Tiroler Tageszeitung 1945

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Samstag, 1. Dezember 1945
Seite 2 Nr. 138
Tiroler Tageszeitung
Dus Eterwertemmen i Osterreich
Von unserem Wiener
Wien, 30. November.
Die österreichischen Erdölvorkommen haben hinsichtlich ihrer gegenwärtigen Produktion und mehr noch wegen ihrer Ausbaumöglichkeiten für die Zukunft weitgehende Hoffnungen für die wirtschaftliche Aufschließung des Landes erweckt, In der letzten Zeit allerdings haben sich die zuständigen Stellen in dieser Frage weitgehendes Stillschweigen auferlegt. Wenn es jetzt notwendig wurde, Klarheit zu schaffen, so werden damit wohl gewisse Illusionen zerstört, dafür aber gewinnt die Bevölkerung zuverlässige Unterlagen für die Einschätzung der wirklichen Situation. Es bedarf wohl nicht erst eines besonderen Hinweises, daß so schwerwiegende Mitteilungen nicht erfolgen würden, wenn sie nicht auf Informationen von zuständiger Stelle beruhten.
Mit der Auswertung der Rohölvorkommen wurde 1933 begonnen. Es wäre falsch — wie dies nicht selten geschieht — die Ausbeutung auf deutsche Initiative zurückzuführen. Allerdings ging der Besitz der Erdölvorkommen in der Zeit der Naziherrschaft in deutsche Hände über. Die Ausbeutung wurde unter dem Druck — der Kriegserfordernisse seit 1941 unbedingt gesteigert und erreichte in den letzten Jahren zwölf Zehntel Millionen Tonnen. In dieser Situation liegt aber die Ursache der gegenwärtigen Schwierigkeiten.
Die Russen beanspruchen die Rohölvorkommen, da sie deutsches Eigentum bilden, als Beutegut. Gleichzeitig mußte die Erzeugung ungefähr auf ein Drittel gesenkt werden, da die Druckverhältnisse durch den Raubbau unter der Naziherrschaft stark zurückgegangen sind. Die Erzeugung wird gegenwärtig unter russischer Verwaltung durchgeführt. Österreich kann sich also nicht des Erdöls als Kompensationsmittel bedienen. Noch ungeklärt ist die Frage, ob und wie weit Österreich über die weiteren neuen Rohölvorkommen verfügen kann, die nach den letzten Versuchsbohrungen zu erwarten sind.
nur gegen Kompensation
Wien, 30. November.
Mit der Tschechoslowakei wurde ein Vertrag abgeschlossen, wonach gegen Eisenerz 25.000 Tonnen Braunkohle monatlich geliefert werden. Dieser Vertrag läuft mit 1. Dezember ab, man hofft jedoch, ihn verlängern zu können.
Ebenso wurde Anfang Dezember ein Kompensationsvertrag mit Ungarn abgeschlossen, der weitere 15.000 Tonnen Braunkohlen im Austausch gegen Grubenholz bringen sollte. Bisher
A. R.=Korrespondenten
sind aber nur 3000 Tonnen Braunkohlen eingetroffen.
Ein weiterer Abschluß mit der tschechoslowakischen Regierung sah Lieferung von Rohöl aus Zistersdorf gegen monatlich 15.000 Tonnen Zechenkohle vor. Dieser Vertrag konnte jedoch wegen der ungeklärten Besitzverhältnisse der Erdölanlagen nicht realisiert werden.
Günstige Verhandlungen laufen mit Polen, wohin am 26. November eine österreichische Delegation abgereist ist, um einen Abschluß über die Lieferung von Maschinen durchzuführen.
In letzter Zeit wurden den Alliierten Pläne für größere Lieferungen i Steinkohlen aus dem Saar= und Ruhrgebiet von 175.000 Tonnen unterbreitet. Die Einfuhr liegt bis auf die Transportschwierigkeiten im Bereiche der Möglichkeit, doch haben sich die Besatzungskräfte gewisse Eigenbedarfsforderungen vorbehalten.
