Tiroler Tageszeitung 1945

Monat:8

- S.18

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Ausgaben dieses Jahres – 1945
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Seite 2 Nr. 43
Tiroler Tageszeitung
Freitag, 10. August 196
Stadt und Lond
Fettausgabe
In der 4. Woche der 3. Zuteilungsperiode (laufende Periode) werden: für Erwachsene 100 Gramm auf Fettabschnitt 14, für Jugendliche 200 Gramm auf Fettabschnit 16, für Kinder 100 Gramm auf Fettabschnitt 16 abgegeben.
Verlorene Lebensmittelkarten
Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß für verlorene Lebensmittelkarten kein Ersatz geleistet werden kann. Es ist daher zwecklos, derartige Ansuchen an die Ernährungsämter zu stellen.
bestätigung beizubringen. Ausgenommen sind Frauen (auch ohne Kinder) im gemeinsamen Haushalt mit ihrem Manne.
2. Jeder Arbeitgeber, der aus Gefälligkeit Arbeitsbestätigungen über Scheinarbeitsverhältnisse ausstellt, wird bestraft; desgleichen auch der mit einem derartigen Gefälligkeitsattest betretene Arbeitnehmer. (Diesbezügliche Erhebungen werden künftig vorgenommen werden.)
3. Nicht in einem Arbeitsverhältnis stehende Kranke haben sich, sofern es ihr Gesundheitszustand erlaubt, mit einem ärzt
Wiedereröffnung des zahnärztlichen Ambulatoriums der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Innsbruck
Nach einer längeren Unterbrechung, die infolge Bombenschadens notwendig geworden war, hat das zahnärztliche Ambulatorium der Allgemeinen Ortskrankenkasse Innsbruck vor einigen Tagen seinen Betrieb wieder voll aufgenommen. Da bis zur Wiederinstandsetzung der alten Räume noch einige Zeit vergehen dürfte, wurde das Ambulatorium in neuen Räumen, und zwar im Gebäude der Kartenstelle Innrain Nr. 53, 2. Stock, neu errichtet.
Diese Leistung der Krankenkasse entspricht einem dringenden Bedürfnis der Bevölkerung und dürfte von den Patienten freudig begrüßt werden. Es ist besonders anerkennenswert, daß diese Einrichtung — trotz der bestehenden Schwierigkeiten — rasch in Gang gesetzt wurde und daß es nun möglich ist, den Mitgliedern eine qualitativ hochstehende Behandlung im eigenen Ambulatorium der Kasse zu bieten.
Durch diese soziale Tat ist wieder ein Schritt vorwärts zur Konsolidierung der Verhältnisse getan und ein weiterer Beitrag zum Wiederaufbau Österreichs geleistet.
Behandlungszeit: Montag bis Freitag von
8.00 bis 18.00 Uhr; Samstag von 8.00 bis
12.00 Uhr.
Arbeitsnachweis — Lebensmittelkarten
Das Arbeitsamt Innsbruck gibt bekannt:
Trotzdem des öfteren durch Presse und Rundfunk Weisungen an die Bevölkerung Tirols ergingen, daß ein Bezug von Lebensmittelkarten von der Beibringung eines Beschäftigungsnachweises oder einer Meldebestätigung des Arbeitsamtes abhängig gemacht wird, ergaben sich an den Schaltern der Kartenstellen immer wieder Zweifelsfälle, die nachstehend eine Klarlegung erfahren sollen:
1. Alle Männer von 16 bis 60 Jahren und alle Frauen von 16 bis 50 Jahren haben einen Beschäftigungsnachweis (Dienstausweis) oder eine vom zuständigen Arbeitsamt unmittelbar vor jeder Lebensmittelkarten
lichen Zeugnis am Arbeitsamt bei ihrer Berufsgruppe zu melden und werden fallweise dem Amtsarzt vorgestellt.
4. Ausländer aller Nationalitäten, soferne sie nicht in Lagern untergebracht und verpflegt werden, haben einen Beschäftigungsnachweis oder die Meldebestätigung des Arbeitsamtes vorzulegen.
5. Arbeitsleistungen von nur wenigen Tagen zum Zwecke des Erhaltes der Lebensmittelkarten werden strengstens bestraft.
6. An Kriegsversehrte der Stufen II bis IV werden die Lebensmittelkarten auf Grund des Versehrtenausweises ausgefolgt.
7. Alle bisherigen Anordnungen über die Beibringung eines Beschäftigungsnachweises oder einer Meldebestätigung des zuständigen Arbeitsamtes bleiben voll aufrecht.
