Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:12

- S.85

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Ausgaben dieses Jahres – 1945
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pnteg. 24. Dezember 1945
Nr 15# Seite 3
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VON
Tenn die Welt nicht mehr Weihnachten fei# stirbt die Gesellschaft und die Kultur am Fäntod. Wir waren während der lerzten Jahre
## über den Polarkreis hinausgetrieben wor## der die Zonen der Wärme und Güte von
Eiswüste des Menschenhasse, scheider. Im ###t der „Julnächte“ sollte eine große Nation de grausamen Urwälder Germaniens zurück#adern, um sich für immer von jenem Teil#Menschheit zu trennen, die ihren Blick auf krippe von Berhlehem richtet. Es sollte eine e#ra eröffnet werden, die sich losriß von Verfassungsurkunde des Friedensreiches, des# Geserze die Engelchöre verkündeten, als sie Wiege des Welterlösers umschwebten: „Ehre Gott in der Höhe und Frieden den Menschen Erden, die eines guren Willens sind.“ Aber dieses Reich des Friedens jemals verwirklicht ###den? Zeigt uns die Geschichte nicht einen #n von Blut und Tränen, den die reißenden zme des Unfriedens immer wieder anfüllen? sicht sie uns aber nicht auch damit vertraut, ###jene Epochen die
glücklichsten waren, in ##n meistens das ernste Bestreben vorherrschte #m Rufe, der die armen Hirten zum Heiland sine, zu folgen? Sind die Begriffe der Näch##liebe und der Achtung vor der Menschenzürde die der abendländischen Kultur ihre Seele #shachten, nicht das Echo, dieses großen Frie####ensestes? Die Vermessenheit, die BerichundrMenschen zueinander und das Verhältnis ##Volk und Staat nach Prinzipien zu ordnen. Auf die Ausrotrung aller christlichen KulturStionen hinzielen, vereine in Nor und Fecken, weil er alle moralischen Kräfte der #hschheit heraustordern mußte, sich der Vernung ihrer Existenzbedingungen zu widergen.
Zum ersten Mile nach sieben Jahren eines leiddien Krieges enryünden wir den Christbaum Ider Ruhe des Friedens Kein Sirenengeheul. in Motorengeräusch aus den Lüften wird die einen Glockenröne stören, die zur Weihnacht #n. Kein Elternb rz braucht mehr zu zittern. ein Brief den Tod des Sohnes melder- Wir und befreit von d- Bangen um kommende cheerungen. Aber wir sind nicht frei „ eien. Wir feiern die Weihnachten von Abindlern. Verarmt an Gütern, beraubt des Betgens, umdüstert von der Trauer um den Ver
#lieber Menschen oder vom Kummer um dieeigen, denen bisher ein herbes Schicksal die amkehr verwehrt hat, wie soll da die Freude unsere Seelen einzichen können? Brauchen in die mederecbeugten Gräser eincs Rasens, #ter den ein Wettersturm hinwegbrauste, der anenwärme, damit sie sich wieder aufzurichten mmögen? Wir sollen aufbauen! Dazu gehört #rund seelischer Schwung. Bescheren wir uns, #imdere Gaben mangeln, mit jener Besinnlich2, für die Weihnachten nicht ein Fest der ene, sondern ein Hochtest der Seele ist! Treten
CHEFREDAKTEUR D
ANTON KLOT 2
Stille Nacht, heilige Nacht...
Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht, nur das traute hochheilige Paar, holder Knabe im lockigen Haar, schlafe in süßester Rub"
Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kund gemacht, durch der Engel Alleluja tönt es laut von ferne und nah: Christus der Retter ist da
Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus Deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund", Christ in deiner Geburt.
EIN HELLER STERN
wir ein in die Fülle des Lichtes die uns überströmt, wenn wir #he Botschaft vernehmen: ich verkündige euch eine große Freudel Fieute ist euch der Heiland geboren worden!" Das heißt: die Güte und Menschentreundlichken Gortes aimmt sich unser an. Nicht kleinliche und beschränkte irdische Maßstäbe herrschen und richten öber uns, sondern große, ewige. unvergängliche Wahrheiten stehen über unserem Haupte.
