Tiroler Tageszeitung 1945
Monat:7
- S.50
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Seite 2 Nr. 31
Tiroler Tageszeitung
Freitag, 27. Juli 1945
Verteilung von Tabakwaren auf Rauchermarken in der 78. Zuteilungsperiode
Aus drucktechnischen Gründen bleiben die bisherigen Urlauber=Reisemarken während der 78. Zuteilungsperiode weiter in Verwendung. Es werden abgegeben je 10 Zigaretten auf eine Marke und je 5 Zigaretten auf eine halbe Marke.
Verkürzung der Fettration in der
78. (3.) Zuteilungsperiode
In der laufenden Zuteilungsperiode erhalten in der zweiten Woche an Stelle von Fett: die Erwachsenen auf Fettabschnitt 13: 100 Gramm Käse, die Jugendlichen auf Fettabschnitt 13: 100 Gramm Käse, die Kinder auf Fettabschnitt 14: 100 Gramm Käse.
In der dritten Woche: die Erwachsenen auf die restlichen Fettkleinabschnitte: 100 Gramm Fett. Die Jugendlichen auf die restlichen Fett=Kleinabschnitte: 100 Gramm Fett, auf Fettabschnitt 15:50 Gramm Fett. Die Kinder auf Fettabschnitt 15:100 Gramm Fett.
Die Zuteilung für die letzte Woche der Zuteilungsperiode wird noch bekanntgegeben werden.
Gedächtnisfeier füe den ermordeten
Polizeimasor Hickl
Am 25. Juli 1934 um halb 3 Uhr nachmittags fiel der damalige Kommandant der Innsbrucker Polizei Major Hickl durch die Revolverschüsse, welche der junge Wurnig auf ihn abgefeuert hatte. Als der eigentliche Anstifter dieses Mordes wurde allgemein der berüchtigte Dr. Lantschner, der nach dem Ein
marsch der Nazi zu hohen Würden und hohem Besitz aufstieg, genannt. An der Stelle, wo die Mordtat stattfand, war eine Gedächtnistafel errichtet worden. Sie wurde von den Nazis entfernt. Zur Erinnerung an den Opfertod Major Hickls für die österreichische Sache veranstaltete die Innsbrucker Polizei am 25. Juli nachmittags eine stimmungsvolle Feier. Eine Halbkompanie hatte an der Gedächtnisstätte Aufstellung genommen. Der Leiter des Polizeipräsidiums Dr. Junger hielt eine kurze Ansprache über die Bedeutung dieser Feier. Unter den Klängen des Generalmarsches wurde ein Kranz niedergelegt. Der Feier wohnten Sicherheitsdirektor Doktor Winkler, Oberstleutnant Wunsch samt den Konzeptskräften des Polizeipräsidiums bei.
Jäger, Hundebesitzer, Achtung!
In der „Tiroler Tageszeitung“ wurde in einem Artikel „Tiroler Wildbestand“ auf den volkswirtschaftlichen Faktor des Wildes hingewiesen. Es wird strengste Disziplin gegenüber den Jagdvorschriften verlangt. Disziplin, die Bewahrung von Ruhe in den Bergen und Wäldern, die Schonung des Wildes soll jedem Bergwanderer, Beeren= und Pilzsammler, Holzsammler usw. als heiliges Gebot gelten. Das Wild ist Volksgut. das dem Jagdeigentümer oder Jagdpächter zum Schutze, zur Erhaltung und Verwaltung überlassen wird.
Als gefährliche Schädlinge sind wildernde Hunde und Katzen anzusehen. Gerade zur Sommerszeit, in welcher alles Wild, ja die gesamte freilebende Tierwelt ihren Nachwuchs bringt, hat jeder Hunde= und Katzenbesitzer die unbedingte Pflicht, seinen Pflegling so zu versorgen, daß er keinerlei Unheil anrichten kann. Die Katze gehört ins Haus und der Hund an die Leine, wenn
Eine schwer heimgesuchte Gemeinde
Brixlegg, 25. Juli. Die Marktgemeinde Brixlegg erlitt durch die fünf Fliegerangriffe im heurigen Jahre — besonders den letzten vom 19. April 1945 — schwerste Schäden. Zweiundvierzig Wohnhäuser wurden vollständig zerstort, achtundsechzig Häuser teils leicht, teils schwer beschädigt. Der neue Gemeindeausschuß von Brixlegg übernahm mit voller Tatkraft die schwere Aufgabe, den 524 Obdachlosen des Dorfes neben den vielen Flüchtlingen zu helfen.
