Tiroler Tageszeitung 1945
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- S.106
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Seite 4 Nr. 158
Tiroler Tageszeilung
Freitag, 28. Dezember 1945
Maurice Ravel
Zum Todestag des großen Klassikers
Es ist heute acht Jahre her. daß Maurice Ravel, einer der großen modernen Klassiker der französischen Musik, im Alter von 62 Jahren in Paris die Augen schloß.
Es ist der Ravel, nach dem in den Jahren nach dem ersten großen Krieg bis zu seinem Tode die ganze Welt verlangte, der auf Tourneen in allen Teilen des alten und neuen Kontinents strahlende Triumphe feierte. Es ist der Ravel, dessen „Spanische Stunde" über die Bühnen von mehr als 50 Weltstädten ging und dessen „Bolero“ nicht nur der Pariser Schusterjunge pfeift, sondern ebenso sein Kollege in Wien oder der Araber in Marrakesch. Es ist der Ravel, der einer ganzen Epoche den Stempel seiner Persönlichkeit aufdrückte.
Sein Weg vom begabten, fleißigen Schüler des Konservatoriums bis zu einem der bedeutendsten Komponisten der neuesten Zeit kennt keine überstürzung und keine Sprünge. Aber er führt in steiler Kurve zu den Gipfeln der Kunst. Maurice Ravel wurde zwar in Ciboure, einem kleinen Hafen gegenüber dem berühmten Badeort SaintJean=de=Luz an der baskischen Küste als Sohn eines aus der Gegend des Genfer Sees stammenden Vaters und einer baskischen Mutter geboren, kam aber bereits drei Monate nach seiner Geburt nach Paris und verbrachte dort den größten Teil seines Lebens. Trotzdem fand er immer wieder in Ferientagen zu seiner Geburtsstätte zurück und, was wesentlicher ist, blieb im Grunde seines Wesens seiner baskischen Heimat tief verbunden. Die
Musik seiner ersten Jugendtage, die Boleros, Guajiras und Habaneras, die andalusischen und kubanischen Tänze und die eigenwilligen Rhythmen der euskarischen Volksweisen erklingen in seinen Werken immer wieder nach und schaffen ein trügerisches Traumbild: Das Spanien Ravels.
Aus dieser von ihm selbst gestalteten Vorstellungswelt erwachsen Ravel die mächtigsten Triebfedern seines Schaffens: das spanische Element und der Tanz, denen sich das Kinderreich des Märchenhaften und Legendären und der gleichförmige Rhythmus und Klang mechanischer Automaten zugesellen, und schließlich, anläßlich der Weltausstellung 1889, die exotische Musik des Fernen Ostens, die damals zum ersten Male in Europa populär wird.
Seine Anfänge stehen noch unter dem Einfluß von Chabrier, Debussy, Satie und Rimsky=Korsakoff und zu seinen Lieblingskomponisten zählen Mozart, Schumann, Weber, Chopin, Liszt und Borodin.
Das erste Werk Ravels, das verlegt wurde, eine Habanera für zwei Klaviere, zeigt das gewiß seltene Beispiel eines Künstlers, dessen Eigenart in ihrem vollen Umfang auf der ersten Seite ersichtlich wird, mit der er sich der Öffentlichkeit empfiehlt. Dieses wirklich unerhörte Werk, das die Musikwelt überrascht, ohne vom großen Publikum zunächst verstanden zu werden,
ist wie eine Prophezeiung, die die Sicherheit der Erfüllung in sich birgt. Harte und geschlossene Akkorde, die eine einschmeichelnde und leichte Melodie umschließen, und die „unvorhergesehene Logik der Takte“ enthüllen bereits Ravels Ta lent und Technik.
Dagegen zeigen die Oper „Scheherazade", „Pavane pour une Infante defunte" und „Jeux d"eau“ Spuren zeitgenössischer Musik, hinter denen die schöpferischen Tugenden Ravels zurücktreten und die ihm später die Streichung von der Liste der Bewerber um den Rompreis eintragen sollten, an dessen Erringung Ravel aus mehreren Gründen viel gelegen war.
