Tiroler Tageszeitung 1945

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Samstag, 22. Dezember 1945
Tiroler Tageszeitung
Nr. 155 Seite 3
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Geschäftszeit für die Feiertage und zur Jahreswende
Im Einvernehmen mit der Landesregierung wurden folgende Geschäftszeiten für die Weihnachtsfeiertage festgesetzt.
Am Goldenen Sonntag halten die Lebensmittel sowie Milchgeschäfte normal am Vormittag und von 14 bis 17 Uhr offen. Fleischhauer nur vormittags, Bäcker können ihren Betrieb an diesem Tage geschlossen halten Von Sonntag auf Montag wurde das Nachtbackverbot für diese Betriebe aufgehoben.
Am Montag halten alle Geschäfte normal am Vormittag und Nachmittag von 14 bis 17 Uhr offen. Lebensmittelgeschäfte mit Milchausschank geben die Milch für den Christtag bereits am Montag aus. Die Gaststätten schließen um 18 Uhr Am ersten Weihnachtsfeiertag besteht allgemeine Geschäftssperre. Am zweiten Weihnachtsfeiertag können alle Versorgungsbetriebe geschlossen halten, mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte mit Nilchausschank, die normalen Sonntagsdienst durchführen.
Für Silvester wurde folgende Regelung ge
Alle obengenannten Betriebe halten am Montag bis 17 Uhr offen. Der Neujahrstag ist für alle beschäfte Ruhetag, während Mittwoch wieder in auen Lebensmittelgeschäften normaler Betrieb herrscht. *
Schalterdienst der Innsbrucker Geldinstitute
Die Innsbrucker Geldinstitute sind am 24 Dezember (Heiliger Abend) von 9 bis 11 Uhr nur für Lohnzahlungen geöffnet. Am 27. und 28 Dezember ist normaler Schalterdienst, vom 29 Dezember bis einschließlich 1. Januar sind die Geldinstitute wegen interner Arbeiten geschlossen *
Die Wannen= und Brausebäder in der Salurner Straße (Dampfbad) sind am Montag, den 24. Dezember und Montag, den 31. Dezember in der Zeit von 8 bis 13 Uhr geöffnet.
Friedensglocken in Schönberg
Nun erlebte auch die kleine Gemeinde Schönberg, zu Beginn des Stubaitae“ ge) vielen anderen Tiroler Gemeinden ihren Freudentag Glockeneinzug!
In einem schönen, künstlerisch ausgestatteten Einladungsschreiben waren die Festgäste aus Innsbruck und die Gemeinde für den 20. Dezem der zum Empfang des neuen Geläutes gebeten Schon lange, bevor man die von starken Pferden gezogenen, bändergeschmückten Wagen mit der kostbaren Last an der Einfahrt zum Stubaital von der Brennerstraße weg erblicken konnte, war alt und jung unter dem girlandengeschmückten Ehrenbogen am Eingang des Dorfes versammelt. Freude in allen Gesichtern, eifriges Reden und Fragen: „Kommen sie bald?“ „Nein, noch nicht!“ „Aber jetzt — jetzt sieht man sie!“
Da kommen sie auch schon. Pöllerschüsse hallen über die beinahe frühlingshaften Wiesen. In der goldenen Sonne blitzen und funkeln die metallenen Freudenbringer. Es ist eine wahre Lust, sie zu betrachten.
Die keuchenden Pferde stehen still, die Festgäste sammeln sich. Man sieht in ihrer Mitte, freundlich nach allen Seiten grüßend und mit vollster Aufmtsamkeit das feierliche Schauspiel verfolgend, M Bouverneur vom Bezirk, Capitäine Türkheim. Auch andere französische Offiziere nehnen an der Feier teil.
Ein kleines Trüppchen Tiroler Buben und Mädeln Schulmädchen sind ja die Patinen der „Großen“, die letzten Heimkehrer die Paten der „Kleinen“ — hat sich ungescheut in Positur gestellt. Sie heißen in gereimten, teils ernsten, teils launigen Worten Glocken und Gäste willkommen. Aus der großen Zahl dieser letzteren mit der hohen Geistlichkeit, Prälat Heinrich Schuler und Prior Dietrich von Wilten an
der Spitze, und den Bürgermeistern der Nachbargemeinden, sprechen nun nach der Begrüßung durch Herrn Bürgermeister von Schönberg, Sprenger, nacheinander der Herr Bezirkshauptmann von Innsbruck, Baron Dr. Reicher. der Landesbauernführer Landesrat Muigg und der Landesleiter der österreichischen Freiheitsbewegung Major Molling.