Der im Ostalpenraum jedem Bergfreund bekannte Alpenverein ist nicht nur der größte Grundbesitzer in Österreich, er besitzt auch die meisten Unterkünfte mit der Zahl von über 25.000 Schlafplätzen und er ist deshalb für alle Alpenländer auf Grund seines über sieben Jahrzehnte sich erstreckenden verdienstvollen Wirkens von ausschlaggebender wirtschaftlicher Bedeutung, insbesondere für den Fremdenverkehr. Es ist daher besonders wichtig, daß dieser große Verein bestehen bleibt und in einem Sinne geleitet wird, der den Erfordernissen der Zeit in jeder Beziehung gerecht wird.
Dies hat die Tiroler Landesregierung als zuständige Vereinsbehörde für den Sitz der Leitung des Alpenvereins in Innsbruck weitblickend erkannt. Sie bestellte auf Vorschlag maßgebender Alpenvereinskreise den Magistratsdirektor der Stadt Innsbruck, Dr. Hans Senn, zum treuhänderischen Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses des Alpenvereins und gab ihm einen achtköpfigen Verwaltungsausschuß, in dem Bergsteiger aller politischen Richtungen vertreten sind, als beratendes Organ zur Seite.
Somit ist die Leitung dieses großen Bergsteigervereins wieder in einwandfreien Händen und die Fortführung der Geschäfte im Geiste der neuen Zeit gesichert.
Der neue Verwaltungsausschuß ist unverzüglich an alle Alpenvereinszweige herangetreten mit der Aufforderung, die Arbeit wieder aufzunehmen. Hiezu gehört zunächst, daß die Zweige, bzw. deren Vorstände und Ausschüsse mit solchen Bergsteigern besetzt werden, die politisch nicht belastet sind und die dafür sorgen, daß die AV.=Zweige in einem Geiste geleitet werden und arbeiten, der positiv zum Staate und den gewaltigen Wiederaufbauaufgaben, die vor uns stehen, sein muß. — Fur die sonach erforderliche Satzungs= und Namensänderung wird der neue Verwaltungsausschuß den Zweigen noch eingehende Richtlinien geben.
Die vielen AV.=Hütten sind durch die Ereignisse der letzten Tage vor und der ersten Wochen nach Kriegsende in verschiedenem
Grade in Mitleidenschaft gezogen worden. Soweit erreichbar, haben alle Hüttenwirte den strengen Auftrag erhalten, die Hütten sofort wieder instand zu setzen und zu bewirtschaften, zum mindesten zu bewarten, damit weitere Eigentumsverletzungen vermieden werden. So kommt es, daß zum Beispiel fast alle tirolischen AV.=Hütten auch in diesem Sommer einfach bewirtschaftet, zumindest aber bewacht sind. Es wäre dringend erwünscht, daß dies auch in den übrigen österreichischen Bundesländern in gleicher Weise gehandhabt wird — doch fehlen der Vereinsleitung darüber zuverlässige und vollständige Nachrichten.
Die Ausgabe der Jahresmarken ist überall im Gange. Für solche Mitglieder, die mit ihren heimischen Zweigen keine Verbindung haben, ist bei der Vereinsleitung Innsbruck, Erlerstraße 9, 3. Stock, eine Mitgliedersammelstelle eingerichtet, die die JahresmarkenErneuerung besorgt.
Die neue Leitung des Alpenvereins hat von der für sie zustandigen Tiroler Landesregierung den Auftrag erhalten, Satzung und Bezeichnung des Gesamtvereins mit den nunmehrigen politischen Gegebenheiten in Einklang zu bringen. Sie hat zu diesem Zwecke einen eigenen Unterausschuß eingesetzt, der den Verwaltungsausschuß in diesen Dingen berät.
Der Verwaltungsausschuß hat sich also der ihm übertragenen Aufgaben bereits eifrigst angenommen. Er betrachtet es als die Hauptaufgabe seiner treuhänderischen Tätigkeit, den Verein und die in ihm gesammelten und wirksamen Kräfte des Bergsteigertums für den so wichtigen Wiederaufbau geordneter Verhältnisse und eines breiten Touristenverkehrs in den Alpenländern zu erhalten und einzusetzen, bis die endgültige Klärung der staatspolitischen Verhältnisse durch den Friedensvertrag eine Dauerlösung ermöglicht und eine künftige nach demokratischen Grundsätzen einzuberufende und durchzuführende Hauptversammlung die endgültige Wahl eines neuen Haupt= und Verwaltungsausschusses und damit einer neuen Vereinsleitung möglich macht.