Enttäuscht, aber nicht entmutigt und mit einer weit über den Konflikten des Alltags stehenden Haltung, die an ihm immer charakteristisch blieb. wendet sich Ravel wieder der Arbeit zu und schafft von 1905 bis 1908 einen bedeutenden und interessanten Teil seines Lebenswerkes, aus dem vor allem „Sonatine", „Miroirs“, „Histoires naturelles“, die „Spanische Rhapsodie“, die „Spanische Stunde", „Gaspard de la Nuit“ und „Ma Mère l"Oye“ herausragen.
In diesen Werken ist Ravel wieder er selbst geworden. Die Strenge des Aufbaues erscheint gemildert, ohne an Geradlinigkeit zu verlieren. Das Modulationsfeld ist erweitert, aber Ravel verliert keinen Augenblick den Ariadnefaden der musikalischen Gesetze, denen er die Vielfalt lockender und spontaner Empfindungen einordnet.
Der Beschäftigung mit russischer Ballettmusik entspringt die choreographische Symphonie in drei Teilen „Daphnis und Cloe“, deren bei aller Meisterschaft der Gestaltung etwas freskenhafte Tendenz die Feinheit der Instrumentation manchmal etwas auf Kosten eines gewissen Repräsentationsbedürfnisses beeinträchtigt. Das Werk jedoch wird ein großer Erfolg und Ravel ein Begriff.
Noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges vollendet er „Trois Poëmes de Stéphane Mallarmé“, in denen die bei ihm in wachsendem Maß zu beobachtende Tendenz der Befreiung seiner Musik von rhetorischen Elementen ein besonderes Maß an Konzentration erreicht hat.
Den Krieg macht Ravel, der wegen seiner zarten Gesundheit nicht einberufen wurde, auf Grund wiederholter freiwilliger Meldungen als Nachschubfahrer im Troß mit. Sein größtes Werk in den Jahren des Krieges wird „Das Grabmal von Couperin“, mit dem er sich „mit einem Lächeln von der Jugend verabschiedet“.
Noch ein Plan aber war in den Jahren des Grauens in ihm gereift, der ihn in seinem Schaffen in innige
Beziehung zu Österreich bringt: der einer Art Apotheose des Wiener Walzers, den er im prunkvollen Rahmen eines Kaiserhofes von 1855 sieht. Die „Valses“
werden einer seiner größten Erfolge, und als er ihrer Aufführung in. Wien im November 1920 selbst beiwohnt, ist er Gegenstand zahlreicher Huldigungen.
In diesem Zusammenhang verdient eine Epiode Erwähnung, die ein helles Licht auf das von jedem Chauvinismus freie wahre Künstlertum Ravels wirft: Während der ersten Weltkrieges da Österreich auf der Seite der Gegner Frank reichs stand, bemerkte er einem Journalisten gegenüber: „Es ist für mich wenig wichtig. daß z. B Herr Schönberg Österreicher ist. Er ist deswegen nicht weniger ein Musiker von hohen Graden. dessen interessante Studien einen glücklichen Einfluß auf alliierte Komponisten ausüben, ja sogar auf französische ...“
„L"Enfant et le Sortilége“ das Ravel in das geliebte Wunderreich des Feenhaften. der unbesebten Gegenstände führt, wird im März 1925 in Monte Carlo unter der Stabführung von Viktor de Sabata uraufgeführt und gewinnt ebenso die Herzen des Publikums und den „Beifall der Kritik wie bald darauf die „Chansons Madécasses“ und die „Sonate“.
Nach seiner Rückkehr von einer ermüdenden Tournee in die Vereinigten Staaten und Kanada bestellt bei ihm Ida Rubinstein ein Ballett, das die Wurzel zu seinem „Bolero“ wird. „Ein erstaunliches Karussell von Klangfarben“ nannte es ein Kenner, da die einzige Bewegung im Crescendo des Orchesters liegt, während Melodie, Harmonie und Rhythmus, der nur von der Trommel geschlagen wird, sehr maßvoll und stets gleichförmig bewegt bleiben. Der „Bolero“ ist ein Welterfolg geworden und gehört zum ständigen Repertoire aller Mittel der modernen Tontechnik: Radio, Kino, Schallplatten ...
Noch einmal ergeht von Österreich aus an Ravel die Inspiration zu glückhaftem Schaffen: Der Wiener Komponist Wittgenstein, der im Krieg den rechten Arm verloren hatte, bestellt bei ihm ein Klavierkonzert für die linke Hand, das er gleichzeitig mit einem anderen Klavierkonzert vollendet. Beide Werke reihen sich würdig an die Kette seiner Erfolge.