Im Rahmen des Arbeitseinsatzes, zu dem auch die Schulkinder herangezogen wurden, konnte vorerst der größte Teil der Bombentrichter zugefüllt werden, damit die noch bestellt werden konnten. Anschließend wurde der Schutt von den Straßen entfernt, die Kirche für die Abhaltung der Gottesdienste zur Not wieder instandgesetzt. Die Frauen haben sich freiwillig für die Ausräumungsarbeiten in der Kirche bereitgestellt. Die Orgel wurde durch den Fliegerangriff vollständig zerstört, so daß sich der Chor mit einem Harmonium behelfen muß.
In den beschädigten Häusern konnte nur ein kleiner Teil der Wohnungen hergerichtet werden, weil es an notwendigen Fachkräften und Baumaterialien mangelt. Der Gemeinde ist es unmöglich, bis zum Eintritt des Winters allen Obdachlosen geeignete Wohnräume zu schaffen.
Die Not wurde durch das Hochwasser am 17. Juli noch weiter vermehrt. Das Eisenbachl und das Riedbachl sind aus ihren Betten getreten und nahmen ihren Weg mitten durch den Ort. Dadurch wurden die Fluren verschlammt, Wege unbefahrbar gemacht und weitere Wohnungen zerstört. Das Montanwerk erlitt durch die Lage unmittelbar an der Eisenbahnbrücke ebenfalls schwerste Schäden. Die Wiederaufbauarbeiten konnten bereits in Angriff genommen werden. Die Gemeinde hofft mit Unterstützung der Landes
regierung noch vor Einbruch der kalten Jahreszeit die ärgsten Härten und Notstände zu beseitigen.
ehemalige Landessägewerk in Kramsach
ramsach, 25. Juli. Das ehemalige Landessägewerk in Kramsach war einer der größten und besteingerichteten Betriebe unseres Landes. Leider wurde es bei dem Bombenangriff am 19. April d. J. vollständig zerstört, und wer dieses Werk mit seiner Leistung und seinen Erträgnissen kannte, muß mit Wehmut und Sorge auf diese Stätte der Verwüstung blicken. Vor der Machtübernahme der Nazis 1938 hatte Kramsach mit seiner Industrie einen Namen. Das Sägewerk unter einer unbedingt bewährten Leitung belieferte mit seiner Schnittware nicht nur das Inland, sondern hatte auch im Ausland, sogar in übersee seine Abnehmer. Für unsere Landesregierung bzw. für unser Land war dieses Unternehmen nicht nur eine gute Einnahmsquelle, es verschaffte der umliegenden Bevölkerung auch Arbeit und Brot und außerdem kamen dieser dazu
noch die verschiedenen Abfälle, wie Sägespäne usw., zugute. Unbedingt notwendig ist es, auf die sichere Rentabilität eines solchen Sägebetriebes schon deshalb hinzuweisen, da die Rundholzzufuhr aus den unerschöpflichen Waldreichtumern des Brandenbergtales auf dem Wasserwege in den Monaten Mai—September reibungslos vor sich geht. Diese Holztrift, auch Klause genannt, ist eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges.
Nicht nur die Bewohner Kramsachs, sondern auch das ganze Tiroler Volk verfolgt daher mit großem Interesse die derzeitigen Unterhandlungen unserer Landesregierung, die über das Schicksal dieser Ruinenstätte entscheiden sollen. Wie man hört, bewirbt sich eine Privatfirma um diese Betriebsstätte.
