Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:12
- S.33
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Rontag, 10. Dezember 1945
Tiroler Tageszeitung
Nr. 144 Seite 3
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Feste des Friedens
Der Gouverneur von Bozen in Innsbruck
über Einladung des Präsidenten des italienischen Roten Kreuzes in Innsbruck, Herrn Ernesto Tamburini, und seines Stellvertreters, herrn Remo Pederzolli, fand sich am 8. Dezember mittags im Hotel „Seegrube“ in Innsbruck eine kleine Gesellschaft auserlesener Peröönlichkeiten zu einem Dejeuner anläßlich der Eröfnung der Sektion Innsbruck des italienischen Koten Kreuzes.
Als Gäste erschienen unter anderem Colonel Killer, der britische Gouverneur von Bozen, genannt der „Vater der Südtiroler Bevölkerung“ gewiß das beste Zeichen einer gerechten und parnilosen Haltung gegenüber dem Volke beider zungen zwischen zwei Grenzen. Für die französische Militärregierung nahm Colonel Combes teil, der Chef des französischen Roten Kreuzes in österreich Capitaine Perrier, für das internationale Rote Kreuz Mons. Georges Desonnaz, als Vertreter des amerikanischen Roten Kreuzes in Bozen, Captain Sigfrid, Capt. sitchen von der Administration generale und der Präsident des italienischen Roten Kreuzes der Provinz Bozen in Vertretung des Generalpräsidenten von Italien, Dr. Zanoni, in Vertreung der Stadt Innsbruck Bürgermeisterstellverteter
Dr. Uffenheimer.
Vier Sprachen wurden gesprochen und doch kerrschte ein Geist der Verständigung und des guten Willens in der Einmütigkeit, die Wunden dieses Krieges zu heilen und dort zu helfen, wo sozial Bedürftige Betreuung und Unterstützung betötigen. Dieser große, völkerversöhnende Wille ging vor allem aus den Reden des italienischen ud des österreichischen Vertreters hervor, des herrn Präsidenten Tamburini und des stellv. Bürgermeisters der Landeshauptstadt, Dr. Uffenheimer. Die Sektion des italienischen Roten Kreuzes in Tirol ist, so erklärte Präsident Tambutini, eine Förderin der Kultur, eine Institution, der die Betreuung und Unterstützung der armen Leute und sozial Bedrängten obliegt, über jede Grenze hinweg. Wir Italiener wollen in der Zukunft genau so wie vor dem
zweiten Weltkrieg mit den Franzosen gut auskommen und wenn die Brutalität dieses Krieges verschiedene Differenzin zwischen den beiden Völkern ergab, so sind wir Jaliener des alten demokratischen Italien die Eeichen geblieben und wünschen, daß die Franzosen uns gegenüber Verständnis haben und us behilflich sind in der Ausübung unseres Man#tes. Wir hoffen, daß unsere Arbeit gleich anikannt wird von der französischen Militärregieung wie von unseren österreichischen Freunden, a sie für alle Nationen gilt, nicht nur für Itasien, die unter der Fahne des italienischen Roten sreuzes immer Hilfe finden werden.
Dieselben Gedanken betonte der stellv. Büreermeister Dr. Uffenhe mer, der den Wunsch
hinzufügte, daß die Südtiroler Frage jene gerechte Lösung finden möge, die allein ein friedliches und verständnisvolles Nebeneinander des italienischen und österreichischen Volkes verbürgt Nichk die Grenzen sind das wichtigste, sondern das gute Verhältnis der Völker. übrigens ein Gedanke, der auch von dem italienischen Delegierten unterstrichen wurde. Auch Präsident Dr. Zanoni wünschte diese gute Zusammenarbeit in der Hoffnung gegenseitiger Hilfe und gegenseiigen Sichverstehens.
Als äußeren Beweis dieses guten Willens spendete Präsident Tamburini namens der Sektion des italienischen Roten Kreuzes dem Innsbrucken Roten Kreuz 1000 Reichsmark.
