Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:12
- S.36
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Dienstag. 11 Dezember 1945
Tiroler Tageszeituna
Nr. 145 Seite 3
„Krampus“ sammelte für unsere Heimkehrer
Zur Veranstaltung des österreichischen Roten Kreuzes am 6. Dezember im Landhaussaal
Ein Ziehharmonika spielender „Krampus“ und einer der mit dem Hute in der Hand für unsere kriegsgefangenen Heimkehrer sammelte und den schönen Betrag von 680 Mark zusammenbrachte scheinen wahrhaftig zwei gute Höllenbewohner zu sein, auch wenn sie mit Hörnern und Rasselkette ausstaffiert herumhüpfen und dem Publikum drohen.
Mit heiterer Laune leiteten sie den Unterhaltungsabend ein, der im Rahmen der Veranstaltungen des österreichischen Roten Kreuzes Ausgezeichnetes zu Gehör brachte.
Da war vor allem die Kapelle Nogler, die mit Schmiß und Elan Weisen, die wir alle kennen und gerne haben, erklingen ließ. Jeder der Mitwirkenden ist ein Meister auf seiner Ziehharmonika, mag es sich um ein schmuckes Dirndl in der Tracht unserer Heimat oder um ein zwölfjähriges Bürscherl handeln, der virtuos seine Finger über die Tasten und Knöpfe seines Instrumentes tanzen läßt.
Frau von Barsony, von der Budapester Oper, erfreute uns mit Arien von Puccini und Liedern von Lehar, die sie mit kultivierter Stimme, von Herta Reiß ausgezeichnet am Flügel begleitet, zu Gehör brachte. Gustav Waldau am Vortragstisch begrüßen zu dürfen, bedeutete uns eine besondere Freude und bewies erneut die Vielseitigkeit dieses Künstlers, der immer die Töne findet, die vom Herzen kommen und zum Herzen sprechen und der das Wesen der Dichtung plastisch vor uns erstehen läßt.
Alles in allem ein schöner Abend, für den wir Veranstaltern und Künstlern, die sich in selbstloser Weise zur Verfügung stellten, sehr zu danken haben. Ne. Po
KZ.=Häftlinge als Gäste der Tiroler Landesregierung
Die Betreuungsstelle für ehemalige KZ.=Insassen in Innsbruck hat für die Wiener Volkssolidarität Plätze in Heimen zur Verfügung gestellt, in denen gesundheitlich schwer geschädigte ehemalige KZ.=Häftlinge Erholung finden sollen. Am Samstag fährt der erste Transport von 40 bis 50 Männern und Frauen zu vier= bis sechswöchigem Aufenthalt nach Tirol. Sie werden in Heimen bei Fulpmes, bei Hochzirl und bei Kirchberg untergebracht. Nach Rückkehr des ersten Transportes nach Wien werden weitere Transporte folgen. Die Kosten trägt die Tiroler Landesregierung.
Das neue Seil der Hungerburgbahn
Seit Samstag ist, wie bereits berichtet, die Hungerburgbahn wieder in Betrieb. Nachdem beim alten Seil nach einer siebenjährigen Benützungsdauer einzelne Drähte gerissen waren, mußte ein neues beschafft werden. Die St. Agyder Eisen= und Stahlwarenfabrik, welche das erste Seil lieferte, liegt in der russischen Besätzungszone und wäre nicht in der Lage gewesen, ein neues Seil zu stellen.
Die Leitung der Innsbrucker Verkehrsbetriebe konnte nach langen Bemühungen von den Vorarlberger Illwerken ein neues Seil erhalten, welches den Anforderungen voll entsprach. In den Werkstätten der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und der der Heinkelwerke in Jenbach wurden Belastungsproben vorgenommen, die zur vollen Zufriedenheit ausfielen. Das neue Seil weist eine Tragfähigkeit von rund 56.000 Kilogramm auf, das ist das Zehnfache der normalen Belastung. Um eine überlastung der Wagen in Zukunft hintanzuhalten, ist die Personenzahl von 60 auf 50 herabgesetzt worden. Die Montage des Seiles wurde von den eigenen Fachkräften der Innsbrucker Verkehrsbetriebe durchgeführt.