ich mit ihm durch Flur, Wald und Berge streife. — Rücksichtslose Hundebesitzer gestatten ihren Hunden zügellose Freiheit. Daß selbst Jagdausübende ihre Hunde unbeaufsichtigt herumzigeunern lassen, ja mit Absicht dem Hunde Jagden gestatten, ist doppelt verwerflich. Gegen derlei rücksichtslose Schädlinge soll mit aller Strenge und ohne jede Rücksicht vorgegangen werden. Durch zügellose Freiheit wird der Hund zum Hetzen, mag er auch sonst als der harmloseste Begleiter erscheinen, verleitet. Dadurch, daß viele Hunde das Wild, auch Schafe, Ziegen und Rinder stumm hetzen, sind sich die Besitzer der Schand
taten ihrer Hunde gar nicht bewußt. Es sind aber nicht nur Wild und Haustiere, die geschädigt werden, auch Jagdgeflügel (durchaus Bodenbrüter) sowie Vertreter der Kleinvogelwelt sind arg gefährdet.. Elurausscht
Jagd=, Forst= und Fiuraussichtsorgane, macht trotz Waffenverbot streng euren Dienst, ermahnt und belehrt, bringt rücksichtslose und widersetzliche Besitzer solcher Schädlinge bei den Behörden zur Anzeige! Gerade jetzt ist erhöhte Aufmerksamkeit am Platze, wollen wir auch auf diesem Gebiete erhalten und zum weiteren Aufbau beitragen. S.
oder Werwolf=Agent?
Es war vor ungefähr einem Monat ... In einem Innsbrucker übersetzungsbüro erscheint ein Herr, der eine dringende und eilige übersetzung bestellt, seine Karte lautet auf den Namen: „K.=H. W. Fürst von Waldenegg=Grayvenside, Prinz von HannoverBraunschweig.“ Immerhin ein vielversprechender Titel. Als man dem Briefe, der zu übersetzen ist, entnimmt, daß er sogar noch mehr ist, nämlich „regierender Fürst auf Grund des alliierten Beschlusses und der erneuerten Personal=Union zwischen dem Königreich England und Hannover=Braunschweig“, da begrüßt man es, etwas, wenn auch nur indirekt, im Interesse der alliierten Mächte tun zu können. Allerdings, das muß man vorausschicken, läßt das Auftreten dieses Mannes nicht gerade einen Prinzen vermuten — aber darüber hätte man schließlich hinweggesehen, wenn nicht irgend
etwas den Mann doch verdächtig gemacht hätte. Einzelheiten würden zu weit führen, jedenfalls hielt man es auf Grund seiner sehr mangelhaften Papiere doch für angebracht, die Militärpolizei von dem Falle zu verständigen. Einem regierenden Fursten, einem Verwandten des
Wetterschäden in Osttirol Lienz, 26. Juli. Durch Gewitter wurde das Defereggental vermurt. Die Straße war mehrere Tage für den Verkehr gesperrt. In Leisach bei Lienz wurde die Ernte durch Ha
gelschlag vernichtet. In Lienz selbst ging am Sonntag abend ein Hagelschlag nieder, der Eisstückchen in der Größe von Taubeneiern warf. Der Iselsberg und der Nußdorfer Berg waren infolge des Hagels weiß wie im Winter.
Der Gemeinderat von Lienz Lienz, 26. Juli. Außer dem von der Militärregierung zum Bürgermeister ernannten Ignaz Oberhuber gehören als gewählte Mitglieder dem Gemeinderat an der erste bürgermeister Gustav Weinzierl, der zweite Vizebürgermeister Anton Lechner. Erster Stadtrat ist Siegfried Rohracher, zweiter Stadtrat Hans Krwaza. Stadträte sind Staudacher, Maierl, Strotter, Petermaier, Anton Lechner.
Todesfälle
In Innsbruck starb im Alter von 60 Jahren der Lokomotivführer i. R. Heinrich Plank. Die Beerdigung ist am Samstag um 3 Uhr am Wiltener Friedhof. Weiters starb nach langer Krankheit, doch unerwartet schnell, Alois Miehle, Postinspektor i. R., im 63. Lebensjahr.
Aus dem braunen Schuldeuch
Uferlose Geschäfte am Herzog=Siegmund=Ufer Innsbruck, 26. Juli.
Wer ein guter Nazi war, konnte während der braunen Ara auch gut verdienen. Ein Beispiel dafür ist der Obst= und Gemüse=Import in der Großmarkthalle, die Firma Hans Käsbauer in Innsbruck, Herzog=Siegmund=Ufer 3. Als Käsbauer vor einiger Zeit verhaftet wurde, hatte er wohl etliche Millionen Reichsmark bei sich, die auf den sehr guten Gang der eigens für sein Geschäft geschaffenen Gemüsezentralisierung hindeuten.