In denselben Räumen des Hotels „Seegrube“. fand abends die Weihnachtsfeier der Arbeiterund Angestelltenschaft der Innsbrucker Nordkettenbahn und des Hotelpersonals der beiden Hotels der Nordkette statt. Zwei Grundgedanken zeichneten dieses Fest aus: Der 8. Dezember war der Tag, an dem die erste neue Kabine aus den Jenbacher Hüttenwerken für die Seilbahn eintraf. Eine zweite Kabine folgt in den nächsten Tagen. Es ist zu hoffen, daß auch für die Hungerburgbahn neue Wagen gebaut werden. Der Silberglanz der neuen Gondel mit dem roten Wappen der Stadt Innsbruck ist das erste Zeichen des Wiederaufbaues unserer Nordkettenbahn. Zum Zweiten war es die erste Weihnachtsfeier einer Betriebsgemeinschaft seit den unglückseligen Jahren des Krieges und
der inneren Zerrissenheit, bei der wieder der Christbaum zu Ehren kam, wo wieder das traute, hehre „Stille Nacht,
heilige Nacht“ gesungen wurde und die Lichter des Baumes brannten, die heiligen Zeugen inneren Friedens und wirklicher Gemeinschaft.
Auch diese Feier war ausgezeichnet durch die Anwesenheit des stellv. Bürgermeisters Dr. Uffenheimer, des komm. Leiters der Innsbrucker Verkehrs=A.=G., Wilberger, Mag.=Dir. Dr. Senn, Amtsrat Brenner und des Präsidiums des italienischen Roten Kreuzes, des komm. Leiters der Stadtwerke Ing. Wilfried Egger u. a. Auch hier atmeten die Ansprachen aller Vertreter denselben Geist de Friedens und der Verständigung, die über alles Trennende und über alle Völker hinweg zu einer großen Einheit führen soll, zur Achtung des Menschen vor den Menschen, zu wirklicher Freiheit nach innen und außen.
Die ewigen Sterne des Himmels leuchten über den weißschimmernden Bergspitzen ringsum im Land, als die erste Kabine wieder zu Tal fährt in die Niederung der Stadt und des Lebens. Möchten aber die Menschen den Geist des Friedens aus der Höhe mitnehmen in ihr Heim und ihr Werk als den einzigen Quell gegenseitigen Verstehens und Wohlwollens.
Franz Baldauf.
Unsere Heimkehrer
Ein Transport von 840 österreichischen Kriegsgfangenen aus Frankreich ist am 7. Dezember n Reichenau angekommen. 270 davon sind in borarlberg zu Hause, 270 in der amerikanischen und 300 in der englischen Zone Mit dem gleihen Transport sind außerdem 64 Kriegsgefangene aus der englischen Zone hier eingetroffen. Ein Zug mit 680 Kriegsgefangenen ist am 7. Dezmber von Innsbruck in die englische Zone abgegangen.
Österr. Kulturgesellschaft der Freunde Frankreichs. Dienstag, den 11. Dezember, Vortrag Doktor Walter Bernatzik. Thema: Das magische Weltbild des Mittelalters. Ort: Hotel „Grauer Bär“. Zeit: 20.15 Uhr.
Tote
In Brixlegg starb am 26. November im 73. Lebensjahre Finanzwach=Oberkontrollor i. R. Josef Peychär. Das stille Begräbnis fand in Innsbruck, Pradler Friedhof, in die Familiengrabstätte statt.
S
Österreschisches Instltut für Kultur und Wissenschaft
Ein neuer Markstein in der Geschichte des österreichischen Skisportes
Elisabeth Schwarzkopf
kommt nach Innsbruck und singt auf Einladung des Kulturinstitutes.
Näheres ab morgen in der Tagespresse und auf den Plakaten.
Wer hilft bei einer Volksweihnacht am Kulturinstitut?
