Tiroler Tageszeitung 1945

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Seite 2 Nr. 44
Tiroler Tageszeitung
Samstag, 11. August 136
Weise ein einheitliches Vorgehen in den einzelnen Besatzungszonen sichern. Das Exekutivkomitee und die Stäbe werden den alliierten Rat beraten und die Entscheidungen auszuführen haben. Sobald die Abteilungen einer österreichischen Zentralverwaltung in der Lage sind, zufriedenstellend zu operieren, werden sie angewiesen, ihre verschiedenen Funktionen für Österreich als Ganzes unter der Kontrolle der alliierten Kommission auszuüben.
Die Verwaltung der Stadt Wien wird von einer interalliierten Regierungsbehörde geleitet, die unter den allgemeinen Anweisungen des alliierten Rates operiert und aus
vier Kommandanten bestehen wird. Diesen vier Kommandanten wird ein technischer Stab beistehen, der die Tätigkeit der lokalen Organe überwachen und kontrollieren wird. Der Verbindungsdienst mit den Regierungen anderer, besonders interessierter Nationen wird durch Ernennung militärischer Missionen seitens solcher Regierungen gesichert werden. Diesen militärischen Missionen können zivile Mitglieder für den alliierten Rat angehören. Die Organe der Vereinten Nationen werden, soweit sie von dem alliierten Rat zugelassen sind, der alliierten Kommission unterstellt und ihr verantwortlich sein.
Zeugnis für den Widerstandsgeist des Volkes
Aus geheimen Akten des Sicherheitsdienstes
Daß ein großer Teil der einheimischen Bevölkerung während der Nazizeit gegen diese war, ist nicht nur allgemein bekannt, sondern auch in den Berichten, die die verschiedenen Spitzenstellen im Lande an ihre vorgesetzten Dienststellen weiterleiteten, festgehalten. Hier einige Auszüge aus Berichten, die von der SD=Außenstelle Schwaz an den SD=Abschnitt weitergeleitet wurden:
Am 9. Februar 1939: Schwaz ist überall als Hochburg der Schwarzen bekannt, jedoch nicht nur die Stadt, sondern der ganze Kreis, was daraus hervorgeht, daß in den kleinen Gemeinden wie Vomp, Pill und Eben der Ortsgruppenleiter den Schwarzen nicht gewachsen ist. 8
Am 19. August 1939: Der größte Teil der Gegner sieht im Krieg die eheste Möglichkeit, den Nationalsozialismus zu stürzen.
Am 16. September 1939: Bei den Klerikalen finden alle Mitteilungen der eigenen Regierung eine schlechte Aufnahme und vor allem wenig Glaubwurdigkeit, wogegen die ausländischen Nachrichten fleißig abgehört und weiterverbreitet werden.
Am 1. März 1940: Die Schwarzen führen einen erbitterten Kampf gegen uns und auch von Seite der Kommunisten, soweit sie noch nicht erfaßt werden konnten, wird passiver Widerstand geleistet.
Am 21. November 1940: Die Parteiarbeit wird nach allen meinen Aussagen und Ansichten von Hoheitsträgern immer schwieriger, da es in erster Linie an Vertrauensleuten fehlt.
Am 11. Juli 1941: Die allgemeine Stimmung erhielt durch die Proklamation des Führers, welche den Einsatz nach Osten be
kannt gab, einen gewaltigen Stoß und es gab ein großes Durcheinander. Die schwarzen Gegner glauben nun wieder Oberwasser zu bekommen und es konnte einwandfrei festgestellt werden, daß die gegnerischen Kreise auf einen Umschwung zu ihren Gunsten hoffen. Man glaubt in diesen Kreisen nicht an einen Sieg Deutschlands über das gewaltige Russenreich, sondern hofft vielmehr, daß sich der Nationalsozialismus dabei verbluten werde und damit der Weg frei wird für einen Regierungswechsel.
Am 15. Februar 1942: Durch das Ausbleiben von Erfolgsmeldungen wittern die Schwarzen wieder Morgenluft und auch bei den Parteigenossen ist die Stimmung stark gesunken, so daß heute schon Zweifel laut werden über den Endausgang des Feldzuges gegen Rußland.
Am 14. Mai 1942: Die Filmvorstellungen werden hier sehr stark besucht, zum Unterschied von Parteiversammlungen. Auch konnte festgestellt werden, daß zum Beispiel die Filme „Waldrausch“ und „Der laufende Berg“ eine bedeutend größere Besucherzahl aufwiesen als die deutschen Spitzenfilme „Bismarck“ und „GPl“.