Mehr Verkehrsdisziplin!
Radfahrer und Fußgänger hindern den Automobilverkehr in der Stadt wie auch auf den Landstraßen. Durch ihr fahrlässiges Verhalten und das Nichteinhalten der elementarsten Verkehrsgrundsätze verursachen sie Verkehrsunfälle (Fußgänger auf der Straße anstatt auf den Gehsteigen, Straßenüberquerung an nicht gezeichneten Stellen, Radfahrer zu zweit und dritt nebeneinander auf den Landstraßen usw.).
Der Bevölkerung wird dringendst in Erinnerung gebracht, daß sie die Verkehrsregeln genauestens beachtet und daß dieselben streng durchgeführt werden.
Verkehrsunfälle infolge Schneegestöber. In der vergangenen Woche erfolgte bei Straß bei der Abzweigung der Zillertaler Straße von der Bundesstraße ein schwerer Autozusammenstoß. Ein Lastkraftwagen aus Brixlegg fuhr in der Richtung gegen Schwaz, während aus der Gegenrichtung knapp hintereinander zwei Personenautos kamen. Der zweite Personenwagen wollte dem ersten vorfahren, der Fahrer sah aber infolge heftigen Schneegestöbers nicht den entgegenkommenden Lastwagen. Alle drei Autos stießen zusammen und wurden mehr oder weniger stark beschädigt. Zwei Personen wurden schwer, eine leicht verletzt.
Tote
In Innsbruck starben: Heinrich Spering, Bäcker, 63 Jahre alt; Maximilian Heine, Altersrentner, 73 Jahre alt; Emil. Berlanda, pens. Postbeamter, 66 Jahre alt; Dr. Josef Fink, Arzt, 66 Jahre alt; Dr. Paul Matzni, Advokat aus Königsberg, 51 Jahre alt; Maria Opavsky, geb. Bußwald, Tischlermeisterswitwe, 87 J. alt; Rosa Stapf. Pensionistin, 86 Jahre alt; Engelbert Sick, Postoberoffizial a. D., 67 Jahre alt; Ferdinanda Walde, geb. Geisberger, Seifenfabrikantenswitwe, 78 Jahre alt.
Am 7. Dezember fand die Exhumierung der Leiche des Herrn Jakob Justmann, der im April 1944 im Lager Reichenau durch die Gestapo umgebracht worden ist, am Westfriedhof Innsbruck statt. Gleichzeitig wurde die Exhumierung des ebenfalls um diese Zeit umgebrachten Dawid Janaszewicz am Westfriedhof durchgeführt.
Die am 17. März 1910 in Achenwald geborene, in Innsbruck wohnhafte Witwe Frieda Baldauer geb. Bauer, hielt sich anfangs Juni bei Verwandten im Zillertal in Ginzling auf. Von dort hat sie sich am 7 Juni, angeblich um einen Spaziergang zu machen, entfernt und ist nicht mehr zurückgekehrt Wie festgestellt wurde hat sie nachts auf 8. Juni im Gasthaus „Roßhaag“ genächtigt und sich tagsdarauf in Richtung Breitlahner entfernt. Sie ist jedoch dort nie angekommen. Seither fehlt von ihr jede Spur. Sie war in letzter Zeit schwermütig, da sie sich den Tod ihres Mannes sehr zu Herzen genommen hat.
Seit 7. Mai ist aus Graz die 20jährige ehemalige Beamtin der steirischen Landesbauernschaft Ilse Medrian abgängig. Das Mädchen, das krankheitshalber beurlaubt war, ist nach Bruck a. M. umquartiert worden. Von dort ist es nach Salzburg. bzw. Bad Aussee, wo es längere Zeit gewohnt hat. Mitte September wurde es von einem Bekannten im Personenzug. der von Salzburg nach Innsbruck fuhr, getroffen. Seither fehlt jede Spur. Zweckdienliche Angaben sind an die Innsbrucker Polizeidirektion, Z. 305, zu richten.