Die ehemalige Landessäge in Kramsach
Das Landes=Sägewerk wurde 1920 gegründet, aus der Erwagung heraus, das an der Kramsacher Lände anfallende ärarische Holz in möglichster Nähe zu verschneiden, nachden die diesbezüglichen, mit der damals noch bestandenen Firma Otto u. Peter Thurwieser in Kramsach gepflogenen Unterhandlungen gescheitert waren. Mit diesem Unternehmen wurde aber zugleich die größte Konkurrenz für die umliegenden Sägewerke ins Leben gerufen, denn die Tausende von Festmetern Rundholz sind seither ausschließlich auf der Landessäge verschnitten worden, so daß eben die Nachbarsägen sich seither mit den meh oder weniger großen Holzpartien aus Privat= und Interessentschaftswaldungen oder mit Holz aus entfernter liegenden Gebieten mit hohen
Lieferungskosten begnügen muß ten, abgesehen davon, daß die Landessäge im Laufe der Zeit auch hierin Konkurren wurde, so daß diese nachbarlichen Sägen — zumeist mit Wasserkraft betrieben — Werk nicht mehr voll ausnützen konnten. Eine total abgebrannte Säge — noch dazu auf elektrische Kraft angewiesen — wie der aufzubauen, ist bei den jetzigen schweren wirtschaftlichen Verhältnissen wohl nicht notwendig, da eben die Sägen in Kramsach, Brixlegg und Kundl das jährlich anfallende Holz selbst aufschneiden konnen.
Anton Luchner, Kundl.

neues aus alder Welt
Schatzsuche mit Minendetektoren
Manila, 9. August. Minendetektoren werden jetzt zur Hebung eines Schatzes ver wendet. Bevor die Japaner im Dezember 1941 Manila, die Hauptstadt der eroberten, versenkten die amerikanischen hörden in der Bucht von Manila 240 Tonnen Silbermünzen im Werte von 80 Millionen Mark, um zu verhindern, daß diese den Ja panern in die Hände fallen. Inzwischen ha ben Meerestiere die Kisten, in denen das Geld verpackt war, zerstört und über ein weites Gebiet auf dem Meeresgrunde zerstreut Um festzustellen, wo das Geld liegt, werden von den amerikanischen Marinetauchernjetzt elektrische Minendetektoren benützt. Jeder einzelne Taucher bleibt 35 Minuten auf den Meeresgrunde und füllt dort einen Eimer, der insgesamt 500 Pfund Silber fassen kann, der dann an
die Meeresoberfläche geschafft wird
Bücherfund in Sachsen
Berlin, 9. August. 500.000 Bücher, einschließlich der vollständigen Archive der Verlages Fischer, die während der Nazihertschaft von einem Meißener Buchhändler versteckt wurden, sind jetzt wieder ans Tageslicht ge kommen. Unter den Büchern befinden sich die deutschen Ausgaben Tolstois und andere ausländischer Autoren.
Zentral: „Die große Nummer.“ — Triumph „Karneval der Liebe.“ — Kammer: „Philharmo niker.“ — Löwen: „Lache, Bajazo.“ Spielzeit 3, 5, 7 Uhr. Kartenvorverkauf: 10—11 Uhr. — Laurin: Gastspiel der Klingenschmidbühne (4 un 6.30 Uhr). — Hall: „Lumpazi Vagabundus.“
V (Alle Rechte bei Geraldine Katt.)
Die Mädchen aus dem K. d. d. K.
