Innsbruck werden nochmals gebeten, sich möglichst zahlreich an dieser Aktion zu beteiligen. Treffpunkt: Samstag, 1 Dez., 15.15 Uhr bei der Talstation der Patscherkofelseilbahn. Nächtigungerfolgt in der Meißner Hütte. Für freie Auffahrt auf den Patscherkofel und Nächtigung, sowie Abendessen und Frühstück. in der Meißner Hütte ist vorgesorgt. Wenn kein neue: Schneefall eintritt, kann diese Aktion ohne Schi durchgeführt werden. Den Mitgliedern der Bergsteigetriege der
Lette
Ein Zahlenbild des Wiederaufbaues
Unbeachtet von der Öffentlichkeit vollzieht sich am Hauptbahnhof ein gewaltiges Werk des Wiederaufbaues. Die seinerzeit vollständig zerstörte riesige Elektrolokomotivhalle wurde neu errichtet und steht kurz vor ihrer Vollendung.
Der Außenstehende kann hierbei kaum ermessen, welches ungeheure Maß von Arbeit und Schwierigkeiten dabei zu überwinden war. Man bekommt einen kleinen Begriff von der Größe der Halle, wenn man weiß, daß darin 21 lange Lokomotiven oder 42 kurze Platz finden können. Die Neuerrichtung dieses Objekts war ein Problem von größter Dringlichkeit, da sonst der ganze Elektrozugverkehr in Tirol hätte stillgelegt werden müssen. Die Betriebswerke der Lokomotiven müssen nämlich in der kalten Jahres
zeit ständig ausgeheizt werden, um betriebsfähig zu sein. Allein die Beschaffung des Materials (285 Kubikmeter Holz, 8000 Quadratmeter Dachpappe, 600 Kilo Nägel, 1200 Mutterschrauben, 50) Dachklammern, 560 Kilo Drahtstiften usw.) war ein Problem für sich, und es ist zum größten Teil das Verdienst der Besatzungstruppen, die den zu ständigen Dienststellen sehr behilflich waren.
Der Bau selbst wurde von insgesamt 60 Arbeitern der verschiedensten Unternehmungen in knapp 33 Tagen, vollendet. Außerdem wurde eine neue 26 Meter lange Drehscheibe errichtet, da die alte den gesteigerten Anforderungen nicht mehr genügte. Ein besonderes Verdienst erwarb sich Herr Bundesbahndirektor Soravia, der die Arbeiten in jeder Weise förderte und ihnen seine vollste Unterstützung angedeihen ließ.
utinniiinuncueneinneuneneteneingennnungnnnentntnumnmnmemnnnmntt In die Heimat
Am 28. Nov., wenige Minuten vor halb 7 Uhr abends, fuhr vom Innsbrucker Hauptbahnhof ein Sondertransport mit 165 reichsdeutschen Staatsangehörigen, meist Frauen und Kindern, ins Ruhrgebiet ab. Die Verpflegung der Fahrtteilnehmer hat das „Rote Kreuz“ übernommen.
Am gleichen Tage vormittag um halb 12 Uhr ist von Italien ein Lazarettzug mit 1000 deutschen Verwundeten am Innsbruckkr Hauptbahnhof eingetroffen. Der Zug wurde ohne längeren Aufenthalt nach Kufstein weitergeleitet.
Achtung Kanaltaler und Südtiroler!
In unserer Nr. vom 29. September erschien unter diesem Titel ein Aufruf, alle in Österreich befindlichen Südtiroler und Kanaltaler sollten sich bei einem Herrn Santler in Klagenfurt melden. Die Landesstelle, für Südtirol und der Verband der Südtiroler teilen uns hierzu mit, daß diese Meldungsaufforderung nicht von ihnen ausgeht, ihnen auch Herr Santler ganz unbekannt ist und vor Klärung der ganzen Angelegenheit von einer Meldung abgesehen werden möge.
Naziverhaftungen in Vorarlberg
Der frühere Kreisleiter der NSDAP., Leopold Höllrichter, und zwei 16 und 17 Jahre alte Hitlerjungen wurden verhaftet. Ihnen wird die Massenermordung in dem jüdischen Konzentrationslager Göstling zur Last gelegt. Dort wurden am 30. April 1945 23 Männer, 42 Frauen und 11 Kinder ermordet. Am nächsten Tage wurden 200 Juden mit Maschinengewehren niedergemacht.
Turnerschaft Innsbruck wird die Teilnahme an der Holzaktion zur Pflicht gemacht. —
Wintersportverein Wörgl. Im Zuge der Neuregelung des örtlichen Sportwesens von Wörgl wurde vor einigen Wochen im Rahmen eines allgemeinen Turn= und Sportvereins auch der Wintersportverein Wörgl erneut ins Leben gerufen. Damit ist an eine durchaus ehrenvolle Tradition von 40 Jahren angeknüpft, in der die Mühe der Vereinsleitung mehrmals durch schöne Erfolge belohnt wurde. Um die frühere Höhe erreichen zu können, braucht es nun viel Arbeit und Mühe: das erste Ziel ist die Wiederinstandsetzung der Sprungschanze, die noch für den kommenden Winter fertiggestellt werden wird. Geplant ist ferner die Beschaffung einer einfachen Schihütte, wenigsiens für den Bedarf der Vereinsmitglieder, endlich werden unter geeigneter Leitung vom Verein aus
Führungsbergfahrten für Mitglieder und Gäste veranstaltet. Die Vereinsleitung wurde einer altbewährten Kraft, Hauptschuldirektor Ernst Ascher, anvertraut. Die schisportlichen Aufgaben werden durch Franz Erker, die touristischen durch Dr. Rudolf Ostermann geleitet. Der Verein ist streng unpolitisch und jedem Sportfreunde ohne Unterschied steht der Beitritt offen.