Unbekannter Toter. Wer kann über einen ehemaligen Standschützen, bzw. Volkssturmmann, ungefähr 47 Jahre alt, mit Vornamen „Johann“, soll angeblich Bäcker von Beruf sein und aus Innsbruck stammen, nähere Auskunft geben. Der Betreffende war im April 1945 bei den Standschützen in Mals stationiert, wurde wegen Diebstahl dem Gerichte in Bozen eingeliefert, von wo er geflüchtet ist, und auf der Flucht erschossen. Er wurde am 3. Mai 1945 als unbekannter Toter in Sarnthein beerdigt. Zweckdienliche Angaben an die Kriminalabteilung der Innsbrucker Polizeidirektion, Innsbruck, Sillgasse 6, Zimmer 305.
Unbekannte Frauenleiche. Bei Rotholz wurde unterhalb der Zillertaler Eisenbahnbrücke eine
Frauenleiche angeschwemmt. Beschreibung der
168 Zentimeter groß ungefähr 20 bis 22 Jahre alt, rundes Gesicht, gute Zähne, schwarzes Haar in Zopf; Bekleidung: grünliche Weste, dunkle Schürze, rotweißgestreiftes Kleid, ebensolche Unterhose, weißes Hemd braune Strümpfe und braune Halbschuhe. Die Leiche dürfte schon längere Zeit im Wasser gelegen sein und wies keinerlei Merkmale einer äußeren Gewaltanwendung auf. Die Tote wurde auf dem Friedhof in Jenbach beerdigt. Anhaltspunkte, die zur Erkennung der Toten führen können, sind der nächsten Polizei= oder Gendarmeriestation zu geben.
Die „Tiroler Tageszeitung“ beginnt morgen mit dem Abdruck ihres ersten Romans
„FRAU SIXT“ von Ernst Zahn
Schöne Tat. Eine Postbeamtin aus Innsbruck vergaß im Zug nach Mötz ihre Handtasche mit verschiedenem Wertinhalt. Bahnbeamter Hermann Eiter in Roppen 139 brachte darauf die Tasche selbst der Verlustträgerin nach Innsbruck.
Kaminbrand. Am 8. Dezember gegen 9.45 Uhr vormittag entstand in der Innstraße im Gasthof Heimgarten aus unbekannter Ursache ein Kaminbrand, der von der Berufsfeuerwehr gelöscht wurde, bevor er größeren Schaden anrichten konnte.
Arbeitsunfall. Beim Abbruch des Infektionsgebäudes am Bahnhofplatz in Innsbruck wurden zwei Kriegsgefangene durch Einsturz einer Mauer schwer verletzt. Sie mußten mittels Rettungsauto ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Rettungsstelle Innsbruck der Österreichichischen Gesellschaft vom Roten Kreuz hat im November in 540 Transporten 303 Männer, 373 Frauen und 30 Kinder, insgesamt 706 Kranke transportiert, unter denen sich 77 von verschiedenen Unfällen betroffene Personen befanden. Außerdem suchten in der gleichen Zeit 34 zu Schaden gekommene Personen die Unfallstation zwecks erster Hilfeleistung auf. Mit den Krankenwagen wurden insgesamt 6019 Kilometer zurückgelegt.
Spende des Alpenvereins für Grins. Wie uns von der Vereinsleitung des Alpenvereins mitgeteilt wird, hat der Verwaltungsausschuß beschlossen, für die Abbrändler von Grins 5000 Reichsmark zu stiften. Dieser Betrag wird aus dem Franz=Senn=Stock, der für die notleidende Bevölkerung der Alpentäler bestimmt ist, aufgebracht. Weiters hat die Vereinsleitung alle Tiroler und Vorarlberger Zweigvereine aufgefordert, von sich aus ebenfalls zu dem Hilfswerk für Grins beizutragen.