Am 6. Juli 1942: Man findet es hier sonderbar, daß auf einmal in den Zeitungen zu lesen ist, daß die Magermilch sehr nahrhaft sei und die Kartoffeln viele Vitamine enthielten.
So setzt sich die Reihe der Berichte fort bis an den Tag, an dem aller Spitzeltätigkeit und Tyrannei ein Ende gesetzt wurde.
Aus den Berichten selbst geht jedoch klar hervor, daß es nicht an heimattreuen Österreichern gefehlt hat, die sich jederzeit offen zu ihrer überzeugung bekannt haben.
Ein heimkehrer an die Kameraden
Wie viele Tage ist es nun schon her, da man der Krieg ist vorbei, man muß seine Leiden so Tag für Tag auf der staubigen, ausgedörr= vergessen können. „Arbeiten und aufbauen“
ten Landstraße marschiert? Man kann sich ruft es in dir. Unser Land muß wieder ernicht mehr so genau erinnern. Seit vier Wo= stehen, wie es einst im Frieden war. Bein chen ist einem dieses Band zur Heimat der Militär hast du vieles ausführen müssen, was einzige Begleiter; Hunderte von Kilometern dir nicht paßte und keinen Sinn hatte. werden es wohl schon sein. So marschiert merad, wenn du nun glücklich daheim bist, so man dahin, immer der Heimat näher, und frage nicht lange, was du nun unternehmen hängt seinen Gedanken nach. Es war ein gar weiter Weg von den Schlachtfeldern des Ostens bis nach Tirol. Harte Strapazen und eine karge Kost. Aber die Hoffnung, gesund heimkehren zu können, ließ einem keine Ruhe. Sie gab auch keine Zeit, daran zu zweifeln,
daß man es schaffen würde. Bei Hitze oder Kälte, Tag und Nacht, oft nur mit star
kem Willen gegen eine Ermattung der körperlichen Kräfte ankämpfend, immer nur das eine Ziel vor sich: die Heimat.
Die Gedanken sind unwillkürlich immer
frage nicht lange, was du nun unternehme sollst. Greif nur mutig zu, es hat jetzt jede Arbeit wieder einen Sinn bekommen. So trägst du bei zum Wiederaufbau unsereLandes. „
Wir wollen doch unser Volk wieders, glücklich sehen wie früher, wieder fröhlich und lachende Gesichtex. Jodler werden wie der von den Bergen hallen und die Heima wird dann wieder in neuer Blüte vor un erstehen. Dann wird es auch wieder ein einges, freies und unabhängiges Österreich geben, an dessen Aufbau auch wir mitgeholfen
an seine Lieben daheim gerichtet. Hoffentlich haben. Es werden aber auch so manche unte
uns sein, die in ihrer Jugend dem National sozialismus alles anvertraut und ihm Ideale geopfert haben. Diese werden nun etwas enttäuscht sein. Aber laßt sie uns an Aufbau nicht hindern, sie mögen ruhig noc
geht es allen gut. Und wie wird es sonst noch daheim aussehen, nun, da der Krieg endlich vorbei ist? Aber man ist ja noch so jung, die Schrecken des Krieges werden bald wieder vergessen sein. Und wie sieht es mit unserer Zukunft, unserer Existenz aus? Alles Fragen, die auf uns einstürmen. Fragen und wieder Fragen! Und wer gibt uns die Antwort? Aber
die Antwort mußt du dir selbst geben, junger Also siehst du,
Kamerad, Froh sollst du sein, daß du das uns. Wir wollen deshalb auc Glück hast, nach diesem Chaos der Vernich= gehen, sie uns recht glücklic
tung gesund heimzukehren. Dieses Mal aber für immer. Schau dir nur unser Land, deine
zusehen! Auch für sie wird bald die Stunde kommen, wo sie wieder zu einer nutzbringen den Arbeit eingespannt werden.
