Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 4 Nr 154
Tiroler Tageszeitung
Freitag. 21 Dezember 1945
Amtiche Mittellungen
Das Ungarische Rote Kreuz teilt mit: Radio Wien gibt jeden Mittwoch, um 14.15 bis 14.45 Uhr, Sendungen in ungarischer Sprache Ab 1. Jänner kann man RadioSendungen nach Budapestkübermitteln. Diese sollen schriftlich an die Rebenstelle der Delegation Innsbruck, Innstraße 36, eingereicht werden.
Das Landesinvalidenamt für Tirol bleibt vom 23. Dezember bis einschließlich 1. Jänner 1946 für den Parteienverkehr gänzlich geschlossen. Ab 2. Jänner 1946 wird der Parteienverkehr an allen Werktagen von 8 bis 12 Uhr festgesetzt.
THEATER UND KUNST
„Der eingebildete Kranke“
Zur Erstaufführung im Landestheater Innsbruck am 22. Dezember Von Stefan Hlawa „Im Gegenwärtigen Vergangenes.“ Goethe.
Der Anachronismus befreit die ewigen Ideen vom Staub des Historischen. Er ist die Waffe des Lebens gegen den geistigen Tod. — Betrachtet die Bilder Memlings oder Burnacinis Figurinen des großen barocken aters! — Hier wie dort erscheinen die handelnden Personen im Gewand zweier Zeiten. Das Hauptthema, vorgestellt von den Heiligen — bestimmt gewöhnlich den klassischen Fall der Gewänder, mithin den historisch gebundenen Duktus der Falten, während die Melodie des Seitenthemas von den Gruppen der Ritter, Stifter und Gründer im Gewand ihrer damaligen Gegenwart zum Ausdruck gebracht wird. Bei den Figuren des Barock gehen die modisch=zeitlichen Elemente oft vollends ineinander über und ergeben die strahlenden Höhepunkte der Verschmelzung
zweier weitgetrennter Jahrhunderte in den Göttern und Helden eines Rubens und Tiepolo.
Das geistige Ferment des anachronistischen Wollens entreißt das ewig Bedeutende eines Geschehens, oder einer Idee immer wieder der chistorischen Verkalkung, indem es beide mit dem Blut des gegenwärtigen Lebens durchpulst. Optisch erscheint dieser Vorgang eben als — oft scheinbar widersprüchig — Gegenüberstellung zweier Moden und Architekturen. — Ich sage widersprüchig und meine damit eine bestimmte reizvolle Facette des Anachronismus. eines seiner satirischen Kunstmittel, welches in der Posse, ohne pietätlos zu sein, wohl angewendet werden kann. Der Ursprung des Kunstwillens, nämlich der Wille zur Verlebendigung ist der gleiche, wie z. B. beim Drama, oder der Komödie, aber die Methodik ist eine andere. Hier ist nicht zu verschmelzen und
aufzulösen, sondern durch die geschmackvolle Dissonanz oder sogar Diskrepanz zu wirken.
Das Ewige am Thema des „Eingebildeten Kranken“ ist, abgesehen vom Genie seines Dichters, welches zeitlos ist, die zu allen Zeiten existente Hypochondrie irgend eines Menschen. Monsieur Argan ist das unübertreffliche, prachtvolle Symbol aller eingebildeten Kranken vor und nach ihm, durch alle Zeiträume. Wir kennen ihn alle, jeder hat ihn irgendwo erlebt, vielleicht waren wir es manchmal selbst. Argan aber ist die platonische Idee aller dieser Einzelfälle — ewig und deshalb durch und durch heutig.
