Tiroler Tageszeitung 1945

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Kittwoch, 19. Dezember 1945
Tiroler Tageszeitung
Nr. 152 Seite 3
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Folgende österreichische Kriegsgesungene haben sch keine Nachricht aus der Heimat erhalten. Sie nöchten ihre Angehörigen erinnern, daß es jetzt ist, Kriegsgefangenen in England zu schreiien. Die Gefangenen befinden sich im Lager 34. Soldat Alois Habicher grüßt seinen Vater sosef Habicher, Nauders 114, Landeck, Tirol. — Oögfr. Friedrich Kurz grüßt seine Frau Adelteid Kurz, Kundl, Reichsstraße 66, Tirol. — Solat Hermann Tomset grüßt seine Mutter in Insbruck, Stafflerstraße 3, Tirol. — Obgfr. Max bildauer grüßt seine Frau Paula, Weerberg kr. 121, Tirol. — Soldat Andrä Rhomberg güßt seinen Vater Pankraz Rhomberg, Feldkirch, schillerstraße 20. — Soldat Albert Rusch grüßt seine Mutter Sophie Rusch, Dornbirn, Eisgasse 9. — Obifr. Ferdinand Haselmeier grüßt
seine nau # da Haselmeier, Graz, Strauchergasse 4.
Bowachim. Karl Hubmann grüßt seine Frau Martha Hubmann, Wetzelsdorf bei Graz, Steinberg 36. — Obgfr. Hubert Meschwark grüßt seine Frau Sophie, Graz, Lendplatz 38.
(Radio London)
Aufruf an abe ehemaligen österreichischen Wehrmachtsangehörigen
Alle ehemaligen österreichischen Wehrmachtsangehörigen, die ihre Entlassung bei den zuständigen französischen Behörden noch nicht geregelt, bzw. ihre Entlassungspapiere noch nicht behoben haben, werden darauf aufmerksam gemacht, daß dies bis spätestens 31. Dezember 1945 erfolgen muß, anderfalls sie mit polizeilichen Nachforschungen und Verhaftung zu rechnen haben.
Die Militär=Regierung von Tirol.
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In Innsbruck
Der festlich geschmückte Theatersaal des Großgsthofs „Breinößl“ war am Samstag abends u Schauplatz einer schönen gemütlichen Weihnachtsfeier der Schweizer Kolonie in Tirol, bei pelcher u. a. mehrere Herren der französischen Alitärverwaltung, Bürgermeister Dr. Melzer und Reg.=Kommissar Dipl.=Ing. Egger on den Innsbrucker Stadtwerken als Gäste anresend waren. Der Präsident des Schweizer Verines, Herr Schneider, konnte in seiner Festansrache Herrn Konsul C. Chowet begrüßen, der in seiner Ansprache u. a. ausführte:
„Wir Schweizer, die den unerhörten Vorteil latten, aus diesem Kriege fast unversehrt heruszukommen, müssen die ersten sein, um den frieden zu verwirklichen. Ihr besonders, die ihr käste Tirols seid, müßt euer möglichstes tun, amit dieses Land wieder sein Gleichgewicht finbet, in dem ihr arbeitet, wie ihr es bis heute getan habt. Vergeßt nicht, was ihr dem Land. Tirol schuldig seid; die menschliche Aufgabe eures Mut
terlandes soll euch als ein ständiges Veispiel vor Augen sein. Zeigt euch so weit wie möglich des guten Rufes der Schweiz würdig. Heutzutage ist es ein bedeutender Vorteil Schweizer zu sein, aber auch zu gleicher Zeit eine schwere Pflicht und eine große Bürde.“
Berta Waeber und Herr Bossart vom Stadttheater in Innsbruck umrahmten mit ihren Darbietungen diese schöne Feier.
Lambert Tipotsch.
In Bregenz
Bregenz 18. Dez. Am Sonnabend abends fand im Hotel „Krone“ in Bregenz eine Weihnachtsfeier der Schweizer Kolonie in Vorarlberg statt. Der Vorsitzende der Schweizer Kolonie, Direktor Ausderau, konnte unter den Anwesenden General Dumas mit einer Reihe französischer Offiziere, den Landeshauptmann Ilg sowie andere Vertreter ziviler Behörden begrüßen. Konsul Ing. Bitz hielt die Festansprache.