Österreicher in der Tschechoslowakei
Die österreichischen Staatsbürger, die in der Tschechoslowakei ansässig sind, nehmen eine erheblich verschiedene rechtliche Stellung ein gegenüber deutschen Staatsbürgern oder ausgewiesenen Deutschen. Österreichische Staatsbürger haben in der Tschechoslowakei Bewegungsfreiheit auf Grund eines vom österreichischen Bevollmächtigten in Prag, Minister Vollgruber, ausgestellten Ausweises. Sie können ihren beweglichen und unbeweglichen Besitz verkaufen und von ihrem Bankkonto bis zu monatlich 5000 Kronen abheben. Ihre Guthaben allerdings bleiben weiterhin gesperrt, ebenso vorhandene Warenbestände. Die Freigabe der Warenbestände kann auf Grund einer vom österreichischen Bevollmächtigten ausgestellten Beglaubigung nach überprüfung der
Unterlagen erfolgen. Eine österreichische Repatriierungskommission in Prag ist damit betraut, die Rückführung österreichischer Staatsangehöriger aus den Interniertenlagern, den Konzentrationsund Kriegsgefangenenlagern nach österreich durchzuführen. Sie untersteht gleichfalls Minister Vollgruber in Prag.
Steinkohlenersatz?
Wien, 30. November. Das „Kleine Volksblatt“ berichtet von einer Erfindung, die es ermögliche, aus reichlich vorhandenen heimischen Materialien einen Ersatz für Steinkohle herzustellen. Ein Kilogramm dieses Brennstoffes hat eine reine Brenndauer von einer Stunde und liefert etwa 7000 Kalorien. Dazu Kommt, daß die Hitzeausstrahlung sofort einsetzt und die Verbrennung fast vollständig und ohne Schlacken erfolgt. Bei einem entsprechenden Ausbau der Maschinen ließe sich eine tägliche Menge von 100 Waggon ohne weiteres erzeugen.
Schwele Wirtschufterrise in Angurn
Drahtbericht unseres Wiener A. R.= Korrespondenten
Wien, 30. November.
Die Wochenschrift „Wirtschaft“ bringt einen sehr ernst unterbauten Aufsatz über die außerordentlich kritische Lage in Ungarn. Der Darstellung entnehmen wir:
Der Notenumlauf in Ungarn betrug Ende 1938 acht Zehntel Milliarden Pengö, am 15. Oktober 1945 59 Milliarden. Allein innerhalb von 14 Tagen erhöhte er sich um weitere 9 Milliarden und dürfte heute 70 Milliarden weit überschritten haben. Die vorhandene Warenmenge kann gleich null angesehen werden. Die Ursachen dieser Entwicklung sind:
1. Die überaus harten Reparationsverpflichtungen an Rußland, Jugoslawien und die Tschechoslowakei. Das Land muß innerhalb von sechs Jahren an diese drei Staaten 300 Millionen Golddollar in Maschinen und landwirtschaftlichen Produkten abliefern. Mit der Einbringung dieser Leistungen wurde bereits in vollem Umfange begonnen.
2. Die Durchführung der Wiederaufbauarbeiten im Verkehrswesen, im Wohnhausbau usw.
3. Das Fehlen eines „ormalen Verwaltungsapparates zur Eintreibung der Steuern.
Durch das Zusammentreffen dieser drei Umstände ist der Staatshaushalt gegenwärtig mit ungefähr 20 bis 30 Milliarden Pengö monatlich im Defizit Das Passivum steigert sich andauernd durch das Fortschreiten der Inflation. Auf der anderen Seite sind die Staatseinnahmen gleich null. Um dieser Schraube ohne Ende Einhalt zu bieten wären Preiskontrolle, Preisstop und Lohnstop erforderlich Die Bewirtschaftung der wenigen vorhandenen Waren müßte staatlich geregelt werden. Als erster Schritt in dieser Richtung ist die Verordnung zu betrachten, womit der bisher freie Devisenhandel zugunsten der Nationalbank untersagt wird Die Devisenkurven zeigen phantastische Höhen. So werden gehandelt:
1 Dollar = 11.000 Pengö 1 Schweizer Franken = 2.800 Pengö 1 Schilling = 48 Pengö 1 Reichsmark = 35 Pengö
Durch die Lage Ungarns wird es allerdings nicht so rasch möglich sein, der Inflation Einhalt zu gebieten, sie soll aber in einen erträglichen
Rahmen gefaßt werden. Der Ausgleich des Staatshaushaltes ist nicht vor einem Jahr zu erwarten.