In allen Ansprachen kommt immer wieder Dank und Freude der Gemeinde für die Wohltat neuer Glocken und die tiefe Verpflichtung gegenüber dem Leitspruch des Ehrenbogens „Für Glaube und Heimat“ zum Ausdruck. Besonderer Dank wird ausgesprochen der hochherzigen Familie Knittel von Innsbruck für ihre namhafte Geldspende zur Errichtung des neuen Geläutes und der Familie Graßmayr, die mit ganzem Fleiß und ganzer Sorgfalt der edlen Glokkengießerkunst die neuen Glocken von Schönberg ins Leben gerufen hat. Beide Familien sind anwesend.
Nun formt sich unter dem klingenden Spiel der Schönberger Musikkapelle in schmucker Stubaier Tracht und ununterbrochenem Pöllerknall der Festzug, an reich geschmückten Häusern vorbei in die festlich gezierte Kirche. Nach Darbietungen des Kirchenchores hält Monsignore Prof. Dr. Kolb die tiefempfundene Festpredigt, in der er in klaren, prägnanten Worten auf die Bedeutung der Glocken im allgemeinen und jetzt nach den überstandenen Kriegsnöten im besonderen zu sprechen kommt. In der Heiligen Nacht werden sie zum erstenmal erklingen und ihre jungen Stimmen sollen Friedensstimmen sein, Mahner und Künder zum Frieden des Herzens, zum Frieden der Völker.
Es war eine Feier, die dem Wipptal alle Ehre macht. J.
Fettzuteilung
Für die dritte Woche der achten Zuteilungsriode werden 100 Gramm Fett auf folgende ei Abschnitte zu je 50 Gramm abgegeben: Noralverbraucher aller Altersstufen: Abschnitte 27 id 38; Fettkarte für landwirtschaftliche Selbstrsorger: Abschnitte 437 und 438.
Die Nazisäuberung in Innsbruck Häufig hört man in der Bevölkerung den Ausruch zitiert: „Die kleinen Nazi werden eingeerrt, die großen laufen noch herum.“ Bei näher Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse ergibt ch jedoch ein wesentlich anderes Bild. Wie uns in informierter Seite mitgeteilt wird befinden ch sämtlice Funktionäre der Gauitung von Tirol und der Kreisleitung von nnsbruck in Haft, soweit sie überhaupt erfaßu waren und sich nicht in irgend einem Gefanenenlager befinden, bzw. geflüchtet sind. Seit em Zusammenbruch des Nazistaates wurden in nnsbruck und Umgebung von österreichischer. merikanischer und franzosischer Seite fast 2900 azi verhaftet. Von diesen sind seither nur 805 ntlassen worden, es befinden sich derzeit noch 6 Nazi aus Innsbruck und
Umgebung, bzw ie hier ihren ständigen Wohnsitz hatten, in aft. Die Liste, auf der die verhafteten Innsrucker Naziführer mit kurzen Personaldäten nd kurzen Angaben über ihre en sind umfaßt 36 engbeschriebene Maschinenchriftseiten.
Arztlicher Sonntagsdienst (von Samstag, 12 Uhr nittags, bis Montag, 8 Uhr früh) Dr. fleischmann, Ordination Mühlau, Anton=Rauch
straße 25, Telephon 2454, Wohnung: Hötting. lausner Straße Nr. 6, Telephon 72151; Doktor franz Wörle, Adamgasse Nr. 11, Telephon Numner 4665.
Apotheken=Sonntags= und Nachtdienst für die
sommende Woche. Apotheke Zur Universität Krankenhaus= und. Saggen=Apotheke, Claudiatraße 4.
Der Tiroler Kriegsopferverband, Landesleitung.
gibt bekannt, daß von Montag, 24 Dezember bis 2. Jänner 1946 die Büros Bozner Platz 4 geschlossen bleiben.
Österr. Jugend Schwaz. Am gold. Sonntag, 23. Dezember, veranstaltet die Österr. Jugend im Saale des kath Gesellenhauses eine Weihnachtsfeier. Die Ordnung der
Feier umfaßt Weihnachtsmusik eines Kammertrios Tirole: rppenlieder und das Schwazer Krippenspiel, verfaßt und geleitet von Prof. Dr. Ludwig Knapp. Für die Jugend findet die Weihnachtsfeier um 3 Uhr nachm. statt; die Eltern und Erwachsenen erleben Weihnacht in der Feier um 8 Uhr abends. Dies ist die erste Weihnachtsfeier seit acht Jahren.
