Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 40
Tiroler Tageszeitung
Dienstag, 7. August 1945
Stadtund Land
ker nun plötzlich bei uns gewachsen wäre? Keineswegs! Hören wir den zuständigen Fachmann von Tirol.
Wir haben in Tirol gar keine eigene Zukkerproduktion. Unsere sind seit dem Zusammenbruch restlos aufgebraucht. Kurz vor diesem Datum wurde zwar noch eine größere Ladung erwartet, aber sie kam nicht mehr an. Tirol brauchte jetzt einen einmaligen Zuschuß von 200.000 Kilogramm, die uns fehlen. Man könnte sie beispielsweise aus Oberösterreich oder aus alten Wehrmachtbeständen einführen. Dafür müssen wir aber im Austausch andere Naturprodukte, die es bei uns reichlicher gibt, wie
Holz und Käse hergeben. Die fur diese eriode aufgerufene Zuckermenge will man aus den verstreuten Restbeständen, durch die Herbeiführung einiger Waggons von auswärts und schließlich mit Hilfe der französischen Militärregierung aufbringen. Der Austauschstoff Saccharin ist ebenfalls nicht zu erhalten. Die einzige Fabrik dafür besteht in Wien. „
Die Eierversorgung
Hören wir: Schon im letzten Jahr konnten in Innsbruck pro Person nur sechs Eier abgegeben werden, viel zu wenig, wenn man den schon sowieso gering gewordenen Vitämingehalt unserer Nahrung bedenkt. Aber nun hat es der Ablieferungsunwille soweit gebracht, daß nicht einmal mehr für die Privatkranken die nötige Eierzuteilung durchgeführt werden kann. Es liegt auf der Hand, daß hiergegen nur schärfere Maßnahmen helfen. Eine Erhöhung der Ablieferungsquote wird kommen, begleitet von bald beginnenden amtlichen Kontrollfahrten zu den Ortssammelstellen, um die Ablieferungsmöglichkeiten zu überprüfen. Den verantwortlichen Leitern der Ortssammelstellen obliegt also, wie man sieht, eine doppelte Pflicht: Einmal, die Ablieferer auf die Notwendigkeit der
Maßnahmen hinzuweisen, andererseits durch Unterstützung der Kontrolle zur Vermehrung der Ablieferung beizutragen und so wenigstens zu verhindern, daß im betreffenden Ort zwangsweise die Quote erhöht wird. Auch hier fängt wie überall die Wohlfahrt eines Landes ganz unten an.
Die Versorgung mit Fleisch, Milch und Fett
hängt im Lande Tirol aus besonderen Gründen, die aber jeder wissen muß, zusammen und kann nicht voneinander getrennt werden. Dies ist zugleich die Antwort auf die Frage, warum die Fleischrationen nicht erhöht werden, obwohl wir ein Land mit Viehzucht sind. Der Viehstand ist trotz des Krieges im allgemeinen gleich geblieben wie in Friedenszeiten, teilweise ist er sogar angewachsen. Der Grund hiefür sind die Vieheinkäufe der Bauern, die sich dadurch vor einer unberechtigt befürchteten Geldentwertung schützen wollten.
Aber: Tirol, ein Bergbauernland, hat hauptsächlich das leichtere Nutzvieh und Zuchtvieh, nicht aber Schlachtvieh. Der Wert des Nutzviehes hängt von der Milchleistung ab, der des schweren Schlachtviehes vom Fleischgewicht. Man hat also vom Schlachtvieh mehr, im Hinblick auf die Fleischration, aber dafür viel weniger Milch und Fett zu erwarten. Würde man nun in Tirol, um die Fleischrationen zu erhöhen, Vieh abschlachten, so müßte man auf das Nutzvieh zurückgreifen, das unser Milch= und Fetterzeuger ist. Das heißt: Wir können nicht mehr Fleisch essen, ohne nicht zugleich unsere Milch= und Fettrationen, wo wir überdies schon früher von den Nachbarländern abhängig waren, zu kürzen. Dieses Nutzvieh ist also unsere „Trumpfkarte“ und zugleich ein wichtiger
Ausfuhrartikel.