„Bunter Abend.“ Bei dem vom ATSV. LandeckZams am 4. Dezember veranstalteten Bunten Abend konnte der Obmann Herr Rimml ein zahlreiches, beifallfreudiges Publikum, darunter seitens der französischen Militärregierung den Chef der Militärregierung, Herrn Major Nay mit seinen Herren, sowie den Herrn Bezirkshauptmann Egger und Herrn Vizebürgermeister Hössinger begrüßen. Von den zahlreichen verschiedenen Darbietungen, die zum Großteil von Mitgliedern des Vereines selbst bestritten wurden, gefielen am meisten die Geschwister Graber mit Gesangsvorträgen, die Gebrüder Jöchler mit verblüffenden Akkordeonsoli, dann die fünfjährige Tochter des Tormannes Hannelore König mit netten Jodlerliedern. Vom ebenfalls mitwirkenden Ensemble Baldauf hatte Frl.
Paula Baldauf den größten Beifall. Bei dem am 1. Dezember für die Brandopfer von Grins veranstalteten Bunten Abend konnte der ATSV. die Summe von rund 1600 Mark für sie überweisen. (H=W)
Meldepflicht. Evakuierte, rückgeführte oder aus der Kriegsgefangenschaft, aus dem Eigeneinsatz der ehemaligen Deutschen Reichspost u. dgl. heimgekehrte Bedienstete der österreichischen Postund Telegraphenverwaltung haben sich innerhalb 48 Stunden nach dem Eintreffen am Dienstort bei ihrer Dienststelle zu melden. Wer die rechtzeitige Meldung unterläßt, hat mit dienstrechtlichen Folgen zu rechnen. — Post= und Telegraphendirektion.
Harald Kreuzbe g im Hörsaal
Am 4. Dezember war Herr Kreutzberg der Einladung des kommiss. Leiters Herrn Professor Schir gefolgt, einmal zu den Hörern und Hörerinnen des Hochschulinstitutes für Leibesübungen der Universität Innsbruck zu sprechen. Der Zuhörerschaft, der der Künstler bislang nur von der Bühne her bekannt war, sah diesem Zusammentreffen im Seminarraum der Hochschule mit äußerster Spannung entgegen. Und alles, was man sich von dieser Stunde versprochen hatte, hat Harald Kreutzberg voll erfüllt. Seine warme Art, die sofort den Kontakt zwischen sich und den Hörern schuf, zeigte, daß Herr Kreutzberg nicht nur als Künstler Bewunderung verdient, sondern daß man ihn auch als Mensch lieben muß. Er erzählte der begeisterten Hörerschaft vom Beginn seiner
Bühnenlaufbahn in Dresden, wo er sich zuerst dem Theater als Bühnenzeichner und Kostümentwerfer zuwenden wollte; von seiner Teilnahme an einem Laientanzkurs bei Mary Wigmann und seiner Entdeckung durch Max Herpe, der
ihn an die Staatsoper nach Berlin verpflichtete. Nach seinen ersten großen Erfolgen schuf er mehrere Ballette, gründete 1931 eine eigene Tanzgruppe für Amerika und kam 1932 zu Reinhart nach Salzburg, wo sein eigentlicher Aufstieg begann.
Auf die Frage aus der Hörerschaft, wie ein Tanz eigentlich entstehe, gab Harald Kreutzberg einen wunderbaren Einblick in seine Tanzauffassung. Er sagte vorweg, daß es sehr schwer sei, über das Schöpferische an sich zu sprechen, daß er aber von sich sagen könne, daß er nur nach Bildern tanze. Es gäbe zwei Arten der Anregung zum Tanz, die akustische und die visionelle. Die erstere, daß durch irgend ein Musikstück die Lust einer Darstellung an ihn herantrete, komme bei
ihm nie vor. Er tanzt rein visionell. Er sieht eine Gestalt vor sich und möchte ihr Leben geben, er möchte durch Gesten das ausdrücken, was in der Rede oft hundert Worte nicht zu sagen imstande sind. Die Musik ist Harald Kreutzberg das Sekundäre. Es gilt, das Geschaute auszudrücken, nicht im allgemeinen, sondern erlebt und durchgefühlt bis in die letzte Tiefe des persönlichen Seins. „Orpheus" Klage um Eurydike“ soll nicht die Klage schlechthin darstellen, sondern ganz allein die des Sängers Orpheus. Und darum tanzt Harald Kreutzberg nicht wie die anderen Tänzer irgendwie klagend, sondern er trägt Monate vorher Rilkes Sonette mit sich, vertieft sich in die griechische Sage, um Orpheus zu erschauen in seinem Schmerz. Weil es aber nun nicht allein eine Klage des
Orpheus sein soll, sondern die Klage des Orpheus um Eurydike, setzt dies auch sot wendigerweise voraus, den zu kennen, umden man klagt, und darum tanzt er sich auch inda Maske der Eurydike. Er nennt seinen Tanz selhst ein Mosaikspiel von tausend kleinen Steinchen. Tanzen andere ein Bild, versucht Harald Kreutberg die Quintessenz dieses Bildes zu fassen und zu tanzen; und weil es ihm gelingt, bleibt fü uns auch jeder seiner Tänze für Jahre oder auch für immer unvergessen.