Der Leser hat das Wort
Wir haben im Laufe der letzten Tage aus unserem Leserkreis verschiedene Zuschriften erhalten, aus denen wir das lebhafte Interesse erkennen, das unserem Blatte entgegengebracht wird. Es freut uns, in der Lage zu sein, einige der Anregungen, die in diesen Zuschriften gegeben werden, der öffentlichkeit vorzulegen.
Der Wunsch eines Ausgebombten
So meint ein Ausgebombter, man möge doch die alten Möbel und Sachen, die so oft den Dachboden und andere Räume verstellen, zum Verkauf bringen, denn denen, die durch Bombenschäden alles verloren haben, wäre mit solchen Behelfen sicherlich gedient.
Wo sind die Kanzleiposten für die Heimkehrer?
Eine andere Zuschrift verweist darauf, daß es hohe Zeit wäre, den rückkehrenden Soldaten jene Plätze in den Büros einzuräumen, die seinerzeit von den Nazi besetzt wurden. Die Lieblinge der Partei hätten sich in der Verborgenheit der Kanzleien von der Dienstleistung an der Front davongeschraubt. Die heimkehrenden Soldaten aber werden jetzt vom Arbeitsamt als Hilfsarbeiter und Bauernknechte verwendet. Wenn man von den Opfern des vergangenen Re
gimes spreche, dürfe man der Soldaten nicht vergessen, die sicherlich am meisten begaunert worden sind.
Fremdenverkehr?
Ein Fachmann für den Fremdenverkehr schreibt uns: „Einladen kann nur, wer auch was zu bieten hat. Wir haben aber außer den nicht zertrümmerten Naturschönheiten gegenwärtig nichts zu bieten. Darum zuerst an den Aufbau der Hotels und Städte, die frei von Schuttmassen sein müssen, unseres Eisenbahnwesens, Autobusverkehrs, einer gesicherten Ernährungslage Dann werden sich vielleicht die inzwischen heimgekehrten amerikanischen, englischen und französischen Soldaten an ihren Aufenthalt in Österreich an einem einladenden Punkt erinnern und unterstützend für unsere Fremdenverkehrspropaganda wirken, indem sie Frau, Kinder und Verwandte animieren, Tirol, Kärnten und Salzburg zu besuchen.“
Brennholz für Innsbruck
„Unter den Trümmern der zerstörten Häuser liegt noch viel gutes, trockenes Holz, das vor Eintritt der kalten Jahreszeit an die Holz= und Kohlenhändler in Scheiterlänge abgegeben werden sollte, die es, nachdem es durch die bei ihnen
vorhandenen Kreissägen und Spaltapparate zu Kleinholz verarbeitet worden ist, an die bei ihnen eingetragenen Kunden verteilen können. Dadurch hönnte eine halbwegs gleichmäßige Belieferung mit Brennstoff erreicht werden. Es hat nicht jeder die Zeit, die körperliche Fähigkeit oder auch nur das Werkzeug, um sich auf eigene Faust mit Brennholz zu versorgen. Es muß aber auch diesen die Möglichkeit gegeben werden, sich im heurigen Winter einen Raum zu erwärmen. Da das Trümmerholz den betreffenden Hauseigentümern gehört, von denen viele es auch nicht für sich selbst bergen können, müßten sie natürlich entschädigt werden. Durch diese Holzaktion könnte gleichzeitig auch der Wiederaufbau der Häuser beschleunigt werden, wenn der dabei weggeschaufelte Schutt abgeführt wird. Vorher müßte freilich noch da und dort der
auf der Straße liegende Schutt entfernt werden, um an die Trümmerstätten besser herankommen zu können.“
In der nächsten Zeit werden im Vatikan eine ganze Reihe von Kurzfilmen für den römischkatholischen Religionsunterricht hergestellt werden. Alle über die ganze Welt verstreufen Pfarrgemeinden und Bezirksstellen werden mit Reproduktionsapparaten versehen werden.