Die Russtellung des Bundes Itol
im Volkskunstmuseum
Die erstaunliche Vielfalt unseres künstlerischen Lebens in der kurzen Zeitspanne seit dem furchtbaren Zusammenbruch, ein wahrhafter Sieg des Geistes über die Trümmer der Materie, ist wieder bereichert worden: eine junge, strebsame, bodenständige Tiroler Künstlergruppe hat sich als erste innerhalb der Sektion des österreich Institutes für Kultur und Wissenschaft neugebildet und allen Schwieeigkeiten zum Trotz ihre Ausstellung in den Bängen des ersten Stockes im Tiroler Volkskunstmuseum eröffnet Man muß dem rührigen Leiter der Ausstellung, akad. Maler Oswald Haller, man muß auch der Direktion des Volkskunstmuseums, H. Dr. Jos. Ringler, für das Zustandekommen dieser ersten Bruppenschau nach dem Chaos dankbat sein. Die schönen, breiten, lichterfüllten
Bänge des ehemaligen Theresianums eignen sich nicht nur als Notlösung sondern wie kein anderer Raum unserer Stadt für derartige Ausstellungen bis der alte Traum der Tiroler Künstler, der Bau des Künstlerhauses, für den vor dem Anschluß sämtliche Mittel dank der Initiative von Altlandesrat Dr. Skorpil bereits gesammelt waren, endlich einmal in Erfüllung geht.
Der geschmackvolle, von Osw. Haller gestaltete Katalog der Ausstellung nennt 18 Mitglieder des Bundes und 7 Bäste deren Werken jeweils kurze biogr. Daten vorangestellt sind Ein besonderer Vorteil ist die nicht durcheinander numerierte sondern geschlossene Aufhängung der Bilder, wodurch das Profil jedes Künstlers schärfer hervortritt Der Freiheit des Schaffenden entspricht heute wieder die Freiheit des Beschauers in Anerkennung oder Ableenung wenn er mit Ehrfurcht und wirklichem Bemühen an die Kunstwerke herantritt und versucht sich über das Wesen und Wesentliche des Gezeigten klar zu werden.
Unter den Senioren der Ausstellung fällt vor allem der Zillertaler Friedrich Hell ins Auge durch seine berben, dunkeltönenden Berglandschaften, noch mehr durch
Österreichische Kriegsgefangene grüßen
Folgende österreichische Kriegsgefangene in englischen Lagern grüßen ihre Angehörigen in Tirol und Vorarlberg:
Ernst Schlechter grüßt Frau Maria Schlech ter, Lauterbach, Tirol. Alois Jöchl grüßt seinen Vater Josef Jöchl, Reith 63, Kitzbühel, Tirol Josef Karrer grüßt seine Frau Maria Karrer Weißach, Kufstein. Martin Fischer grüßt seine Eltern Alois Fischer, Ötzer Au bei Ötz. Friedric Pichler grüßt sinen Vater Simon Pichler, Brix egg. Josef Baumgartner grüßt seine Mutter Aloisia Baumgartner, Bamberg(Lienz. Rober: Hagen grüßt seinen Bruder Josef Hagen Lustenau, Vorarlberg. Anton Haid grüßt seine Eltern Anton Haid Innsbruck, Hunoldstraße 16 Nichael Flügl grüßt seine Eltern Alois Flügl Bludenz, Vorarlberg. Peter Ausberger grüßt
seine Schwester Anna Ausberger, Radfeld 36, Rattenberg. Josef Starjakob grüßt seine Frau Ottilie Starjakob Grins 50, Landeck. Vinzenz Fopichler grüßt seine Schwester Maria Fopichler, Bäckerei Eichner, Nieder=Olang, Südirol. Johann Wopfer grüßt seine Mutter Naria Wopfer, Wattenberg 53, Wattens. Emnerich Liebmeier grüßt seine Eltern Johann Liebmeier, Innsbruck. Schmerlingstraße 6. Adolf Weinzierl grüßt seine Frau und sein Kind Resi Weinzierl, Innsbruck, Schubertstraße 15. Beorg Württemberger grüßt seine Ehefrau und vier Kinder, Innsbruck, Gabelsbergerstraße Nr. 1. Hermann Meisner grüßt seine Ehefrau und zwei Kinder. Innsbruck, Hötting, Riedgasse Nr. 77 Hans Zöhrer grüßt seine Ehefrau und Kind Elfriede in Innsbruck, Mittererstraße 6.