Am Schluß der Ausführungen des Künstlerwar es für die Studenten der Turnlehrerausbidung besonders belustigend zu erfahren, daß er während seiner Schulzeit im Turnen immer eine Vier hatte.
Harald Kreutzberg schied von der Hörerschaft des Institutes, die ihm einen dankbaren Jubel bereitete, mit dem Versprechen, im Frühjahr wieder bei ihr Gast zussein.
Dr. Marianne Berletti.
THEATER UND
Tiroler Landestheater
Dienstag, 20.00 Uhr: „Land des Lächelns“. Lisa: Agnes Buschmann.
Mittwoch, 15.00 Uhr: Schülervorstellung: „Die Zauberflöte“; 20.00 Uhr: „Die heilige Flamme“
Donnerstag, 20.00 Uhr: „Polenblut“. Helena: Gretl Theimer a. 6.
Freitag, 20.00 Uhr: „Der kleine Herr Niemand“
Samstag, 17.30 Uhr: Tanzveranstaltung Beatrice Orlowa vom tschechischen Theater Prag; 20.00 Uhr: Erstaufführung: „Der eingebildete Kranke“. In der Titelrolle: Gustav v. Waldau a. 6. Bühnenbild und Kostümentwürfe: Stephan Hlawa a. 6. Inszenierung: Paul Schmid.
Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß der Kartenvorverkauf am Sonntag, für die Wochentage Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag und am Mittwoch für Samstag und Sonntag stattfindet Kassastunden von 10 bis 12 und 17 bis 19 Uhr. Diese Verlegung des Vorverkaufes wurde hauptsächlich im Interesse der Berufstätigen vorgenommen.
Konzertveranstaltungen
Mittwoch, 12. Dez., Musikvereinssaal, 20 Uhr, Klavierkonzert Mykyscha; Donnerstag, 13. Dez., Musikvereinssaal, 20 Uhr, Klavierkonzert Angela Janowski (Wien); Freitag, 14. Dez., Musikvereinssaal, 20 Uhr, Violinkonzert Prof. Strub. — (Kartenvorverkauf bei Groß.)
Samstag, 15. Dez., 20 Uhr, Landhaus: Arien= und Liederabend Elise Schwarzkopf (Staatsoper Wien). — (Kartenvorverkauf Kulturinstitut, Hofburg.)
Sonntag, 16. Dez., Pfarrkirche Pradl, 17 Uhr: Beethoven, Messe C=Dur (Reinertrag für Grins); Sonntag, 16. Dez., Landhaus, 20 Uhr: Symphoniekonzert (Beethoven=Feier); Dienstag, 18. Dez., Musikvereinssaal, 20 Uhr: Wiener Philharmonikerquartett (Streichquartette Beethoven). — (Kartenvorverkauf bei Groß.)
Beethovenfeier des Landes Tirol
Anläßlich des 175. Geburtstages des großen Tondichters (16. Dez.) finden unter dem Ehrenschutze der Herren Landeshauptmann Dr. Ing. Alfons Weißgatterer und Minister a. D. Dr. Hans Perntner folgende Beethovenkonzerte statt: Freitag, 14. Dez., 20 Uhr (Musikverein): Violinkonzert des deutschen Meistergeigers Prof. Max Strub (Violinsonaten von Beethoven).