Die Schutträumaktion wird eingestellt
Mit Rücksicht auf den Winter und die eingetretene Kälte hat sich die Sicherheitsdirektion Imsbruck entschlossen, die Schutträumaktion wülergehend mit 18. Dezember einzustellen. beientretenden schweren Schneefällen wird jeach in zwingenden Fällen die bei der Schuttzumaktion noch nicht eingesetzte Bevölkerung uu Schneeräumearbeiten und Reinigung der Gehsteige herangezogen. Es ist wohl besser, daß ein stleiner Teil der Innsbrucker Bevölkerung sich mmit der Wegräumung des Schnee befaßt, als daß man allen zumuten muß, durch Wochen hindurch mit schlechtem Schuhwerk Schnee zu waten.
Rund 90 Prozent des Schuttes sind durch den Fleiß der Innsbrucker Bürger von den Straßen unserer Stadt entfernt worden. Der Rest desselben und der Schutt aus den Höfen wird im Frühjahr weggeräumt. Alle jene Personenkreise,
die weder bei der diesjährigen Schutträumaktion noch bei der Wegschaffung des Schnees eingesetzt wurden, werden im Frühjahr zu dieser Aktion herangezogen.
Durch die verständnisvolle Mitarbeit der Innsbrucker Bevölkerung hat unsere Stadt nicht bloß mindestens ein halbes Jahr Vorsprung beim Wiederaufbau, sondern Innsbruck hat dadurch auch ein beredtes Zeugnis des Gemeinschaftssinnes abgelegt, der weit über die Grenzen unserer Heimat bis in das Ausland gedrungen ist. Die Sicherheitsdirektion für Tirol dankt allen bei dieser Aktion beteiligten Bevölkerungskreisen für ihren mustergültigen Einsatz und hofft, daß im Frühjahr alle noch nicht eingesetzten mit gleichem Eifer an die Arbeit gehen, wie es im abgelaufenen Jahre geschehen ist.
L. T.
Alte
Sonderausstellung im Tiroler Landesmuseum
Im Tiroler Landesmuseum wird am Donnerstag, den 20 Dez., um 11 Uhr eine Sonderausstellung unter dem Titel „Alte Weihnachtsbilder“ eröffnet. Die Ausstellung umfaßt Malereien und Plastiken vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Unter anderem sind Maler wie Max Reichlich, hans Baldung Grien, Hans Schäuffelein, Troger, holzer, Platzer usw. mit bedeutenden Werken vertreten. Die Ausstellung wird über die Weihnachtszeit bis zum 13. Jänner 1946 geöffnet sein. *
Promotion. An der Universität Innsbruck promovierte Krulis Adolf, Sohn des B.=B.= Oberinspektar a. D. Krulis Adolf aus Innsbruck, zum Doktor der gesamten Medizin.
Doppeljubiläum. Das Fest der Silbernen Hochsit feierte im engsten Familienkreise Michael Nurauer, Kaufmann in Innsbruck, mit Frau Therese, geborene Ball. Gleichzeitig beging das zubelpaar sein 25jähriges Geschäftsjubiläum.
Unfall beim Rodeln. Der 15jährige Bauernsohn Josef Neurauter aus Kematen ro
kelte am 16. Dezember nachmittags auf dem stark vreisten Weg am südlichen Dorfeingang, stieß tierbei an den dortigen Dorfbrunnen und zog sich eine Sprengung des rechten Schienbeines zu. Er nußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Turmblasen in Hall. Der alte Brauch des kurmblasens soll auch heuer zu Weihnachten wieder geübt werden. Das Jungtiroler Quartett vird am Heiligen Abend nach Eintritt der Dämnerung, also etwa um 17.30 Uhr, vom Stadtturm selte Weihnachtsweisen erklingen lassen. Ebenso werden die Haller nach der Mette vom Turme daran erinnert werden, daß Weihnachten ist.