Wiederaufnahme des Obusverkehrs nach Wiltenberg
Nach Abschluß der Wiederinstandsetzungsarbeiten an der an vielen Stellen — besonders am Marktgraben — durch die Fliegerangriffe der letzten Kriegsjahre stark beschädigten Obusfahrleitungsanlage, ist es nun wieder möglich, die Obuslinie C oon Arzl bis Wiltenberg durchgehend in Betrieb zu nehmen.
Vom 24. Dezember an wird — abgesehen von den an anderer Stelle verlautbarten Einschränkungen am Heiligen Abend — diese Linie an Sonn= und Wochentagen halbstündig betrieben.
Der erste Wagen ab Bozner Platz verkehrt um 6.30 Uhr und ab Mandelsbergerblock um 6.45 Uhr.
Der letzte Wagen ab Bozner Platz um 20.30 Uhr, an Mandelsbergerblock um 20.45 Uhr, ab Mandelsbergerblock um 21.00 Uhr, an Bozner Platz 21.15 Uhr an Arzl— Schottergrube 21.30 Uhr.
Den ganzen Tag über verkehren die Wagen ab Bozner Platz Richtung Wiltenberg zur vollen und zur halben Stunde und ab Mandelsbergerblock jeweils um Einviertel und um Dreiviertel nach der vollen Stunde.
Die zwischen Arzl und Wiltenberg eingesetzten Wager führen die Linienbezeichnung „C, Arzl —Wiltenberg und zu rück“ in schwarzer Schrift, während der zwischen Arzl und Bozner Platz eingesetzte Wagen die Bezeichnung „C. Arzl— Bozner Platz und zurück“ in roter Farbe führt.
Obwohl uns für den jetzt wieder erweiterten Obusbetrieb nur eine beschränkte Anzahl Fahrzeuge zur Ver fügung steht, werden wir — solange dies irgend möglich ist — den Verkehr auf unseren Linien A und B in der bisherigen Dichte aufrechterhalten. Sollte es trotz unserer glößten Bemühungen und der Unterstützung durch die Direction Generale des Travaur Publics et des Communications nicht gelingen die dzt. in Betrieb befindlichen Fahr
zeuge durch Verstärkung des Wagenethaltungsdienstes und Beschaffung von dringendst notwendigen Ersatzteilen, wie Batterien, Reifen, Federn in betriebsfähigem Zustande zu erhalten, so wären wit gezwungen, den Betrieb auf unseren Obuslinien einzuschränken.
Mit der Wiedereröffnung des durchgehenden Betriebes auf unserer Wiltenberger Obuslinie hoffen wir einen schon vielfach und in verschiedenen Formen vorgetragenen Wunsch unserer Fahrgäste nun zu den Weihnachtsfeiertagen erfüllt zu haben.
Der Verkehr am Heiligen Abend
Die Innsbrucker Verkehrsbetriebe AG. teilen mit: Um auch unseren Bediensteten die Möglichkeit zu geben den Heiligen Abend im Kreise ihrer Angehörigen zu verbringen, der Versehr de Straßenbahn, der Obuslinien und der Hungerburgbahn so wie in anderen Jahren, an diesem Abend früher eingestellt. Die letzten Straßenbahnzüge verkehren: Lime 1: ab Berg Isel 20.00 Uhr, ab Hungerburgbahn 20.23 Uhr; Linie 3: ab Kaiserschützenplatz 20.00 Uhr, ab Greinzblock 20.15 Uhr: Linie 4: ab Hauptbahnhof 20.07 Uhr ab Hall 19.51 Uhr; Linie 6: ab Maria=Theresien=Straße 21.00 Uhr, ab Igls 21.35 Uhr Die letzten Obusse verkehren: Linie A: ab Bozner Platz 20.00 Uhr, ab Großer Gort 20 15 Uhr; Linie B: ab Bozner Platz 20.00 Uhr. ab Schretterblock 20.15; Linie C: ab Arzl 20.00
Uhr, ab Bozner Platz (Richtung Wiltenberg) 20.00 Uhr ab Bozner Platz (Richtung Arzl) 20.30 Uhr. Der letzten Wagen der Hungerburgbahn verkehrt um 20.15 Uhr. *
Die Innsbrucker Nordkettenbahn hat nach Beendigung der Montage der neuen Kabinen mit 20 Dezember ihren Betrieb wieder in normalem Umfange aufgenommen.