Ebenso immerwährend heutig ist der überlegene gallige
Spott eine oßen Dichters über die Auswüchse der Dummheit Bewand irgend einer Orthodoxie. Dieser große Spott irkt wie ein geistiges Purgat über allensonstigen, eher materiellen Purgativen dieses Stückes. — Was dann noch übrig bleibt, ist — neben dem gleichfalls ewigen Motiv der Liebe — die barocke Fassade, in deren Umwandung das unvergängliche Herz des genialen Moliere geschlagen hat. — Wir meinen, diesem großen Mann und seinem Werk nicht besser dienen zu können als durch die bloße Andeutung der barocken Elemente und das Vermengen dieser mit dem optisch Gegenwärtigen. so auch irgendwie den Stil der Stegreifszenen der damaligen Commedia dell Arte berührend.
Alles in allem: Wir glauben nicht, daß es die rechte Ehrfurcht ist, große Werke des Theaters gleichsam in der Vitrine zu betrachten. Sie sind vielmehr dazu gemacht, immer wieder wie ein Ball ins Meer des Lebens geworfen zu werden, um aus diesem — von einem Schleier schimmerder junger Tropfen überflossen — aufzutauchen und sieghaft auf ihm zu schweben.
Man muß mit den Schauspielern tanzen, lachen und weinen, um dem Dichter die Ehre anzutun, die ihm gebührt.
Verbindet Gegenwärtiges mit Vergangenem — und ihr erhaltet die Werke des Dichters am Leben.
Lebendiges Theater! Und ihr gebt dem Dichter den schönsten Dank.
Kirchenmusik in St. Rikolaus. Am Sonntag, den 23. Dezember, 5 Uhr ein Advents= und Weihnachtssingen. Ausführende: Ein geistl. Sprecher, der Kirchenchor, der Organist, eine Blockflötengruppe und ein kleines Orchester. Von den Darbietungen sind u. a. ein „Gloria“ Jubel von Joh. Ad. Hasse und alte Tiroler Krippenlieder zu nennen. — In der Christnacht: Missa „Oriens er alto“ von Filke; um 8.30 Uhr am 1. Feiertag: Cäcilien=Messe von Wöß. Proprien choraliter, Offertoriumseinlage in beiden Amtern: „Transeamus“ von Schnabel.
Tiroler Puppenspiele, Gasthof „Templ“. Am 22., 23., 25., 26. und 27. Dezember um 14 und 16 Uhr kommt im Gasthof „Templ“ „Das Christkind im Bergdorf“ zur Aufführung.
Theaterspiel in Hall. Richt nur in der Landeshauptstadt. sondern auch im benachbarten Hall wird der Theatermuse gehuldigt. Herr Ludwig Walder, Schuhmachermeister —. ein Hans Sachs in neuer Auflage — hat auf der Gesellenhausbühne mit seinem bewährten Ensemble schon zwei Spiele mit früher nie erreichtem Erfolge gegeben. Es sind die beiden Volksschauspiele „Im Austragstüberl“ und „Dominik, was nun?“. Das erste wurde sechsmal bei ausverkauftem Saal gegeben, das zweite fünfmal, dürfte aber noch Wiederholungen finden. Soeben wird das ergreifende Volksstück „Der Föhn“ geprobt. Die Aufführungen werden am Sonntag, 23., Mittwoch, 26., Sonntag, 30. Dezember und am Neujahrstag, jedesmal um 8 Uhr abends, stattfinden. Der Kartenvorverkauf ist jedesmal
am Vorabend und am Vormittag des Spieltages an der Kasse des Gesellenvereinshauses. Hervorgehoben zu werden verdienen die drei neuen, geradezu reizenden Bühnenszenerien, welche Maler Wilhelm Ghetta entworfen und gemalt hat. Ghetta, ein Haller von Geburt und ehemaliges Gesellenvereinsmitglied und selbst Theaterspieler, der sich in komischen Rollen glänzend bewährte, hat sich seit Kriegsende in Fügen im Zillertal als Maler und Anstreicher etabliert, ist aber zur Anfertigung der Bühnenbilder eigens nach Hall gekommen.
Fir.