Die Preise erreichen ungefähr das 1.500= bis 2.000fache von 1938, während die Löhne sich in der gleichen Zeit um das 300fache erhöht haben — sie hinken also den Preisen wesentlich nach. Dadurch ergibt sich eine große Geldknappheit unter der Bevölkerung und die ständige Tendenz, die Löhne zu erhöhen. Die wichtigsten Zweige der Industrie haben durch den Krieg 60 Prozent an Rohstoffen und 70 Prozent an Arbeitskräften verloren. Der Rohstoffmangel erschwert die Lage auch weiterhin Einige Industriezweige, vor allem die Textilbetriebe, haben mit Rußland einen Lohnvertrag abgeschlossen. Es wird von Rußland Wolle und Baumwolle beigestellt. 40 Prozent der Rohstoffe müssen in Fertigerzeugnissen abgeliefert werden, der Rest verbleibt im Lande. Die Aussichten
dieser Verträge werden optimistisch beurteilt.
Die ungarische Landwirtschaft hat ungefähr zwei Drittel ihres Viehbestandes eingebüßt. Von 12.000 Traktoren sind noch 5000 im Lande, jedoch sind 4000 nicht einsatzfähig, weil reparaturbedürftig. Die Reparaturen können jedoch meist wegen Mangel an Ersatzteilen nicht durchgeführt werden. Stallmist ist wegen der Verringerung des Viehbestandes fast gar nicht vorhanden — dort, wo er vorhanden ist, kann er wegen des Fehlens von Zugtieren nicht auf die Felder gebracht werden. An Kunstdünger gebricht es vollends. Die heurige Ernte betrug 20 bis 25 Prozent der Vorkriegsernten. Zur Zeit gelten für Budapest folgende Kaloriensätze:
Normalverbraucher 700 Kalorien Angestellte 750 „
Schwerarbeiter 1.350
Von 3000 Lokomotiven verblieben 900 im Lande. Von diesen sind aber nur 450 einsatzfähig. Von 45.000 Waggons sind lediglich 7000 brauchbar.
Europas Rettung vor dem Hunger
London, 27 November. In einer gestern hier abgehaltenen Versammlung in der der Erzbischof von York, Dr. Cyrill Garbett, den Vorsitz führte, appellierte dieser an die britische Regierung und an die Vereinigten Staaten, Europa vor dem Hunger zu retten.
Leeichenfal in Kurnrerg
gibt Simuiertaktik auf — Auch General Giraud sollte ermordet werden
Von unserem Sonderberichterstatter
Nürnberg, 30. November.
In der heutigen Verhandlung gab es einen bezeichnenden Zwischenfall. Der Angeklagte He gab bekannt, daß er bis jetzt Gedächtnisschwäche simuliert hätte. Er erklärte: „Meine Konzentrationsfähigkeit ist geschwächt, aber ich bin fähig, der Verhandlung zu folgen, mich zu verteidigen, Fragen zu stellen und solche zu beantworten. Ich bin voll und ganz verantwortlich für alles, was ich getan und was ich unterzeichnet habe. Ich halte übrigens meine grundsätzliche Auffassung aufrecht, daß dieses Gericht nicht berechtigt ist. mich abzuurteilen.“
Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde der erste Zeuge, der 48jährige Generalmajor Lahousen, der früher Mitglied des Generalstabes des österreichischen Bundesheeres war und dann später in den deutschen Geheimdienst unter Leitung von Admiral Canaris eintrat, ein
vernommen. Wie Lahousen aussagte, habe Canaris Hitler gehaßt. Eine Gruppe des Geheimdienstes sei in Verbindung mit dem Anschlag auf Hitler im Sommer 1944 hingerichtet worden, ander seien ins Gefängnis gebracht worden. Eine besondere Gruppe sei sogar für die Beseitigung Hit lers eingesetzt worden. Canaris bezeichnete den Krieg als das größte Unglück, jedoch sei es nich möglich gewesen, den Krieg zu verhindern. In den Aussagen des Vormittags wurden besonderHitler und Himmler belastet, während den Aussagen des Nachmittags auch Belastungen gegen Keitel vorgetragen wurden.
In der Nachmittagssitzung erklärte der Zeug Lahousen, Keitel habe im Jahre 1942 den deutschen Abwehrdienst den Auftrag gegeben, General Giraud ermorden zu lassen. Als Canaris Einwände gegen diesen Befehl machte, trug Keitel, wie Lahousen weiter aussagte, die Er mordung dem Sicherheitsdienst auf.
