Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:12
- S.73
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Donnerotag, 20. Dezember 1945
Tiroler Tageszeilung
Nr. 153 Seite 3
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Sonderzuteilung von Lebensmitten
Anläßlich der Feiertage zur Jahreswende werden abgegeben:
200 g Fleisch an Normalverbraucher aller Altersstufen auf die Abschnitte 12 und 18 je 100 g — an Teilselbstversorger in Butter aller Atersstufen auf die Abschnitte 112 und 118 je 100 g — auf die Fleischkarte der landwirtschaftlichen Selbstversorger auf die Abschnitte 412 und 418 je 100 g.
100 g Käse an Normalverbraucher aller Altersstufen auf den Abschnitt 47 — an Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten aller Altersstufen auf den Abschnitt 247.
1 Dose Sardinen an Normalverbraucher aller Altersstufen auf den Abschnitt 65.— an Teilselbstversorger in Butter aller Altersstufen auf den Abschnitt 165 — an Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten aller Altersstufen auf den Abschnitt 265 — an landwirtschaftliche Selbstversorger aller Altersstufen auf den Abschnitt 365.
230 ig Marmelade an Normalverbraucher: Jugendliche von 6 bis 18 Jahren und Kinder von 0 bis 6 Jahren auf den Abschnitt 66 — an Teilselbstversorger in Fleisch und Schlachtfetten: Ju
gendliche von 6 bis 18 Jahren und Kinder von 0 bis 6 Jahren auf den Abschnitt 266. — Für die Stadt Innsbruck wird Sonderregelung be
kanntgegeben.
Trockeneier an Normalverbraücher: Kinder von 0 bis 6 Jahren auf den Abschnitt 68.
50 g Tee an Normalverbraucher: Erwachsene über 18 Jahre. Vorbestellung auf den Abschnitt
Die Ausgabe wird durch Pressebekanntgabe kundgemacht.
200 g Feigen an Kinder von 0 bis 6 Jahren aller Verbrauchergruppen auf die Abschnitte K 67, K 167, K 267, SV—K, 367.
1 Stück Zitrone an Erwächsene über 18 Jahren aller Verbrauchergruppen auf die Abschnitte E 69, E 169, E 269, SV—E 369.
1 Stück Zwiebel an Normalverbraucher aller Altersstufen auf die Abschnitte 71.
Die Lebensmittel werden im Rahmen der Auslieferungsmöglichkeiten im Verlauf dieser Zuteilungsperiode an die Verbraucher ausgegeben.
Die Kleinverteiler haben die Vorbestellabschnitte über Tee (E. 70) bis längstens 28. Dezember 1945 dem zuständigen Ernährungsamt vorzulegen. Dieses wird die Zuteilung veranlassen.
Die übrigen Abschnitte (Fleisch, Käse, Sardinen, Marmelade, Trockenei, Feigen, Zitronen und Zwiebel) sind, wie üblich, getrennt von einander aufzukleben und mit den Bedarfsnachweifür die 8. Zuteilungsperiode dem Ernährungsamt zur Abrechnung vorzulegen.
Wie fahre ich Ski?
Am 18. Dezember fand in Innsbruck unter dem Vorsitz des Bezirkshauptmannes Hofrat Dr. Reicher eine Bürgermeisterversammlung für den politischen Bezirk Innsbruck=Land statt, an welcher der Gouverneur von Tirol, Dutheil, teilnahm. Nach Begrüßung des Gouverneurs, des Landesrates Muigg und der übrigen Anwesenden durch den Bezirkshaupenann, wies derselbe in kurzen Worten auf die Bedeutung der Wahlen hin und dankte den Bürgermeistern für die klag lose Abwicklung der Wahlen. Hierauf ergriff der Landesgouverneur Dutheil das Wort und führte folgendes aus:
Die Einflußnahme der französischen Behörden auf die österreichische Verwaltung sei nicht als #rolle aufzufassen, sondern im Sinne der Mleistung, des guten Rates sowie der Sichemig der Rechte Frankreichs und der Alliierten.
De Franzosen seien nicht als Sieger gekommen,
Psondern als Freunde. Alle unliebsamen Vorfälle, die hie und da nicht gänzlich zu vermeiden seien, wären der Militärbezirksverwaltung zu melden, deren Chef Hauptmann von Türkheim das Nötige veranlassen werde. Eine Verminderung der Besatzung sei zum Teil schon erfolgt, eine weitere werde nachsol
igen, sobald Gendarmerie und Polizei in der Lage sind, ihre volle Tätigkeit auszuüben. Die Kriegshefangenen seien zuerst als Kriegsgefangene der Deutschen Wehrmacht behandelt worden.