Messerstecherei. Am 17. Dezember kam es in der Hofgasse in Innsbruck aus unbekannter Ursache zwischen einem Bauschlosser und einem Gärtnergehilfen zu einem Streit, der in Tätlichkeiten ausartete. Der Gärtner zog ein verletzte seinen Gegner schwer. Der Schlosser wurde von der Rettungsgesellschaft ins Kranken
haus überführt, der Gärtner von der Polizei verhaftet.
Bevölkerungsbewegung in Landeck=Zams. Das
Standesamt Landeck=Zams meldet für den Monat November folgende Bevölkerungsbewegung: 18 Geburten, darunter 9 Ausländer, 12 Eheschließungen, darunter 9 Ausländer, 17 Todesfälle, darunter 4 Ausländer.
In Innsbruck starben: Josef Höfler,
Postbeamter a. D., 84 Jahre alt; Ferdinand
Schiener, Rentner, 92 Jahre alt; Ludwig Wageneder, Hilfsarbeiter, 66 Jahre alt; Johanna Straßer, geb. Gruber, Tapeziererswitwe, 69 Jahre alt.
In Zams starb im 70. Lebensjahre Frau Notburga Auer geb. Schatz.
Wagenführer Josef Kößler der Innsbrucker Verkehrsbetriebe gestorben
Man schreibt uns: Am 14. Dezember ist unerwartet der mehr als 30 Jahre bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben beschäftigte Wagenführer Josef Kößler im Alter von 54 Jahren gestorben. Kößler war ein pflichtgetreuer Bediensteter und hat durch drei Jahrzehnte dem Unternehmen in guten und schlechten Zeiten gedient. Er war einer von den Bediensteten, die als leuchtendes Vorbild gegenüber den jungen Bediensteten gelten mögen. Kößler hat aber nicht nur dem Betrieb gegenüber seine Pflicht erfüllt, sondern auch voll und ganz gegenüber der Kollegenschaft. Er war in allen Belangen ein guter Kollege. Am Montag, den 17. Dezember, fand auf dem Pradler Friedhof um halb 4 Uhr nachmittags unter zahlreicher Beteiligung der Kollegenschaft, der Leitung des Betriebes und
einer großen Anzahl sonstiger Trauergäste das Begräbnis statt. Am offenen Grabe nahm der kommissarische Leiter der Innsbrucker Verkehrsbetriebe Josef Wilberger im Namen des Betriebes, der Kollegenschaft und in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Österr. Gewerkschaftsbundes in Tirol im Namen der Gewerkschaft Abschied und dankte dem Verstorbenen für seine Treue gegenüber dem Unternehmen, den Bediensteten und dem Gewerkschaftsbund.
Amtliche Mittellungen
Wiedergutmachung an den Opfern politischer Verfolgung
Es wird neuerdings darauf aufmerksam gemacht, daß österreichische Staatsbürger, die in Tirol ihren ordentlichen Wohnsitz haben und in der Zeit zwischen 4. März 1933 und 8. Mai 1945 wegen ihrer. politischen Haltung, ihres religiösen Bekenntnisses ihrer Rasse verfolgt worden sind, bis 31. Dezember 1945 Wiedergutmachung beantragen können., Ehemange Nationalsozialisten sind jedoch von einer solchen ausgeschlossen. Bei noch in Kriegsgefangenschaft befindlichen Personen, verlängert sich diese Frist um einen Monat nach ihrer Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft. Die Geschädigten — als solche kommen bei Vermögensschäden auch inländische juristische Personen in Betracht — haben ihre Ansprüche bei der für ihren Wohnsitz zuständigen
Bezirkshauptmannschaft, soferne aber ihr Wohnsitz, bezw. der Sitz der Gesellschaft im Stadt= oder Landbezirk Innsbruck liegt, unmittelbar beim Amt für Wiedergutmachung an den Opfern politischer Verfolgung Innsbruck, Karl=Kapferer=Straße Nr. 7/I, unter Benützung eines bei diesen Stellen erhältlichen Vordruckes anzumelden.
In einem öffentlich=rechtlichen Dienstverhältnis gestandene Personen, die aus einem der oben angeführten Gründe ihr Amt oder ihren Ruhegenuß verloren haben oder in den Ruhestand mit vollem oder gekürztem Ruhegenuß versetzt worden sind, haben ihre Wiedergutmachungsansprüche bei ihrer ehemaligen Dienststelle geltend zu machen.