Tiroler Weihnacht beim
„Goldenen Dachl“
Das genaue Programm für die Weihnachts seier im Anschluß an den Christkindl=Markt lieg nun endgültig fest.
Die Herzog=Friedrich=Straße bleibt für sämtliche Fahrzeuge aus allen Richtungen gesperrt. Die Feier selbst nimmt, bei Einbruch der Dunkelheit um 16.30 Uhr ihren Anfang, um so auch den Kindern die Teilnahme daran zu ermöglichen.
Der Tiroler Volksliederchor Innsbruck nimmt als Hirtenschar um den brennenden Christbaum Aufstellung und bringt eine Reihe alt=ehrwürdi ger Tiroler Weihnachtslieder zum Vortrag. Die an= und ausgeleuchtete Loggia des „Goldenen Dachls“ wird von einer Engelschar belebt. Von dort aus bläst das Jungtiroler Bläserquartett aus Hall mit wechselnder Aufstellung aus der Höhe seine weihnachtlichen Weisen und ein Sprecher verkündet nach dem Text von Reimmichl die „Weihnacht in Tirol“. Zum Ende der Feier läuten sämtliche Glocken der umliegenden Kirchen Innsbrucks feierlich unsere erste Friedensweihnacht ein.
Der einzigartige architektonische Rahmen der Herzog=Friedrich=Straße wird den stimmungsvollen Charakter dieser Veranstaltung in jeder Weise steigern. Die Innsbrucker Bevölkerung wird durch das Kulturinstitut und die Freiheitsbewegung wärmstens zur Teilnahme an der Feier eingeladen.
Der „Reimmichlkalender“ ist wieder erschienen
Als ein richtiger Bote des Friedens erscheint diesmal ein Weihnachtsgast, den Tirol immer gerne sah und nun so lange vermissen mußte. Wir meinen den Reimmichl=Kalender, der nach der erzwungenen Pause soeben wieder erschienen ist. Der „Reimmichlkalender“ ist genau sö wie der Reimmichl selbst der alte geblieben. So sind die großen und kleinen Geschichten aus der Feder Reimmichls Besonders wird die Erzählung „Die Wintersennin“ gefallen Es fehlt auch nicht an allerlei humorvollen Beiträgen von Mitarbeitern, die sich am Volkston Reimmichls geschult haben Unter der ernsten Lektüre, welche der Kalender darbietet, erwähnen wir den schönen Aufsätz „Tirol, das Weihnachtsland“, eine Biographie des berühmten Pfarrers Maaß von Fließ aus der Feder des Dr.
Josef Resch. Einer unserer volkstümlichen Schriftsteller, der es versteht, die Ereignisse auf dem Gebiete der Naturwissenschaft verständlich zu machen, Josef Walder behandelt die Atombombe. Wir konnten nur einige der wichtigsten Aufsätze hervorheben, um unseren Lesern eine Vorstellung von der Güte und Reichhaltigkeit des Inhaltes dieses echten Tiroler Volksbuches zu bieten. Die Verlagsanstalt Tyrolia hat sich alle Mühe gegeben, den Reimmichlkalender in der ihm gemäßen Form auszustatten. So ist ein schönes Werk zustande gekommen Leider stand zu wenig Papier zur Verfügung, so daß nur eine Auflage gedruckt werden konnte, die gering ist im Verhältnis zur großen Nachfrage. Der Preis des Kalenders beträgt 3 Schilling. D. A. K
seine figuralen Gestaltungen „Versuchung Christi“, „Roli me tangere“ und „Promotheus“. Hier ist große Komposition und Gebärde im Einklang mit der impressionistischhellen, locker=huschenden Farbe, die alte Münchner Schulung verrät. Andreas Einberger, ebenso begabt als Plastiker wie als Maler ist nur durch Gemälde und zwar durch Oberinntaler Landschaften, Tierstücke und ein Herrenbildnis vertreten Das Porträt hat der Meister oft anderwärts glücklicher gelöst Johannes Hepperger, der Schüler von Egger=Lienz in Weimar war, läßt in seiner Sommerlandschaft den großen Zug seines Lehrers nicht durchklingen, während das Aquarell „Bäuerlicher Herd“ doch seine malerische Kraft zeigt Raimund Wörle schenkt uns ein luft- und lichterfülltes Olgemälde mit einem Motiv
aus Bologna nach dem Regen, ferner ein feines Aquarell aus Alt=Pradl von Schloß Amblas und aus dem Innern der Wiltener Pfarrkirche.