Österr. Institut für Kultur und Wissenschaft hat & Absicht, eine Tiroler Weihnachtsfeier zu veranstalten, hofern sich eine solche unter Mitwirkung aller jener, die man interessiert sind, noch vorbereiten läßt.
Bbedacht ist ein Abend, an dem besonders alte, wenig Kannte Hirten=, Weihnachts= und Krippenlieder gesungen biden sollen, ferner an Rezitationen mit geeigneten Terin eventuell auch ein kleines Weihnachtsspiel. Wer hiefür Ideen und Anregungen hat zur eigentlichen Logrammgestaltung, wer solche Terie, Lieder usw. kennt. # sie angedeutet wurden möge sich sofort mit dem Kulturkitut. Hofburg (Ruf 3296) in Verbindung setzen, am blen persönlich vorsprechen.
Rochmals wird betont, daß es sich diesmal um einen Wend handelt, der in gar keiner Form etwa akademisch sin soll. Er ist sozusagen als Parallele gedacht zum Abristkindlmarkt, wie ihn Herr Major Molling durch
die Freiheitsbewegung wieder ins Leben ruft. Es gilt dem Kulturinstitut eine Weihnachtsfeier zu gestalten, deren Elemente aus dem Volke stammen und die sich wieder zunächst an die einfachen, empfindungstiefen Tiroler wendet. Sie soll Ausdruck der Tiroler Seele sein und zu schlichten Menschen sprechen, in deren Gemüt der weihnachtliche Zauber auch dann noch lebendig blieb, als es die Propaganda des Dritten Reiches für gut befand, ihn auszuschalten und wenn möglich zu ersticken.
Vortragsreihe „Ewiger Humanismus“
Am Montag, 10. Dez., spricht um 20 Uhr im großen Hörsaal des Zoologischen Institutes, Alte Universität, im Rahmen der Vortragsreihe „Ewiger Humanismus“, die vom Kulturinstitut in Zusammenarbeit mit der Ofterr. humanistischen Gesellschaft veranstaltet wird. der durch seine zahlreichen Vorträge allbekannte P. Dr. Suso Braun über das Thema „Der Humanismus als religiöses Anliegen“.
CHS.=Kitzbühel, 7. Dez. 1945.
Der provisorische Ausschuß des Österreichischen Skiverbandes hatte für eine die ganze vergangene Woche dauernde Tagung aller Landesskiverbände nach dem Eisenbahnerheim auf der Ehrenbachhöhe in Kitzbühel einberufen und dafür eine Tagesordnung vorbereitet, die in dieser Zeit durchzuarbeiten allein schon eine große organisatorische Leistung darstellt. Dank der beispielgebenden Mitarbeit aller Vertreter der Bundesländer voran Tirols mit Landesrat Haradetzky, Rudi Matt und Josef Hauswitzka in der Skilehrerfrage, Dr. Lorenz in den Statuten, Walter Föger in der Weltlaufordnung, neben Salzburg mit Hofrat v. Montanus und Wien durch Prof Ritschel und der Herren Spitz als Vorsitzenden mit Herrn Kowalski, konnte diese erste Ländertagung des nun neu erstandenen
Österreichischen Skiverbandes schon gestern abgeschlossen werden. Wie schon so oft in der ereignisreichen österreichischen Skisportgeschichte hat wieder ein Tiroler Skizentrum diesmal Kitzbühel, denkwürdige Patenschaft gestanden.