Wohltätigkeits=Kirchenkonzert des Stadtpfarrchores Kufstein=Zell zu Gunsten der Pfarrkaritas am 2. Dez. in dei Stadtpfarrkirche Kufstein. Ein reiches, sinnig ausgewähltes Programm, sorgfältig vorbereitet und einstudiert, prächtig ausgeführt — das ist vorweg zu sagen. Chor Orgel und Orchester klangen gut und rein zusammen; im Adventdämmer der Kirche wirkten die Darbietungen in seltsam=ergreifender Weise, die allen Harm, die Sorgen des Alltags vergessen ließen und darüber in hoffnungsreicher Fülle hinwegströmten. Wie Lichter am Adventkranz flammten die Solostimmen über dem Gewoge der begleitenden Chöre und Instrumente, ehern fügte die Orgel ihre brausenden Fundamente; wohl alle Anwesenden schlossen in adventlich=weihevoller Stimmuna ihre Herzen
auf und entbrannten das warme Licht erbarmender Nächstenliebe. Starke Kräfte stellten sich in den guten Dienst. Die HausSolistin, Fräul. Wietek, brachte ihre bewährte Kunst im „Deutschen Weihnachtslied“ (J. H. Dietrich) und im weihevollen „Sanctus=Benedictus“ (Weihnachtsmesse Ch. L. Kagerer) sowie mit der immer wieder gerne gehörten Altistin Frau Elsa Sappl in der „Christ=Motette“ (W v. Baußnern) voll zur Geltung. Freudig begrüßten wir nach langem Pausieren das Mitwirken von Frau F. Krumböck, deren edler Sopran in „Christus der Kinderfreund“, „Die Könige“ und „Christkind“ (sämtliche von P. Cornelius) warm erstrahlte wie ehedem. Gespannt waren wir auf Herrn Josef Holzhammer, Konzertsänger aus Innsbruck, der die Erwartungen durch ausgeglichene und
warme Wiedergabe Bach= und Beethovenscher Meisterwerke vollauf rechtfertigte und erfüllte. — Auch das Volkstum kam zu Wort in dem Anklöpfel=Lied „Wer klopfet an“, von F. B. Kirchmair charakteristisch und mit einem Schuß Humor trefflich bearbeitet, worin Fräulein Wietek und Herr Holzhammer — Herrn Lanziner nicht zu vergessen —, wieder ihr Bestes gaben. Ebenso dürfen die Altsolistin Frau Dag und Herr Wurnig nicht unerwähnt hleiben. Letzterer erledigte sich seines Klarinettenpartes in tadelloser Form und trug durch dessen pastorale Form viel bei zur weihnachtlichen Stimmung. H. H. Prof. Köhle stützte und füllte den ganzen Klangkörper mit den Klängen der Orgel, die er dienstwillig meisierte. Über allem schwebte der führende und mahnende, befeuernde und
dämpfende Zauberstab des Chordirektors F. B. Kirchmair, dem wir nun schon das zweite Kirchenkonzert zu Gunsten der Pfarrkaritas verdanken. Auch diesmal war der beabsichtigte Erfolg wieder gut. — Die Pfarrarmen sagen: „Vergelts=Gott!“ Die zahlreichen Besucher, und gewiß auch die französischen Gäste konnten eine Stunde besinnlicher Einkehr und Sammlung dankend erleben.
Literatur und Wissenschaft
Die Akademie der Wissenschaften in Wien wird, vom Jahre 1946 angefangen, alljährlich eine Veröffentlichung über die Zusammensetzung aller wissenschaftlichen Einrichtungen und Körperschaften Österreichs unter dem, Titel „Jahrbuch der österreichischen Wissenschaft“ herausgeben Alle wissenschaftlichen Institutionen (Archive, Bibliotheken die Akademie der Wissenschaften in Wien, I., Universitätsanstalten u. dgl.) und wissenschaftlichen Vereine, die in dieses „Jahrbuch“ aufgenommen werden sollen und noch keinen Fragebogen erhalten haben, werden gebeten, sich an die Akademie der Wissenschaften in Wien I., Universitätsplatz 2, um Zusendung eines Fragebogens für die Aufnahme der sie betreffenden Angaben zu wenden. Ebenso sollen die wissenschaftlichen
Verlage und Produktionsfirmen in dieses „Jahrbuch“ aufgenommen werden, auch an sie ergeht das Ansuchen um Anmeldung hiefür.