Personen, die sich in der Haft eine noch andauernde Gesundheitsschädigung zugezogen haben, und die Hinterbliebenen von Personen, die im Kampf für ein unabhängiges und demokratisches Österreich gefallen sind, hingerichtet wurden in der Haft oder an den Folgen einer Haft gestorben sind, haben sich wegen Wiedergutmachung an das Landesinvalidenamt Innsbruck zu wenden.
Das Zentralkomitee für die Betreuung der Rumänen durch das Rote Kreuz fordert alle eingeschriebenen rumänischen Staatsbürger auf, sich beim Zentralkomitee, Innsbruck, Mozartstraße 3, für die Behebung der Weihnachtshilfe vorzustellen. Die Behebung muß persönlich erfolgen. Bürostunden zwischen 9—17 Uhr durchgehend alle Wochentage.
SPORT UNDSPIEI
Freudige Nachricht im Eiskunstlauf Ilse Pausin mit ihren Bruder Erich zählen wohl zum bekanntesten Eiskunstlaufpaar der Welt. Große Niedergeschlagenheit herrschte im gesamten Revueensemble, da seit April von Erich nichts zu hören war.
Als nun das Ensemble den ersten Tag in Tirol war, kam die Nachricht, daß Erich Pausin lebt und gesund in russischer Gefangenschaft ist. Grund genug für die Wiener Eiselite, diese freudige Nachricht zu feiern und so planen die „Tanzenden Sterne“ für kommenden Sonntag in Seefeld ein großes Schaulaufen zu geben, dem sich bald darauf die Premiere in einer Revue „Tanzende Sterne“ anschließen wird.
Mitte Jänner wird sich das gesamte Ensemble auf dem Platze des Eislaufvereines mit all ihrer Kunst zeigen.
Österr. Gesellschaft für Leibeskultur In der Halle des Hochschulinstituts für Leibesübungen der Universität Innsbruck ist im Rahmen einer würdigen Gründungsfeier die „Österr. Gesellschaft für Leibeskultur“ ins Leben gerufen worden und damit ein von manchem Wissenschaftler der Leibeskultur schon lange vorher angestrebter Wunsch. Wirklichkeit geworden.
Prof. Schir sprach nach einleitenden Begrüßungsworten über den Sinn und die Aufgaben der Gesellschaft. Der Gedanke der Leibeskultur, der in Österreich selbst auf eine solide wissenschaftliche Tradition zurückblicken kann, soll zusätzlich in einer eigenen, wissenschaftlichen Gesellschaft „Leibeskultur“ im Inland und Ausland gepflegt und gefördert werden. Darüber hinaus wird die Besellschaft Forschungsinstitute einzelner, wie Arbeitsgemeinschaften und Institute durch Zuwendungen von apparativen und anderen Hilfsmitteln unterstützen. Schülern der Leibeskultur soll durch Stipendien das Studium ermöglicht werden. Es mag alle mit Stolz erfüllen, daß gerade Innsbruck der Geburtsort dieser zukunftsversprechenden Gesellschaft geworden ist.
Die Grundlage für die Durchführung dieser Bestrebungen ist vorerst im großen Interesse maßgebender Stellen sowie den zahlreichen Beitrittsmeldungen geschaffen.
Im Rahmen der würdigen Feier verdienen die Ausführungen über „Leibeskultur und Schule“ von Prof. Busch unterstrichen zu werden. Niemand und kein Lehrer irgend eines anderen Faches vermag sich in solchem Ausmaße das Herz der Jugend zu erringen als eben der Turn= und Sportlehrer. Und das allein verpflichtet zur Förderung. denn in der österreichisch erzogenen Jugend liegt auch Österreichs Zukunft.
Kultur im Sport
kam in den gymnastischen Vorführungen so recht zur Geltung. Mit Anmut sportliche Leistungen vollbringen, das demonstrierten die Stundenbilder aus der Ausbildungsarbeit am Hochschulinstitut.
Und schließlich verdienen die musikalischen Einlagen unter Leitung von Steyrer vom Musikwissenschaftlichen Institut Erwähnung, die das Allegro aus dem Concerto Grosso von Händel bestens wiedergaben.