In vollkommen einmütiger und ernster Arbeit sind wichtige und grundlegende Beschlüsse gefaßt worden, die dem gesamten österreichischen Skileben neue Impulse geben und wesentliche Voraussetzung für den raschen Wiederaufbau und Wiederentwicklung unseres ganzen Skisportes schaffen über 30 Tagungsteilnehmer waren vertreten und sehr interessant gestalteten sich die Berichte der einzelnen Bundeslander Wenn sich auch die gegenwärtige Vierzoneneinteilung vielfach nachteilig und störend auswirkt, so war es immerhin interessant zu hören, wie beispielsweise der steirische Skiverband durch die englische Besatzungsbehörde vorbildlich unterstützt wird Dies ermutigte und bestimmte dann auch den steirischen Skiverband die Durchführung der diesjährigen
österreichischen Skimeisterschaft zu übernehmen, nachdem die Wiener Zentrale die Sicherstellung der Reiseerlaubnis für die Teilnehmer übernahm. Die
Skimeisterschaft von Österreich wird vom 18. bis 25. Februar 1946 in Eisenerz ausgetragen und umfaßt die Nordische (Lang= und Sprunglauf). Alpine (Abfahrts Torlauf), Staffelmeisterschaft (4X10 kmn) und — als Neueinführung — die Vereinsmeisterschaft von Österreich. Dieser Titel wird jenem Verein zugesprochen der die drei besten Kombinationsergebnisse nordisch und alpin aufweist. Das Unterrichtsministerium hat dazu vier wertvolle Ehrenpreise gestiftet. Zu den österreichischen Skimeisterschaften sind für heuer nur Läufer der Klasse I und die von den Landesverbänden im Einvernehmen mit dem Hauptverband genehmigten Prozentsätze zugelassen.
Klasseneinteilung
Hier wurden nicht unwesentliche Anderungen beschlossen Die Klasse III fällt künftig weg Dagegen wurde die einst im österreichischen Skisport so wertvolle übergangsklasse von Jugend auf Herren, die Iuniorenklasse wieder geschaffen, der alle Läufer im Altex von 18 bis 20 Jahre angehören. Wichtig ist, daß einem Innioren fallweise wohl das Startrecht für die Allgemeine Klasse zugesprochen werden kann, doch kann ein solcher nie den Titel eines Österreichischen Meisters erwerben Die Jugend fällt im Alter von 14 bis 16 Jahren in die Klasse II. von 16 bis 18 Jahren in die Klasse I. Die Jugend wird vom Rennsport der Erwachsenen ausgeschaltet und damit ist auch ein Erziehungsfaktor geschaffen, neben größter Berücksichtigung späterer gesundheitlicher Schäden. Die
Jugend soll sich vorbereiten, aber nicht vorzeitig verausgaben, nicht wie es rücksichtslos in Rennen geschieht und dadurch zum Eigendünkel erzogen werden. Dafür wird der Juniorenklasse besonderes Augenmerk zugewendet. Junioren werden auch fallweise die Erlaubnis erhalten, bei internationalen Skirennen zu starten, während die Jugend daran nicht teilnehmen darf.
Leistungsklassen
Alle 20= bis 32jährigen Läufer fallen in die Herrenklasse II, soweit sie nicht schon früher in die Klasse I aufgerückt sind. Zur Leistungsklasse I gehören alle, die in der vom ÖSV. zu Beginn der Rennsaison herausgegebenen Bestenliste aufscheinen. Stichtag der jeweiligen Klassenzugehörigkeit ist der 1. September Die Klassenzugehörigkeit muß in der SSV.=Mit gliedskarte vermerkt sein. Das Aufrücken in die Klasse I ist leistungsbedingt. In den alpinen Bewerben darf die bei einer Landesmeisterschaft oder einem vom Landesverband besonders bezeichneten Rennen die Kombinationswertung nicht über 12 Prozent der Bestzeit sein und überdies müssen mindestens drei Läufer der Klasse I gewertet worden sein. Die Abfahrtsstrecke muß aber Meisterschaftscharakter haben.
In der Nordischen Konkurrenz muß die Note 540 bei einer Höchstnote von 720 oder 360 bei einer Höchstnote von 480 erreicht werden. Im Dauerlauf darf die Bestzeit um nicht mehr als 10 Prozent überschritten werden.