Später sei eine Differenzierung eingetreten, insbesondere bezüglich der Entlassung der österreichischen Kriegsgefangenen, die zuerst von allen Alliierten durch die Franzosen erfolgt sei. Die * Bürgermeister mögen mit den Heimkehrern sprechen. und etwaige Beobachtungen an den BeTzirksgouverneur Hauptmann von Türkheim wei
tergeben, der gerne bereit sei, in Gemeinden vorzusprechen, in denen eine größere Anzahl von Heimkehrern eingetroffen sei.
Der an Jahren älteste Bürgermeister Johann zirkshaup
Haselwanter von Aldrans dankte hierauf neuen in. Kraft getretenen Gesetze der provisoriHerrn Gouverneur Dutheil für sein Erscheinens"schen Staatsregierung und besprach unter reger und daß dadurch den Bürgermeistern Gelegenheit! Veteiligung der Bürgermeister verschiedene angboten wurde, persönlich ihre Wünsche vorzu= dere Gegenstände, wie Fürsorgemaßnahmen, bringen. Auch er Bürgermeister von Aldrans Geldumwechslung durch die Gemeinden, polizeiwies auf die große Bedeutung der durchgeführten liche Maßnahmen u. a.
Wahlen hin und erinnerte, daß das österreichische Volk dadurch gezeigt habe, daß es sich selbst verwalten könne. Mehrere Bürgermeister anderer Gemeinden, und zwar Wessiak (Steinach a. Br.), Lindacher (Telfs), Niederkofler
(Kematen) und Schwarz (Volders) brachten dann die Wünsche bezüglich Erleichterung der Einquartierung, Wegschaffung der Fremden aus Österreich vor und dankten der Militärregierung für das in vielen Fällen erwiesene Entgegenkommen.
Zu den vorgebrachten Wünschen nahm dann auch noch der Bezirksgonverneur, Hauptmann von Türkheim Stellung und bewies hiebei größtes Verständnis für österreichische Verwaltungsund Wirtschaftsfragen. Er führte aus, daß die Verminderung der Brotrationen eine durch Streiks in Amerika hervorgerufene vorübergehende Maßnahme sei und regte Verbesserung der Tierzucht, insbesondere der Tiroler Haflinger Pferdezucht, an. In der Wechselrede, die sich bezüglich Ernährungs= und Wirtschaftsfragen und der Ablieferungspflicht ergab, griff auch Landesrat Muigg ein und betonte die Wichtigkeit der Ablieferungspflicht und erläuterte, welche Maßnahmen die Tiroler Landesregierung diesbezüglich ergriffen hat
Eine längere Diskussion entstand bei der Besprechung des von der provisorischen Stckatsregierung erlassenen vorläufigen Gemeindegesetzes. Der Bezirkshauptmann wies darauf hin, daß die alten österreichischen Gemeindegesetze wieder hergestellt wurden, wodurch der Gemeinderat wieder das beschließende, die Gemeindovorstehung, bzw. der Bürgermeister, das verwaltende Organ geworden sind und endgültig vom Führerprinzip abgegangen wurde
Landesrat Muigg erläuterte den Beschluß der Tiroler Landesregierung, daß die Gemeinden bis 1. Jänner 1946 zu konstituieren sind. Der Bezirkshauptmann gab sodann die übersicht über die
Im Rahmen der wöchentlichen Vortragsreihe des Hochschulinstituts für Leibesübungen Innsbruck sprach Herr Professor Schwenninger am 13. Dezember über „Die natürliche Fahrweise im Skilauf der Jugend“.
Die natürliche Fahrweise, sagte Prof. Schwenninger, die sich gleichzeitig mit dem natürlichen Turnen entwickeln muß, hat das Ziel, möglichst aus der Brauchform, aus der Alltagsbewegung des Menschen heraus die größte Fahrtsicherheit herzustellen. Ihre Lehrweise arbeitet daher nicht auf irgend eine Kunstform hin, sondern sie versucht mit möglichst wenig Bewegungsarten das einfach=beste Fahren zu erreichen. Die auszuführenden Bewegungen sollen die Fahrt beschleunigen, sie abbremsen oder eine Richtungsänderung bewirken. Als Lehrgüter, um dies zu erreichen, nannte Prof. Schwenninger den übungslauf in der Ebene, der auch im Jugendskilauf nie fehlen soll, die übungen zur Erlangung der Sicherheit in der Fallinie und die übungen, die zur Sicherheit auch im
schwierigsten Gelände führen.