Die Musik zu einem Film „Don Quichotte“ in dem Schaljapin die Hauptrolle spielen soll, wird zum Schwanengesang Ravels. Mit dem bacchantischen Vers „Ich trinke auf die Freude!“ setzt er den Schlußpunkt unter ein Schaffen, das die Welt der Musik um einen unendlich wertvollen Beitrag bereichert hat. Eine versteckte Krankheit, um deren einwandfreie Deutung sich die Arzte vergebens bemühen, bricht aus und rafft ihn in den Weihnachtstagen des Jahres 1937 still hinweg.
Auf dem Friedhof in Levalois an der Peripherie von Paris liegt Maurice Ravel begraben, ein Verlust nicht nur für Frankreich, sondern für die ganze Welt. Leo Ulbrich.
WOHIN HEHTE?
Freitag, 28. Dezember
Lheater
Landestheater 20 Uhr: „Der kleine Herr Niemand“, Filme:
Kammer: Hab mich lieb“ (Wo. 2, 4. 6, So. 1. 6)
Zentral: „Aoe Maria.“
Triumph: „Romanze in Moll.“
Laurin: „Der Strom“ (Heute letzter Tag) Löwen: „Die heimliche Gräfm.“
Hall: „Arzt aus Leidenschaft“
Wattens: „Seine Tochter ist der Peter.“
Schwaz: „Ungeküßt sollst du nicht schlafen gehn“ Wörgl: „Die Frau meiner Träume.“
Kitzhühel: „Wiener Blut.“
St Johann: „Frauenliebe — Frquenleid“
Landeck: „Ich vertraue dir meine Frau an“
Tote
Am 25. Dezember starb in Traun, Ob.=öst., Dipl.=Ing Willy Lang. Gesellschafter der Firma Friedrich Graumann u. Co., im 44. Lebensjahr.
KIRCHLICHES
Parrchor Pradl. Kirchenmusik am Sonntag, 30. Dezember. 10 Uhr: Karl Rußbaumer, Waldraster Krönungsmesse für Soli, Chor und Orgel. Dienstag, 1. Jänner (Neujahr), 10 Uhr: Fr. Schubert, Messe in G=dur für Soli. Chor und Orchester. Ig Mitterer „Tui sunt coel“.
Evangelische Gottesdienste. Am 30 Dezember: Innsbruck, Christuskirche. 9 Uhr und Landeck, Burschlkirche 9 Uhr. — Am 31. Dezember: Innsbruck 18 Uhr, Imst, Betsaal Spinnerei. 15 Uhr. — Am 1. Jänner: Innsbruck 9 Uhr, Landeck um 9 Uhr (mit hl. Abendmahl) und um 11 Uhr für Auswärtige.
Tiroler Puppenspiele
Innsbruck, Gasthof „Templ“
Programm:
Samstag, den 29. 12. um 14 und 16 Uhr
„Das Christkind im Beradorf
Sonntag, den 30. 12. und Montag, den 5112. „Geschlossene Vorstellung, kein Kartenverkauf“
Dienstag. den 1. 1. 1946
Samstag, den 5. 1. 1946 jeweils um 14 u. 16 Uhr
Sonntag, den 6. 1. 1946
„Das verwunschene Schloß“
Facharzt für Chirurgie Dr. E. Krösbacher, em. Primararzt, Ordination: täglich 11—12 Uhr Sanatorium Kettenbrücke.
Achtung! Der Karten-Vorverkauf findet nunmehr jeden Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr in der Tabak-Trafik „Nessler“, Maria-TheresienStraße statt. Kassaeröffnung im Gasthof „Templ“. um 15 Uhr.