Vom Startrecht
Bei allen Skiwettkämpfen sind nur Angehörige eines Mitgliedsverbandes des Österreichischen Skiverbandes startberechtigt; jeder Läufer muß vor dem Start die Mitgliedskarte des ÖSV. vorweisen. Bei den Bewerben um die österreichische Skimeisterschaft sind nur Läufer der Klasse I zugelassen und jene, die von den Landesverbänden im Einvernehmen mit dem Hauptvorstand des ÖSV. genehmigten Prozentsätze. Andere Voraussetzungen für Mitgliedschaft und dem damit zusammenhängenden Startrecht sind politische und moralische Tragbarkeit. Im heurigen Winter dürfen nach dem Verbotsgesetz und den bisher bekannten Durchführungsbestimmungen nicht starten: Alle Illegalen; darunter fallen auch jene, die während der Verbotszeit vom 1. Juli 1933 bis 13 März 1938
die NSDAP. oder ihre Bestrebungen in irgend einer Form gefördert oder irgendwie unterstützt haben. Ferner alle Parteifunktionäre vom Ortsgruppenleiter aufwärts sowie alle Angehörigen der Formationen der SS., die Angehörigen der SA. NSKK., NSFK. vom Untersturmführer aufwärts und
auch jene, deren Verhalten anderen Schaden an Gesundheit, und Vermögen verursacht haben.
Auslandstarts
Mit Ausnahme der offiziellen internationalen Veranstaltungen (Fis) kann für diesen Skiwinter jeder Landesverband im eigenen Wirkungskreis internationale Starts genehmigen. Ab nächsten Skiwinter ist für Auslandstarts die Genehmigung des Hauptvorstandes erforderlich. Die im Ausland Startenden müssen politisch und moralisch einwandfrei und österreichisch sein. Die Teilnahme ausländischer Wettläufer an österreichischen Rennen ist an die Genehmigung des jeweiligen Landesverbandes gebunden.
Nenngelder
Für Landes= und Staatsmeisterschaften sind als Nenngelder festgesetzt für: Einzelbewerbe Schilling 1.—, Kombination Schilling 2.— und Staffel Schilling 5.—. Bei Vereinsrennen sind im Einzelberwerb 50 Groschen, in der Kombination Schilling 1.— und im Staffelbewerb Schilling 5.— vorgeschrieben.
Torlaufwertung
Slalom, die Krone des Skisports, verdient dem Abfahrtslauf gegenüber besser gewertet zu werden; in der neuen Kombinationswertung ist darauf Rücksicht genommen worden. Auch die Berechnung ist einfacher und schneller geworden. Bei einer Abfahrts=Bestzeit bis zu 3 Minuten ist eine Torlaufsekunde gleich 1½ Sekunden im Abfahrtslauf. Bei einer Bestzeit von über 3 Minuten Entspricht eine Torlaufsekunde zwei Abfahrtssekunden. Jeder Läufer vermag sich schnell und einfach seine Erfolgsaussichten zu errechnen. Diese Wertungsform soll auch in die internationalen Bestimmungen aufgenommen werden. Die diesjährige Durchführung der Wettkämpfe wird für heuer noch nach den Wettkampfbestimmungen des Jahres 1941 gehandhabt.
Die Sprunglaufwertung
findet eine Ergänzung dahin, daß bei jeder Veranstaltung nach jedem Sprung neben der Weite nun auch die mittlere Haltungsnote sofort bekanntgegeben werden muß Daran sind Springer und Zuschauer zu gleichen Teilen interessiert.
Rennläuferschule
Es ist weiter beabsichtigt aus der Klasse I eine Anzahl Rennläufer als Nationalklasse zu wählen, die schon im Spätherbst aufgerufen werden und über die ganze Wintersaison in einem Lager beisammen sind Neben ihrer Betätigung als Trainer und Kursleiter wird aus ihnen hauptsächlich die Auslandsnertretung im Skilauf gewählt werden und eine sogenannte Nationalklasse im Skilauf wieder erstehen.