Zu der seit einigen Jahren entstandenen Streit
frage, ob dabei die Stemmschule oder die Schwungschule vorzuziehen sei, vertrat Herr Professor Schwenninger eine vernünftige und klare Stellungnahme: Der Parallelschwung wirkt fahrtfördernd, aber er ist bei einzelnen Schneearten nicht so leicht durchführbar wie der Druckbogen, der durch ein kurzes Anstemmen eine Entlastungsvorlage bewirkt und damit zweckmäßiger ist. Auch ist der Temposchwung am Anfang nicht so leicht zu erlernen wie der Stemmbogen. Nach dem Grundsatz „Vom Leichten zum Schweren“ ist es daher vom Lehrer richtig, von der Stemmschule auszugehen. Nur darf er dann den Augenblick nicht übersehen, in dem die Jugend eine gewisse Fahrtsicherheit erlangt hat und nicht mehr abbremsen mag, sondern das Luftgefühl voll und ganz erleben
will.
Der Skilauf kann der Jugend in den Wintermonaten den Turnunterricht voll ersetzen, wenn er nicht zum reinsten Höchstleistungssport hin betrieben wird, sondern durch seine natürliche Fahrund Lehrweise dem Menschen das gibt, was er in der Leibeskultur sucht: Gesundheit und Freude.
Wie bereits erwähnt, findet der Christkindlmarkt am 21., 22. und 23. Dezember in der Umgebung des „Goldenen Dachls“ statt. Die Verkaufszeit ist täglich von 8 Uhr früh bis 20 Uhr. Mittagspause kann nach Belieben der einzelnen Aussteller gehalten werden. Die Standverteilung wurde im Einvernehmen mit dem Marktamt bereits durchgeführt. Die Marktfahrer werden daher gebeten, am Freitag, den 21. Dezember, um 8 Uhr, sich in der Herzog=Friedrich=Straße einzufinden, wo auf den einzelnen Ständen der Verteilung entsprechend Schilder mit den Namen der Aussteller angebracht sind. Allfällige Anfragen können an Ort und Stelle an Herrn Marktkommissär Zoller gerichtet werden, der die Einweisung persönlich leiten wird.
Am 16. Dezember vormittags wurden unmittelbar unter dem Schlicker Schartl zwei Skifahrer, und zwar Johann Bleichner und Ossi Riekabon a, beide aus Innsbruck, von einer kawine verschüttet. Bleichner gelang es, sich sellse Tas der Lawine zu befreien, während Riccabona Anigerissen und von hohen Schneemassen begraden wurde. Bleichner holte sofort Hilfe herbei und alle auf der Schlicker Alm anwesenden Skisahrer beteiligten sich an der Suche nach dem Vermglückten, konnten ihn jedoch bis zum Abend sicht finden. Am 17. Dezember früh wurde von zulpmes aus eine Rettungsexpedition unter Fühtung des Gend.=Raj.=Insp. Runggaldier und s Bergführers Vinzenz Bacher eingesetzt. kotz anstrengender, schwieriger Arbeit blieb auch dieser Expedition ein Erfolg
versagt. Deshalb ###urde noch am gleichen Tage der Bergungsnitungsdienst in Innsbruck angefordert. Er begann am 18. Dezember früh unter Führung von Sebastian Mariner mit zehn Skifahrern und nehreren Gendarmen die Bergungsarbeit. Auch ein Lawinenhund wurde verwendet. Diesem gelang es in kurzer Zeit, die Lage des Verunglückten festzustellen. Riccabona wurde als Leiche geund nach Fulpmes gebracht, von wo die 2. nach Innsbruck überführt wird.
Neue Briefmarken
Die derzeit umlaufenden Briefmarken der Posthorn=Serie werden ab 21. Dezember an den Schaltern der Postämter nicht mehr verkauft. Von diesem Tage an wird die Landschaftsserie der Briefmarken von der österreichischen Postverwaltung ausgegeben, vorerst in kleineren Mengen. Umtausch von Briefmarken der Posthornserie gegen solche der Landschaftsserie ist nicht erlaubt. Für die Freimachung von Briefen ist jedoch die Posthornserie weiter zugelassen.
Promotion. Am 12. Dezember =wurde an der Technischen Hochschule Graz Dipl.=Ing. Leonhard Bianchi vom Landeswirtschaftsamt Tirol zum Doktor der technischen Wissenschaften promoviert.