Darauf haben die Fachmänner, mit denen wir uns unterhielten, besonders hingewiesen: Die Versorgung eines Landes wie Tirol ist gegenwärtig eine Angelegenheit geschickten auswärtigen Wareneinkaufes, das heißt geschickten Warenaustausches, denn, wir können uns nicht selbst ernähren, und Nahrungsmittel gibt es heute nirgends im überfluß. Tauschgeschäfte aber kann man nur machen, wenn man mehr produziert als man selbst verbraucht. Daher muß das ganze Land sein Augenmerk auch auf die Erzeugung unserer Ausfuhrgüter lenken.
So sieht also die Kehrseite unserer Lebensmittelkarte aus, auf die wir zum Ende jeder Periode so sehnsüchtig warten. Sie bereitet den verantwortlichen Männern mindestens ebenso viele Sorge wie den Hausfrauen. Man sieht aber dabei noch eins: Ein Land wie Tirol muß — und da hilft nun einmal nichts — erkennen, daß vorerst nur die eigene Kraft weiterhilft. Außerdem wird es in diesem Land auf die Dauer nicht dem einen Stand, auch wenn er der Erzeugerstand ist, gut gehen, wenn es den anderen, den Verbrauchern, immer schlechter gehen würde.
Dr. Kugler.
Ein- und Ausfälle
Der Nazi=Reichstag wurde in die Berliner Krolloper einberufen — er war ja auch nur eine Spielerei.
Brauchen wir Idealisten?
Im Jahre 1942 wagte es Professor Doktor Ernst Kretschmer von der Universität Marburg, in seinem Buche „Geniale Menschen“ folgende Sätze zu schreiben:
„Der Trieb zu kalter, blutiger Grausamkeit tritt unter den großen Heroen der Weltgeschichte selten krasser hervor, als bei den Gründern der Tugendstaaten. Sie haben Hekatomben blühender Menschen auf dem Altar der Tugend geschlachtet, die übrigen verbannt oder ins Zuchthaus gezwängt und gequält, alles im Namen des Guten. Istdenn das Gute nicht Güte?“ „Die Hölle?“ schrieb Dostojewskiy, „Ich glaube, es ist die Welt, in der man nicht mehr lieben kann.“
Dschingiskan, Tamerlan, Cromwell, Mussolini, Hitler. Sie alle waren, so wie Kretschmer schrieb, „Idealisten“ und vernichteten die Blüte, die Besten ihres Volkes und brachten unermeßliches Leid über Millionen Menschen. Es scheint so zu sein, wie Peter Squenz schrieb: „Menschen, die die anderen über ihre eigene Minderwertigkeit täuschen wollen, nennen sich gerne Idealisten.“ Brauchen wir Idealisten? Nein! Gute Menschen brauchen wir. „Haß trennt, aber Liebe verbindet“, schrieb Empedokles vor 2500 Jahren. Deshalb muß jede Gewaltherrschaft früher oder später durch eigene Schuld zugrunde
THEATER UND KUNST
Landestheater
Dienstag, 18.30 Uhr: „Jedermann“.
Zum Hofmannsthal=Abend am 2. August im Musikvereinssaal
Ein kleiner, feiner Kreis im ganz schlichten Rahmen. Nicht einmal eine Leselampe, nur das Deckenlicht und geschmackvoll natürliches Grün hinter die Pulte verteilt. Sammlung und Innerlichkeit bilden die Note dieses Abends, noch bevor Siegfried Süßenguth uns mit seinen „Terzinen über die Vergänglichkeit“ in die Geistes= und Gefühlswelt Hugo von Hofmannsthal einführt. Je mehr uns aber seine wunderbar zart und lebendig gesprochenen Worte und die edle Schönheit des Vortrages von Traute Foresti das von Doktor Tepser mit großem künstlerischen Feingefühl ausgewählte erlesene Programm Punkt um Punkt entwickeln, desto stärker geraten wir in den Bann dieser Stimmen und des Meisters, der sich in
gehen. „Wen die Götter ganz verderben wollen, dem legen sie die Schuld tief in die eigene Brust“, schrieb ebenfalls vor zweieinyalb Jahrtausenden der große griechische Dramatiker Aischylos. Dr. A. Mörl.