Aus diesem Wissen quillt jener unversiegbare Optimismus, der selbst in bitteren Stunden, die unser Gemüt niederdrücken mögen, die Höhenluft des Mutes, des Vertrauens und echter Freude um unsere Stirne wehen läßt. Wir brauchen nur diesen reinen Firnenwind einzuarmen, um gesund und troh zu werden. Denkt an den Stall von Bethlchem! Welche beklemmende Armutl Welcher Mangel an allen jenen Dingen die, wie man heute zu sagen pflegt. „das Leben schön machen“! Das war die Umgebung für das Heilgeschehen, das unerschöptliche Goldadern wahrer Freude uns erschlossen hat Hat nicht die Veräußerlichung des Denkens und Trachtens nach Macht und Reichtum jene Dämonen eurbunden, welche die als unerschütterliche Bollwerke des Fortschrittes
angesehenen Kartenhäuser satter Selbstzutriedenheit zum Einsturz brachten? So ist Weihnachten in dieser Norzeit die richtige Nothilfe gegen jene Nor, aus der alle anderen Nöre hervorbrechen! Hilfe für die Seele, die nach ihrem Königsrecht verlangt! Hilfe für das niedergebeugre Gemüt, das sich am Stabe einer reinen Freude wieder erheben kann!
Burckhardt hat uns gereigt, daß die Höchstleistungen der griechischen Kulrur von finsterem Pessimismus durchtränkt sind. An der Freudelosigkeit ist sie zugrunde gegangen Wir wissen, daß das gleiche Verhängnis über unseren Hläuptern schweben könnte Bevor die freuchge Kultur dles Abendilandes von den Schatten ier Barbarei überwuchet wurde. baute die Dome. Seirher wuchsen die Börsenpaläste und die Kasernen. Festungen gegen den Frohsinn! Leichenhallen für die reine Lebensfreudel Wäre es nicht der größte und segensreichste Gewinn, wenn wir die materielle Dürftigkeit, in die wir verserzt sind, nicht als ein Hinabsinken in die Tiefe beklagen, sondern als die Ermunterung zum seelischen Aufstieg werten? Vermögen wir es, unsere geistige Haltung so einzustellen
und damit jenes Umdenken zu besiegeln, das der Gegensatz gegen die Idgen ist, die zur Katastrophe führten, so erwartet uns eine Zukunft der erfolgreichen seelischen und materiellen Erholung Für den Materialisten ist die entgüterte Welt eine enrgörterte Welt Mit der Vergötterung der Güter aber senkt sich die Götterdämmerung über die Menschlichkeit herab Wir aber wollen die Morgenröte eines neuen Glückes schauen! jenes Glückes. das scit mehr als 1900 Jahren im Worte „Weihnachten“ beschlossen ist.
Von Rudolj Hegelstange
Fortt
Ach. wir waren jung. und die Welt wer gut: nur ein Katzensprunz und ein
Doch die Zeit verstrich, und die Welt ward groß, und der Knabe wich von
Und der andre stebt weit in fremdem Land. und der dritte gebt still dem
*
Zuckerbut.
der Mutter Schoß.
Tod zm Hand.
Wie der grüne Baum lichterblübend stand, und des Knaben Traum noch
Immer gibt der Tann noch ein Bäumchen ber, obne daß der Mann noch
Aber jedem stebt, tei er meitenfern, in der Stunde spät, wo ein beller dtern
* * „—
Erfüllung jand!
der Knabe wär.
Und die Mutter tang. Vater siet darein. Und ein T ränlein sprang, blieb
Ohne daß die Welt ihres Glücke: Hort. Aber wieder fällt jenes Zauberwort.
über einem, Hauz, da ein Weib, ein Kind barren seiner drauß und ein
EU N
nicht lang allein.
Hausgeund’.
jedes liebe Jahr hatte diesen Taz. Stern und Engelsbaar und der Glocken
Mancher bört es nicht, ginz zm langen Rub’, und sein Augenlicht floß den
Und die Liebe spannt eine Brücke sacht über allem Land in der Stillen
P J
Schlag.
Sternen zu.
Nacht.