Einbrüche. In den letzten Nächten wurden in Pradl folgende Einbrüche verübt: In das Geschäft des Konsumvereines in der Knollerstraße, in ein Lebensmkttelmagazin in der Gumpstraße Nr. 36, und in ein Schuhwarengeschäft in der Langstraße 4. Entwendet wurden überall Lebensmittel, im Schuhgeschäft Schuhoberteile und Abfalleder. — Einem Angestellten wurde aus dem Hof Museumstraße 21 ein Motorrad, Marke Sachs=Meister, entwendet.
Kase neubrand in Landeck
Am 17. Dezember, um 17.45 Uhr, ist in der ehemaligen Standortkaserne in Landeck, in der sogenannten Pontlatzkaserne, ein Brand ausgebrochen, durch den der Dachstuhl des Gebäudes zur Gänze vernichtet und das Innere des Hauses stark beschädigt wurde. An der Löschaktion beteiligten sich die freiw. Feuerwehren von Landeck. und Zams und die Feuerwehr der UNRRA. Nach einundeinhalbstündiger anstrengender Arbeit war die Gefahr so weit gebannt, daß sich das Feuer nicht mehr weiter ausbreiten konnte. Der Brand dürfte durch Fahrlässigkeit entstanden sein. — Am 18. Dezember, um 19.15 Uhr, brach in Leins bei Arzl beim Bauern Alois Neururer in der Scheune ein Brand aus, der sich infolge starken Windes sehr rasch ausbreitete und in Kürze drei Häuser mit
Nebengebäuden und Stallungen in Schutt und Asche legte. Durch den Brand wurden sechs Parteien mit insgesamt 29 Personen dachlos. Die Brandursache konnte bisher nicht geklärt werden.
AV.=Vergrettungsdienst, Ortsstelle Innsbruck. Am Freitag, den 21. Dezember, findet ein Schulungsabend um 20 Uhr im Rathaus=Neubau statt. Thema: Praktische übung im Bau von behelfsmäßigen Rettungsschlitten. Erscheinen aller Rettungsmänner ist Pflicht.
Der „Bund der Opfer nationalsozialistischer Unterdrückung in Tirol“ hatte in der Tagespresse bekanntgegeben, daß am Sonntag, 16. Dez., im „Goldenen Bären“ in Hötting für die Kleinkinder von Mitgliedern unseres Bundes das Christkindl kommen würde. Schon lange vor 3 Uhr kamen die Mütter oder Väter mit den kleinen Knirpsen. Ein schneidiger Handharmonikamarsch, ausgeführt von acht Jugendlichen der Kapelle „Nogler“, er
# Dinbtbor: öffnete die Weihnachtsfeier Inzwischen hatten flei
tig keine Dipytyerieepidemie in Tirol ßige Hände einen Berg von schönen braunen und herrscht. Die Direction de la Santé Publique du appetitlichen Wuchteln und große Töpfe mit G. M. Autriche ist jederzeit in der Lage, allen Milchkaffee bereitgestellt, und während die junge
Weil sich, wie bereits mitgeteilt, der an sich so beliebte Christkindlmarkt aus verschiedenen Gründen dieses Jahr leider noch nicht wiederholen läßt, wurde bei der letzten gemeinschaftlichen Sitzung zwischen Freiheitsbewegung und Kulturinstitut beschlossen, den Christkindlmarkt mit einer zwar schlichten, aber dafür doch möglichst stimmungsvollen Weihnachtsfeier zu beenden. Für die Mitwirkung kommt das Bläserquartett in Frage, das auch während des Marktes am 21. und 22. Dez. abends seine Weisen aus der Loggia des Goldenen Dachl bläst. Neben anderem wird ein Männerchor Weihnachtslieder singen. Das genaue Programm steht morgen und übermorgen in den Tageszeitungen.
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Eine Erklärung des Landesgesundheitsdienstes Zu den verschiedenen völlig grundlosen Gerüchten, die derzeit in der französischen Okkupationszone in Österreich zirkulieren, gibt der Landesgesundheitsdienst im Einvernehmen mit der Direction da la Santé Publique du G. M. Autriche bekannt, daß gegenwär
Anforderungen nach Diphtherieheilserum zu entsprechen. Solche Anforderungen sind von den Arzten bzw. Apotheken an die Apothekerkammer zu senden, von ihr zur Vidierung und Weiterleitung dem Landesgesundheitsamte in Innsbruck vorzulegen.
Spende der Schweizer Kolonie in Innsbruck für Grins
Bei der Weihnachtsfeier am Samstag abende der Schweizer Kolonie wurde für die Abbrändler von. Grins eine Sammlung durchgkführt, die den ansehnlichen Betrag von RM 1000.— ergab.