Also siehst du, es gibt eine Zukunft für 9ch sofort daran zu gestalten
Die Befreiung der politischen Gefangenen im Schloß Itter
Bekanntlich wurden im Schloß Itter in der Nähe von Wörgl prominente Franzosen in Haft gehalten. Unter diesen befanden sich Daladier, Reynaud, Gamelin, Weygand und andere. Insgesamt zehn Männer und vier Frauen. über die Befreiung derselben erhalten wir aus Wörgl folgenden interessanten Bericht:
Am frühen Morgen des 4. Mai wurde in Wörgl eine riesige rot=weiß=rote Fahne in der Ortschaft ausgebreitet, und zwar um einen drohenden Fliegerangriff zu verhindern, Tatsächlich erfolgte derselbe nicht. Für die heimattreue Bevölkerung war das der Auftakt, in Wörgl die österreichischen und Tiroler Fahnen zu hissen.
Der Führer der österreichischen Wider
standsbewegung in Wörgl Ruppert Hagleitner ließ die Widerstandsbewegung in Aktion treten, um den Schutz des Ortes zu übernehmen und fuhr dann nach Kufstein, um Weisungen einzuholen. Während seiner Abwesenheit drang ein größerer SS=Trupp ein und derselbe entdeckte durch Verrat das Waffenlager der Widerstandsbewegung, welches fast zur Gänze von der SS vernichtet wurde. Daß es an Drohungen und Beschimpfungen wie vom Anzünden des Ortes, feige österreicher usw. nicht fehlte, ist jedem verständlich. Die Drohungen kamen aber nicht zur Ausführung, denn die SS=Truppen zogen ab, angeblich um die Verteidigung von Wörgl in die Wege zu leiten.
Hagleitner kehrte inzwischen aus Kufstein
Heimat, an, wie es unter den Schrecken des Krieges gelitten hat. Zertrümmerte Wohnstätten, ausgebrannte Ruinen ragen gleich den vielen Grabkreuzen gespenstisch gegen den Himmel und klagen die Schuldigen dieses Krieges an. Wo sind die einst so lustigen Söhne unseres Landes? Zu vielen Hunderten auf den Schlachtfeldern gefallen, vermißt oder verkrüppelt. Gar viele werden von ihrem Mann, gu###
Sohn oder Bruder nie mehr etwas horen. seine Pflicht. Vermißt im Getümmel der Schlachten. Aber
brauchst dir daher darüber keine Gedan ken mehr machen. Marschiere nur imm weiter, bald wirst auch du in der Heimat sein Und es kam der Tag, da ihn die Heimatn ihre Arme nahm. Altvertraute Dörfer begrü ßen ihn, die heißgeliebten Berge taucheninde Ferne auf. Und dann kommt für ihn die groß Stunde: ein junges Tirolerherz hat wiede in seine Heimat gefunden. Es schlägt nich lange in dek Erinnerung an die traurige Ver gangenheit, es denkt an die Zukunft und iu
Alfred Reinisch.
zurück, fand keine einzige österreichische zu erbitten, da sich inzwischen eine größen Fahne mehr im Ort, dafür aber verstörte Anzahl SS in der Nähe des Schlosses ange
und ratlose Gesichter. Nun war die Zeit zum Handeln gekommen. Ein deutscher Major namens Gangl stellte sich mit zehn Soldaten der Widerstandsbewegung zur Verfügung und fuhr dann mit Hagleitner wieder nach Kufstein, um die Verbindung mit den Amerikanern aufzunehmen. Hierauf fuhr ein amerikanischer Oberleutnant namens C. Lee gemeinsam mit Hagkeitner, Major Gangl und seinen Leuten unter ständiger SS=Bedrohung nach Schloß Itter.
Gangls Leute blieben zur Sicherung im Schloß, während Hagleitner, Oberleutnant C. Lee und Major Gangl, der inzwischen als Ortskommandant von Wörgl eingesetzt worden war, nach Wörgl zurückkehrten, um für die Sicherheit des Ortes zu sorgen. Inzwischen hatten Hagleitner und Gangl in Kufstein mit einem amerikanischen Regimentskommandanten die Verbindung ausgenommen, der sechs Panzer nach Wörgl beorderte, von denen einer mit den drei Genannten an endlosen Zügen der rückflutenden deutschen Wehrmacht vorbei nach Schloß Itter fuhr. Dort begrüßten die gefangenen Franzosen stürmisch ihre Befreier, Daladier rief unter Tränen: „Das werde ich Österreich und Wörgl nie vergessen.“
Während Oberleutnant Lee und Major Ganal mit seinen zehn Soldaten im Schloß verblieben, fuhr Hagleitner nach Wörgl zurück, um bei den Amerikanern Verstärkung
sammelt hatte. Während der Nacht wurd Schloß Itter von Artillerie, Flak und Maschinengewehren beschossen. Erst am Morgen des 5. Mai traf Hagleitner mit 16 amerikanschen Panzern im Schloß Itter ein und nun war die Befreiung eine endgültige.