Suchaktion
Welcher Kamerad kann Auskunft geben über meinen Mann Obgfr. Ferdinand Vögele, geb. 1899, letzte Nachricht v. März aus Rotenburg-Hannover. Feldp. L 40062, Lgpa. Hamburg 1. Auskunft erbeten an Frau Josefa Vögele, Innsbruck. Reichenau 2/II. 4-0218 Stabsgfr. Josef Gschirr, Fp. 21655, letzte Nachricht v. 1. März aus Königsberg. Auskunft erbittet. Anni Gschirr, Längenfeld-Astlen, Otztal. 4-0302
Auskunft erbeten über Obgfr. Roman Pürcher, Fp. L 54416, Lgpa. Unna. Letzte Nachricht v. 21. 2. aus Bonn a. Rhein. Poldi Hosp, Bichbächle, Tirol. 4-624
Oblt. Hans Trippolt, Fp. 23820 C, (101. Jg.-Div.?) Letzte Nachricht v. 10. 4. aus Bistriz b. Prerau, Tschechoslow.). Annelotte Kohler, Bludenz, Walserweg 37. 4-361
Konrad Hausberger, 137. G.IR., 7. Komp., sei bei Triest am 30. 4. gefallen. Kameraden werden um nähere Mitteilung an Julie Hausberger, Alpbach 17, ersucht. 4-0441 Lt. Otto Tonak aus Wien, Feldp. 56293 D, geb. 1913, wird von seiner Frau und Mutter gesucht. Auskunft erbeten an Maria Saßmann, Kirchberg i. T. 4-0448
Wer kann Auskunft geben über meinen Sohn Georg Wagner, Kraftfahrer, Feldp. 38204, zuletzt vermutl. östl. Wien, letzte Nachricht v. 28. März. Georg Wagner, Silz 11. 4-0452
Obgfr. Josef Klotz, geb. 1914, letzte Nachricht v. Februar aus Bremen od. Umgebung, war bei einer Flakabt., Fp. N. L. 00300. Zurückgekehrte Kameraden werden um Auskunft gebeten. Familie Klotz, Otz 17, Tirol. 4-0460
Wer gibt Auskunft über meinen Mann Obgfr. Höger Fritz, Feldp. 17663, zuletzt in der Tschechoslowakei. Marianne Höger, Innsbruck, Lindengasse 16. 4-0310
Uffz. Prodinger Josef, Fp. 31666 D, ist seit 28. 1. vermißt. Heimkehrer werden gebeten um Nachricht über dessen Verbleib: soll angeblich verwundet worden sein. Prodinger, Wattens. 4-362
Bitte um Nachricht über unseren Sohn Uffz. Rudi Prodinger, Gren.Brig. 761 (60), Fp. 34977 D. Er ist seit den Kämpfen in Wilna v. 7. 7. bis 13. 7. 44 vermißt. Familie Prodinger, Wattens, Tirol. 4-363 Welcher Heimkehrer kann Auskunft geben über meinen Mann Obgfr. Franz Happ, Fp. 66048 D, letzte Post vom 25. 3., Umgebung Berlin. Maria Hopp, Innsbruck. Egger-Lienz-Straße 5 B II. 4-369 Sold. Relnhold Neururer, geb. 1907, 1. Panz.-Jäg.-Ers.-Abt. 48, Cilli, Südsteiermark. Auskunft erbittet Josef Neururer, Mantarfen, Pitztal.
Welcher Kamerad kann Auskunft geben über meinen Sohn Pionier Josef Krautschneider, Fp. 37965 C, letzte Nachricht v. 19. 3. aus Wesel. Familie Notburga Krautschneider, Landeck, Tirol, Herz.Friedrich-Straße 31. 4-375
Jg. Josef Schöpf, geb. 1907, v. Auffangstab Innsbruck-Rum abgegangen am II. 2., letzte Nachricht v. 15. 2. aus Stettin. Auskunft erbittet sein Vater Kasp. Schöpf, Sölden 134, Otztal. 4-370
Obgfr. Franz Koschler, letzte Anschrift Nußdorf am Attersee, Ob.-O., Wehr-Ertüchtigungslager 7. Letzte Nachricht v. 28. April. Nachricht erbittet Rosa Stenpp, Lindengasse 5. 4-413
Gfr. Josef Haun, Fp. 09469 E, 3. Gb.Div., Reg. 144, 10. Kp., gesehen das letztemal von einen Bekannt. in CSR. am 9. 5. 45. Nachricht er bittet Rosa Haun, Uderns, Kupferberg 12, Zillertal. 4-376