SIsterreichssches Instituf für Kultur und Wissenschaf
Vortragsreihe „Ewiger Humanismus“
Die „Österr. humanistische Gesellschaft“ beginnt im Rahmen des Österr. Institutes für Kultur und Wissenschaft eine Reihe von Vorträgen unter dem Leitthema „Ewiger Humanismus“ Sie finden wöchentlich einmal im Hörsaal des Zoologischen Institutes, Alte Universität, statt. Die Vorträge werden jede Woche in der „Tiroler Tageszeitung“ angekündigt.
Das Kulturinstitut bringt damit wieder eine Serie von Vorträgen, die eine hohe wissenschaftliche Rote aufweisen wie es ja auch im Wesen des Institutes begründet ist, den wissenschaftlichen Sektor neben dem rein kulturellen zu pflegen. In diesem Sinne ist es eine begrüßenswerte Tatsache, daß die „Österr. humanistische Gesellschaft“ diese Vortragsreibe in Zusammenarbeit mit dem Kulturinstitut aufbauen will, um so die Werte der Wissenschaft auch in die breite Offentlichkeit zu tragen.
Tote
In Innsbruck starben: Elisabeth Pilez geb. Streicher, Private, 76 Jahre alt; Apollonia Tschennet, Hausgehilfin, 20 Jahre alt; Adolf Platzek. Altersrentner, 86 Jahre alt; Kreszenz Kohler. geb. Paternoster, 75 Jahre alt; Hermine Herbert, geb. Wanke, Private, 68 Jahre alt.
San.=Obgfr. Franz Ludwig Klotz aus Gries bei Längenfeld ist im Juli 1945 in Stalingrad in russischer Kriegsgefangenschaft im Alter von 43 Jahren an schwerer Krankheit verschieden.
In Ehrwald starb infolge Herzschlag Martin Bader, Frächter und Bote, 50 Jahre alt Rgräbnis am Samstag, 1. Dezember,
THEATER UND KUNST
Festaufführung für das Französische Rote Kreuz
Die Stadt Innsbruck veranstaltete am vergangenen Mittwoch im Landestheater einen glanzvollen Galaabend für das Französische Rote Kreuz. Der Festabend, der durch die Anwesenheit sehr zahlreicher Vertreter der französischen Militärregierung und führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf österreichischer Seite ausgezeichnet war, wurde ein hervorragendes gesellschaftliches und auch künstlerisch voll befriedigendes Ereignis. In sinniger Weise war für die vom Österreichischen Kulturring veranstaltete Aufführung Mozarks „Zauberflöte“ ausgewählt worden, ein Meisterwerk begnadeten Künstlertums, womit sa überall auf der weiten Erde der Ruhm und Glanz Osterreichs verbindet und worin die Idee der menschliche „fraternité“ vollendeten künstlerischen
Ausdruck fand.
Eine eingehende Besprechung der unter der Leitung ver Siegfried Reßler siebenden Aufführung erübrigt sich, dadi Premiere und gelegentliche Renbesetzungen hier schon örtert wurden. Neu war bei dieser Aufführung nur Aben Emmerich als Gast, der den Sarastro mit fülliger, feinstens durchgebildeter Stimme (wie sicher und schön klanz doch z. B. im ersten Finale die gefürchtete Stelle mit dem tiefen F) und hoher Musikalität sang. Darstellerisch betente der Künstler die für Sarastro so kennzeichnende warme Menschlichkeit und weise Güte, und bot so eine in jeder Hinsicht abgerundete und vollendete Leistung. Auch alle übrigen Mitwirkenden gaben ihr Bestes und trugen so Gelingen einer dem würdigen Anlaß entsprechenden Aufführung bei.
Aber nicht der Zauber der Töne allein war das Wesenliche dieses Abends, dem vielmehr das seelische Zusammenfinden der Vertreter der großen französischen Kulturnatior und der Menschen unserer österreichischen Heimat das scheidende Gepräge gab. Dr. 2.
Klavier=Konzert Georg Grewcew
Heute, um 20 Uhr, spielt der junge Pianist in seinen Klavier=Abend die dreiteilige C=dur Tocrata von Bach in der Bearbeitung von Busoni, eine Sonate aus dem 18. Jahrhundert, die cemoll Sonckte opus 13 von hoven und die cmoll=Ballade von Brahms, im 2. Teul je eine nocturne, Ballade, Mazurka und Walzer vi Chopin, 2 Präludien von Rachmaninoff und abschließend die 10. Rhapsodie von Liszt. Karten bei Johann Groß.
Die Innsbrucker Konzertdirektion bemüht sich, die bekannte Sängerin Elisabeth Schwartzkopf, die sich zur Zeit in Wien aufhält, für ein Innsbrucker Konzen zu gewinnen.
Der bekannte Schauspieler Albert Bassermank, der in der Schweiz lebt, teilte dem Intendanten des Verliner Deutschen Theaters mit, daß er nach Deutschland zurückkehre.
Unaufgeforderte Cinsendungen werden von der Schriftleitung der „Tiroler Tagesnicht zurückgereicht.
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