Bei der Verteidigung fand Major Gang den Tod. Er wurde in Wörgl unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im dutgen Ortsfriedhof zur letzten Ruhe gebetten Der Führer der österreichischen Widerstandsbewe gung und ein Vertreter der Gemeinde Wörg hielten am Grabe tief empfundene Nachruft Er hatte seine Treue zu Österreich in de letzten Minute mit dem Tode besiegelt.
Lambert Tipotsch.
Ein- und Ausfälle
Je mehr die einen schrien, umso weniger hattn die andern zu reden.
Bei manchen äußerte sich der Aufbauwillen Villenaufbau.
*
Fast jeder will wohl gebräunt, aber nieman will mehr braun sein.
Aus der einst nur kosmetischen Frage ist zu eine wirtschaftspolitische geworden: Wie werde Milesser 109?
Mitesser 1 „Räder rollen für den Sieg“
auch Köpfe Diogenes
SS-Standartenführer Koch
und seine Gattin
Als wir Österreicher 1938 ins Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert wurden, war SeStandartenführer Koch Lagerkommandant.
Koch war ein Begriff. Herr über Leben und Tod, personifizierte Willkür, gleich gefürchtet von der SS wie von den Häftlingen. Stolz, unnahbar und unmenschlich grausam.
Von Beruf angeblich Bankbeamter, begann Koch mit der Niederschlagung der Röhmrevolte seine Laufbahn. Da soll er im berüchtigten Columbiahaus in Berlin seine ersten, großen Verdienste erworben haben. Seither klebte Blut an seinen Fingern. Mit Blut war sein ganzer, weiterer Lebensweg gezeichnet, bis er selbst in seinem eigenen Blute das Ende fand, das er Tausenden von armen und gequälten Menschen bereitet hat.
Seine Frau, die ungekrönte Königin Buchenwalds, der alles untertan war, — früher einmal eine Bardame — soll Gestapobeamtin in Berlin gewesen sein. Bei gemeinsamer „Arbeit“ hat sich das edle Paar kennen und lieben gelernt.
Was Koch ersann, um die Insassen seines Lagers zu plagen, zu erniedrigen, zu mißhandeln und in Massen zu töten, ist einmalig und läßt sich gar nicht schildern. Wenn alle Müttey Väter, Geschwister und Kinder der Opfer seines unerhörten Sadismus wüßten, auf welche Art Koch aus Buchenwald ein Inferno machte, dann wäre der Name Koch allein eine schreiende Anklage abertausender.
Einzelheiten zu schildern, hieße Bücher schrei
ben, die nicht ganz gelesen würden, weil sie so unglaubwürdig wären. Wir haben viele Bestien in Menschengestalt unter unseren Peinigern gehabt; Koch übertraf alle. Seine Frau aber sogar ihn!
Blickte sie ein Häftling, ihrer Meinung nach, ungebührlich an, oder grüßte er sie nicht nach lagerüblicher Art mit Annahme strammer Haltung und entblößten Hauptes, so wanderte er unnachsichtlich über den Bock und empfing fünfundzwanzig Stockhiebe.
Ging sie an einem Arbeitskommando vorüber, wo Häftlinge mit nacktem Oberkörper arbeiteten und erblickte sie einen mit auffallender Tätowierung, so war das Schicksal dieses Mannes auch schon besiegelt. Er endete bald darauf durch eine Einspritzung, seine Haut wurde sachgemäß abgezogen, präpariert und zu einem Lampenschirm für das Boudoir der Frau Koch verarbeitet. Auch die Arm= und Handknochen fanden für Stehlampen Verwendung. Geld= und Handtaschen und andere Galanteriewaren wurden für Frau Koch auf solche Art hergestellt.
Die Familie Koch bewohnte eine hochherrschaftliche Villa, gebaut mit ungeheurem Aufwand an Geld und Matexial und mit dem Schweiß und Blute von Häftlingen. Sie führte ein fürstliches Leben mit den den Häftlingen gestohlenen Geldern. Familie Koch hielt sich mehrere Luxusautos, Reitpferde, schaffte sich sogar ein Sportflugzeug an und erwarb ein Vermögen an Schmuck, Sachgütern und Geld — von Häftlingen.