Entlassung ehemaliger Wehrmachtsangehöriger
Die Militärabwicklungsstelle gibt bekannt: Die für den 8. August vorgesehene Entlassung ehemaliger Wehrmachtsangehöriger, die unter den Nummern 8001—9000 registriert sind, wird auf den 13. August verschoben. Die Soldaten, die unter den Nummern 9001—11000 registriert worden sind, werden am 14., bzw. 15. August zur Entlassung kommen. Die Entlassungsstelle ist im ehemaligen Waisenhaus, Innsbruck, Museumstraße Nr. 30.
Kameradschaftsabend in Schwaz
Am Samstag, den 4. August 1945, fand in Schwaz ein Kameradschaftsabend des französischen Offizierskorps statt, zu dem auch die Vertreter der Stadt sowie andere prominente Persönlichkeiten geladen waren. Der Abend verlief mit Gesangsdarbietungen und Tanz in einer herzlichen, freundschaftlichen Atmosphäre und vertiefte die gegenseitigen Beziehungen.
ihnen ausdrückt. Voll schürfender Geistestiefe und voll Adel und Glut der Empfindung. Glanzstücke der Lesung waren der „Monolog des Hdipus“, gesprochen von Siegfried Süßenguth, und der „Monolog der Aquilina“, gesprochen von Traute Foresti. Hier offenbarte sich nicht nur die Verwandtschaft der Dichtung, sondern auch die Verwandtschaft der Auffassung und Wiedergabe der beiden Künstler, von der man wohl sagen kann, daß sie aufeinander abgestimmt war. Im übrigen müßte Frau Forestis Organ für einen größeren Hörerkreis manchmal etwas mehr an Lebhaftigkeit gewinnen. In fein verbindender, künstlerischer Form gaben uns Liselotte Richter (Cello) und Herr Suitner (Klavier) sowie Stoja Eichenhofer und Freis Richter die musikalische Betonung und Bereicherung
dieses Abends, für die wir wie für die ganze Veranstaltung nur danken müssen. Sch.
Klavierabend Hans Solty Am Donnerstag, 9. August, wird Pianist Hans
Solty in Innsbruck sein erstes Klavierkonzert geben. Der Künstler, der während der Nazijahre
Gedenkstunde der östorreichischen demokratischen Freiheitsbewegung
für ihren Kameraden Dr. Walter Krafne
In würdigschlichter, echt
Form gedachte am Sonntag, den o. August 1945, vormittags die Landesleitung und erste Kampfgruppe der Ö.d.F.B. Tirols ihres aus ihren Reihen als Opfer seiner überzeugun gerissenen Kameraden Walter. Landesleiter Major Molling legte gemeinsam mit Doktor Wallentin, dem Führer der Kampfgruppe, bei der Gedenkstätte am Friedhof in Solbad Hal
zwei Kränze nieder. Außer den Eltern Walters nahmen an der schlichten Ehrung auc seine engsten Freunde aus der ersten Kampf. geir 22——
das Auftrittsverbot und mit seiner Familie unter der Willkür des Regimes besonders zu leiden hatte, hat somit wieder die erste verdiente Gelegenheit, mit einem sorgsam ausgewählten Programm seine unbestreitbar großen künstlerischen Qualitäten aufs neue zu beweisen. Wir dürfen mit Recht einen genußreichen Abend erwarten.
In diesem Zusammenhange verweisen wir gleichzeitig auf das am 10. August zum ersten Mal mit späteren Wiederholungen stattfindende Volkstümliche Orchesterkonzert des Herrn Robert Ret. ler im Musikvereinssaal Innsbruck mit Sebastian
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Inserate in
„Tiroler Tageszeitung“
Um vielfachen Wünschen der Bevölkerung zu entsprechen, wird erstmalig für Samstag, den 11. August, eine Inseraten=Seite für Kleinanzeigen in der „Tiroler Tageszeitung eingerichtet.
Die „Tiroler Tageszeitung“ wird aus die sem Grunde bis auf weiteres jeden Samstag mit vier Seiten Umfang erscheinen, wovon eine Seite für den Inseratenteil vorge sehen ist.
Die Annahmestelle für Inserate befindei sich in der „Tiroler Tageszeitung“, Innn bruck, Andreas=Hofer=Straße 4, Parterre, wo auch nähere Auskünfte erteilt werden.