Auskunft erbeten über meinen Mann Lt., Hans Randl, Feldpost 07393. Tselrechoslowakei; kam anfangs April ins Lazarett Olmütz. Maria Randl, Scharnitz 71. 4-433 Anskunft erbeten über Sold. Josef Prantl, geb. 1925,, Fp. 03271 A. ist seit 17. 10. 44 im Raum Belgrad vermißt. Josef Prantl, Landeck Zams, Kaifenau 108. 4-430
Sold. Posch Ferdl, 3. Ldsch.-Batl. 611/I. Heilgenstein, Kreis Cilli. Untersteiermark, sein letzt. Aufenthalt sowie die letzte Post v. 18. 4. erhielt ich unter dieser Anschrift. Auskunft erbittet Fr. Erna Posch, Jenbach, Achenseestraße 79. 4-427
Obgefr. Ferdinand Kerber, Fest.Pack. 17. II., Posen (6), letzte Nachricht v. I1. 1. Um Auskunft bittet Herm. Kerber, Forchach 3, Lechtal. 4-425
Gkr. Julius Coser, letzte Fp. 65077 C. frühere Fp. 45774, letzte Nachricht v. I. 4. Frau Elsa Coser. Innsbruck. Sebast.-Scheel-Straße 18h/III. 4-421
Obsch. Johann Perktold aus Imst. Fp. 45774. vermißt und verwundet bei Roskosz (Polen), wird gesucht. Auskunft erbittet Fr. Betty Perktold, Innsbruck, Mariahilfstraße 8. 4-421
Sold. Ferd. Gabl, letzte Nachricht v. 14. 2., Fp. 00813 A, Kurland. Auskunft erbeten an Frieda Gabl, Bludenz, Klarenbrunnstr. 64, oder Niedrist, Innsbruck, Erzh.-EugenStraße 25/I. bei Radlbeck. 4-413 Gefr. Anton Perwög, Fp. 10958 A. vermißt seit Ende Juni—Anfang Juli 1944 i. Mittelabschnitt, Ostfront. Nachricht erbeten an Fr. Maria Perwög, Silz 116, Oberinntal. 4-441
Wir bitten jenen Kameraden v. Oberinntal, d. bei unserem Sohne Hermann Geiger, Zirl, Bahnstr. 274, im Lager war, um Nachricht Familie Gottfried Geiger, Zirl, Tirol, Bahnstraße 274. 4-417
Konrad Denifl, letzter Aufenhalt i. Heilbronn im Lager, wo er am 5. August entlassen wurde. Seither fehlt jede Spur. Angeblich soll er in amerikanischer Gefangenschaft im Rheinland sein. Um Nachricht bittet Frau Johanna Denifl, Gasthof „Post“, Gries im Sellraintal. 4-443
Ogfr. Walter Östermann, geb. 1922, Feldp. 41794 (Kurlandkämpfer), Werfer-Rgt. 70, letzte Nachricht aus dem Kurland v. 18. 2. und dessen Bruder Pz.-Gren. Sold. Josef Östermann, geb. 1914, Fp. 12244 C, vermißt seit 18. 7. 43 im Raume Issium (Rußlanch. Mitteilung erbeten an dessen Eltern Josef und Maria Östermann, Völs 51, Stöcher. 4-422
Welcher Heimkehrer kann Auskunft geben über Obgfr. Herm. Pototschnik, geb. 1912, Feldp. I. 18531, Lgpa. Stuttgart, letzt. Einsatzraum Schwarzwald. Frau Lise Potoschnik, Thaur 152, od. Franz Potoschnik, Innsbruck, Pradler Straße 38. 4-392
Wer kann Auskunft geben über meinen Mann Ogfr. Albert Gassler, Fp. 11321 A. Ers.-Art.-Reg. 112, Pferdetroß, geb. 1913 in Telfs, wurde am 8. 5. auf der Strecke zwischen Olmütz-Ratibor, noch gesehen. Auelheid Gassler, Dornitz 21 bei Nassereith, Tirol. 4-393 Kameraden aus dem Osten, die Auskunft geben können über das Schicksal meines Sohnes Uffz. Alfons Kocher, Fp. 11360, vermißt seit März-April 1944 b. WenizaKamener-Podolsk, werden um Mitteilung gebeten an Frau Mathilde Kocher, Oberperfuß 56. Tirol. 4-394
Offene Stellen
Die Einstellung von Arbeitskräften sowie die Annahme einer Stelle ist an die Zustimmung des zustän digen Arbeitsamtes gehunden.