Besinnliche Märchen — eine Weihnachtsfreude für unsere Kinder
Bücher gehören auf den Weihnachtstisch unserer Kinder — diesem Gedanken Rechnung tragend, schrieb Margarete Wechselhoferin eine reizende Sammlung „Besinnliche Märchen“. Das kleine Buch erscheint zwar in bescheidenem Gewand, auf nahezu mittelalterliche Weise vervielfältigt. Aber es war der Zweck, es noch vor Weihnachten zum Verkauf zu bringen und diese Absicht ist gelungen. Auch auf dem Christkindlmarkt wird es zu sehen sein, dies kleine Buch, das mit köstlicher Erzählergabe gestaltete Märchen enthält, die auch vom pädagogischen Standpunkte aus eine Bereicherung in der Tiroler Jugendliteratur darstellt Der junge Graphiker Richard Ragonig zeichnete mit viel Geschick und Kunstempfinden Bilder dazu. Dieses Bücherl sei auf das wärmste empfehlen. J.
P.
Tote
In Innsbruck starben: Maria Larcher, geb. Schreier, Bäuerin aus Pfons, 57 Jahre alt: Max Stern, Bauer aus Arzl bei Mühlau, 79 Jahre alt; Josef Stelzel, Bundesbahn=Oberrevident i. P., 70 Jahre alt.
In Kufstein starb Frau Eugenie Busic,
Musikkapelle Tiroler Weisen spielte, hieben die Kleinen fest ein. Daß es ihnen mundete, war an den Mengen zu sehen, die innerhalb kurzer Zeit verschwanden. Aber auch die kleinen Magen waren einmal voll und als Herr Major Marincovich erklärte, es falle auch ein Stücklein für die Großen ab, gab es einen freudigen Applaus. Frau Obmannstellvertreter und Vorsitzende des Damenkomitees, Frau Adele Obermair, begrüßte die Anwesenden und ermahnte die Kinder, durch Fleiß und sittsames Betragen in Elternhaus und Schule am Wiederaufbau unseres Vaterlandes ihr kleines Schärflein beizutragen. Das Christkind sei heuer arm, trotzdem komme es zu jenen Kindern, deren Eltern in den letzten Jahren in und außerhalb von KZ.= und Gefangenenlagern Not und Unrecht
erlitten hätten. Dann spielte die brave Jugend „Nogler“ wieder ein paar nette Weisen. Herzklopfen kännten sie nicht und ihr fröhliches Spiel fand abermals großen Beifall. Herr Major Marincovich erzählte in launigen, selbstverfaßten Versen, daß das Christkindlein heuer die Kinder vom Bund der Opfer ganz besonders beschenken wolle. Den Höhepunkt der Feier bildete die Entzündung des Christbaumes und das „Stille Nacht“. Abschließend wurden die Kinder durch das „Kasermandl“, das eigens von der Umbrüggleralm herabgestiegen war und vom Christkindl den Auftrag hatte, seine Gaben der Jugend des Bundes zu bringen, reichlich beschenkt. Allen jenen aber, die an der Vorbereitung und Aufführung der Feier Zeit und Arbeit aufgewendet haben, möge das Leuchten der
Kinderaugen der schönste Dank sein.
E. R. H.
Hall für die Abbrändler von Grins. Die Bezirks= und Stadtparteileitung der SVP. in Solbad Hall hat gleich nach Bekanntwerden der Brandkatastrophe eine Hilfsaktion für die Abbrändler von Grins eingeleitet, welche bei der bekannten Gebefreudigkeit der Haller bis zum heitigen Tag RM 9904.25 und reichliche Sachspenden ergeben hat. Den Spendern von Hall ind Absam ein herzliches „Vergelt"s Gott!“ Ganz
In Kufstein starb Frau Eugenie Busic, besonders verdient u a die künfte MädchenRegierungsratswitwe, 70 Jahre alt; die Leiche klasse von Absam hervorgehoben zu werden, wurde zur Beerdigung nach Innsbruck überführt. welche ihre Spende von RM 400.— mit einem Im Lager Lons le Saurier (Jura, Frankreich) Schreiben folgenden Inhaltes eingeschickt hat: starb im August im 21. Lebensjahr Oberjäger Ro= „Frohen Gruß den armen Grinser Kindern vom bert Recheis aus Thaur. Der Sterbegottes= Absamer Nikolaus!“
dienst findet am 28. Dezember in der Pfarrkirche zu Thaur statt.
Dohen eines schweren Kriegsleidens unaufgeforderte Cinsendungen werden
einem Inft.=Rgt., im 48. Lebensjahre auf dem von der Schriftleitung der „Tiroler Tages
Heimweg gestorben. zeitung“ nicht zurückgereicht.
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