Im Kommandanturbereiche wurde ein Tiergarten unterhalten. Eines Abends, es war im
strengsten Winter, ließ Koch, wie so oft, die Häftlinge nach dem Appell stundenlang stehen. Ein Wolf war eingegangen. Angeblich vor Schreck krepiert, weil Häftlinge in seiner Nähe Schneebälle geworfen hatten. So wurde es uns durch den Lautsprecher mitgeteilt. Deshalb die Strafe. überdies mußten Gelder gesammelt werden, um das Biest durch ein anderes zu ersetzen. Mit der Summe, die diese Sammlung ergab, hätte man einige Elefanten kaufen können. Sie verschwand aber, wie viele andere Sammelergebnisse, in Kochs Taschen.
Als Hitlers Horden die Raubzüge nach Polen, Holland, Belgien und Frankreich unternahmen, fuhr Koch, oft von seiner edlen Gemahlin begleitet und gefolgt von großen Lastautos, in diese Länder, schaffte an Waren heran, was nur gut und teuer war, natürlich ohne sie zu bezahlen. und, der Erlös kam ihm zugute. Sogar wir Häftlinge durften manchmal an diesen Raubzügen teilnehmen, indem wir durch die Kantine 10 Zigaretten, in Verbindung mit einem Paar Pantoffel oder Hosenträger, um 12 bis 18 Mark Teile dieser Warenbestände erwerben konnten. Selbst in SS=Kreisen und in der wahrlich nicht nazifeindlichen Bevölkerung Weimars forderte Kochs Tätigkeit Kritik heraus. Man munkelte bereits von Untersuchungen, die gegen ihn laufen sollten.
Da wurden eines Tages die zwei Häftlingspfleger Krömer und Peix, langjährige politische Lagerinsassen, aus dem Lager herausgeholt und mit einem Auto fortgeschafft. Bei einem Außenkommando eingeteilt, wurden die beiden bald darauf „auf der Flucht erschossen“. War
um? Weil Koch, der Ehemann und Familien vater, der edle Gefolgsmann seines hochedn Führers, sich durch seinen vorbildlichen Leben wandel eine Krankheit zugezogen hatte, dien sich, um es geheim zu halten, von den beide heilkundigen Häftlingen auskurieren ließ. abgeschlossener Kur mußten die beiden Mitwis ser seiner Schande für immer mundtot gemach werden.
Dieser Fall und zahlreiche andere gaben da Anlaß zu einem SS=gerichtlichen Verfahren, da so unerhört viel an Grausamkeiten, Korruptions affairen und Verbrechen ans Tageslicht bracht daß Koch und seine Frau nicht mehr geschützt wer den konnten. Selbst die SS=Richter fanden es fü nötig, Koch und seine Gattin abzuurteile SS=Standartenführer Koch wurde erschossen, Fra Koch mit mehreren Jahren Zuchthaus bestraß Sie wird kaum mehr unter den Lebenden welen.
Ist dies Sühne? Ist dies Gerechtigkeit? Rein Solche Kochs und solche Köchinnen müßten lang lange leben, durch alle zivilisierten Länder### führt und ausgestellt werden, damit die Mer schen der ganzen gesitteten Welt staunend sehe könnten, welche Kreaturen Hitlers Machtpositio stützten, — und sie für ihre Missetaten angespin werden könnten!
Ihr anderen, kleinen Kochs aher, die ihr nes lebt und die ihr vielleicht glaubt und hofft, der einmal zur Macht kommen zu können, eus sei gesagt: Wir, die wir euren Klauen entror nen sind, wir werden die Mitmenschen vor chen Teufeln zu bewahren wissen.
Major Alfons Marincovich
Anderu.
Mit sofortig
ersonenzüge
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Fertigung
über Auftra Gruber wurde Handel, Gewe Innsbruck,
Fertigung vo sammenhänge delt die Gesch Ausschusses de bei der alle d gaben usw. ein
Ein 10.000=P
Die Tiroler allen Mitteln kommende Anen. Zufolge sten Monate e reichende Koldem Ersatz di Augenmerk 3
Um auch be wünschenswe ten, veransta rung über An mannes ein die dem Pr. lautet:
Bun
Der vereinmäßen, neuar roler Boden sieben Jahre denkt, wurdeArbeit am 6. beendet.