Für die Ausgabe am 11. August müssen die Inserate bis längstens 9. August abends aufgegeben werden.
Die Aufnahme der Inserate unterliegt den zur Zeit bestehenden gesetzlichen Bestimmungen. Österreichische Staatsbürgerschaft, An gabe der genauen Anschrift, Kennkarten=Ausweis ist Voraussetzung.
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Hauser als Tenor, das im Rahmen der laufenden Konzertveranstaltungen des Monates August 1945 diesen eine sicherlich glanzvolle Einleitung gibt.
Balladen=Abend Fred Liewehr
Fred Liewehr, unser prominenter Gast aus den Wiener Burgtheater, wird am Mittwoch, 8. August, um 18.30 Uhr im Musikvereinssaal lesen. Das Institut für Kultur und Wissenschaft beginnt mi dem Kartenverkauf in der Hofburg Dienstag, den 7. August, um 9 Uhr früh.
Die bekannte Operettensängerin, Frau Zeller Toelzig aus Wien hält sich zur Zeit in Mutter auf.
FILMTHEATER
Kammerlichtspiele: „Philharmoniker“. Zentral. „Die große Nummer“. Triumph: „Karneval d## Liebe“. Löwen: „Lache Bajazzo!“ Laurin: Gaste spiel der Klingenschmidbühne (4.00 und 6.30 Uhr Hall: „Lumpazi Vagabundus“. Spielzeit: 30. 5.00, 7.00. Vorverkauf: 10.00—11.00. Kitzbühll. „Dr. Crippen an Bord“. Hirschen, Kufstein. „Frauenliebe — Frauenleid“. Wörgl: „Rigoletto“. St. Johann: „Romantische Brautfahrt“.
SPORTUND SPIEI
Fußball in Innsbruck
Sportverein Kufstein gegen Rot=Weiß Innbruck 5 : 2 (3:0). — Sportverein Innsbruck gegen Sportverein Silz 4:1 (1 0). — Sportverein Kusstein II gegen Rot=Weiß Innsbruck II 6:3 (3:9 — Sportverein Innsbruck=Jugend gegen Schwaz Jugend 4 :2 (4:0).
RADIO-INNSBRUCK Communique:
A partir du lundi 6 aout, Radio Innsbruck retrammettra les informations de la radiodiffusion frir caise aux heures suivantes:
12.00—12.10: informations.
13.00—13.10: informations, revue de presse etran gere.
18.00—18.15: informations.
19.00—19.10: informations.
24.00— 0.10: dernier bulletin d’informations. Radio-Innsbruck retransmettra egalement, de hr
dio-Vorarlberg, l’emission „Radio-Victoire“ (courrier des zones d’occupation) qui passe de 13.101 13.20.
Nous signalons enfin aux auditeurs francais d Radio-Innsbruck les principales emissions musicale de la journee:
7.40—9.00: concert du matin.
12.10—12.45: musique enrégistrée.
20.00—20.30: airs d’Amerique.
21.00—21.45: soirée à l’opéra.
22.00—23.00: musique de danse.
Frühsendung.
6.00 bis 9.15: übertragung von Radio Salzburg
Der Bezirk Kitzbühel im Aufbau
Kitzbühel, 5. August.
Die Aufbauarbeiten im Bezirk Kitzbühel, die auf Veranlassung des Bezirkshauptmannes Max Werner geführt werden, stießen anfangs auf sehr große Schwierigkeiten, weil das abtretende verantwortungslose Regime eine wahre Völkerwanderung nach Tirol angeardnet hatte und vor allem die Fremdenorte im Bezirk Kitzbühel überlaufen wurden. Im Zusammenwirnen aller verantwortlichen Stellen und durch den Einsatz der verfügbaren Mittel gelang es aber trotzdem, die Lebensmittellage des Bezirkes soweit zu sichern, daß die ganze Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgt werden konnte und auch für die Zukunft die Gewähr geboten ist, daß die Bevölkerung in diesem östlichen Bezirk Tirols ihre lebenswichtigen Güter zugewiesen bekommt. Dies ist auch der Besat
schaliche. für alle wirttlichen und kulturellen Fragen des Bezirkes großes Verständnis zeigt und dort helfend eingreift, wo eine dringende Lösung notwendig ist.