Von Geraldine Katt
Herr Goebbels besetzt die Rollen
In diesem Zusammenhange muß überhaupt erwähnt werden, daß keine Rollenbesetzung in der gesamten deutschen Filmindustrie möglich war, ohne vorher die ausdrückliche Genehmigung des Ministers einzuholen. Er kümmerte sich um alles, was mit dem Film zusammenhing, ob es nun das Manuskript, die Bauten oder sonst irgend etwas war. Alles wurde vorher von ihm begutachtet und erst, wenn er es genehmigt hatte, konnte mit der wirklichen Atelierarbeit begonnen werden. Das hinderte ihn allerdings keinesfalls, einen solchen von ihm in allen Einzelheiten genehmigten Film hernach doch noch zu verbieten. Ich glaube, am liebsten wäre es ihm gewesen, wenn er selbst den Film hätte schreiben, ihn inszenieren und gleichzeitig auch spielen können. Selbst als sich nach
Stalingrad schon die kommende deutsche Niederlage für alle Einsichtigen abzuzeichnen begann, fand er immer noch Zeit genug, jede kleine und kleinste Rolle in allen Filmen selbst zu besetzen. Die Produktionsleiter und Regisseure hatten lediglich das Recht des Vorschlages. Sie durften Listen mit den Namen der Schauspieler einreichen, die sie für die Idealbesetzung hielten. Das war aber auch alles, was sie tun durften. Die Listen erhielten sie dann meist von Dr. Goebbels eigenhändig korrigiert zurück und statt der Schauspieler, die sie für die besten gehalten hatten, prangten plötzlich auf den Besetzungslisten Namen von K. d. d. K.=Mädchen, die der Herr Minister als Filmnachwuchs zu bezeichnen pflegte, und Namen von Schauspielern, die aus irgend einem Grunde
und bei irgend einer Gelegenheit, meistens auch im K. d. d. K., das Wohlgefallen des Ministers gefunden hatten.
Natürlich gab es auch andere Schauspieler, die nicht oder aber selten im K. d. d. K. verkehrten und trotzdem große Rollen im Film spielten. Manche dieser Schauspieler vertraten die Ansicht, daß sie zu groß und zu prominent seien, als daß
der Minister es hätte wagen können, sie einfach nicht zu beschäftigen. Das dürfte jedoch ein Trugschluß sein. Hätte der Minister von dieser Ansicht erfahren, so hätte er die Betreffenden ganz bestimmt nie mehr in großen Rollen beschäftigt, weil er es einfach haßte, wenn jemand sich für prominenter und beliebter hielt, als beispielsweise er selbst es war. Ein System, das auf Albert Bassermann, zweifellos den größten deutschen Schauspieler, und auf Thomas Mann, den bedeutendsten deutschen Schriftsteller, verzichten konnte, hätte sich bestimmt niemals geniert, andere, weniger große Größen unter den Tisch fallen zu lassen. Ich will damit lediglich zum Ausdruck bringen, daß jeder, der fortlaufend große Rollen im deutschen Film spielte, irgendwie eine, vielleicht
kompromißlerische Verständigungsmöglichkeit mit dem Nationalsozialismus gesucht und — gefunden haben muß. Das ist meiner Meinung nach sehr vorsichtig, sehr zart und sehr, sehr milde ausgedrückt, und ich hoffe, daß mir im stillen selbst die meiner Kollegen Recht geben, die damit gemeint sind.
Vom Jahre 1938 bis zum Jahre 1941 habe ich im ganzen 6 Hauptrollen in 6 Filmen und fünf Hauptrollen in 5 Theaterstücken gespielt. Von den Filmen wäre vielleicht nur „Der Fall Deruga“ (mit Willy Birgel als Partner) und von den Theaterstücken „Cäsar und Cleopatra“ von George Bernard Shaw mit Carl Kuhlmann als Partner erwähnenswert. Alle übrigen Filme und Theaterstücke stellten anspruchslose Unterhaltungsware dar, die zwar auch notwendig ist, künstlerisch aber keine allzu große Befriedigung genährt.
Rit der immer geringer werdenden künstlerischen Befriedigung sanken in diesen drei Jahren auch meine Gagen auf geheimnisvolle Weise, während die Gagen anderer Kollegen und Kolleginnen stiegen. Das berührte mich zunächst wenig, da ich noch zu jung war, um derartigen Dingen einen besonderen Wert beizumessen. Außerdem aber kannte ich noch nicht die bei den Nazis übliche Politik der Gagensenkung unbeliebten Schauspielern gegenüber. Erst aks Kollegen mich darauf aufmerksam machten, daß da irgend
etwas nicht stimmen könne, wurde auch ich hellhörig. Wäre ich damals schon sofort den Dingen auf den Grund gegangen, dann hätte ich vielleicht zu einem früheren Zeitpunkte in Erfahrung bringen können, daß Dr. Goebbels unsere Unterhaltung in Schönbrunn nicht vergessen hat und daß ich seit diesem Tage bei ihm zu den „unbeliebten“ Schauspielern zählte. Aber das hätte wahrscheinlich an der kommenden Entwicklung auch nichts mehr ändern können.