THEATE
Landestheater
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britischen Königshauses dürfte es ja nicht allzu schwer fallen, sich einwandfrei zu legitimieren —, so glaubte man. Aber die amerikanische Militärpolizei war sogar sehr erfreut, auf den Mann aufmerksam gemacht zu werden, und sie hat sich seiner recht gründlich angenommen —, bis heute hat sie ihn noch nicht wieder hergeben wollen. Soviel aus den bisherigen Außerungen der zuständigen Stellen zu entnehmen war, ist er nämlich nicht nur ein Hochstapler, das wäre gar nicht so gefährlich, nein, er hat es weiter gebracht! Man vermutet — und zwar sehr begründet — in ihm einen der Organisatoren einer Gesellschaft von Lumpen und Verbrechern, denen das bisherige Nazi=Chaos noch nicht genügte und die es nicht mitansehen können, daß die Menschheit einmal wieder aufatmet von dem Druck der Tyrannei und dem Schmerz des
Blutvergießens, Leute, die die „deutsche Ehre retten wollen“ — so las man in seinen Schriften. Wahrscheinlich wird mit ihm zusammen ein ganzes Nest diese Friedensstörer und Verbrecher ausgehoben werden. Hoffen wir, daß es gründlich geschieht!
Wie sich die Innsbrucker erinnern, wurde im Jahre 1943 den Gärtnern und Erzeugern in Innsbruck die unmittelbare Belieferung des Innsbrucker Marktes und der Stammkunden verboten. Um angeblich „eine gerechte Verteilung“ des Gemüses und Obstes zu gewährleisten, wurde der gesamte Gemüsehandel bei der Firma Käsbauer zentralisiert. Es ist selbstverständlich, daß durch diesen Zwischenhandel sich jeder Salatkopf und jede Petersilie verteuert hat. Dies hätte jedoch die Bevölkerung am Ende noch in Kauf genommen. Daß jedoch durch diese Zentralisierung ein Großteil des Gemüses verdarb, weil es nicht mehr frisch vom Gärtner weg auf den Markt geliefert, sondern tagelang beim Großverteiler gestapelt wurde, ist nicht zu verantworten.
Dies war jedoch den Nazibonzen gleichgültig. Ihnen war es ja möglich, sich die notwendige Ware unmittelbar beim Gärtner zu beschaffen. Die Nazigärtner wurden ja nicht so streng überwacht wie die übrigen Gärtner. Jeder gegnerisch eingestellte Gemüsebauer mußte gewärtig sein, daß er schwer bestraft würde, wenn er an seine Kunden direkt vom Garten weg Gemüse verkaufte. Da fehlte es nicht an Schikanen. Die Pflichtjahrmädchen der braunen „Gnädigen“ aber wußten die Schliche, wie sie zum Gemüse kamen. Die übrige Bevölkerung jedoch mußte mit dem vorliebnehmen, was eben übrigblieb.
Freitag, 17.00 Uhr: „Die drei Eisbären.“ Gastspiel der Breinößlbühne.
Tiroler Heimatbühne
Die Tiroler Heimatbühne beginnt am Sonntag, den 29. Juli, ihre Spieltätigkeit. Als Eröffnungsvorstellung bringt sie in ihrem alten Heime, „Volksspielhaus Hötting“, Schneeburggasse. 32, Anzengrubers Komödie „Der Gewissenswurm“. Beginn der Vorstellung 18.30 Uhr.
Letzte Wiederholung des Symphoniekonzertes
Da viele Musikfreunde in den bisherigen Aufführungen keinen Einlaß finden konnten, findet Dienstag, den 31. Juli, 18.15 Uhr eine letzte Wiederholung des Symphoniekonzertes statt. Dirigent dieser Aufführung ist Dr. Hans Wolf (USA.). Vorverkauf am Montag, 30. Juli, an der Theaterkasse.
Bruno Brehm verhaftet
Linz, 25. Juli. Durch Mithilfe der Bevölkerung gelang es den amerikanischen Besatzungsbehörden, den Schriftsteller Bruno Brehm in Bad Schallerbach zu verhaften. Brehm, der Sudetendeutscher ist, wurde nach dem überfall auf österreich im Jahre 1938 ganz zum nationalsozialistischen Propagandaschriftsteller wie schon die Titel seiner damals erschienenen Werke „Glückliches österreich“ und „Der Tag der Erfüllung" beweisen.
Rückkehr des ehemaligen Landeshauptmannes Dr. Rehrl nach Salzburg
Berlin, 25. Juli. Der ehemalige Landeshauptmann von Salzburg Dr. Rehrl der bei der Besetzung Deutschlands durch die Alliierten aus einem Konzentrationslager befreit wurde und sich seither in einem Berliner Krankenhaus besand, wird am Donnerstag nach österreich zurückkehren.
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