Vorausschauend wurden alle jene Maßnah
men ergriffen, die ein Durchhalten für den kommenden Winter erleichtern sollen. Hier handelt es sich vor allem um die Sicherstellung von Heizmaterial. Neben einzelnen Torfvorkommnissen wurde in der Nähe von St. Johann i. T. eine Kohlenförderung erschlossen, die schon in der nahen Zukunft für den Bezirk kostbaren Heizstoff fordern wird. In den Gemeinden wurde angeregt, durch Sammelaktionen der Schulkinder selbst Heizmaterial für die Familien zu besorgen.
Groß und schwierig sind die Aufgaben in allen Fragen, die mit Unterstützung und Fürsorge zusammenhängen. Im Bezirk Kitzbühel leben viele Hunderte von Familien, vollkommen mittellos, aus allen Teilen Österreichs und aus dem Ausland. Durch Selbsthilfe versuchen die einzelnen Gemeinden Linderung diesen Armsten zu geben, die durch das Naziregime in ein großes persönliches Unglück gestürzt wurden und nun ohne Hab und Gut dastehen. Witwen, Waisen und Invaliden dieses Krieges werden im Rahmen des Möglichen weitestgehend unterstützt, um ihnen ihr schweres Los zu erleichtern. Es ist das Bestreben des Bezirkshauptmannes und seiner Mitarbeiter, Kriegsversehrte, soweit wie möglich und soweit sie sich bewähren, in Bürostellen einzusetzen, um ihnen so
die Möglichkeit zu geben, als Österreicher an der
Gestaltung einer besseren Zukunft mitzuar
beiten.
Durch den Abtransport vieler Ausländer und seitdem es der Sicherheitsbehörde gelang, die Kontrolle des Bezirkes in jeder Hinsicht in der Hand zu haben, ist der Sicherheitsfaktor im Bezirk gestiegen.
Wie im ganzen Land, zeigt sich auch im Bezirk Kitzbuhel ein starker Arbeitermangel. Geeignete Maßnahmen, die im Interesse der gesamten Bevölkerung liegen, werden ergriffen, um diejenigen Aufbauarbeiten durchführen zu können, die notwendig sind, um die wirtschaftliche Sicherung des Bezirkes zu gewährleisten. So hat in den letzten Tagen am Schwarzsee eine Razzia gegen Arbeitsscheue mit Erfolg stattgefunden. Auch gegen Schieber und Hämsterer, gegen Gerüchtemacher und Denunzianten wird scharf vorgegangen. Wenn auch der Bezirkshauptmann bei jeder Gelegenheit versucht, durch persönliche Fürsprache und vermittelndes Eingreifen auftretende Härten auszugleichen, so hat er durch sein Einschreiten gegen Unbelehrbare vor der ganzen österreichischen
Bevölkerung bezeugt, daß er in keiner Weise Querulanten in der Gemeinschaft der Österreicher duldet.
Erfreulicherweise ist der Gesundheitszustand im Bezirk Kitzbühel zufriedenstellend. Es konnten bis jetzt teilweise aufflakkernde Krankheitsherde durch den selbstlosen Einsatz der Arzteschaft und mit Hilfe der Besatzungsbehörde schnell überwunden werden. Gerade diesem Gebiet widmet die Militärregierung ihr größtes Augenmerk; sie hat durch Zurverfügungstellung von Medikamenten und Arzneimitteln wesentlich mitgeholfen, daß der Gesundheitszustand im Bezirk Kitzbühel auf so beachtlicher Höhe steht.
Allseits regen sich wieder Hände, um die teilweise durch Bombenabwurf, Artilleriebe
schuß und Einquartierung von Flüchtlingen intleidenschaft gezogenen Schulen wieder in Ordnung zu bringen. Die meisten Schulen werden gegenwärtig instand gesetzt, um zu ermöglichen, daß Mitte September der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, was um so notwendiger ist, weil seit Jahr und Tag der Jugend in geistiger Hinsicht nichts Positives mehr geboten wurde.
Die Militärregierung, unter Führung von Major Reber, unterstützt die Arbeit des Bezirkshauptmannes in jeder erdenklichen Weise. (REG)
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