Im Krankenhaus Schwaz kommt die Stelle des Verwalters zur Besetzung. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beifügung eines Lebenslaufes, Lichtbildes. Geburts- und Heimatscheines und allfälliger Verwendungszeugnisse (buchhalterische u. verwaltungstechnische Voraussetzungen) bei der Bezirkshauptmannschaft Schwaz bis längstens 15. 1. 1946 einreichen. 5-10R
2 tüchtige Tischlergesellen werden für sofort gesucht. Wohnung u. Verpflegung wird nötigenfalls beigestellt. Anfragen sind zu richten an Fa. Klemens Seeber, Tischlerei, Mieders, Stubai. 5-183 Selbständiger Haustischler, hauptsächlich für Bauarbeiten, mit guten Zeugnissen, zum Eintritt nach Neujahr gesucht. Größere Einzimmerwohnung vorhanden. Zuschriften oder versönliche Vorstellung an J. K., Steinach 103.
5-251
Kellnerin bzw. Serviererln mit etwas franz. Sprachkenntnisse zum sofortigen Antritt gesucht. Berg hotel Moserkreuz, St. Anton a. Arlberg. 5-202
Verläßliches Kindermädchen mit Praxis, welche auch Kochkenntnisse besitzt, zu 3 kleineren Kindern gesucht. Innsbruck, Tel. 2269.
5-198
Gesetztes, verläßliches Stubenmädchen, sow. Störnäherin zu Flickarbeiten für sofort gesucht. Hotel „Roter Adler“, Innsbruck. 5-199 Suche landw. Arbeiter, der mit Pferden umgehen kann. Sehr gu te Verpflegung. Sehneeberger, Wiesengasse 67. „ 5-189
Tüchtige Haus- und Feldmagd bei gutem Lohn gesucht. Norz, Thaur 32. 5-241
Stellengesuche
Die Einstellung von Arbeitskräf ten sowie die Annahme einer Stelle st an die Zustimmung des zustün ligen Arbeitsamtes gebunden.
Bilanzsicherer Buchhalter u. Kassierer (für alle Systeme), vertraut. mit Steuerwesen. Lohnverrechnung u. Kassenwesen, sucht in größerem Betrieb oder kaufm Unternehmen Dauerstellung als Buchhalter und Kassier oder getrennte Stellung als Buchhalter oder Kassier. Zuschrift: Postlagernd 256, Postamt Imst, Tirol.
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Jüngere weibl. Bürokraft, absolv. Handelsschülerin, Steno, Maschin. schreiben, ital. Sprachkenntnisse, sucht Anfängerstelle bei Behörde. Lydia Cavada, Innsbruck. Kärntner Str. 46. 6-195
Absolv. Handelsakademiker mit Hochschulbildung (Dr. med.). Führerschein, handwerkl. geschickt verläßlich, verh., 33 J., sucht Vertrauensstellung in Hotel, gewerbl., techn. oder kaufm. Betrieb. Märk, Grillparzerstr. 7.
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Suche für meinen Neffen Stelle als Automechaniker-Lehrling. Resi Feichtner, Volderwald 12a bei Solbad Hall i. T. 6-233
Photograph, Heimkehrer, mit 10j. Praxis sucht in größerem Betrieb unterzukommen. Sehriftliche Mit teilung verbeten an A. Daldoß. Innsbruck-Pradl, Gumpstr. 43/III
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Maschinenmeister, mit Dampf- und Wasserturbinen vertrant, sämtl. Führersch., kinderlos, sucht Stelle mit Wohnung. Zuschr. an M. W. Sinn, Wörgl, Vogelweiderstr. 13. 6.160
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Weißes Mutterschaf mit 2 großen Jungtieren hat sich verlaufen. Gegen Belohnung und Futtergeld abzugeben Plattenhof,
Schäferhund zugelaufen. Abzuholen bei Gottfried Ceol, Götzens 32.
Verschiedenes
Gasthof oder Café von Fachmann zu pachten gesucht. Zuschriften erbeten an Zoller, Schubertift. #
Dampfbäckerei zu pachten gesucht. Severin Farnik, Münster be Brixlegg. 16-197
Stehen gebliebener ist abzuholen bei Waltl, Claudi straße 11. 16-194