WOHIN HEHTE!
Freitag, den 21. Dezember
Theater:
Landestheater: 20 Uhr: „Polenblut“, Helena: Gtell Theimer als Gast
Filme:
Kammer: „Hab" mich lieb“ (Wo. 2, 4, 6, So. 1, 6) Zentral: „Frau meiner Träume“
Triumph: „Romanze in Moll“
Laurin: „Späte Liebe“ (letzter Tag)
Löwen: „Die heimliche Gräfin“
Hall: „Sommerliebe“. Fulpmes: „Via mala“
Seefeld: „Sieben Jahre Glück“
Jenbach: „Wir machen Musik“
Kramsach: „Schüsse in Kabine 7“
Kufstein: Egger: „Der rettende Engel“
Kufstein: Hirschen: „Sophienlund“
Hopfgarten: „Die goldene Stadt“
Kitzbühel: „Trura“
St. Johann: „Ein Mann für meine Frau“ Schwaz: „Frauen sind doch bessere Diplomaten“
Wattens: „Der Engel mit dem Saitenspiel“ Landeck: „Wiener Blut“
Ehrwald: „Der ewige Klang“
RADIOINNSBRHCK
Freitag, 21. Dezember
17.30 Unterhaltungsmusik (Schallplatten, Innsbruck).
18.00 Literarische Sendung. Weihnachtsbräuche — Andreas Reischek. 18.30 Neues vom Tage (Innsbruck). 18.45 Weihnachtliche Musik. Berliner Lehrergesangverein, Dirigent Prof. Hugo Rüdel. 19.00 Osterr. Nachrichtendienst. 19.15 Natur und Kunst — Dr. Alfons Blankensteiner (Innsbruck). 19.30 Paris, franz, Nachrichten. 19.45 Österr. Presseschau. 19.55 5 Minuten Französisch (Wiederholung).
20.00 Unterhaltungskonzert des Funkorchesters. 21.30 Courrier de la grande France. 21.45 5 Minuten praktisches Deutsch (Wiederholung). 21.50 Emission variets francaise. 22.15 Programmvorschau. 22.20 Unterhaltungskonzert von Schallplatten, am Flügel verbunden von Otto Stockhammer. 23.20 Suchmeldungen. 24.00 Paris, franz. Nachrichten.
AUS DER BERGWELT
Raturfreundehütten. Zu den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr geöffnet und einfach bewirtschaftete Hütten: wildalpe in den Kitzbüheler Alpen; Anton=Graf=Hütte, Wildschönau bei Wörgl; Naturfreundehaus auf Ebnet bei Jenbach; Sattelberghütte bei Gries a. Brenner (Anfrage in d. Sattelalm); Haller Naturfreundehaus, Schlüssel bei Jaksch, Hall, Schmidtgasse 30/II. Gesperrt bleiben: Tribulaunhütte, Padasierjochhaus, Kaisertalhütte und Säulinghaus.
KEEINE ANZENEN
Suchaktion
Welcher Kamerad v. Heimkehrertransport am 29. 10. aus Kärnten kann Auskunft geben über Fw. Josef Enthofer aus Bruck im Zillertal! Fp. 41471 B. Jos. Enthofer, Schwarzenberger i. Bruck, Zillertal, Post Schlitters. 4-0962
Auskunft erbeten über Verbleib des Schützen Peter Brunner, letzte Nachricht v. Jänner 44 aus Ziesen-Königswusterhausen. Toni Gautsch, Kirchberg I/119, Tirol.