Der Sitz des SSV.
ist derzeit wohl Wien; durch die Zusammensetzung des Verbands= und Hauptvorstandes aber besitzen die Bundesländer eine Zweidrittelmehrheit, die jederzeit imstande ist den Sitz nach einem anderen Bundesland zu verlegen. Das Verbandsjahr gilt vom 1. Juli bis 30. Juni jeden Jahres. Von Bedeutung ist, daß nunmehr die Vorsitzenden der Landesverbände im Hauptausschuß Sitz und Stimme haben. womit ein Fehler von einst gut gemacht wurde Die Amtsdauer der Gewählten ist drei Jahre. — Die Rennläuferversicherung wird von den Landesverbänden getragen
Die Neuwahlen
Einstimmig wurden gewählt als: Hauptaus
schuß: Spitz=Wien, 1. Vorsitzender; Prof. Ritschel=Wien. Vors=Stellvertreter; 2. Vorsitzender: Dick=Salzburg; Föger=Kitzbühel, 1 Sportwart; Scharl=Wien, 2. Sportwart; Hofmann, Kassier; Czanauser, Schriftführer; Rudi Matt, 1. Lehrwart. Diese zusammen mit den Vorsitzenden der Landesverbände bilden den neuen Hauptausschuß.
Der Hauptvorstand: Spitz=Wien; Stellvertreter: Prof. Ritschel=Wien; 2. Vorsitzender: Dick=Salzburg; 1. Sportwart: Föger=Kitzbühel; 2. Sportwart: Scharl; Kassier. Hofmann; Schriftführer: Ganauser; Frauensportwart: Frau Lang=Wien; 1. Lehrwart: Rudi Matt; 2. Lehrwart: MatzOberösterreich
Obmänner des Ausschusses: Strachnitz; Ju
gend: Prof. Ritschel; Verkehr: Freiberger=Wien; Wissenschaft: Prof. Schwenninger=Innsbruck;
Werbung: Hofrat v. Montanus=Salzburg; Presse: Stedewitz=Wien; Versicherung: Prochaska=Wien. Dazu ist nur zu sagen, daß Tirols Wünschen in jeder Hinsicht Rechnung getragen wurde.
Skilehrer= und Sportlehrerberuf
Drei Tage wurden benötigt um in dieser Neuorganisierung sichere Arbeitsgrundlagen zu schaffen. Aus sämtlichen Bundesländern waren unter dem Vorsitz von H Kowalsky=Wien die Vertreter gekommen. Anwesend war ein Vertreter des Unterrichtsministeriums Prof. Ritschel, Direktor Hradetzky von der Tiroler Landesregierung, Prof. Hein=Graz, Dr. Prinz=Wien, Doktor Trittreml. Innsbruck von den drei Hochschulinstituten Österreichs. Auf der Tagung wurden die Statuten sowie der Pflichtbeitritt der Sportlehrer einheitlich geregelt, die Arbeitsvermittlung sowie das Tarifwesen einverständlich festgelegt und ein besonderes Augenmerk der Ausbildung künftiger Sportlehrer geschenkt. Der Sportlehrer im neuen österreich soll in seiner Gesinnung, in seinem Handeln und Können der
Repräsentant auch für den Fremdenverkehr. aber auch der Erzieher der Jugend sein, die im Sportlehrer ihr Beispiel sehen muß Für heuer werden zu Skilehrerprüfungen nur solche Hilfslehrer an den Hochschulinstituten Wien, Graz und Innsbruck zugelassen, die eine zweijährige Hilfsskilehrertätigkeit vor dem Jahre 1938 nachweisen können oder die seinerzeit wegen politischer Gründe zur Prüfun nicht zugelassen wurden.
Derzeit kann Skilehrer
nur derjenige sein, der vom Österr Sportlehrerverband im Wege seines Landesverbandes die Zulassung bekommen hat Skischulen zu führen ist nur derjenige berechtigt, der durch die Landesregierung im Einverständnis mit dem Landesausschuß der Sportlehrer die Bewilligung erhalten hat. Der Tiroler Berufsskilehrerverband ist durch Rudi Matt und Josef Hauswitzka vertreten.