Selbsthilfe für Österreichs Wiederaufbau
Ein sechsjähriger sinnloser Krieg hat in unserem schönen Heimatland Hunderttausende dahin gerafft und Verwüstungen hinterlassen, deren Umfang manches grauenhafte Vorstellungsvermögen übertroffen hat. Bilder der Zerstörung begleiten uns auf manchen Wegen als schauerlicher Mahnruf einer überwundenen Zeit. Diese Eindrücke prägen uns trotz unserer Alltagssorgen immer wieder den großen Umfang der entstandenen Kriegsschäden ein, sie zeigen uns die Vernichtung auf Wohnstätten, Verkehrsanlagen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben. Neben dieser Zerstörung unserer Heimstätten und eines großen Teiles unserer wirtschaftlichen Kapazität beklagen wir auch den Verlust wertvollsten Kulturgutes. Wunderbare Bauwerke edelsten Barocks, Zeugen
einer großen Vergangenheit, sind im Schutt versunken oder schwer beschädigt worden. Stätten von Kunst und Wissenschaft sind zerstört worden, von denen österreichische Geisteskultur ausstrahlte und immer aufs neue Weltgeltung erlangt haben. Eine solche Stellung im Kulturleben der Welt hat dem an landschaftlicher Schönheit so reichen Österreich auf wirtschaftlichem Gebiet durch einen regen Fremdenverkehr große Vorteile gebracht und damit zum Ausgleich unserer Zahlungsbilanz wesentlich beigetragen.
Wir stehen nun vor zahllosen Trümmern und erkennen die katigorische Notwendigkeit des Wiederaufbaues unserer Heimat. Ein ernster und zäher Lebenswille wird uns bei dieser Arbeit beseelen. In Opferbereitschaft und mit festem Zugriff müssen wir die Kriegsfolgen beseitigen, durch Errichtung neuer Häuser die Wohnungsnot bannen und durch die Wiederherstellung der Industrieansagen die notwendige Belebung der Wirtschaft herbeiführen. So schaffen wir Arbeit und Brot und können nach der Entgüterung der Wirtschaft infolge des Krieges den dringenden Bedarf des Verbrauchers durch eine geregelte Produktion icherstellen. Die Anbahnung eines stärkeren Kreislaufes und eines Aufschwunges in der Wirtschaft ist besonders im Anfang nicht leicht und rfordert einen
tatkräftigen Aufbauwillen. Selbsthilfe ist auch hier der beste Weg, um die bestehenden Schwierigkeiten zu meistern und um das troße Werk des Wiederaufbaues zu beginnen. Ist einmal der erste Schritt getan und damit der irnste Aufbauwille des österreichischen Volkes unter Beweis gestellt, so wird die Anerkennung einer solchen Tatkraft nicht versagt bleiben und die Aufnahme der Bautätigkeit wird eine neue Belebung der heimischen Wirtschaft einleiten Die Bereitstellung der notwendigen Mittel für das Wiederaufbauwerk stellt die Staatsregierung nach der Verarmung des Landes durch den Krieg vor eine sehr schwierige Aufgabe. Um so mehr ist zu begrüßen, daß die Regierung den mutigen Entschluß gefaßt hat, trotz so vieler Schwierigkeiten die Beseitigung der
Kriegsschäden nun in Angriff zu nehmen und zur teilweisen Bedeckung des Aufwandes für die notwendigsten Arbeiten eine Wiederaufbau=Lotterie mit einem Gesamtbetrage von 100 Millionen Reichsmark durchzuführen. Es wird zu diesem Zweck eine Million Lose zu je 100.— RM ausgegeben, deren Ziehung für die Monate April und Oktober der Jahre 1946 bis 1950 festgesetzt ist. Der Spielplan sieht rund 37 000 Treffer mit einem Gesamtgewinn von 30 Millionen Reichsmark vor. darunter bei jeder Ziehung 14 Haupttreffer von 500.000— 10.000 Reichsmark. Der Lospreis von 100 Reichsmark ermöglicht weiten Bevölkerungsschichten die Beteiligung an der WiederaufhauLotterie, deren Spielplan bei einem kleinen Einsatz reiche Gewinnaussichten verbürgt. Zur Förderung
dieser Lotterie wird für die Treffer die Befreiung von der Einkommensteuer gewährt.