4-948
Bitte zurückgekehrte Kameraden um Nachricht über meinen Sohn Alfons Grill, Geb.-JIg., eingesetzt am 27. 4. in Fohrlurg, und über seinen Bruder Obgf. Sepp Grill, Fp. 52708, Lgpa. Berlin, letzte Post vom 4. 3. Franz Grill, Telfs, Tirol, Rosengasse 216. 4-945
Bitte zurückgekehrte Kameraden um Auskunft über meinen Sohn Obgf. Josef Staud, Fp. 03163, letzte Nachricht v. 18. März 44 v. d. Kandalaskafront. Familie Alois Staud, Schmirn 15, Post St. Jodok. 4-940
Heimkehrende Kameraden werden um Auskunft gebeten über unseren Sohn Franz Garber, letzte Nachricht v. 20. 3. aus Swinemünde, Pommern. Familie Garber, Klöpflstaudach bei Zell am Ziller, Tirol. 4-936
Jener Soldat, welcher vor zirka 1 Monat Kiechl, Natters, antelephonierte, wird gebeten, sich bei Franz Kiechl, Wagnerei, Natters, zu melden oder seine Adresse bekanntzugeben. 4-931
Welcher Heimkehrer kann Ausk. geben über meinen Bruder Uffz. Franz Vogelsberger, Gren.-Ers.Btl. 37, Marschkomp., OsnabrückHaste! Wurde Ende Jänner von Osnabrück abgestellt nach dem Osten. Letzte Nachricht v. 12. 2. aus Pillau. Mathilde Vogelsberger, Eben 7 am Achensee. 4-929
Welcher Heimkehrer der Fp. 10958B kann Auskunft geben über meinen Mann Gf. Karl Lindner, seit Juni 44 an der Beresina vermißt? Ilse Lindner, Schwaz, Hußlstr. 38.
4-916
Wer kann Auskunft geben über Uffz. Leopold Kronecker, geb. 1905, Fp. 369991 Letzte Nachricht im Jänner aus Thorn, WestpreuBen. an d. Weichsel; war Schreiber in einem Feldlazarett für Leichtverwund. Resi Kronecker Hopfgarten Markt, Tirol. 4-462
Ohgf Helnz Corazza, Fp. 41070, Einsatzgegend Altvater Riesengebirge. Kriegsberichter bei einer Panzer-Prop. Komp. Armeegruppe Heinriei, letzte Nachricht v. 4. April von Lindewiese, gesucht von Ing. Corazza, dzt. Telfes im Stubai 70. Kameraden werden um briefl., telegr. oder persönliche Nachricht gebeten. Auslagen werden ersetzt.
Dipl.-Ing. Erich Corazza gesucht, letzte Nachricht Ende Juli 1945 a. Lager Lochotine bei Pilsen; CSR. Kameraden (ev. auch aus dem Lager Weiden) werden um briefl., telegr. oder persönliche Nachricht über ihn gebeten an seine Frau Gerda Corazza, dzt. Telfes im Stubai 70. 4-965
Welcher Heimkehrer kann Ausk. geben über Albert Leutschacher, geb. 1918, Fp. 04695 B, letzte Post vom 21. 4. aus Oberschlesien? Nachricht an Frau Hilda Leutschacher, Stans 65 bei Schwaz.
4-992
Kameraden, die etwas wissen über meinen einzigen Sohn Uffz. Walter Zehenter, welcher am 10. Sept. 1944 in Belgien im Raume Hechtel in englische Gefangenschaft gekommen ist, werden gebeten, zu mir zu kommen. Seine Mutter Olga Zehenter, Innsbruck, Kiebachgasse 2/III. 4-466.
Welcher Heimkehrer kann Ausk.
geben über meinen Mann Uffz.
runo Jechura, Fp. 27822, zuletzt Insel Storfosen bei Drontheim! Frau Marta Jechura, Hall, Samerweg 37. 4-913
Wer kann Auskunft geben über Verbleib meines Mannes Schütze Johann Kopvlkiewiez, Ers.- und Ausb.-Batl. (M) 298, Edlingen. Untersteiermark! Maria Kopylkiewicz, Neu-Arzl 209 bei Innsbruck.