In jene Zeit fielen auch die wiederholten amtlichen Aufforderungen, mich endlich um die Mitgliedschaft in der Partei zu bemühen. Da ich es für unmöglich hielt, daß mit dem Parteibuch auch zugleich die künstlerische Begabung wächst, lehnte ich es ab, in die Partei einzutreten, nachdem ich es vorher ebenfalls schon abgelehnt hatte, die weibliche Hauptrolle in dem parteipolitisch stark gefärbten Film „Patrioten“ zu übernehmen. Dies alles spielte noch im Frieden, als es möglich war, eine Rolle, die einem nicht gefiel, abzulehnen.
Mit Beginn des Krieges änderten sich auch schlagartig die Methoden, die Dr. Goebbels „seinen“ Künstlern gegenüber anwandte oder die das Propagandaministerium in seinem Auftrag durchführte. Wenn man vorher mit „sanfter Gewalt“ operiert hatte, so herrschte nun plötzlich eindeutigster Terror. Der an der Front vielleicht gerechtfertigte Kommandoton wurde von den selbstverständlich auch weiterhin in der Heimat bleibenden Nazis beim Theater und im Film üblich. Nur einigen wenigen, „oben“ sehr gut angeschriebenen Kollegen oder Kolleginnen gelang es, ihre persönlichen künstlerischen Wünsche durchzusetzen. Alle übrigen hatten zu gehorchen. Künstlerische Einwände gegen eine Rolle gab es nicht mehr.
Es bestand zwar die theoretische Möglichkeit, bei dem sehr jungen und recht unerfahrenen Reichsfilmintendanten Dr. Hippler gegen eine Rolle zu protestieren, aber dieser Protest nützte so gut wie gar nichts; denn Dr. Hippler bewies einem, daß man von dem Ganzen absolut nichts verstünde und daß seine sowie des Ministers Meinung eben ausschlaggebend seien. Da ich dies ohnehin wußte, unternahm ich gar nicht erst den Versuch; mich gegen irgend eine befohlene Rolle
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zur Wehr zu setzen. Mit mir hätte sich wahrschein lich auch Dr. Hippler gar nicht erst in eine Die kussion eingelassen, sondern hätte mir zu ver stehen gegeben, daß ich froh sein könne, wem man mich überhaupt arbeiten ließe. Ich wußt ja nun, daß gegen mich Verschiedenes vorlag un daß ich mit zu den bei Dr. Goebbels unbeliebte sten Schauspielern gehörte.
Ende Dezember 1940 heiratete ich, und zwa beging ich die „Ungeschicklichkeit", einen Man zu heiraten, der schon in Friedenszeiten die aller größten Schwierigkeiten mit Dr. Goebbels gehab hatte und seitdem für ein bestimmtes Teilgebie seines Berufés bereits verboten worden wa Zum überfluß war auch er nicht Parteimitglie und hatte, genau wie ich, eine Aufnahme in die Partei trotz mehrfacher Aufforderung abgelehn Da riß dem Minister nun endlich der schon seit langer Zeit recht dünn gewordene Geduldsfaden und er holte zum lange erwarteten Schlage gegen mich aus.
(Fortsetzung folgt!)
geradezu eine P Industriellen pi maßgebenden S sem ruinösen Eir Herren“ wurde gerade Sie bisk gerufen?“ anders gemeint sozialistische W schaukelte das geredes. In der es nicht wenige. des Nat: den Becher des mitzuschlür laten nicht nur„Nein. ich
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Freitag, 17.00 Uhr: Gastspiel der Breinößlbühn „Die drei Dorfheiligen“.
In einer Sch
veröffentlichten.
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Spielze. Sentl.
„Tiroler Heimatbühne", Volksspielhaus Hö# ting, Schneeburggasse 31, bringt Sonntag, de 12. August, nachmittags halb 3 Uhr und abend 18.30 Uhr die vieraktige Bauernkomödie vor Ludwig Anzengruber „Der G’wissenswurm“ zu Aufführung.
Das volkstümliche Orchesterkonzert, das berein
angekündigt wurde, findet nun in endgültige Festsetzung des Aufführungstages heute, Frei tag, im Riesensaal der Hofburg um 18.30 Uhr statt. Vorverkauf ab 10 Uhr an der Theaterkasse
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RADIO ROT-WEIIZ-ROT
Eigensendung Radio Innsbruck
Freitag, den 10. August, 18.10 Uhr,— Raine Maria Rilke: Die Weise über Liebe und des Cornets Christoph Rilke. Es spricht Traus Foresti.
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