Sonntag, 16. Dez., 17 Uhr: Sonderaufführung zugunsten der Brandgeschädigten von Grins: Beethoven, Messe C=dur, op. 86, für Soli, Chor und Orchester (Ort wird noch bekanntgegeben). Sonntag, 16. Dez., 20 Uhr (Festsaal des neuen Landhauses): Festkonzert des Symphonieorchesters: Ouverture Leonote III — Violinkonzert D=dur (Solo Prof. Bruckbauer). — V. Symphonie c=moll. Leitung: Musikdirektor Fritz Weidlich.
Dienstag, 18. Dez., (20 Uhr Musikverein): Das Wiener Philharmonikerquartett spielt 3 der schönsten Streichquartette von Bethoven (op. 18/5, op. 95 f=moll und op. 127 cis=moll!).
Karten für die Klavierabende ab heute, Karten für die Beethovenkonzerte ab Mittwoch, 12. Dez., bei Johann Groß, Maria=Theresien=Straße 37, parterre (Ruf nur 5202.)
3. Klavierabend Hans Solty In Hans Solty, einer außerordentlich markanten Personlichkeit, haben wir es mit einem Pianisten ganz großen Formats zu tun. Hervorgegangen aus der Busoni=Schule, wahrt er die große Linie der Liszt=Tradition. Abgesehen von seiner grandiosen Technik, die bei ihm nur die Rolle eines Vermittlers spielt, werden wir stets durch den Sturm seines feurigen, rassigen Temperamentes, seines prachtvollen Schwunges mitgerissen. Seine bewundernswerte Anschlagskultur steht auf größter Höhe, sein blühender Klavierton ist von soltoner Schönheit und Bräße bis zum allorfeinsten Vi
von sellener Schonheit und Große ds zum auerfeinsten Pi. anissimo. So konnte er gleich das erste Stück von Mozart zart und innerlich nachdichten und mit dem ganzen Zauber des Rokoko umgeben. Überhaupt wartet der Künstler, wie immer, mit einem auserlesenen Programm auf, dessen stilistische Bewältigung nur Berufensten vorbehalten bleibt.
Dr. B.
Prof. Dr. Stephan v. Edvi=Illés veranstaltete für das Ung. Rote Kreuz in Kitzbübel ein in allen Teilen vollauf gelungenes Konzert, ausschließlich Werke von Franz Schubert. Eine besondere Ehre wurde dem Veranstalter zuteil durch den Besuch des Herrn Oberst Viegand Braqué von der franz. Militärregierung an der Spitze des franz. Offizierskorps. Prof. Edvi=Illés brachte durch
sösterreichtschrs Inftiin für Kultur und Wilsenschaft
Konzertabend mit Elisabeth Schwarzkopf Das österr. Amt für Kultur und Wissenschaft hat Elsabeth Schwarzkopf für einen einzigen Konzertabend in Innsbruck verpflichtet. Die Künstlerin gilt als ein der bedeutendsten Sängerinnen und hat während der letzten Zeit in verschiedenen Städten Triumphe gefeiert.
Auf dem Programm für Innsbruck stehen Lieder von Paesiello, Beethoven, Rameau, Massenet, Mozart und Hugo Wolf. Die Begleitung der Lieder besorgt Musikdirektor Fritz Weidlich. Die Veranstaltung ist fü Samstag, den 15. Dezember, 20 Uhr, im Landhaussau anberaumt. Kartenvorverkauf ab Mittwoch 9 Uhr früh in Kulturinstitut. 4
Morgen, Mittwoch, um 15 Uhr Vorstandssitzung des Kulturinstituts im Altmuttersaal. Weil eine Anzahl wichtiger Fragen, die sich auf Organisation und Veranstaltungsprogramm bezieben, besprochen werden soll, werden all Mitglieder gebeten, vollzählig und pünktlich zu erscheiner.