Eine eigene starke Stellung innerhalb der Künstlergruppe nimmt das Schaffen Prof. Alfons Grabers ein der seit der Rückkehr aus Wien in seiner Heimat Steinach schafft. Er ist ein Vollblutmaler, der alles von der Farbe her aufbaut, seien es nun Kinderbildnisse, das verinnerlichte Selbstporträt oder das entzückend spritzige Capriccio mit der Toilette der Venus Dei Maler verwendet wenige Farbtöne, meist Brau und Rot, aber in den feinsten Ruancen abgewandelt.
Von den jüngeren Malern der Bruppe hat sich Oswald Haller selbst mit einer bescheidenen Ecke begnügt. Zu Unrecht denn gerade in seinen Werken „Däm merung im Winter“ mit den drei Sternsingerbuben und „Lichtmeßmorgen“ sieht hinter der Treue dei Zeichnung und der Solidität der Lechnik jenes Unwägbare das die Bildealter Meister so stilistisch einheitlich und reizvoll macht Mar Weiler erfüllt die Hoffnungen die man als vielversprechende Kraft auf ihn gesetzt hat immer mehr. Wir erwähnen nur die flüchtige Temperaskizze mit der Nordkette im Abendschein das „Sommergewitter“ (Ol) und als schönstes Frühling in Gerlos“, wo die Farbe kostbar aufblüht und eine unvergleichliche Stimmung schafft. Auch
in seinen Stilleben leuchten die Töne juwelenhaft vor dunklem Grund.
Mar Spielmann, gleichfalls eine sehr starke Begabung, hat die Kartons zu seinen prachtvollen Malereien in der Kapelle beim Großen Gott, die kürzlich erst an dieser Stelle gewürdigt wurden, ausgestellt. Möge dem Künstler bald ein größerer Wandgemälde=Auftrag, für den er prädestiniert ist, zuteil werden! Ein Mädchenbildnis und das Porträt des Pianisten Otmar Suitner, zwei Pastelle, zeigen eine eigenartige Farbskala von violetten und gelben Tönen. Sehr charakteristisch auch die Zeichnung eines alten Bauers und ein Halbakt Zum erstenmal tritt ein gleichfalls vielversprechendes junges Talent nach jahrelangem Kriegsdienst vor die Offentlichkeit: der Haller Helmut Rehm der an der Wiener Akademie studiert hat. Seine Inntal=Landschaften in Ol. „Die Lend bei Hall“. „Föhn im
Unterinntal“ die beiden Motive mit dem Bertelwurf sind von einer großen Naturanschauung erfüllt und in breiter großzügiger Lechnik gestaltet. Auch Blumenstilleben in Ol malt Rehm in leuchtender Farbenpracht. Das Aquarell scheimt ihm noch nicht so zu liegen Dafür zeugen seine Kreidezeichnungen von unablässigen Studien nach der Natur. Kinderbildnisse in Kreide mit sehr klaren, zarten Konturen stellt auch seine Frau Maria Rehm (als Bast) aus neben einem gelungenen Selbstporträt in St.
Ein eigenes Besicht zeigt der junge Schwazer Fred Hochschwarzer, bisher kaum einem breitern Kreise bekanntgeworden Er hat in München an der Akademie studiert und war Meisterschüler Prof Klemmers Die ausgestellten Aquarelle gehen den feinsten Luftstimmungen im Inntal dei Schwaz nach und entsprechen allen Erwartungen von dieser subtilen Lechnik Josef Widmoser, als tüchtiger figuraler Zeichner entsprechend seiner Lätigkeit in der Tiroler Blasmalerei und Mosaikanstalt bekannt hat diesmal keine großen Entwürfe ausgestellt sondern beschränkt sich auf feine Aquarelle aus dem Elsaß und Italien während das „Ständchen“ in dunklen Dauellkönen stimmungsvoll herausmodelliert ist
O. o. Lutteroiti.