Prof. Schir gab in einem Schlußwort seiner Erwartung Ausdruck, daß diese Gründungsfeier als Beweis ehrlichet Aufbauarbeit gelten möge und erbat sich die Unterstützung aller sportfreundlichen Kreise. Sein besonderer Dank galt Dr. Tritzremmel als geistigen Urheber. —chs—
*
Turnerschaft Innsbruck. Heute, Mittwoch, den 19. Dez., findet um 20.30 Uhr in der Turnerschaftskänzlei die letzte Turnratssitzung im heurigen Jahr statt. Die Turnratsmitglieder werden gebeten, vollzählig zu erscheinen.
Arbeiter Turn= und Sportverein Innsbruck. Tischtennis: Jeden Mittwoch und Freitag von 20—22 Uhr in der Arbeiterkammer, 3. Stock.
Arbeiterbund für Sport und Kölperkultur Österreichs. Die Geschäftsstelle des Askö. in der Arbeiterkammer, 3. Stock, ist ab Montag täglich von 15—19 Uhr geöffnet Auskünfte und Anmeldungen in der Geschäftsstelle.
Innsbrucker Sportklub. Heute. um 20 Uhr, Wochen versammlung im Gasthaus „Zum scharfen Eck“, Voraussichtlich wird ein Fußballfilm mit dem engl. Olympiatrainer Jimmy Hogan vorgeführt.
Perfekte Stenotypistin, die die französische Sprache in Wort und Schrift sowie französische Stenographie beherrscht, sofort gesucht. Eigene Maschine erwünscht. Entsprechende Bezahlung. Vorzustellen im Landhaus, Zimmer 758.
WOHIN HEUTE:
Mittwoch, 19. Dezember
Theater:
Langestheater, 20 Uhr: „Scampolo“
Tiroler Heimatbühne, 14.30 Uhr: „Aschenputtel“ (Erstaufführung). Märchenspiel in 3 Bildern.
Konzert:
Musikvereinssaal, 20 Uhr: Liederabend Blanka Flür von Schullern. Filme:
Laurin: „Späte Liebe“.
Kammer: „Der rertende Engel“ (2, 4 6)
Zentral „Frau meinen Kräume“
Triumph: Wir machen Musik“
Löwen: „Menschen vom Varieté“ Fulpmes: „Die schwarze Robe“
Hall: „Sommerliebe“.
THEATER UND KUNST
„Jean de la lune“ am Innsbrucker Landestheater
Am Sonntag, den 16. Dezember, fand um 15 Uhr nachmittags die Aufführung des französischen Stückes „Jean de la lune“ von Marcel Achard statt. Außer den natürlich zahlreich erschienenen Mannschaften und Offizieren der französischen Besatzungstruppen waren auch verhältnismäßig viele Innsbrucker erschienen, um sich den „Hans vom Monde“ anzusehen. Dieses moderne französische Theaterstück hielt das Publikum 2 Stunden mit seinem gut aufgebauten und wohlausgefeilten Dialog gefangen, der sich um das Schicksal der jungen Marceline, einer hübschen Blondine, drehte. Das französische Ensemble, das am Abschluß seiner Tournees durch Deutschland und Österreich steht, gab vorige Woche in Vorarlberg noch zwei Vorstellungen, und zwar in Bregenz und
Feldkirch. Blanchette Brunoy, die dem französischen Publikum auch schon durch mehrere Filme bekannt war, zählt zu den bedeutenderen französischen Schauspielerinnen. Sie gab die Marceline in jeder Hinsicht wahrheitsgetreu und bot eine nette Erscheinung auf der Bühne. Ihr Partner war Roberte Darêne als Jean de la lune, der als idealer Ehegatte seine kleine Frau Marceline vor mancher Dummheit bewahrte und durch seine naive und doch lebensnahe Einstellung sein Eheglück behielt. Marcelines Bruder, der von Jean Dairant dargesiellt wurde, brachte durch seine komischen Einfälle und seine „guten Manieren“ die lustige Rote des Stückes zur Geltung. Robert Hommet der Marcelines früheren Freund Richard spielte, und Mlle. Sertilange, ein Dienstmädchen, waren die
weiteren Mitglieder des Ensembles, das noch bis Mittwoch in Tirol bleiben wird. Die französischen Schauspieler sind das erstemal in Österreich und waren schon gleich nach ihrer Ankunft in Innsbruck von unserem Land zirol begeisiert. H. R.