4-980
Welcher Heimkehrer kann Ausk. geben über Leo Grüner, geb. 1923, Fp. 67708 D. vermißt seit 30. 1. 45 bei Neu-Wiersewitz, Schlesien! Nachrichten erbittet Fam. Grüner bei Hilda Mölk, Innsbruck, Ing.-Etzel-Str. (Bäckerei und Lebensmittelhandlung). 4-994
Welcher Heimkehrer kann Ausk. geben über Hauptwachtmeister Johann Helm, geb. i. Uderns, Zillertal, letzte Nachricht Juli 1945 Lager Fohr, Italien! Lisi Helm, Innsbruck, Josef-Pöll-Straße 18.
4-996
Gf. Max Rauch, geb. 1924, Fp. 06439 Wa., zuletzt i. Cilli. Jugoslawien. Nachr. erbittet Maria Rauch, Gasthaus „Stern“, Zell a. Ziller.
4-1000
Offene Stellen
Die Einstellung von Arbeitskräften sowie die Annahme einer Stelle Ist an die Zustlmmung des zuständigen Arbeitsamtes gebunden.
Verläßliches, arbeitsames, älteres Ehepaar als Hausmeister gesucht. Gabriele Futscher, Brunecker Straße 2/II. 5-917
Knecht und Magd wird gesucht.
Betz. Egerthof, Igls. 5-924
Bauernknecht ab Neujahr für ganzjährig gesucht. Alpengasthof Haggen, Sellrain. 5-976
Feldmagd wird gesucht. Franz Steffan, Aldrans, bei Metzgerei Brunner. 5-920
Kinder- und ordnungsliebendes Mädchen, nicht unter 30 Jahren, das gut bürgerlich kochen und etwas nähen kann, wird für Geschäftshaushalt bei guten Bedin
gungen auf 1. Jänner gesucht.
rau Schick, Schwaz, Fuggergasse 6. 5-963
Kindermädchen zu ehestem Eintritt gesucht. Dr. Josef Fink, Volderwildbad, Post Volders.
5-928
Mädehen gesetzten Alters oder Frau für Haushalt von franz. Offiziers-Ehepaar gesucht. Neues Landhaus, Zimmer 538, Hubinois.
5-930
Hausgehllfin sucht Ketzler, Meraner Straße 1 (Fotoatelier). 5-949 Verläßlicher Fütterer und Melker, der auch mit Pferden umgehen kann, für sofort gesucht. Fleischerei Murr, St. Anton a. Arlberg. 5-997

Die Einstellung von Arbeitskräf ten sowie die Annahme einer StellIst an die Zustimmung des zustän digen Arbeitsamtes gebunden.
Altere Dr. phll., Flüchtling, ital. Muttersprache, französische Prüfung, englisch, spanisch, Schriftstellerei, archivalische Praxis, sucht Arbeit (auch Flickerei). Hotel Westbahnhof, 7. 6-990
Welches Elektro-Unternehmen nimmt leichtkriegsbeschädigten älteren Umschulungsschüler der Hochschule (Elektr.) auf! Für kleinere Reparaturen (Haushaltsgeräte usw.) sofort einsatzbereit. A. S. Kohnhofer, Innsbruck. Pradler Straße 8/II. 6-971
Modezelehnerin, perfekt in allen Büroarbeiten, Stenogr. und Maschinschreiben, engl., franz. Sprachkenntnisse, sucht passenden Wirkungskreis. Vill 14 bei Huber. 6-986
Heimkehrer sucht gute Stellung als Kraftfahrer, 7jähr. Fahrpraxis, 27 Jahre. Koziolek, Schwaz. Café „Central“. 6-967
Zu mieten gesucht u
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Zimmer oder Kabinett von ruhigem Schüler vom Land gesucht. Tel. 7/2971. 8.939
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Gasthof Buchhof, Berg Isel. Die durch Bomben teilweise beschädigte Veranda ist neu hergerichtet und ist am Heiligen Tag und Stefanstag geöffnet. 16-8#