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Herrn Dr. Dörey zur Einleitung einen ausgezeichnetm Vortrag über den Komponisten Franz Schubert. Anschlis ßend sang der Künstler drei Schubertlieder mit schöm Stimme, klarster Aussprache und tiefem Emfinden, feinfühlend und sicher begleitet durch Musikdirektor Kirchmair (Kufstein). Das Kammerorchester Prof. Diegel. Digli, welches bereits durch sein oftmaliges Auftrete in den letzten Wochen einen klangvollen Namen erworben hat, spielte zwei Intermezzi aus Schuberts Oper „Rosamunde“, erstaunlich in der Reinheit, präzis in Rhythmus und ausgeglichener Tonschönheit. Digli bewies von neuen eine meisterhafte Interpretation klassischer Musik. — Frau Iren Szepessy, eine Sängerin von größtem Format, sang eine Reihe der schönsten Schubertlieder. Keines diest
Lieder bildete einen Höhepunkt; es übertraf sich die Künßlerin von Lied zu Lied Das Kammerorchester spielte wei ters einige kleinere Werke Schuberts, worauf Dr. EdrlIllés den „Doppelgänger“, „In der Ferne“ und den „Erlkönig“ zum Vortrag brachte. Als vollendeter Meistn erwies sich der Künstler in der Interpretation des „Eil könig“. — Die Zuhörer dankten den Künstlern mit fahn Beifall. (J. O.3
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Literarisch=musikalischer Abend in Landeck. Am 13.De zember um 20 Uhr findet im Festsaal der französischen litärregierung von Westtirol (Hotel Post) in Landeck"s Bunsten der Brandgeschädigten von Grins ein literanschmusikalischer Abend statt. Dieser künstlerische Abend ist al Auftakt einer Reihe von ähnlichen Veranstaltungen zubetrachten und wurde vom Herrn Bezirkshauptmann=Tosef Egger angeregt. Das Programm beinhaltet ausgewählt Meisterstücke von Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin usw. (Klavier, Violine, Cello, Gesang) sowie auserlesen lyrisch=dramatische Vorträge, die von bedeutenden Kräften, u. a. dem bekannten Filmschauspieler Eugen Klöpfer interpretiert werden. (523)
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RADIOINNSBRUCK
Dienstag, 11. Dezember
6.50 Morgengymnastik, 7.00 Österr. Nachrichtendiens, 7.15, Fünf Minuten Französisch. 7.20 Schallplatten, 7.30 Paris, franz. Nachrichten, 7.40 Morgenkonzert, 8.35 Son dersendung osterr. Kriegsgefangener aus England für Tiri und Vorarlberg, 8.45 Fortsetzung des Morgenkonzenes 9.00 Wiederholung des östert. Nachrichtendienstes, 11.00 Mittagskonzert, 12.15 Österr. Nachrichtendienst, 123 Paris, franz. Nachrichten, 12.45 Französische Musik, 13.00 Radio Victoire, 13.10 Mittagskonzert, 13.30 Fortsim des Mittagskonzertes (Innsbruck), 17.30 Unterhaltungs musik (Schallplatten, Innsbruck), 18.00 Lyrisches Scaffe in Vorarlberg. Gedichte von Elisaberh Reisenberg## Scheiner, C. E. Gasser, 18.30 Neues vom Tage us bruck), 18.45 Felix Mendelssohn=Bartholdy—.
Duette## hanna Fritsch, Sopran; Ilse Matzkait=Erdmann, Alt. An Flügel: Olga Sohm, 19.00, Osterr. Nachrichtendien, 19.15 Bunte Weltschau, 19.30 Paris, franz Nachtichtea, 19.45 Österr. Presseschau, 20.00 Wiener Abend. Emilit Nowotny, Sopran; Ernsi Roland, Hermann Mörth, dus kleine Funkorchester unter Leitung von Kapellmeister Hans Moltkau, 21.30 Courrier de la grande France, 21.45 Un garische und französische Tanzmusik auf dem Klavie — Carl Emil Fuchs, 22.15 Programmvorschau, 22.20 Untiv haltungskonzert von Schallplatten, am Flügel verbunden von Otto Stockhammer, 23.20 Suchmeldungen, 24.00 Paris, franz. Nachrichten.
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