Letzte Wiederholung des Beethoven=Festkonzertes morgen, Donnerstag, 20 Uhr, im Großen Saal des neuen Landhauses. Karten bei Groß ab heute. Zahlung nur in Schilling oder kleinen Marknoten.
RADIOINNTBRHCK
Mittwoch, 19 Dezember
17.30 Unterhaltungskonzert (Schallplatten, Innsbruck).
18.00 Rudyard Kipling: Aus dem Dschungelbuch. Es liest Carl Emmerich Gasser. 18.30 Neues vom Tage (Innsbruck). 18.45 Originalkompositionen für Klavier zu vier Händen. Olga Sohm, Odo Polzer. 19.00 Österr. Nachrichtendienst. 19.15 Osterr. Geschichte für die österr. Jugend. Dr. Hermann Gsteu (Innsbruck). 19.30 Paris, franz. Nachrichten. 19.45 Worte zur Politik. 19.55 Fünf Minuten Französisch. 20.00 Beiderseits des Arlbergs. Die Sängergruppe Franz Winkler. Paul Krippner, Harfe.
21.00 G. Leken — Sonate für Violine und Klavier G=dur. Erika Groh, Violine, Mignon v. Marschalko, Klavier. 21.30 Courrier de la grande France. 21.45 Fünf Minuten praktisches Deutsch 21.50 Emission oariété francaise. 22.15 Programmvorschau. 22.20 Unterhaltung und Tanz. Funkkapelle Willy Walter (Innsbruck). 23.20 Suchmeldungen. 24.00 Paris, franz. Nachrichten.
Inktitut
für Kultur und Wislenschaft
Christkindl=Umzug erst im nächsten Jahr!
Das Österr. Institut für Kultur und Wissenschaft hat sich während der letzten Tage bemüht, den ChristkindlUmzug, der aus dem Jahre 1937 noch lebendig in Erinnerung aller Innsbrucker steht, nach der langen Unterbrechung wiederum durchzuführen. Es haben am letzten Freitag Besprechungen stattgefunden, zu der eine Reihe maßgeblicher Persönlichkeiten sowie Vertreter der Schulen, der Jugendgruppen usw. erschienen waren. So sehr immer wieder der Wunsch zum Ausdruck kam, diese schöne Veranstaltung wieder aufleben zu lassen, kam man doch schließlich zur Ansicht, daß es unter den gegenwärtigen schwierigen Verhältnissen fast unmöglich ist. Reben anderen Erwägungen war auch der Gedanke für die Rücksiellung ausschlaggebend, daß soviele bedürftige Leute,
insbesondere aber eine Reihe von Heimkehrern nicht einmal über die allernötigste Wäsche verfügen, so daß es vielleicht doch nicht recht begriffen würde, wenn man sich trotzdem Mühe gäbe, die Kinder, die am Umzug teilnehmen mit der nötigen Garderobe auszustatten. So kam man einmütig zum Beschluß, für dieses Jahr auf den Christkindl=Umzug zu verzichten, ihn dafür jedoch bis zum nächsten Male mit aller Gründlichkeit vorznbereiten, hoffentlich unter günstigeren Zeitumständen, als wir sie gegenwärtig zu ertragen haben.
Vorstandssitzung!
Die Vorstandssitzung dieser Woche findet nicht wie gewöhnlich am Mittwoch, sondern erst am Donnerstag, um 17 Uhr. im Altmuttersaal statt. Alle Mitglieder werden eingeladen, pünktlich zu erscheinen.
Die Personen, die am Sonntag abends einen Schlitten und ein Paar Ski entwendeten und sie dann in einem Auto verstauten, sind auf der Gebirgsstraße hinter dem Gefangenenlager von Rum beobachtet worden. Man bittet, die Gegenstände Haydnplatz 8, 2. Etage, abzuliefern, andernfalls eine polizeiliche Verfolgung der Angelegenheit erfolgen müßte.