Wir stehen vor der großen und schweren Aufgabe unseres Wiederaufhaues, durch dessen rasche und erfolareiche Durchführung das österreichische Schicksal bestimmt wird. Unter den gegebenen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen ist das Geschick jedes Einzelnen mit dem Staatsganzen besonders eng verknüpft und nur durch die Ermöglichung der notwendigen Arheit zum Wohle der Gesamtheit kann die wahre Demokratie erwiesen werden. Die Durchführung der Wie
deraufbauarbeiten bildet die grundlegende Vor aussetzung des wirtschaftlichen Bestandes diese Staates und nur durch die Beseitigung de Kriegsschäden kann nach den schweren Leiden de vergangenen Jahre eine bessere. Zukunft für um alle herbeigeführt werden. In unserem eigenen Interesse soll ein jeder den Beginn des österreich schen Wiederaufbaues mit seiner ganzen Kraf fördern und damit auch im Land Tirol entschei #end beitragen zu einer glücklichen Zukunft un serer Heimat Österreich.
Schutzbestimmungen für Unternehmungen in Zahlungsschwierigkeiten
Auf Vorschlag des Staatssekretärs Heinlbe schloß der Kabinettsrat Sonderbestimmungen fü den Schutz in Zahlungsschwierigkeiten befindliche Unternehmungen. Es handelt sich dabei um Be triebe, die ihre Außenstände nicht hereinbringen konnten, weil sie gegen das Deutsche Reich ge richtet waren oder gegen solche Schuldner, di durch ihre Forderungen gegen das Reich selbs zahlungsunfähig wurden. Eine Liste derartige Unternehmungen wird aufgestellt werden, wobe die Frage mitspielt, ob die Erhaltung des Unt nehmens im volkswirtschaftlichen Interesse lien Die Zusammenstellung der Liste erfolgt di Vertreter der Handels= und Arbeiterkamm Gegen einen in die Liste aufgenommenen Schu ner kann bis zum 1. Juli 1946 wegen einer im Gesetz umschriebenen
Geldforderungen wedn Klage erhoben noch Exekution geführt werden Forderungen aus einem Dienstvertrag fallen nich unter die Schutzbestimmungen
Das neue Staatsamt für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung
Wien, 24. November. Der Kabinettsrat das Gesetz über die Errichtung des Staatsamte für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanun beschlossen und der Leitung des Staatssekretän Ing. Vinzenz Schumy unterstellt. Die Au gaben zerfallen in solche, die der Ordnung à traurigen Nachlasses dienen, den der Zusammebruch der Hitlerherrschaft hinterlassen hat un in solche, die der Zukunft dienen. Die wirtscha liche Lösung österreichs von Deutschland mas es vor allem notwendig. jene Vermögen eheste zu erfassen, zu sichern und ihrer ursprünglich Bestimmung zuzuführen, die die Gewaltherrsch ihrem Zwecke entfremdet hat. Die ökonomistl Interessen forderten, daß jede Fehlleitun von Mitteln vermieden werde## neue Staatsamt wird daher als Stelle für
zusammenfassende Behandlung der Wirtschaft planung und =leitung zu fungieren haben?# turgemäß ressortieren nunmehr auch die Aufs ben der Kreditlenkungskommission ins ## Staatsamt. Der Sitz des Staatsamtes ist Amalientrakt der Hofburg Es wird seine 1 tigkeit sofort aufnehmen, wenn die Amtsräun benutzbar geworden sind.
Der Wiederaufbau des Salzburger Domes
Salzburg, 29. Nov. Anfangs Juli wund mit den Sicherungen und Aufräumungsarbein am Salzburger Dom begonnen. Es mußten ein dreitausend Kubikmeter Schutt und Steinman rial aus dem Dom entfernt und gelagert wern Zum Schutz des unversehrt gebliebenen Innem des Hauptschiffes wurde mit der Errichtung ein provisorischen Abschlußwand begonnen. Diet Wand ist eine in sich stetige Holzkonstrußtie welche beiderseits mit Heraklith verkleidet win Diese Wand wird weiters der Architektur d## Hauptschiffes angepaßt Dadurch wird ermöglicht daß der unversehrt gebliebene Kirchenteil sche während der Bauarbeiten wieder seinem Zwa zugeführt werden kann. Nach Fertigstellung be Kuppel wird die Wand wieder entfernt, ## Dom soll sein inneres und äußeres
Ansehen wieder erhalten. Die Fresken werden voraues nach neuen Entwürfen hergestellt Die diesbezte lichen Entwurfsarbeiten wurden bereits begonnen doch steht es noch nicht fest, welche Künstler mi der äußerst schwierigen und verantwortungsvolen Arbeit betraut werden.
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